2.13.1 (k1965k): A. Besprechung des Bundeskanzlers mit dem norwegischen Ministerpräsidenten Einar Gerhardsen

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[A.] Besprechung des Bundeskanzlers mit dem norwegischen Ministerpräsidenten Einar Gerhardsen

Der Bundeskanzler unterrichtet das Kabinett von dem erfreulich gut und offen verlaufenen Gespräch mit dem norwegischen Ministerpräsidenten 1. Er berichtet, daß insbesondere über Fragen der NATO, zu der sich Norwegen bekenne, und über wirtschaftliche Fragen des Verhältnisses zwischen der EWG und EFTA gesprochen worden sei. Er könne mit Befriedigung feststellen, daß zu den skandinavischen Ländern ein gutes Verhältnis bestehe. Norwegen habe volles Verständnis dafür, daß wir das Problem der Entspannung zum Osten etwas anders sähen als Skandinavien 2. Der norwegische Ministerpräsident habe auch das große Interesse seines Landes an der Kennedy-Runde 3 bekundet (während dieser Unterrichtung des Kabinetts werden Filmaufnahmen gemacht).

1

Gerhardsen besuchte vom 23. bis 25. März 1965 die Bundesrepublik. Unterlagen dazu in B 136/2091, vgl. die Aufzeichnung des Bundeskanzleramtes über die Gespräche mit Erhard am 23. und 25. März 1965 in AAPD 1965, S. 585-595.

2

Vgl. dazu das Schlusskommuniqué in Bulletin Nr. 54 vom 26. März 1965, S. 430, und den ursprünglichen Entwurf, aus dem die Bestätigung des Alleinvertretungsanspruches der Bundesregierung gestrichen worden war. Es blieb bei der Formulierung, dass „die deutsche Wiedervereinigung nur auf der Grundlage des Selbstbestimmungsrechts gelöst werden kann" (Entwurf in B 136/2091). Der Botschafter der Bundesrepublik in Oslo Heinrich Böx berichtete am 2. April 1965, dass dies wegen der bevorstehenden Wahlen mit Rücksicht auf den linken Flügel der norwegischen Arbeiterpartei geschehen sei und um in diesem Zusammenhang zu verhindern, dass die abgespaltene Sozialistische Volkspartei, die auf eine Anerkennung der DDR dränge, diese Frage zum Wahlkampfthema mache (zitiert nach AAPD 1965, S. 594, Anmerkung 31).

3

Zu den vom amerikanischen Präsidenten John F. Kennedy 1962 angeregten internationalen Verhandlungen über Zollsenkungen im Rahmen des GATT, die am 4. Mai 1964 begonnen hatten vgl. 141. Sitzung am 28. Okt. 1964 TOP 6 (Kabinettsprotokolle 1964, S. 471 f).

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