2.23.6 (k1965k): B. Einrichtung eines sudanesischen Konsulats

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[B.] Einrichtung eines sudanesischen Konsulats

Staatssekretär Prof. Dr. Carstens teilt mit, daß der Sudan nach Abbruch der diplomatischen Beziehungen das AA um die Genehmigung gebeten habe, ein Konsulat im Raum Bonn zu errichten und auch einen eingeschränkten Militärattaché-Stab weiter aufrechtzuerhalten 14. Staatssekretär Prof. Dr. Carstens schlägt vor, diese Genehmigung aus politischen Gesichtspunkten nur für eine Zeit von 6 Monaten zu erteilen und keinen Dauerzustand daraus werden zu lassen.

14

Zum Abbruch der diplomatischen Beziehungen durch arabische Staaten vgl. 165. Sitzung am 20. Mai 1965 TOP A, zu den Bemühungen der Bundesregierung, einen Abbruch der diplomatischen Beziehungen durch den Sudan zu verhindern, vgl. Carstens' Schreiben an Dahlgrün vom 8. April 1965 in AAPD 1965, S. 673 f.

Nach einer Aussprache, an der sich die Bundesminister Dr. Mende, Lemmer, Dr. Heck, Dr. Krone sowie Staatssekretär Prof. Dr. Carstens beteiligen, stimmt das Kabinett gegen die Stimme von Bundesminister Dr. Krone dem Vorschlag von Staatssekretär Prof. Dr. Carstens zu 15.

15

Schröder resümierte in einem Schreiben an Westrick vom 22. Juni 1966, das Entgegenkommen gegenüber dem Sudan habe sich als richtig erwiesen, da die sudanesische Regierung die Bundesregierung bei ihren Bestrebungen unterstütze, die diplomatischen Beziehungen zu den arabischen Staaten wieder aufzunehmen (Schreiben in B 136/6285). Die halbjährliche Genehmigung wurde in den Folgejahren regelmäßig erteilt. Am 23. Dez. 1971 wurden die diplomatischen Beziehungen zum Sudan wieder aufgenommen. Unterlagen hierzu in B 136/6285 und B 122/22390. - Fortgang zur Verlängerung des Exequaturs 37. Sitzung am 22. Juli 1966 TOP 5 (B 136/36142).

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