2.5.21 (k1965k): I. Gestaltung des 150. Geburtstages von Bismarck am 1.4.1965

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Die Kabinettsprotokolle der Bundesregierung. Band 18. 1965Staatsbesuch Ulbrichts in Ägypten im Februar 1965Gespräche Erhards mit de Gaulle in Bonn im Juni 1965Karte Verkehrsvebindungen im Zonenrandgebiet Erhard im Bundestagswahlkampf 1965

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[I.] Gestaltung des 150. Geburtstages von Bismarck am 1.4.1965

Der Bundesminister des Innern wirft die Frage auf, wie dieses Tages gedacht werden soll. Das Auswärtige Amt plane eine interne Feier 44.

44

Zur Herausgabe einer Sonderbriefmarke siehe 147. Sitzung am 16. Dez. 1964 TOP B (Jahr der Menschenrechte: Kabinettsprotokolle 1964, S. 543). - Zum Sachstand vgl. den Vermerk des Bundeskanzleramtes vom 18. Jan. 1965 in B 136/4929, weitere Unterlagen in B 106/103771. - Gegenüber der Anregung des Bundestagspräsidenten vom Sommer 1964, den ersten deutschen Reichskanzler Otto von Bismarck am 1. April 1965 mit einem Staatsakt zu ehren, hatte Erhard Ende Oktober Gerstenmaier die Bedenken einiger Ressorts, insbesondere des BMI und des BMG, mitgeteilt und stattdessen eine Gedenkfeier im Rahmen einer Bundestagssitzung vorgeschlagen. Nach Meinung des BMG würde angesichts der mit dem Namen Bismarck verbundenen außenpolitischen Implikationen der demonstrative Charakter eines förmlichen Staatsaktes den politisch vertretbaren Aussagegehalt des Ereignisses wesentlich übersteigen. Vgl. den Schriftwechsel Gerstenmaiers mit Erhard vom 14. Juli und 28. Okt. 1964 sowie das Schreiben des BMG vom 21. Sept. 1964 an das Bundeskanzleramt in B 136/4929. - An der internen Veranstaltung im AA mit einer Festrede des Kölner Historikers Theodor Schieder sollten neben Angehörigen des Auswärtigen Dienstes auch Nachkommen Bismarcks teilnehmen. Vgl. dazu die Schreiben des AA vom 30. Sept. 1964 und des BPA vom 8. Jan. 1965, jeweils an das Bundeskanzleramt, in B 136/4929.

In der anschließenden Erörterung, an der sich der Bundeskanzler, der Bundesminister des Innern, der Bundesminister für das Post- und Fernmeldewesen, der Bundesminister für wissenschaftliche Forschung, der Bundesminister für besondere Aufgaben und Chef des Bundeskanzleramtes beteiligen, wird auch über die Pläne des Bundestagspräsidenten gesprochen. Der Bundeskanzler spricht sich dafür aus, diesen Tag von seiten der Bundesregierung würdig zu begehen.

Das Kabinett beschließt eine Feierstunde der Bundesregierung 45.

45

Am 1. April 1965 fand in Anwesenheit des Bundespräsidenten eine Gedenkfeier der Bundesregierung im Plenarsaal des Bundestages statt, bei der nach einer Ansprache des Bundeskanzlers der Tübinger Historiker Hans Rothfels den Festvortrag hielt. Vgl. den Abdruck der Reden in Bulletin Nr. 59 vom 2. April 1965, S. 469 f. und 472-475.

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