3.3 (k1965k): Sonstige 1965 erwähnte Personen

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Die Kabinettsprotokolle der Bundesregierung. Band 18. 1965Staatsbesuch Ulbrichts in Ägypten im Februar 1965Gespräche Erhards mit de Gaulle in Bonn im Juni 1965Karte Verkehrsvebindungen im Zonenrandgebiet Erhard im Bundestagswahlkampf 1965

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Sonstige 1965 erwähnte Personen

Prof. Dr. Karl Abraham (1904-1990)

Diplom-Handelslehrer, 1946 Dozent an der Berufspädagogischen Akademie Solingen, 1952 am Berufspädagogischen Institut Köln, 1953 außerordentlicher, 1954 ordentlicher Professor für Wirtschafts- und Sozialpädagogik an der Universität Mannheim, 1957-1972 (Emeritierung) an der Universität Frankfurt am Main.

Hermann Josef Abs (1901-1994)

Nach Beendigung der Banklehre Tätigkeit in verschiedenen Bankhäusern in Bonn und Köln, ab 1923 in den Niederlanden, Großbritannien, USA und Südamerika, 1929-1934 Prokurist im Bankhaus Delbrück, Schickler & Co. in Berlin, seit 1935 als Teilhaber, 1937 Aufsichtsratsmitglied der IG-Farben-Industrie, seit 1938 Vorstandsmitglied und Direktor der Auslandsabteilung der Deutschen Bank, 1948 Mitglied, 1951 stellvertretender Vorsitzender und 1959-1973 Vorsitzender des Verwaltungsrates der Kreditanstalt für Wiederaufbau, 1951-1953 Leiter der deutschen Delegation bei der Londoner Schuldenkonferenz, seit 1952 im Verwaltungsrat der Deutschen Bundesbahn, 1955 Leiter der Delegation bei den Besprechungen über das deutsche Vermögen in den USA, 1957-1967 Vorstandssprecher und 1967-1976 Aufsichtsratsvorsitzender der Deutschen Bank.

Dr. Ernst Achenbach (1909-1991)

1936-1944 AA bzw. Auswärtiger Dienst, dabei 1940-1943 Leiter der Politischen Abteilung der deutschen Botschaft in Paris, 1946 Rechtsanwalt, 1947-1948 Verteidiger bei den Nürnberger Kriegsverbrecherprozessen, 1950-1958 MdL Nordrhein-Westfalen (FDP), dort 1955-1958 stellvertretender Fraktionsvorsitzender, 1957-1976 MdB, dort 1971-1972 stellvertretender Fraktionsvorsitzender, 1960-1964 Mitglied der Beratenden Versammlung des Europarates und der Versammlung der WEU, 1964-1977 MdEP.

Konrad Adenauer (1876-1967)

1901 Eintritt in die Zentrumspartei, 1917-1933 Oberbürgermeister von Köln, 1921-1933 Mitglied und Präsident des Preußischen Staatsrates, bis 1933 Mitglied des Reichsvorstandes der Zentrumspartei, 1933 Entlassung aus allen Ämtern, 1945 erneut Oberbürgermeister von Köln, 1946-1948 Mitglied des Zonenbeirates für die britische Besatzungszone, 1946-1950 MdL Nordrhein-Westfalen (CDU), dort 1946-1949 Fraktionsvorsitzender, 1946-1950 Vorsitzender des Zonenverbandes der CDU in der britischen Zone, 1948-1949 Präsident des Parlamentarischen Rates, 1949-1967 MdB, 1949-1963 Bundeskanzler, 1951-1955 zugleich Bundesminister des Auswärtigen, 1950-1966 Bundesvorsitzender der CDU.

Dr. Fritz Baade (1893-1974)

1918-1919 Vorsitzender des Arbeiter- und Soldatenrats Essen, 1925-1929 Leiter der Reichsforschungsstelle für landwirtschaftliches Marktwesen, Reichskommissar bei der Deutschen Getreide-Handelsgesellschaft, Berlin, 1930-1933 MdR (SPD), 1933-1934 Landwirt, 1935 Emigration in die Türkei, dort 1939-1946 privater Wirtschafts- und Landwirtschaftsberater, 1946-1948 gewerkschaftliche und publizistische Tätigkeit in den USA, 1949-1965 MdB, 1948-1961 Direktor des Instituts für Weltwirtschaft in Kiel, seit 1961 des Instituts für Wirtschaftsfragen der Entwicklungsländer ebenfalls in Kiel.

Richard Balken (1914-1995)

1934-1940 Tätigkeit als Journalist, 1940-1946 Kriegsdienst und Gefangenschaft, 1947-1953 erneut Tätigkeit als Journalist, zuletzt Chefredakteur der „Westdeutschen Rundschau", 1953-1979 Auswärtiger Dienst mit Stationen 1953-1956 in der Zentrale, 1956-1959 in Washington, 1959-1967 erneut in der Zentrale, dort 1959-1962 Leiter des Referats 302 (Abrüstung und Sicherheit), 1962-1967 Leiter des Referats L 1 (Parlaments- und Kabinettsreferat), 1967-1970 Botschafter in Norwegen, 1970-1974 in Indonesien, 1974-1976 Botschafter z.b.V. (in der Zentrale) und 1976-1979 Botschafter in Rumänien.

Dr. Eberhard Barth (1897-1972)

1914-1918 Kriegsdienst, 1919-1921 Studium der Rechts- und Staatswissenschaften, 1922-1925 juristischer Vorbereitungsdienst, 1925-1941 Reichswirtschaftsministerium, dort zuletzt Leiter der Abteilung Energiewirtschaft, 1941-1945 Leiter dieser Abteilung beim Generalinspektor für Wasser und Energie, 1946-1952 Generaldirektion für Wasserstraßen und Binnenschiffahrt in der britischen Zone bzw. ab 1947 Hauptverwaltung der Binnenschiffahrt der Verwaltung für Verkehr des amerikanischen und britischen Besatzungsgebiets, ab 1948 Abteilung Binnenschifffahrt der Verwaltung für Verkehr des Vereinigten Wirtschaftsgebiets bzw. BMV, dort in der Abteilung Wasserbau (W), Leiter der Referate W 1 (Organisation, Personalien der Beamten der nachgeordneten Behörden) und W 2 (Sozialwesen, Angestellte und Arbeiter der nachgeordneten Behörden), 1952-1957 abgeordnet zum Beauftragten des Bundeskanzlers für die mit der Vermehrung der alliierten Truppen zusammenhängenden Fragen im Bundeskanzleramt (Dienststelle Blank) bzw. (ab 1955) BMVtg, dort Leiter der Abteilung III bzw. ab 1956 VIII (Rechtsabteilung), bzw. 1956-1957 in der Abteilung Verwaltung und Recht, Leiter der Unterabteilung II (Recht), 1957-1964 (Ruhestand) Bundesdisziplinarhof, dort Präsident des Wehrdienstsenats.

Dr. Rainer Barzel (1924-2006)

1941-1945 Kriegsdienst, anschließend Studium der Rechtswissenschaften und der Volkswirtschaft, 1949-1956 Tätigkeit bei der Landesregierung von Nordrhein-Westfalen, 1956 Geschäftsführendes Mitglied des Präsidiums des Landesverbandes Nordrhein-Westfalen der CDU, 1957-1987 MdB, 1962-1963 Bundesminister für gesamtdeutsche Fragen, 1963-1964 stellvertretender und amtierender Fraktionsvorsitzender, 1964-1973 Fraktionsvorsitzender, 1971-1973 Bundesvorsitzender der CDU, 1973-1979 Mitarbeiter in einer Anwaltskanzlei in Frankfurt am Main, 1977-1979 Vorsitzender des Ausschusses für Wirtschaft und 1980-1982 Vorsitzender des Auswärtigen Ausschusses des Deutschen Bundestages, 1982-1983 Bundesminister für innerdeutsche Beziehungen, 1983-1984 Präsident des Deutschen Bundestages, 1980 und 1986-1990 Koordinator für deutsch-französische Zusammenarbeit.

Johannes R. Becher (1891-1958)

1918 nach Studienabbruch freier Schriftsteller, Mitarbeiter der Zeitschriften „Aktion" und „Die neue Kunst", 1917 Mitglied der USPD, 1918 des Spartakusbundes, 1919 der KPD, 1928 Mitbegründer und Erster Sekretär des „Bundes proletarisch-revolutionärer Schriftsteller", gleichzeitig Herausgeber von dessen Zeitschrift „Die Linkskurve", 1932 Feuilleton-Redakteur des Zentralorgans der KPD „Die Rote Fahne", 1933 Emigration über Prag nach Paris, 1935 nach Moskau, dort bis 1945 Chefredakteur der Exilzeitschrift „Internationale Literatur - Deutsche Blätter", 1937 Vorsitzender der deutschen Sektion des sowjetischen Schriftstellerverbandes, 1943 Mitbegründer des Nationalkomitees „Freies Deutschland", 1945 Rückkehr nach Deutschland, Mitbegründer und bis zu seinem Tode 1958 Präsident des „Kulturbundes zur demokratischen Erneuerung Deutschlands", 1946 Mitglied des Parteivorstandes bzw. ab 1950 des Zentralkomitees (ZK) der SED, Mitbegründer des Aufbau-Verlages und der Zeitschrift „Sinn und Form", 1949 Textautor der DDR-Nationalhymne, ab 1950 Abgeordneter der Volkskammer der DDR und Gründungsmitglied der Deutschen Akademie der Künste, 1953-1956 deren Präsident, 1954-1958 Minister für Kultur der DDR.

Prof. Hellmut Becker (1913-1993)

1945-1963 Tätigkeit als Rechtsanwalt (mit Schwerpunkt der Beratung kultureller Organisationen), 1961 Mitgründer, 1963 Gründungsdirektor und bis 1981 (Emeritierung) Direktor des Instituts für Bildungsforschung in der Max-Planck-Gesellschaft, Berlin, bzw. ab 1971 des Max-Planck-Instituts für Bildungsforschung, 1966-1975 Mitglied der Bildungskommission des Deutschen Bildungsrates, gleichzeitig u. a. langjähriges Mitglied des Beirates für kulturpolitische Fragen des AA, der Deutschen UNESCO-Kommission und des Kuratoriums des Deutsch-französischen Jugendwerks sowie Präsident des Deutschen Volkshochschulverbandes.

Heinz Behrendt (geb. 1913)

1939-1945 Kriegsdienst, 1946 Eintritt in die SED und Tätigkeit als Textilien-Kalkulationsprüfer bei der Landesregierung Brandenburg, 1951 Leiter der Hauptabteilung Industrie im Ministerium für Wirtschaft und Arbeit bzw. Arbeit und Berufsausbildung des Landes Brandenburg, 1952-1953 stellvertretender Vorsitzender des Rats des Bezirks Cottbus, 1953-1958 Vizepräsident der Industrie- und Handelskammer der DDR, 1958-1978 Ministerium für Außenhandel (bis 1967: Ministerium für Außenhandel und Innerdeutschen Handel, bis 1976: Ministerium für Außenwirtschaft) der DDR, dort 1958-1965 Leiter der Hauptabteilung und Bevollmächtigter für den Innerdeutschen Handel, Verhandlungspartner der Treuhandstelle für Interzonenhandel, 1965-1978 Stellvertreter des Ministers und zuständig für den Handel mit der Bundesrepublik Deutschland.

Ahmed Ben Bella (geb. 1918)

1939-1945 Kriegsdienst in der französischen Armee, anschließend aktive Teilnahme am Kampf für die Unabhängigkeit Algeriens, 1952 Verhaftung und Flucht nach Kairo, 1954 Mitgründer der Nationalen Befreiungsfront Algeriens, 1956 erneut Verhaftung und Haft in Frankreich, 1962 nach der Unabhängigkeit Algeriens Rückkehr nach Algerien, 1962-1965 erster Präsident Algeriens, 1965-1980 nach einem Militärputsch unter Hausarrest, anschließend im Exil in Frankreich, 1990 Rückkehr nach Algerien.

Asher Ben Natan (geb. 1921)

1938 Emigration von Österreich nach Palästina, 1945-1947 nach Rückkehr nach Österreich dort Leiter der Organisation „Bricha" (Hilfe für überlebende europäische Juden bei der Ausreise bzw. der illegalen Einreise nach Palästina), 1947 Rückkehr nach Israel und Tätigkeit in einem Kibbuz, persönlicher Referent David Ben Gurions, 1948-1951 israelisches Außenministerium, 1951-1953 Studium in der Schweiz, 1953-1956 Direktor der Incode-Fleischexportgesellschaft in Eritrea (Afrika), 1956-1959 Beauftragter des israelischen Verteidigungsministeriums in Europa und Leiter der Einkaufskommission für militärischen Bedarf in Paris, 1959-1965 Generaldirektor des Verteidigungsministeriums, 1965 (24. Aug.)-1969 israelischer Botschafter in der Bundesrepublik Deutschland, 1970-1975 Botschafter in Frankreich, 1975-1977 politischer Berater des israelischen Verteidigungsministers, seit 1992 Botschafter für besondere Aufgaben.

Dr. Paul Binder (1902-1981)

1930-1937 Deutsche Bau- und Bodenbank AG, dann Wirtschaftsprüfer bei der Deutschen Revisions- und Treuhand AG, Berlin, 1937-1940 stellvertretender Direktor der Dresdner Bank, Berlin, 1941-1945 Tätigkeit als Wirtschaftsprüfer in Berlin, 1945 Landesdirektor bzw. ab 1946-1947 Staatssekretär für Finanzen, zugleich Stellvertreter des Präsidenten des Staatssekretariats des Landes Württemberg-Hohenzollern, 1946 Eintritt in die CDU, 1946-1947 Mitglied der Beratenden Landesversammlung, 1947-1952 und 1953-1960 MdL Württemberg-Hohenzollern bzw. Baden-Württemberg, 1948-1949 Mitglied des Parlamentarischen Rates, 1964-1968 Mitglied des Sachverständigenrates zur Begutachtung der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung.

Otto Fürst von Bismarck(-Schönhausen) (1815-1898)

1832-1838 Studium der Rechtswissenschaften und juristischer Vorbereitungsdienst, 1839-1847 Tätigkeit auf den familieneigenen Gütern, 1847-1848 konservatives Mitglied des preußischen Vereinigten Landtags, seit 1849 der Zweiten Kammer des preußischen Landtags und 1850 des Erfurter Unionsparlaments, 1851-1859 preußischer Gesandter am Bundestag des Deutschen Bundes in Frankfurt am Main, 1859-1862 Gesandter in Petersburg, 1862 in Paris, 1862-1890 preußischer Ministerpräsident, zugleich preußischer Minister der auswärtigen Angelegenheiten, 1867-1871 zugleich Kanzler des Norddeutschen Bundes (Bundeskanzler), 1871-1890 zugleich Reichskanzler.

Willy Brandt (1913-1992)

Mitglied der sozialistischen Jugendbewegung, 1931 Übertritt von der SPD zur SAP, 1933 Flucht über Dänemark nach Norwegen, 1940 nach Schweden, 1945 Korrespondent für skandinavische Zeitungen in Deutschland, 1947 Presseattaché an der norwegischen Vertretung (Militärmission) beim Alliierten Kontrollrat in Berlin, 1948 Vertretung des SPD-Vorstandes in Berlin und bei den alliierten Kontrollbehörden, Wiedereinbürgerung, 1949-1957, 1961 und 1969-1992 MdB (SPD), 1950-1969 Mitglied des Berliner Abgeordnetenhauses, 1955-1956 dessen Präsident, 1957-1966 Regierender Bürgermeister von Berlin, 1964-1987 Vorsitzender der SPD, 1966-1969 Bundesminister des Auswärtigen, 1969-1974 Bundeskanzler, 1976-1992 Vorsitzender der Sozialistischen Internationale.

Dr. Heinrich von Brentano (1904-1964)

1932-1943 Rechtsanwalt beim Oberlandesgericht Darmstadt, 1943-1945 Dienstverpflichtung als Staatsanwalt in Hanau, 1945 Rechtsanwalt und Notar in Darmstadt, Mitbegründer der CDU in Hessen, 1946-1949 MdL Hessen, dort 1947-1949 Fraktionsvorsitzender, 1948-1949 Mitglied des Parlamentarischen Rates, 1949-1964 MdB, dort 1949-1955 und 1961-1964 Vorsitzender der CDU/CSU-Fraktion, 1955-1961 Bundesminister des Auswärtigen.

Hermann Busse (1903-1970)

Nach dem Studium der Rechtswissenschaften Tätigkeit als Rechtsanwalt, 1939-1949 Kriegsdienst und Gefangenschaft, anschließend Rechtsanwalt und Notar in Herford, 1949 Eintritt in die FDP, bis 1961 Mitglied des Verfassungsgerichtshofes des Landes Nordrhein-Westfalen, 1961-1969 MdB.

Sir Winston Spencer Churchill (1874-1965)

1900-1964 mit Unterbrechungen Abgeordneter der Konservativen, 1905-1925 der Liberalen im britischen Unterhaus, seit 1906 verschiedene Regierungsämter, u. a. Unterstaatssekretär für die Kolonien (1906), Handelsminister (1908), Innenminister (1910), Erster Lord der Admiralität (1911), Munitionsminister (1917), Kriegs- und Luftfahrtminister (1919), Staatssekretär für die Kolonien (1921-1922) sowie Schatzkanzler (1924-1929), 1929-1939 schriftstellerische und publizistische Tätigkeit, 1939 erneut Erster Lord der Admiralität, 1940-1945 Premierminister, 1945-1951 Oppositionsführer im Unterhaus, 1951-1955 erneut Premierminister, 1953 Nobelpreis für Literatur.

Maurice Couve de Murville (1907-1999)

Seit 1930 in der französischen Finanzverwaltung, 1937-1940 Direktor der Auslandsabteilung des Finanzministeriums, 1940 Entlassung durch die Vichy-Regierung und Flucht nach Nordafrika, 1943-1945 Mitglied des Comité Français de la Libération Nationale bzw. ab 1944 der Provisorischen Regierung der Französischen Republik, 1945-1950 Generaldirektor der Politischen Abteilung des Außenministeriums, 1950-1955 französischer Botschafter in Kairo, 1955-1956 in Washington und 1956-1958 in Bonn, 1958-1968 französischer Außenminister, 1968-1969 Ministerpräsident.

Dr. Carl Creifelds (1907-1994)

1932-1935 Gerichtsassessor im Oberlandesgerichtsbezirk Köln, 1935-1945 Reichsjustizministerium, dort 1941-1945 leitende Tätigkeit, seit 1944 Referent in den für das Strafrecht und Strafverfahren in den besetzten Gebieten, insbesondere für das Polenstrafrecht jeweils zuständigen Referaten, 1945-1949 in der Privatwirtschaft, 1949-1952 Hauptreferent bei der Senatsverwaltung für Volksbildung in Berlin, 1952-1965 bei der Senatsverwaltung für Justiz, dort zuletzt Leiter der Abteilung Strafrecht und Gnadensachen, 1965 Versetzung in den Ruhestand auf eigenen Antrag, danach Tätigkeit als Fachautor und Lektor, u. a. Herausgeber des Creifelds Rechtswörterbuchs.

Józef Cyrankiewicz (1911-1989)

Seit 1935 Funktionär der Polnischen Sozialistischen Partei (PPS), seit 1939 Tätigkeit in der polnischen Widerstandsbewegung, 1941-1945 Inhaftierung in den Konzentrationslagern Auschwitz und Mauthausen, 1947-1952 und 1954-1970 polnischer Ministerpräsident, 1948 maßgebliche Beteiligung an der Vereinigung von PPS und Kommunistischer Partei zur Vereinigten Polnischen Arbeiterpartei (PZPR), dort 1948-1971 Mitglied des Politbüros, 1948-1975 des Zentral-Komitees, 1970-1972 Staatspräsident.

Prof. Dr. Theodor Dams (geb. 1922)

1959-1965 Abteilungsleiter bei der EWG-Kommission in Brüssel, 1965-1990 Direktor des Instituts für Entwicklungspolitik der Universität Freiburg im Breisgau, 1966-1975 Mitglied der Bildungskommission des Deutschen Bildungsrates, langjähriges Mitglied des Wissenschaftlichen Beirates des BML und des BMZ.

Willi Daume (1913-1996)

Unternehmer in Dortmund, 1949-1955 Präsident des Deutschen Handball-Bundes, 1950-1970 Präsident des Deutschen Sportbundes (DSB), seit 1956 Mitglied des Internationalen Olympischen Komitees (IOC), 1972-1976 dessen Vizepräsident, 1961-1992 Präsident des Nationalen Olympischen Komitees für Deutschland (NOK), 1966-1972 Präsident des Organisationskomitees für die Olympischen Spiele in München 1972, 1979-1988 Präsident der Deutschen Olympischen Gesellschaft e.V., 1988-1991 Vorsitzender der Stiftung Deutsche Sporthilfe.

John Diamond (1907-2004)

1945-1951 und 1957-1970 Labour-Abgeordneter des Britischen Unterhauses, 1946-1947 parlamentarischer Privatsekretär des Arbeitsministers, 1964-1970 Stellvertretender Finanzminister (Chief Secretary im Department of the Treasury), seit 1968-1970 als Mitglied des Kabinetts, seit 1970 Baron Diamond, 1981 Wechsel zu der von Labour abgespaltenen Sozialdemokratischen Partei und 1982-1988 deren Führer im Oberhaus, 1995 Wiedereintritt in die Labour Party.

Paul Dickopf (1910-1973)

1934-1935 freiwilliger Wehrdienst, 1937 nach Abbruch des Studiums der Rechtswissenschaften Einstellung als Anwärter für den leitenden Kriminaldienst, 1939 zunächst Leiter des kriminalpolizeilichen Erkennungsdienstes für Baden in Karlsruhe, 1939-1942 Leiter der kriminalpolizeilichen Verbindungsstelle beim Wehrkreiskommando in Stuttgart, 1942 Flucht zunächst nach Brüssel und 1943 über Frankreich in die Schweiz, dort 1944 Inhaftierung, 1947 Rückkehr nach Deutschland, 1950-1952 BMI, dort dem Referat I C 1 (Allgemeine Polizeiangelegenheiten und Kriminalpolizei) zugeteilt, 1952 (Juli-Okt.) Hilfsreferent im Referat VI A 3 (Verfassungsschutz und Kriminalpolizei), zusätzlich ab Juni 1952 Chef des deutschen Zentralbüros der Interpol, 1952-1971 (Ruhestand) Bundeskriminalamt, seit 1965 (19. Jan.) dessen Präsident, seit 1968 zusätzlich Präsident der Interpol.

Prof. Liselott Diem (1906-1992)

1924-1927 Studium an der Deutschen Hochschule für Leibesübungen, Berlin, 1927-1933 dort Lehrerin, 1933 fristlose Entlassung, anschließend 1933-1943 Weiterbildung und Tätigkeit in der Kinder- und Jugendarbeit im Bereich sportlicher Ausbildung, 1944-1947 Lehrerin an verschiedenen Schulen Berlins, seit 1947 Deutsche Sporthochschule Köln, dort 1947-1965 Leiterin der Frauenausbildung, 1964-1989 Leiterin des Carl-Diem-Instituts, 1965 (19. Febr.) Ernennung zum Ordentlichen Professor, 1965-1974 (Emeritierung) Lehrstuhl für Didaktik und Methodik der Leibeserziehung, 1967-1969 Rektorin, 1969-1971 Prorektorin, 1970-1978 Mitglied des Direktoriums des Bundesinstituts für Sportwissenschaften in Köln.

Dr. Emmy Diemer-Nicolaus (1910-2008)

1933-1937 Studium der Rechtswissenschaften, Volks- und Betriebswirtschaft, 1938-1940 Tätigkeit in der Vertragszentrale der IG-Farben-Industrie in Ludwigshafen, 1940-1945 Prozessbearbeiterin der Württembergischen Feuerversicherung in Stuttgart, 1945-1946 Rechtsanwältin in Stuttgart, 1946 Eintritt in die FDP/DVP, 1946-1950 Gemeinderätin in Stuttgart, 1950-1952 MdL Württemberg-Baden, 1952-1953 Mitglied der Verfassunggebenden Landesversammlung, 1953-1957 MdL Baden-Württemberg, 1957-1972 MdB (FDP), ab 1968 Mitarbeiterin im Internationalen Kongress der Europäischen Liberalen, 1970-1972 Mitglied der Beratenden Versammlung des Europarates und der Versammlung der Westeuropäischen Union.

Wolfram Dorn (geb. 1924)

Nach Landwirtschafts- und Kolonialausbildung 1942-1946 Kriegsdienst und Gefangenschaft, anschließend Ausbildung zum Industriekaufmann und selbstständige Tätigkeit, 1948 Eintritt in die FDP, 1950-1982 Mitglied des nordrhein-westfälischen Landesvorstandes der FDP, 1951-1965 Mitglied des Rates der Stadt Werdohl, dort 1953-1956 Bürgermeister, 1954-1961, 1975-1980 und 1985-1995 MdL Nordrhein-Westfalen, 1962-1969 Direktor des Deutschen Architekten- und Ingenieurverbandes sowie Chefredakteur der „Deutschen Architekten- und Ingenieur-Zeitschrift", 1961-1972 MdB, dort 1968-1969 stellvertretender Fraktionsvorsitzender, 1969-1972 Parlamentarischer Staatssekretär beim BMI, 1970-1972 Mitglied des Bundesvorstandes der FDP, 1973-1977 Leiter des FDP-eigenen Verlages „Liberal", 1978-1980 freier Schriftsteller, 1981-1982 stellvertretender Vorstandsvorsitzender des Forschungs- und Beratungsinstituts DATUM, Bonn, 1983-1985 Angestellter, zuletzt Direktor bei der Westdeutschen Landesbank Girozentrale in Bonn.

Elisabeth II. (Elisabeth Alexandra Marie) (geb. 1926)

Älteste Tochter des damaligen Herzogs Albert von York und späteren Königs Georg VI., seit 1952 Königin von Großbritannien und Nordirland.

Georg Elsenheimer (1903-1997)

1933-1938 Gerichtsassessor im Oberlandesgerichtsbezirk Frankfurt am Main, 1938-1943 Amtsgerichtsrat beim Amtsgericht Bamberg, seit 1943 zudem beim Amtsgericht Eltmann und beim Sondergericht Bamberg, 1943-1945 Kriegsdienst und Gefangenschaft, 1947-1949 erneut Amtsgerichtsrat beim Amtsgericht Bamberg, 1949-1953 Oberlandesgericht Bamberg, 1953-1968 (Ruhestand) BMJ, dort Leiter des Referats Z 1 bzw. ab Okt. 1965 Z A 1 (mit Zuständigkeit vor allem für Allgemeine und Grundsatzangelegenheiten des Haushalts sowie des Kassen- und Rechnungswesens der Bundesjustizverwaltung, Prüfung der Betätigung des Bundes als Gesellschafter, Mitwirkung in Haushaltsangelegenheiten des Bundesarbeitsgerichts, Bau- und Wohnungsangelegenheiten der betreuten Dienststellen, ab 1966 zudem Finanzkontrolle über die Bundesrechtsanwaltskammer, die Bundesnotarkammer, die Rechtsanwaltskammer bei dem Bundesgerichtshof und die Patentanwaltskammer), zusätzlich ab Jan. 1968 Leiter der neu eingerichteten Unterabteilung Z A.

Prof. Dr. Karl Dietrich Erdmann (1910-1990)

1934-1937 Schuldienst, 1939-1945 Kriegsdienst, 1945-1953 Universität Köln, dort 1945 wissenschaftlicher Assistent, 1947 Dozent, 1953 außerplanmäßiger Professor für Mittlere und Neuere Geschichte, 1950-1953 Generalsekretär der deutschen UNESCO-Kommission, 1953-1978 (Emeritierung) ordentlicher Professor an der Universität Kiel, 1962-1967 Vorsitzender des Verbandes deutscher Historiker, 1966-1970 Vorsitzender des Deutschen Bildungsrates, 1974-1980 Leiter des Wissenschaftlichen Beirates des Instituts für Zeitgeschichte, 1975-1980 Präsident des Comité International des Sciences Historiques.

Fritz Erler (1913-1967)

Seit 1931 Mitglied der SPD, 1932-1938 Stadtverwaltung Berlin, nach Ausscheiden aus politischen Gründen kaufmännischer Leiter eines chemischen Unternehmens in Berlin, 1938 Verhaftung und 1939 Verurteilung zu zehn Jahren Zuchthaus, 1945 Flucht, 1945-1946 Landrat in Biberach, 1946-1947 MdL Württemberg-Hohenzollern und Tätigkeit in der dortigen Staatskanzlei, 1947-1949 Landrat in Tuttlingen, 1949-1967 MdB, dort u. a. 1952-1957 stellvertretender Vorsitzender des Ausschusses zur Mitberatung des EVG-Vertrages und der damit zusammenhängenden Abmachungen bzw. (ab 1953) des Ausschusses für Fragen der europäischen Sicherheit bzw. (ab 1956) des Ausschusses für Verteidigung, 1953-1957 Vorsitzender des Fraktionsarbeitskreises für Sicherheitsfragen, 1957-1964 stellvertretender, 1964-1967 Fraktionsvorsitzender, 1953-1957 Mitglied der Beratenden Versammlung des Europarats und der Versammlung der WEU.

Levi Eshkol (1895-1969)

1914 Auswanderung aus Russland nach Palästina, dort Tätigkeit in der Landwirtschaft und im Siedlungswesen, 1918-1920 Mitglied der Jüdischen Legion, 1921 Gründungsmitglied des Gewerkschaftsbundes Histadrut, anschließend Emissär der Histadrut in verschiedenen europäischen Ländern, in den dreißiger Jahren Tätigkeit beim Palästina-Büro in Berlin für die Überführung deutsch-jüdischen Eigentums nach Palästina, seit 1942 leitende Stellung in der Jewish Agency, 1948 nach der Gründung des Staates Israel zunächst Abteilungsleiter im israelischen Innenministerium, 1951-1952 israelischer Landwirtschaftsminister, 1952-1963 Finanzminister, 1963-1969 Ministerpräsident, 1963-1967 zusätzlich Verteidigungsminister.

Leopold Figl (1902-1965)

1934-1938 Direktor des Niederösterreichischen Bauernbundes, 1938-1945 Inhaftierung in mehreren Konzentrationslagern, 1945 Vizekanzler und Landeshauptmann von Niederösterreich, Mitbegründer und 1945-1951 Bundesobmann der ÖVP, 1945-1953 Bundeskanzler, 1953-1959 Außenminister, 1959-1962 Präsident des Nationalrats, 1962-1965 erneut Landeshauptmann von Niederösterreich.

Prof. Dr. Karl Forster (1928-1981)

1952-1953 Priesterseminar Freising, 1954-1956 Assistent an der Universität München, 1957-1967 Direktor der Katholischen Akademie in Bayern, Vorsitzender der Arbeitsgemeinschaft für katholische Erwachsenenbildung in Bayern und ordentlicher Professor an der Universität Augsburg, Mitglied des Bayerischen Rundfunkrates, Prälat, 1966-1971 Sekretär der Deutschen Bischofskonferenz, 1971-1981 erneut ordentlicher Professor für Pastoraltheologie an der Katholisch-Theologischen Fakultät der Universität Augsburg.

Alfred Frenzel (1899-1968)

Bis 1938 in Reichenberg (Sudetenland) politische Tätigkeit für die Deutsche Sozialdemokratische Arbeiterpartei in der Tschechoslowakei (DSAP), 1938-1945 Emigration in Großbritannien, 1945 Rückkehr in die Tschechoslowakei, dort Leiter einer Aussiedlungsstelle für ehemalige DSPA-Mitglieder, 1946 Übersiedlung nach Bayern, 1950-1953 MdL Bayern (SPD), 1953-1960 MdB, dort 1958-1960 Vorsitzender des Ausschusses für Wiedergutmachung, 1960 (28. Okt.) Verhaftung wegen Verdachts des Landesverrats zugunsten der Tschechoslowakei und Parteiausschluss, 1961 Verurteilung zu 15 Jahren Zuchthaus, 1966 Begnadigung und Abschiebung in die Tschechoslowakei.

Charles de Gaulle (1890-1970)

Seit 1911 Berufsoffizier in der französischen Armee, 1914-1918 Kriegsdienst und Gefangenschaft, 1918-1931 verschiedene Kommandierungen, u. a. 1924 im Stab der Rheinarmee in Mainz, 1927 Bataillonskommandeur in Trier, 1932-1936 Generalsekretär des Nationalen Verteidigungsrates, 1937-1939 erneute Truppenverwendung, zuletzt 1939 Kommandeur einer Panzerdivision, 1940-1943 Gründer des Londoner Komitees „Freies Frankreich", Chef der „Freien Französischen Streitkräfte" und Chef des „Nationalen Verteidigungskomitees", 1943 Präsident des „Nationalen Befreiungskomitees", ab 1944 der „Provisorischen Regierung der französischen Republik", 1944-1946 und 1958 französischer Ministerpräsident, 1959-1969 Präsident der Republik.

Geiger

1965 in der Tschechoslowakei inhaftierter Bürger der Bundesrepublik.

Hans-Dietrich Genscher (geb. 1927)

1945 Kriegsdienst und Gefangenschaft, 1946 Eintritt in die Liberal-Demokratische Partei Deutschlands (LDPD), 1949 Referendar am Amtsgericht Halle an der Saale, 1952 nach Flucht in die Bundesrepublik Eintritt in die FDP, seit 1954 Tätigkeit als Rechtsanwalt in Bremen, 1956-1959 wissenschaftlicher Angestellter der FDP-Bundestagsfraktion, 1959-1965 deren Geschäftsführer, 1962-1964 Bundesgeschäftsführer der FDP, 1965-1998 MdB, dort 1965-1969 Parlamentarischer Fraktionsgeschäftsführer, 1969-1974 Bundesminister des Innern, 1974-1982 und 1982-1992 Bundesminister des Auswärtigen und Stellvertreter des Bundeskanzlers, 1968-1974 stellvertretender, 1974-1985 Bundesvorsitzender der FDP.

Einar Gerhardsen (1897-1987)

1914-1922 Straßenarbeiter bei der Stadtverwaltung Oslo, 1919 Vorsitzender der Straßenarbeitergewerkschaft, 1920 Sekretär im Verband der norwegischen Gemeindearbeiter, ab 1922 Tätigkeit in der Arbeiterpartei Norwegens, 1935-1945 deren Generalsekretär und zweiter Vorsitzender, gleichzeitig Mitglied des Stadtrates von Oslo, 1940 kurzzeitig Bürgermeister von Oslo, nach der Absetzung durch die deutschen Besatzungsbehörden 1941-1944 Inhaftierung im Konzentrationslager Sachsenhausen, 1944 Rückkehr nach Oslo und weiterhin Internierung, 1945 zunächst erneut Bürgermeister von Oslo und Vorsitzender der Arbeiterpartei, 1945-1951, 1955-1963 und 1963-1965 (1. Okt.) norwegischer Ministerpräsident.

Dr. Horst B. K. Geuting (1921-2005)

Dipl.-Landwirt, 1956-1963 Tätigkeit bei den Firmen Daimler-Benz in Gaggenau und Stuttgart sowie Magirus-Deutz in Ulm, 1963-1965 Wirtschafts- und Landwirtschaftsberater der Regierung Tanganjikas bzw. ab 1964 Tansanias im Direktorat für Entwicklungsplanung der Präsidialkanzlei in Daressalam, 1965-1966 im Auftrag der Deutschen Förderungsgesellschaft für Entwicklungsländer (GAWI) Betreuer des 1964 begonnen Projektes einer land- und wasserbaulichen Versuchs- und Beratungsstation in Ifakara (Tansania), anschließend Betreuung weiterer Projekte in Thailand und ab 1967 in Indien, seit 1970 Tätigkeit für die UNO u. a. als Länderrepräsentant der Food and Agriculture Organization (FAO) sowie als Landwirtschaftsberater für das UN-Entwicklungsprogramm auf den Philippinen, in Pakistan, Lesotho und Gambia.

Dr. Nahum Goldmann (1895-1982)

Seit 1918 Tätigkeit in der zionistischen Bewegung, Mitbegründer und Mitherausgeber der „Encyclopaedia Judaica", 1926-1933 Leiter der Zionistischen Vereinigung in Deutschland, 1933 Emigration, 1935-1940 Vertreter der Jewish Agency beim Völkerbund in Genf, seit 1940 als amerikanischer Staatsbürger zusammen mit David Ben Gurion erfolgreicher Einsatz für die Gründung des Staates Israel, 1949-1978 Präsident des Jüdischen Weltkongresses, seit 1951 gleichzeitig der Conference on Jewish Material Claims against Germany, 1952 maßgebliche Beteiligung an der Aushandlung des Wiedergutmachungsabkommens der Bundesrepublik mit Israel, 1956-1968 Präsident der Zionistischen Weltorganisation.

Alfons Goppel (1905-1991)

1932-1934 Rechtsanwalt in Regensburg, 1934-1938 Staatsanwalt in Kaiserslautern, 1939-1945 Kriegsdienst, 1947 Landrat des Landkreises Aschaffenburg, 1952 Erster Bürgermeister von Aschaffenburg, 1954-1978 MdL (CSU), 1957-1958 Staatssekretär im Bayerischen Staatsministerium der Justiz, 1958-1962 Bayerischer Staatsminister des Innern, 1962-1978 Bayerischer Ministerpräsident, 1957-1991 Mitglied des CSU-Landesvorstands, 1979-1984 MdEP.

Andrej A. Gromyko (1909-1989)

1936-1939 Professor am Moskauer Wirtschaftsinstitut, seit 1939 im diplomatischen Dienst der UdSSR, 1943-1946 Botschafter in den USA und Gesandter in Kuba, 1946-1948 ständiger sowjetischer Vertreter im Sicherheitsrat der UNO, 1949-1952 und 1953-1957 Erster Stellvertretender Außenminister, 1952-1953 Botschafter in Großbritannien, 1956 Mitglied des ZK der KPdSU, 1957-1985 sowjetischer Außenminister, 1973-1988 Mitglied des Politbüros der KPdSU, 1983-1985 auch Erster Stellvertretender Ministerpräsident, 1985-1988 Vorsitzender des Präsidiums des Obersten Sowjets (Staatspräsident).

Per Christen Haekkerup (1915-1979)

1945-1952 Mitglied des Hauptvorstandes der Sozialdemokratischen Partei Dänemarks, 1946-1950 Stadtverordneter in Kopenhagen, 1946-1952 Vorsitzender der sozialdemokratischen Jugendorganisation Dänemarks und 1946-1954 Generalsekretär des Internationalen Bundes der Sozialdemokratischen Jugend, seit 1950 Mitglied des dänischen Parlaments (Folketing), 1953-1962 Mitglied der Parlamentarischen Versammlung des Europarates, 1955-1956 Leiter des Informationsdienstes der Sozialdemokratischen Partei Dänemarks, 1956-1960 Redakteur der Zeitung „Social-Demokraten", 1960 und 1961 Leiter der dänischen Delegation bei der UNO-Vollversammlung, 1962-1966 dänischer Außenminister, anschließend Vorsitzender der sozialdemokratischen Fraktion im Folketing, 1971-1973 Minister für Budget und Ökonomie, 1973 (Sept.-Dez.) kurzzeitig Wirtschaftsminister, 1975-1978 erneut Wirtschaftsminister, anschließend Minister ohne Portefeuille (beauftragt mit der Koordination der wirtschaftlich bestimmten Ressorts).

Karl-Ulrich Hagelberg (geb. 1909)

1936-1937 Wissenschaftlicher Hilfsarbeiter im Reichswirtschaftsministerium (Reichsdevisenstelle), 1937-1940 Staatliche Polizeiverwaltung des oberschlesischen Industriegebietes Gleiwitz-Beuthen-Hindenburg, 1940-1945 Regierung in Liegnitz, 1945-1953 Tätigkeit in der Privatwirtschaft, 1953-1969 BMI, dort 1953-1955 Leiter des Referats VI B 1 (Generalreferat für Angelegenheiten des Bundesgrenzschutzes und der Bereitschaftspolizeien der Länder), 1956-1961 Leiter des Referats III 1 (Generalreferat der Abteilung III: Kulturelle Angelegenheiten des Bundes bzw. ab 1958 Grundsatzfragen der Kulturpolitik), 1961-1969 Leiter der Abteilung III (Kulturelle Angelegenheiten des Bundes), 1969-1970 BMBW.

Prof. Dr. Walter Hallstein (1901-1982)

1929 Privatdozent, 1930-1941 Professor für Privat- und Gesellschaftsrecht, 1946 Lehrstuhl für Internationales Privatrecht, Völkerrecht, Rechtsvergleichung und Gesellschaftsrecht an der Universität Frankfurt am Main, 1950 Leiter der deutschen Verhandlungsdelegation für den Schuman-Plan, 1950-1951 Staatssekretär im Bundeskanzleramt, 1951-1958 im AA, 1958-1967 Präsident der Kommission der Europäischen Wirtschaftsgemeinschaft in Brüssel, 1968 Präsident des Rates der Europäischen Bewegung, 1969-1972 MdB (CDU).

Hassan II. (1929-1999)

1948-1951 Studium der Rechtswissenschaften und Promotion, 1953-1955 im Exil in Korsika und Madagaskar, 1955 (Nov.) Rückkehr nach Marokko, 1956 nach der Unabhängigkeit Marokkos Oberbefehlshaber der Armee, 1957 Kronprinz, 1960 Verteidigungsminister und stellvertretender Ministerpräsident, 1961-1999 König von Marokko.

Werner Hess (1914-2003)

1932-1936 Studium der evangelischen Theologie, Theaterwissenschaften und Germanistik, 1939-1945 Kriegsdienst, 1939-1960 Pfarrer, 1949-1960 zugleich Film- und Fernsehbeauftragter der EKD, 1948-1962 Mitglied des Rundfunkrates des Hessischen Rundfunks, dort 1960-1962 Fernseh-Programmdirektor, 1962-1981 Intendant, 1965-1966 und 1976-1977 Vorsitzender der ARD, 1968-1977 Vizepräsident der Union der Europäischen Rundfunkanstalten.

Adolf Hitler (1889-1945)

Führer der NSDAP, 1933-1945 Reichskanzler, seit 1934 Führer und Reichskanzler.

Hans Graf Huyn (geb. 1930)

1955-1965 im Auswärtigen Dienst, mit Stationen 1956 als Sekretär der deutschen Delegation bei den EWG-Verhandlungen in Brüssel, 1956-1957 in Tunis und Dublin, 1957-1959 in der Zentrale, Abteilung 3 (West II), 1959-1964 in Tokio, Juni-Aug. 1961 kurzzeitig abgeordnet nach Manila als ständiger Vertreter des Botschafters, 1964-1965 erneut in der Zentrale, Abteilung I (Politische Abteilung), Referat I A 1 (Europäische politische Integration, Europarat und nichtstaatliche europäische Organisationen; WEU [nichtmilitärische Angelegenheiten]), Okt. 1965 Entlassung auf eigenen Antrag, anschließend Tätigkeit als Publizist, 1969-1972 Tätigkeit in der Bundesfinanzverwaltung, 1972-1976 Wissenschaftlicher Assistent und außenpolitischer Referent bei der CSU-Landesgruppe in der CDU/CSU-Fraktion des Deutschen Bundestages, 1976-1987 und 1988-1990 MdB (CSU).

Dr. Wolfgang Imle (1909-2001)

1938-1945 Reichswirtschaftsministerium, 1939-1949 Kriegsdienst und Gefangenschaft, 1949-1951 Tätigkeit in der Privatwirtschaft, 1951-1953 Geschäftsführer der Industrie- und Handelskammer Flensburg und der Wirtschaftsvereinigung Groß- und Außenhandel Schleswig-Holstein, 1962-1966 stellvertretender Vorsitzender des Landesverbandes Schleswig-Holstein der FDP, 1960-1965 und 1967-1969 MdB (FDP), dort 1961-1965 stellvertretender Vorsitzender des Finanzausschusses, seit 1956 Vorsitzender des Landesverbandes Schleswig-Holstein des Verbandes der Heimkehrer, Kriegsgefangenen und Vermißtenangehörigen Deutschlands (VdH), 1960-1976 Vizepräsident und 1976-1982 Präsident, danach Ehrenpräsident des Bundesverbandes, 1970-1986 Vorstandsvorsitzender der Heimkehrerstiftung.

Lyndon B. Johnson (1908-1973)

1937-1949 Abgeordneter für die Demokratische Partei im US-Repräsentantenhaus, 1949-1961 Senator für Texas, 1961-1963 Vizepräsident, nach der Ermordung von Präsident John F. Kennedy 1963 (22. Nov.)-1969 36. Präsident der USA.

Heinrich Junker (1911-1993)

1939-1945 Kriegsdienst, 1945-1947 Dozent am Polytechnikum München und Leiter des Vermessungsamtes Dachau, 1947-1957 Landrat in Dachau, 1957-1962 Staatssekretär im Bayerischen Staatsministerium des Innern, 1962-1966 Bayerischer Staatsminister des Innern, 1966-1972 Präsident der Bayerischen Landesbodenkreditanstalt, 1972-1976 Stellvertretender Vorsitzender und 1976-1977 Vorsitzender der Bayerischen Landesbank Girozentrale.

Georg Kahn-Ackermann (1918-2008)

1938 Tätigkeit als freier Wirtschaftsjournalist, 1939-1945 Kriegsdienst, 1945 Leiter eines Münchner Pressedienstes, 1946 Eintritt in die SPD, seit 1946 erneut Tätigkeit als freier Journalist, Reporter und Redakteur, 1950-1951 vorübergehende Tätigkeit in der Filmindustrie, 1953-1957, 1962-1969 und 1970-1974 MdB, seit 1960 Mitglied der Versammlung der Westeuropäischen Union (WEU), dort zeitweise Vizepräsident und 1972-1973 Vorsitzender des Politischen Ausschusses, seit 1963 Mitglied der Beratenden Versammlung des Europarates, dort bis 1970 Leiter von deren Kommission für Kultur und Erziehung, 1972-1974 Sprecher der Deutschen Delegation, 1973-1974 Vizepräsident und 1974-1979 Generalsekretär des Europarates, 1968-1970 Präsident des Kuratoriums der Deutschen Stiftung für Entwicklungsländer, 1968-1988 stellvertretender Vorsitzender der Deutschen Welthungerhilfe.

John F. Kennedy (1917-1963)

1941-1945 Marineoffizier, 1947-1953 Abgeordneter der Demokratischen Partei im Repräsentantenhaus, 1953-1961 Senator für den Staat Massachusetts, 1961-1963 35. Präsident der USA, am 22. Nov. 1963 in Dallas (Texas) ermordet.

Dieter Koniecki (geb. 1931)

Seit 1951 Studium der Politischen Wissenschaft sowie der Romanischen und Englischen Philologie in Bonn, Berlin und Paris, daneben 1956-1960 Sprachlehrer an der Bundeswehrsprachenschule in Bonn und Euskirchen, seit 1958 Ostreferent beim Bundesvorstand des Liberalen Studentenbundes Deutschlands, 1961 Verhaftung während eines Besuches in Ost-Berlin und Verurteilung in der Tschechoslowakei wegen angeblicher Spionagetätigkeit zu 10 Jahren Zuchthaus durch das Stadtgericht Prag, 1966 Freilassung, 1967 Promotionsstipendium der Friedrich-Ebert-Stiftung und Übersiedlung nach Mexiko, 1969-1996 Mitarbeiter der Friedrich-Ebert-Stiftung, dabei 1969-1976 Gewerkschaftsberater in Mexiko und 1976-1996 Gesellschaftspolitischer Berater und Vertreter in Madrid.

Alexej N. Kossygin (1904-1980)

1927 Eintritt in die KPdSU, 1936 nach der Ausbildung zum Textilingenieur Direktor einer Spinnerei in Leningrad, seit 1938 Bürgermeister von Leningrad, seit 1939 Mitglied des ZK der KPdSU, 1940-1946 Stellvertretender Vorsitzender im Rat der Volkskommissare, 1943-1946 Ministerpräsident der Russischen Sozialistischen Föderativen Sowjetrepublik, 1946-1960 Stellvertretender Ministerpräsident der Sowjetunion, 1948 sowjetischer Finanzminister, 1948-1953 Minister für Leichtindustrie, 1948-1952 und seit 1960 Mitglied des Politbüros des ZK der KPdSU, 1959-1960 Leiter der Planungskommission, 1960-1964 Erster Stellvertretender Ministerpräsident, 1964-1980 Ministerpräsident.

Georg Kurlbaum (1902-1988)

Dipl.-Ing., 1926-1929 Tätigkeit bei der Deutschen Reichspost in Berlin, anschließend bei der Deutschen Versuchsanstalt für Luftfahrt in Berlin-Adlershof, 1929-1931 bei der Colonial Airways Inc. in Newark (New Jersey, USA) und bei der Automatic Electric Inc. in Chicago, 1931-1941 bei der Telefunken AG, Berlin, seit 1941 alleiniger Vorstand der Metrawatt AG, Nürnberg, 1946 Eintritt in die SPD, 1949-1969 MdB (SPD).

Albert Leicht (1922-1994)

1940-1945 Kriegsdienst und Gefangenschaft, 1946 Eintritt in die CDU, nach dem Studium der Rechts- und Staatswissenschaften 1953-1954 Tätigkeit als Rechtsanwalt, 1954-1955 Richter am Sozialgericht Speyer, dann Ministerium für Unterricht und Kultus des Landes Rheinland-Pfalz, Mainz, 1955-1957 Landratsamt Bad Bergzabern, 1957-1977 MdB (CDU), 1967-1969 Parlamentarischer Staatssekretär im BMF, 1977-1983 Vizepräsident des Europäischen Rechnungshofes, Abteilung Haushalt und Finanzen, in Luxemburg, Dozent an der Deutschen Hochschule für Verwaltungswissenschaften in Speyer und an der Bundesakademie für öffentliche Verwaltung.

Dr. Helmut Lemke (1907-1990)

1933 Bürgermeister von Eckernförde, 1937 von Schleswig, 1939-1945 Marineoffizier, 1945-1948 im Minenräumdienst im Auftrag der alliierten Streitkräfte, seit 1948 Rechtsanwalt und Notar in Lübeck, 1954-1955 Kultusminister, 1955-1963 Innenminister und 1963-1971 Ministerpräsident des Landes Schleswig-Holstein, 1971-1983 Präsident des Schleswig-Holsteinischen Landtags.

Hermann Leutz (geb. 1907)

Dipl.-Ing., nach Tätigkeit als Bauingenieur in der Privatwirtschaft 1936-1945 bei den Luftwaffenbauämtern Ludwigsburg, Böblingen, Nürnberg, Kiel, Schleswig und Wien, 1942-1943 abgeordnet zur Feuerschutzpolizei Hamburg, Hannover und München, 1945-1952 erneut Tätigkeit in der Privatwirtschaft, 1952-1972 BMWo, dort 1952-1953 als Hilfsreferent, danach 1953-1966 Leiter des für Baulichen Luftschutz zuständigen Referats II/6 bzw. (ab 1957) II/5 und III A 5, (ab 1959) III B 3, (ab 1961) IV 3 und (ab 1966) IV B 3 (zuletzt: Baulicher Zivilschutz; Grundsatzreferat, Grundlagenforschung, bautechnische Richtlinien), 1966-1968 Leiter der Unterabteilung IV B (Bautechnik, Bauforschung, baulicher Zivilschutz), 1968-1972 Leiter des Referats II A 9 (Grundsatzfragen des baulichen Zivilschutzes, Grundlagenforschung, Erprobungen, bautechnische Richtlinien) bzw. (ab 1970) I 7 (Baulicher Zivil- und Katastrophenschutz).

Kurt Mattick (1908-1986)

Bis 1940 Tätigkeit als Maschinenschlosser und im Automobil- und Transportgeschäft, 1940-1945 Kriegsdienst bzw. dienstverpflichtet, 1945 Persönlicher Referent von Otto Suhr in der Zentralverwaltung der Deutschen Industrie für die Sowjetische Besatzungszone, 1946-1947 Sekretär der SPD-Fraktion in der Berliner Stadtverordnetenversammlung, danach bis 1953 Tätigkeit als Journalist und freier Handelsvertreter, 1946-1953 Mitglied der Stadtverordnetenversammlung bzw. (ab 1951) des Berliner Abgeordnetenhauses (SPD), 1947-1952 und 1958-1963 stellvertretender sowie 1963-1968 Vorsitzender der SPD in Berlin, 1953-1980 MdB, dort 1960-1980 Mitglied des Fraktionsvorstandes, 1974-1976 Mitglied der Versammlung der Westeuropäischen Union und der Beratenden Versammlung des Europarates.

Dr. Felix Messerschmid (1904-1981)

1929-1958 Gymnasiallehrer, 1940-1945 Kriegsdienst, 1948-1955 Mitbegründer und Direktor der Akademie für Erziehung und Unterricht in Calw, 1955-1958 Leiter des Kepler-Gymnasiums in Ulm, 1958-1970 (Ruhestand) Direktor der Akademie für Politische Bildung in Tutzing, 1953-1965 Präsidialmitglied des Deutschen Ausschusses für das Erziehungs- und Bildungswesen, 1953-1964 Mitglied des Auswahlausschusses der Studienstiftung des Deutschen Volkes, seit 1954 Mitglied des Kuratoriums des UNESCO-Instituts für Pädagogik in Hamburg, 1955-1967 Vorsitzender des Verbandes der Geschichtslehrer Deutschlands und Vorstandsmitglied des Verbandes der Historiker Deutschlands, seit 1957 Mitglied des Wissenschaftlichen Beirates des Instituts für Jugendfragen in Bonn, 1958-1963 Mitglied des Beirates Innere Führung beim BMVtg, seit 1963 Mitglied des Beirates des Instituts für Bildungsforschung in der Max-Planck-Gesellschaft, 1970-1979 Mitglied des Beirates der Bundeszentrale für politische Bildung.

Dr. Franz Meyers (1908-2002)

Rechtsanwalt, 1940-1945 Kriegsdienst, 1948 Beitritt zur CDU, 1950-1970 MdL Nordrhein-Westfalen (CDU), 1952 Oberbürgermeister von Mönchengladbach, 1952-1956 Innenminister des Landes Nordrhein-Westfalen, 1957-1958 MdB (CDU), 1958-1966 Ministerpräsident des Landes Nordrhein-Westfalen, zugleich 1958-1959 Minister für Bundesangelegenheiten und 1966 Justizminister sowie Innenminister.

Dr. Karl Mommer (1910-1990)

1930 KPD, 1934-1935 in Haft, 1935 Flucht nach Belgien, 1937 Übertritt zur SPD, 1940-1941 in Südfrankreich interniert, 1941-1944 dort selbstständiger Landwirt, 1946 nach Rückkehr Referent für Sozial- und Flüchtlingsfragen im Länderrat der amerikanischen Besatzungszone, 1947-1949 Deutsches Büro für Friedensfragen, 1948-1949 Mitglied des Wirtschaftsrates des Vereinigten Wirtschaftsgebiets, 1949-1969 MdB, dort 1949-1951 Vorsitzender des Organisationsausschusses, 1957-1966 parlamentarischer Fraktionsgeschäftsführer, 1950-1958 Mitglied der Beratenden Versammlung des Europarats und der WEU, 1966-1969 Vizepräsident des Deutschen Bundestages, 1970-1972 Vorsitzender der Wehrstrukturkommission der Bundesregierung.

Gamal Abd el-Nasir, gen. Nasser (1918-1970)

1952 maßgebliche Beteiligung am Sturz des ägyptischen Königs Faruk durch das „Komitee der freien Offiziere", ab 1953 Oberbefehlshaber der Streitkräfte, 1953-1954 stellvertretender ägyptischer Ministerpräsident und Innenminister, 1954 Ministerpräsident, im Nov. auch Staatsoberhaupt, 1956-1970 Staatspräsident, 1958-1961 Staatsoberhaupt der aus Ägypten und Syrien gebildeten Vereinigten Arabischen Republik.

Dr. Alfred Neff (1906-1970)

Diplom-Kaufmann, 1930-1931 Assistent am Psychologischen Institut der Handelshochschule Mannheim, 1931 Eintritt in die väterliche Carl Neff Herdfabrik (später Neff-Werke) in Bretten, seit 1940 Alleineigentümer, 1945 Bürgermeister von Bretten, 1945-1946 kommissarischer Landrat des Landkreises Karlsruhe, 1952 Mitglied der Verfassunggebenden Versammlung des Landes Baden-Württemberg, 1946-1949 Lehrbeauftragter für Psychologie und Soziologie an der Technischen Hochschule Karlsruhe, 1955-1962 Vizepräsident, 1963-1970 Präsident der Industrie- und Handelskammer Karlsruhe, 1965-1970 Vorstandsmitglied des Deutschen Industrie- und Handelstages, 1964-1970 Mitglied des Staatsgerichtshofes Baden-Württemberg.

Prof. Dr. Fritz Neumark (1900-1991)

1923-1925 im Reichsfinanzministerium, dort wissenschaftlicher Hilfsarbeiter, 1925-1927 Assistent an der Universität Frankfurt am Main, dort 1927 Privatdozent, 1931 außerordentlicher Professor der Nationalökonomie, 1933 Entlassung und Emigration in die Türkei, dort Professor an der Universität Istanbul, 1952 Wiederaufnahme der Lehrtätigkeit an der Universität Frankfurt am Main, dort 1954-1955 und 1961-1962 Rektor, 1970 Emeritierung, seit 1950 Mitglied, 1965-1975 Vorsitzender des Wissenschaftlichen Beirats beim BMF, zudem Mitglied des wissenschaftlichen Beirats beim BMWi, der Finanzreformkommission, des Steuer- und Finanzausschusses der EWG, Vorsitzender des Sozialbeirats.

Jutta Nöldeke (geb. 1927)

1948-1952 Studium der Rechtswissenschaften und 1953-1957 juristischer Vorbereitungsdienst, 1958-1989 beim Deutschen Paritätischen Wohlfahrtsverband - Gesamtverband, dort zunächst Juristische und Frauenreferentin, später Justitiarin und Leiterin der Rechtsabteilung, sowie Mitglied des Direktoriums (Geschäftsführung), Engagements in zahlreichen Gremien des Deutschen Vereins für öffentliche und private Fürsorge.

Julius Kambarage Nyerere (1922-1999)

1945-1949 Lehrer an einer Missionsschule in der britischen ostafrikanischen Kolonie Tanganyika, 1949-1952 Studium der Geschichte und der Wirtschaftswissenschaften in Edinburgh, nach der Rückkehr nach Afrika erneut Tätigkeit als Lehrer, 1952 Eintritt in die Tanganyika African Association, ab 1953 deren Präsident, 1954-1990 nach Umwandlung der Partei zur Tanganyika African National Union deren Vorsitzender bzw. ab 1977 Vorsitzender der mit Sansibars Afro-Shirazi Party fusionierten neuen Partei Chama Cha Mapinduzi, 1960 Chefminister unter britischer Oberhoheit, 1961 nach der Unabhängigkeit Premierminister der unabhängigen Monarchie Tanganjika im Britischen Commonwealth, 1962-1985 Präsident der Republik bzw. ab 1964 (nach der Vereinigung mit Sansibar) der Vereinigten Republik Tansania.

Dr. Rolf Friedemann Pauls (1915-2002)

1934-1945 Berufsoffizier, 1946-1949 Jurastudium, 1949-1951 Sekretariat des Parlamentarischen Rates und Verbindungsstelle zur Alliierten Hohen Kommission im Bundeskanzleramt, 1951 Vizekonsul in Luxemburg, 1952-1956 Persönlicher Referent des Staatssekretärs Hallstein im AA, 1956-1960 Botschaftsrat und Leiter der politischen Abteilung an der deutschen Botschaft in Washington, 1960-1963 Vertreter des deutschen Botschafters in Athen, 1963-1965 Leiter der Unterabteilung für Handels- und Entwicklungspolitik im AA, 1965-1968 erster deutscher Botschafter in Israel, 1969-1973 Botschafter in Washington, 1973-1976 in Peking und 1976-1980 bei der NATO in Brüssel.

Alain Peyrefitte (1925-1999)

1947-1959 im französischen Auswärtigen Dienst mit Stationen u. a. 1949-1952 im französischen Hochkommissariat für Deutschland, 1952-1954 Dozent an der Ecole Nationale d' Administration (ENA), 1954-1956 Konsul in Krakau, 1956-1958 im Außenministerium, dort stellvertretender Leiter der Abteilung für Europäische Organisationen und Berater für Auswärtige Angelegenheiten, 1958-1995 Abgeordneter der gaullistischen UDR in der Nationalversammlung, 1959-1962 Mitglied der Parlamentarischen Versammlung des Europarates, 1962 zunächst Staatssekretär im französischen Informationsministerium, dann Minister für Repatriierungsfragen, 1962-1966 Informationsminister, 1966-1967 Minister für Forschung und Atomfragen, 1967-1968 Minister für Bildung, 1968-1972 Vorsitzender des Ausschusses für kulturelle und soziale Angelegenheiten der Nationalversammlung, 1969-1971 französischer Delegierter bei der Vollversammlung der Vereinten Nationen in New York, 1972-1973 Generalsekretär der UDR, 1973-1974 Minister für Verwaltungsreformen, 1974 Minister für Kultur und Umwelt, 1977-1981 Minister für Justiz, 1965-1997 Bürgermeister von Provins, seit 1977 Mitglied der Académie Française, 1995-1999 Senator des Départements Seine-et-Marne.

Georges Pompidou (1911-1974)

Gymnasiallehrer, 1944-1946 nach der Befreiung von Paris Mitglied des persönlichen Stabs des Generals de Gaulle, 1946-1954 Inhaber verschiedener Ämter im Staatsrat, 1954-1956 Tätigkeit in der Privatwirtschaft, 1956-1962 Generaldirektor der Rothschild-Bank zusätzlich 1958-1959 Kabinettsdirektor de Gaulles, 1959-1962 Mitglied des Verfassungsrates, 1962-1968 französischer Premierminister, 1969-1974 Präsident der Republik.

Dr. Maria Probst (1902-1967)

Lehrerin, 1946-1949 MdL Bayern (CSU), 1949-1967 MdB, dort 1957-1965 stellvertretende Vorsitzende des Ausschusses für Kriegsopfer- und Heimkehrerfragen, 1965 (9. Dez.)-1967 Vizepräsidentin des Deutschen Bundestages, Mitglied des Hauptvorstandes des VdK, 1958-1967 MdEP, Präsidentin der Europäischen Frauen-Union.

Heinrich Georg Ritzel (1893-1971)

1924-1930 MdL Hessen (SPD), 1930-1933 MdR, 1930-1933 Kreisdirektor im Kreis Gießen und stellvertretender Provinzialdirektor der Provinz Oberhessen, 1933-1935 Mitglied der Völkerbundregierung des Saargebiets, Emigration in die Schweiz, 1939-1947 Generalsekretär der Schweizer Europa-Union, 1949-1965 MdB (SPD), dort 1949-1965 Vorsitzender des Ausschusses für Geschäftsordnung und Immunität, ab 1957 für Wahlprüfung, Immunität und Geschäftsordnung, 1950 MdL Hessen.

Prof. Dr. Wilhelm Röpke (1899-1966)

1924-1928 Professor für Nationalökonomie in Jena, 1928 in Graz, 1929-1933 in Marburg. 1933 Amtsenthebung und Emigration, 1933-1937 in Istanbul, 1937-1966 am Institut des Hautes Études Internationales in Genf.

Dean Rusk (1909-1994)

1934-1940 Professor für Staatswissenschaften am Mills College in Oakland, Kalifornien, 1940-1946 Kriegsdienst, zuletzt stellvertretender Chef der Operationsabteilung im Generalstab des US-Verteidigungsministeriums, 1946-1952 Leiter der Fernost-Abteilung im US-Außenministerium (Department of State), 1952-1960 Präsident der Rockefeller-Foundation, 1961-1969 Außenminister (Secretary of State) der USA.

Prof. Dr. Karl Schiller (1911-1994)

Nach dem Studium der Volkswirtschaft und Soziologie in Kiel, Frankfurt am Main, Berlin und Heidelberg 1934-1935 Assistent an der Universität Heidelberg, ab 1935 beim Institut für Weltwirtschaft, Kiel, dort ab 1936 Leiter der Forschungsgruppe Marktordnung und Außenwirtschaft, 1941-1945 Kriegsdienst und 1944 Berufung an die Universität Rostock, 1945-1946 Leiter der Hamburger Außenstelle des Instituts für Weltwirtschaft, seit 1946 Mitglied der SPD, 1946 Gastprofessor an der Universität Kiel, seit 1947 ordentlicher Professor für Volkswirtschaftslehre und Direktor des Instituts für Außenhandel und Überseewirtschaft an der Universität Hamburg, dort 1956-1958 Rektor, seit 1947 Mitglied des wissenschaftlichen Beirats bei der Verwaltung für Wirtschaft des Vereinigten Wirtschaftsgebietes bzw. ab 1949 beim BMWi, 1948-1953 Senator für Wirtschaft und Verkehr der Freien und Hansestadt Hamburg, 1949-1957 Mitglied der Hamburger Bürgerschaft, 1961-1965 Senator für Wirtschaft in Berlin, 1962-1972 Mitglied des Parteivorstands und ab 1966 Mitglied des Präsidiums der SPD, 1965-1972 MdB, dort stellvertretender Vorsitzender und wirtschaftspolitischer Sprecher der Fraktion, 1966-1971 Bundesminister für Wirtschaft, 1971-1972 Bundesminister für Wirtschaft und Finanzen, 1972 Austritt aus der SPD, 1973-1979 Präsident des Verwaltungsrates der privaten Entwicklungsgesellschaft für Mittel- und Südafrika EDESA (Economic Development Corporation for Equatorial and Southern Africa), 1980 erneut Eintritt in die SPD.

Prof. Dr. Friedrich Schlieper (1897-1981)

Dipl.-Handelslehrer, 1940 Dozent und 1941-1965 (Emeritierung) ordentlicher Professor für Wirtschafts-, Berufs- und Sozialpädagogik an der Universität zu Köln, dort auch seit 1951 Direktor des Instituts für Berufserziehung im Handwerk, zudem Vorsitzender des Vorstandes der Dr.-Kurt-Herberts-Stiftung zur Förderung des wissenschaftlichen Nachwuchses der Wirtschafts- und Sozialpädagogik in Köln sowie Leiter des Forschungsrats des deutschen Handwerksinstituts in München.

Dr. Otto Schmidt (Wuppertal) (1902-1984)

Nach dem Studium der Rechtswissenschaften und der Volkswirtschaft ab 1928 zunächst Syndikus, dann Leiter, ab 1940 Mitinhaber des väterlichen Verlages Dr. Otto Schmidt KG, Köln, daneben Tätigkeit als Journalist und bis 1946 als Rechtsanwalt, 1944-1945 Kriegsdienst, 1945 Mitbegründer der CDU im Rheinland und stellvertretender Vorsitzender des Landesverbandes Nordrhein, 1948-1949 Oberbürgermeister der Stadt Wuppertal, 1950-1953 Minister für Wiederaufbau und 1953-1954 Minister für Arbeit, Soziales und Wiederaufbau des Landes Nordrhein-Westfalen, 1954-1958 MdL Nordrhein-Westfalen, 1957-1972 MdB, dort 1961-1972 Vorsitzender des Finanzausschusses und 1969-1972 des Wahlmännerausschusses gemäß § 6 Absatz 2 des Gesetzes über das Bundesverfassungsgericht, außerdem 1957-1969 Vorsitzender der Interparlamentarischen Arbeitsgemeinschaft.

Dr. Heinrich Schoene (1910-1999)

1950-1954 im rheinland-pfälzischen Schuldienst, 1954 im Ministerium für Unterricht und Kultus des Landes Rheinland-Pfalz, dort Leiter des Referats V 4 (Allgemeine und besondere Angelegenheiten der Höheren Schulen), 1961 des Referats V 5 (Schulaufsicht Bezirk D), ab 1963 Leiter der Abteilung V (Höhere Schulen), 1965-1967 Generalsekretär des Deutschen Bildungsrates in Bonn, 1967-1974 erneut Ministerium für Unterricht und Kultus des Landes Rheinland-Pfalz, dort Leiter der Abteilung 3 (Planung und Statistik), 1975-1978 Leiter eines regionalen Pädagogischen Zentrums.

Klaus Schütz (geb. 1926)

1944-1945 Kriegsdienst und Verwundung, 1946-1952 Studium der Germanistik und Geschichte, 1951-1961 Wissenschaftlicher Assistent am Institut für Politische Wissenschaften der Freien Universität Berlin, seit 1946 Mitglied der SPD, seit 1951 Mitglied des Landesvorstands Berlin, 1968-1977 Landesvorsitzender, 1970-1977 Mitglied des Bundesvorstandes, 1954-1957 und 1963-1977 Mitglied des Berliner Abgeordnetenhauses, 1957-1962 MdB, 1962-1966 Senator für Bundesangelegenheiten und für das Post- und Fernmeldewesen von Berlin, Bevollmächtigter des Landes Berlin beim Bund, 1966-1967 Staatssekretär im AA, 1967-1977 Regierender Bürgermeister von Berlin, 1967-1968 Bundesratspräsident, 1977-1981 Botschafter der Bundesrepublik Deutschland in Israel, 1981-1987 Intendant der „Deutschen Welle", Köln, 1987-1993 Direktor der Landesanstalt für Rundfunk in Nordrhein-Westfalen.

Lal Bahadur Shastri (1904-1966)

1921 Anschluss an die indische Unabhängigkeitsbewegung, insbesondere an die von Mahatma Gandhi geführte Kampagne des zivilen Ungehorsams, in der Folge wiederholt Gefängnisaufenthalte, zuletzt 1940-1946, nach der Unabhängigkeit Indiens ab 1947 verschiedene Ministerämter, 1951 Generalsekretär der Kongresspartei, 1952-1956 und 1957-1958 Verkehrsminister, 1958-1962 Handels- und Industrieminister, 1962-1963 Innenminister, 1964-1966 Premierminister.

Dr. Felix Elieser Shinnar (1905-1983)

Vor 1933 Geschäftsführer einer Treuhandgesellschaft, 1934 Emigration nach Palästina, 1939-1946 Vorsitzender der Discount Bank Israel, 1948-1949 Wirtschaftsberater der israelischen Gesandtschaft in London, 1949-1951 Leiter der Währungsabteilung im israelischen Außenministerium, 1952 stellvertretender Leiter der israelischen Delegation bei den Wiedergutmachungsverhandlungen, 1953-1966 Leiter der israelischen Vertretung in Köln im Rang eines Botschafters.

Herbert Snigola (1909-1972)

Selbstständiger Schlossermeister, seit 1946 Leiter der Fachgruppe Kunst- und Bauschlosser der Berliner Schlosser-Innung, seit 1952 Vorstandsmitglied der Handwerks- und Gewerbekammer zu Berlin und Obermeister der Schlosser- und Maschinenbauer-Innung Berlin, 1954-1972 Präsident der Handwerkskammer Berlin, seit 1956 Vorstandsmitglied des Deutschen Handwerkskammertages in Bonn, seit 1966 Hauptinnungsmeister des Deutschen Schlosser- und Maschinenhandwerks, 1966-1970 Mitglied der Bildungskommission des Deutschen Bildungsrates.

Dr. Paul-Henri Spaak (1899-1972)

1932-1956 und 1961-1966 Abgeordneter des belgischen Repräsentantenhauses (Belgische Sozialistische Partei), 1935 Minister für Post und Verkehr, 1936-1945 (1940-1945 in der Exilregierung in London), 1946-1949, 1954-1957, 1961-1966 Außenminister, 1938-1939, 1946 und 1947-1949 Ministerpräsident, 1945-1946 und 1961-1966 stellvertretender Ministerpräsident, 1949-1951 Präsident der Beratenden Versammlung des Europarates, 1950-1955 Leiter des Internationalen Rates der Europäischen Bewegung, 1952-1954 Präsident der Gemeinsamen Versammlung der EGKS, 1957-1961 Generalsekretär der NATO.

Michael Stewart (1906-1990)

1945-1979 Labour-Abgeordneter im britischen Unterhaus, 1947-1951 Unterstaatssekretär im Kriegsministerium, 1964-1965 britischer Minister für Erziehung und Wissenschaften, 1965-1966 Außenminister, 1966-1967 Wirtschaftsminister, 1968-1970 erneut Außenminister, ab 1979 Baron Stewart of Fulham und Mitglied des Oberhauses.

Franz Josef Strauß (1915-1988)

1939-1945 Kriegsdienst und Kriegsgefangenschaft, 1946-1949 Landrat in Schongau, 1948-1953 Generalsekretär der CSU, 1948-1949 Mitglied des Wirtschaftsrates des Vereinigten Wirtschaftsgebietes, 1949-1978 MdB, dort 1949-1953 geschäftsführender Vorsitzender der CSU-Landesgruppe und stellvertretender Vorsitzender der CDU/CSU-Fraktion, 1953-1957 und 1963-1966 Vorsitzender der CSU-Landesgruppe, 1952-1961 stellvertretender Vorsitzender der CSU, 1953-1955 Bundesminister für besondere Aufgaben, 1955-1956 Bundesminister für Atomfragen, 1956-1962 Bundesminister für bzw. (ab 1961) der Verteidigung, 1961-1988 Vorsitzender der CSU, 1966-1969 Bundesminister der Finanzen, 1978-1988 MdL Bayern und Bayerischer Ministerpräsident.

Dr. Elfriede Stübler (geb. 1916).

1936-1940 Studium der Landwirtschaft an der Landwirtschaftlichen Hochschule Hohenheim sowie an den Technischen Hochschulen Danzig und München, zwischenzeitlich 1937-1938 Landwirtschaftslehre, 1940-1945 Wissenschaftliche Assistentin am Chemischen Institut der Hochschule Hohenheim, 1946-1948 Gymnasiallehrerin in Stuttgart, 1948-1949 Kursusleiterin am Berufspädagogischen Institut Stuttgart, 1949 Lehrerin an der Landfrauenschule Blaubeuren, 1950-1951 Wissenschaftliche Angestellte beim Landwirtschaftsministerium des Landes Württemberg-Baden, 1951-1955 Leiterin des Instituts für Ernährung und Technik in Stuttgart der Bundesforschungsanstalt für Hauswirtschaft, 1955-1960 kommissarische Leiterin, 1960-1981 Leiterin (seit 1965 Direktorin und Professorin, seit 1968 Leitende Direktorin und Professorin) der Bundesforschungsanstalt für Hauswirtschaft in Stuttgart-Hohenheim (seit 1974 als Institut für Hauswirtschaft eingegliedert in die neu errichtete Bundesforschungsanstalt für Ernährung), zugleich Lehrbeauftragte an der Universität Hohenheim

Achmed Sukarno (1901-1970)

1927 Gründer der Nationalen Partei Indonesiens, 1929-1932 von der niederländischen Kolonialmacht inhaftiert und 1934-1942 verbannt, nach Erklärung der Unabhängigkeit 1945-1967 Staatspräsident Indonesiens (1949 von den Niederländern anerkannt), 1955 Initiator der Bandungkonferenz blockfreier asiatischer und afrikanischer Staaten, 1967 Rücktritt nach Einschränkung seiner Befugnisse durch General Suharto.

Franz Thedieck (1900-1995)

1923-1930 Kölner Abwehrstelle des Preußischen Ministeriums des Innern gegen den Separatismus, 1931-1940 Bezirksregierung Köln, 1940-1943 Militärverwaltung in Belgien und Nordfrankreich, 1946-1949 erneut Bezirksregierung Köln, 1950-1964 Staatssekretär im BMG, 1961-1966 Vorsitzender des Verwaltungsrats des Deutschlandfunks, 1966-1972 Intendant des Deutschlandfunks.

Karl-Heinz Thiel (1921-2007)

1963-1987 Bundesgeschäftsführer der Bundesarbeitsgemeinschaft der freien Wohlfahrtspflege, ab 1964 auch der neu gegründeten Aktion Sorgenkind bzw. Aktion Mensch, zudem u. a. im Vorstand der Stiftung Deutsches Hilfswerk und Stiftung Deutsche Jugendmarke und im Stiftungsrat der Stiftung Hilfswerk für das behinderte Kind.

Dr. Rudolf Toyka (1905-1981)

1934-1935 Rechtsreferent beim Reichsbund für Leibesübungen, Berlin, 1935-1936 und 1937-1940 Reichsfinanzverwaltung, 1936-1937 Reichsministerium des Innern, 1940-1945 Treuhandstelle Posen, 1948-1950 Zentralamt für Vermögensverwaltung, Bad Nenndorf, 1950-1951 Stahltreuhändervereinigung, Düsseldorf, 1951-1952 Deutsche Edelstahlwerke, Krefeld, 1952-1970 BMI, dort 1952-1954 in der Unterabteilung ZB (Ziviler Bevölkerungsschutz) Hilfsreferent im Referat ZB 2 (Bundessachleistungsgesetz, Landbeschaffung), 1954-1956 Leiter des Referats VI A 3 (Staatsschutz I und Bundeskriminalamt, ab 1955 dazu Bundesamt für Verfassungsschutz), 1956-1964 Leiter der Unterabteilung VI A (Staatsschutz), 1964-1967 Leiter der Unterabteilung I B (Staatsangehörigkeit, Verwaltung, Verwaltungsgerichtsbarkeit und - bis 1965 - Kommunalwesen), ab Nov. 1966 zusätzlich Leiter der Arbeitsgruppe Rationalisierung und Modernisierung in der Verwaltung, 1967-1968 Leiter des Planungsstabes, 1968-1970 Leiter der Abteilung R (Raumordnung, Kommunalwesen).

Walter Ulbricht (1893-1973)

Seit 1912 Mitglied der SPD, seit 1920 der KPD, 1926-1929 MdL in Sachsen, 1927 Mitglied des Zentralkomitees der KPD, 1928-1933 MdR, 1933-1945 Emigration (Frankreich, Tschechoslowakei, Sowjetunion), dort in führenden Positionen in der Exil-KPD und der Komintern, 1946-1950 Mitglied des Zentralsekretariats des Parteivorstandes der SED, Stellvertretender Vorsitzender der SED und Leiter der Abteilung Wirtschaft, Verwaltung und Kommunalpolitik, ab 1949 Mitglied der Volkskammer der DDR, 1949-1973 Mitglied des Politbüros des Parteivorstandes bzw. des Zentralkomitees der SED, 1949-1960 Stellvertretender Ministerpräsident bzw. (ab 1955) Erster Stellvertreter des Vorsitzenden des Ministerrates der DDR, 1950-1971 Generalsekretär bzw. (ab 1953) Erster Sekretär des Zentralkomitees der SED, ab Mai 1971 Vorsitzender der SED, 1960-1973 Vorsitzender des Staatsrates der DDR, 1960-1971 Vorsitzender des Nationalen Verteidigungsrates.

Dr. Hans-Jochen Vogel (geb. 1926)

1943-1945 Kriegsdienst, 1946-1951 Studium der Rechtswissenschaften und juristischer Vorbereitungsdienst, 1950 Eintritt in die SPD, 1951-1954 Bayerisches Staatsministerium der Justiz, dann Amtsgericht Traunstein, 1955-1958 Bayerische Staatskanzlei, dort Leiter des Arbeitskreises für die Sammlung des Bayerischen Landesrechts, 1958-1960 Tätigkeit als hauptberuflicher Stadtrat der Landeshauptstadt München und Leiter des Rechtsreferats, 1960-1972 Oberbürgermeister von München, seit 1970 im Bundesvorstand der SPD, 1971-1977 Landesvorsitzender der SPD in Bayern, 1972-1981 MdB, 1972-1974 Bundesminister für Raumordnung, Bauwesen und Städtebau, 1974-1981 Bundesminister der Justiz, 1981 (Jan.-Juni) Regierender Bürgermeister von Berlin und 1981-1983 Mitglied des Berliner Abgeordnetenhauses, dort Vorsitzender der SPD-Fraktion, 1983 Kanzlerkandidat der SPD, 1983-1994 erneut MdB, dort 1983-1991 Vorsitzender der SPD-Bundestagsfraktion, 1984-1987 stellvertretender und 1987-1991 Vorsitzender der SPD, 1992-1994 Obmann der SPD in der Gemeinsamen Verfassungskommission von Bundestag und Bundesrat.

Dr. Kurt Wagner (1911-2006)

1931-1936 Studium der Mathematik, Physik, Philosophie für das Höhere Lehramt, 1936-1937 Vorbereitungsdienst, seit 1938 Tätigkeit im von Alfred Rosenberg geleiteten Außenpolitischen Amt der NSDAP, dort Leiter des Außenpolitischen Schulungshauses in Berlin-Dahlem, 1940-1944 maßgebliche Mitarbeit am Aufbau der „Hohen Schule der NSDAP", 1944-1945 Kriegsdienst, 1945 Internierung, 1946 zunächst Leiter des Außendienstes im Suchdienst des DRK, dann Geschäftsführender Direktor der Zonenzentrale des DRK, seit 1953 im DRK-Generalsekretariat, dort Referent für Suchdienst, Familienzusammenführung, Kriegsgefangenenhilfe und Rechtsschutz, 1967-1974 Stellvertretender Generalsekretär des DRK, im Ruhestand 1974-1976 weiter ehrenamtliche Tätigkeit im Bereich der Familienzusammenführung und Sozialhilfen zugunsten Deutscher in Ost- und Südosteuropa.

Wilhelm Weiland (1907-1979)

Dipl.-Ing., 1937-1945 Wasserbauamt Hoya, dort Regierungsbaurat in der Neubauabteilung, 1943-1945 Kriegsdienst und Gefangenschaft, 1948-1952 Angestellter der Duisburg-Ruhrorter Häfen AG, 1953-1957 Wasser- und Schiffahrtsamt Verden, dort Leiter der Neubauabteilung, 1957-1972 BMV, dort 1957-1961 zunächst Hilfsreferent, dann 1961-1972 Leiter des Referats W 3 (Wasserbau bzw. Wasserstraßen: Gebietsreferat Hannover und Münster, fachtechnische Haushaltsvorbereitung sowie - bis 1964 - Vorschriftenwesen).

Karl Weishäupl (1916-1989)

1932-1937 Tätigkeit in einer Anwaltskanzlei, zuletzt als Bürovorsteher, 1938-1945 Wehr- und Kriegsdienst, 1945-1947 Referent für Versehrte beim Bayerischen Roten Kreuz, 1947-1954 Bayerischer Landesgeschäftsführer des Verbandes der Kriegsbeschädigten, Kriegshinterbliebenen und Sozialrentner Deutschlands (VdK), 1950 Eintritt in die SPD, 1950-1974 MdL Bayern, 1954-1957 Staatssekretär im Bayerischen Ministerium für Arbeit und soziale Fürsorge, 1956-1959 Studium der Rechtswissenschaften, 1958-1975 Erster Geschäftsführer der Bayerischen Wohnungs- und Siedlungsbau GmbH, seit 1958 Mitglied des Präsidiums des VdK Deutschland, 1974-1989 dessen Präsident.

Rudolf Werner (1920-1996)

1939-1946 Kriegsdienst und Gefangenschaft, anschließend selbstständige Tätigkeit in der Privatwirtschaft, 1946 Eintritt in die CDU, 1959-1961 Mitglied des Rates der Stadt Hannover, 1968-1974 Vorsitzender des Kreisverbandes Hannover der CDU, 1959-1965 und 1969-1972 MdB (CDU), 1970-1973 MdEP.

Dr. Hans Otto Wesemann (1903-1976)

Wirtschaftsjournalist, 1949-1953 beim Nordwestdeutschen Rundfunk (NWDR) in Köln, dort Leiter der Abteilung Wirtschaft, 1953-1967 bei der Deutschen Welle in Köln, dort bis 1961 Chefredakteur, 1961-1967 erster Intendant.

Karl Wienand (geb. 1926)

1944-1945 Kriegsdienst, 1952-1967 Bürgermeister bzw. (seit 1955) Gemeindedirektor in Rosbach (Sieg), 1953-1974 MdB (SPD), dort 1963-1967 Stellvertretender Vorsitzender des Ausschusses für Verteidigung, 1967-1974 Parlamenta

rischer Fraktionsgeschäftsführer, 1996 Verurteilung zu einer Haft- und Geldstrafe wegen geheimdienstlicher Tätigkeit für die DDR seit 1970, 1999 Aussetzung der Freiheitsstrafe zur Bewährung.

Harold Wilson (1916-1995)

1938-1940 Dozent für Wirtschaftswissenschaften in Oxford, 1940-1945 Tätigkeit in verschiedenen Ministerien, 1945-1983 Labour-Abgeordneter im britischen Unterhaus, 1947-1951 Handelsminister, 1952-1976 Mitglied des Parteivorstandes der Labour Party und 1963-1976 deren Vorsitzender, 1955-1956 Präsident der Fabian Society, 1964-1970 und 1974-1976 britischer Premierminister, seit 1976 Sir James Harold Baron Wilson of Rievaulx.

Heinrich Windelen (geb. 1921)

1941-1945 Kriegsdienst und Kriegsgefangenschaft, seit 1946 Mitglied der CDU, 1945-1948 kaufmännische Ausbildung, 1949 Geschäftsführer, seit 1958 Mitinhaber einer Versandfirma in Warendorf, 1957-1990 MdB, 1969 (Febr.-Okt., Auflösung des Ministeriums) Bundesminister für Vertriebene, Flüchtlinge und Kriegsgeschädigte, 1969-1980 stellvertretender Fraktionsvorsitzender, 1970-1977 Vorsitzender des CDU-Landesverbandes Westfalen-Lippe, 1977-1981 Vorsitzender des Haushaltsausschusses und 1981-1983 Vizepräsident des Deutschen Bundestages, 1983-1987 Bundesminister für innerdeutsche Beziehungen.

Dr. Gerhard Wolfrum (geb. 1911)

1934-1937 Landesleitung Ostpreußen des Bundes deutscher Osten, 1935 Landesstelle Ostpreußen für Nachkriegsgeschichte in Königsberg, 1939-1940 Wehr- bzw. Kriegsdienst, 1940 nach Verwundung Notdienstverpflichtung zur Volksdeutschen Mittelstelle beim Reichskommissar für die Festigung deutschen Volkstums und bei der Umsiedlungsdelegation für die Umsiedlung der Volksdeutschen aus Bessarabien, 1941-1942 Stabsmitglied des Sonderkommandos zur Erfassung der Volksdeutschen in der Sowjetunion, 1942-1944 stellvertretender Hauptabteilungsleiter für die Volksdeutsche Mittelstelle, 1945 Gefangenschaft, 1951-1953 Organisation Gehlen, dort Leiter der Wirtschaftsabteilung in einer Generalvertretung, 1953-1969 BMVt, dort 1953-1956 persönlicher Referent des Ministers, 1957 Leiter des Referats III 3 (Heimatlose Ausländer und nichtdeutsche Flüchtlinge), 1958-1969 Leiter des Referats II 5 (Wohnungswesen, Wohnraumversorgung für Vertriebene, Flüchtlinge, Kriegsgeschädigte und heimatlose Ausländer, Mieterschutz, Mietwesen, ab 1966 zusätzlich: Raumordnung und Städtebauförderung, ab 1968: Bildungswesen, Wissenschaft und Forschung, Gesetz über die Rechtsstellung heimatloser Ausländer, Genfer Flüchtlingskonvention, nichtdeutsche Flüchtlinge), 1969-1976 BMI, dort 1969-1973 Leiter des Referats Vt II 5 (Kulturelle Betreuung und Rechtsstellung heimatloser Ausländer, Genfer Flüchtlingskonvention, nichtdeutsche Flüchtlinge, bzw. ab 1970: Betreuung der nichtdeutschen Flüchtlinge und heimatlosen Ausländer), 1973-1976 Leiter des Referats Vt 1 (Kulturpolitische Grundsatzangelegenheiten nach § 96 BFVG, Förderung zentraler kultureller Institutionen und kultureller Arbeiten).

Dr. Olivier Wormser (1913-1985)

Seit 1933 im diplomatischen Dienst Frankreichs, 1933 an der französischen Botschaft in Rom, 1934 im Kabinett des Ministers für überseeische Territorien, 1936 im Kabinett des Unter-Staatssekretärs im Außenministerium, 1938-1939 Dozent an der juristischen Fakultät der Universität Dijon, 1941 Anschluss an die Freien Französischen Streitkräfte und 1943 Mitglied im Nationalen Befreiungskomitee in London, 1945-1948 an der Botschaft in London, 1948-1966 im französischen Außenministerium, dort 1954-1966 Leiter der Wirtschafts- und Finanzabteilung, 1966-1968 Botschafter in Moskau, 1969-1974 Direktor der Banque de France, 1974-1977 Botschafter in Bonn, anschließend Tätigkeit in der Privatwirtschaft.

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