2.18.10 (k1972k): B. Weltraumangelegenheiten

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Palais SchaumburgBandrücken der EditionÜberreichung des ersten Bandes an Bundeskanzler Helmut SchmidtDas Bundesarchiv, KoblenzKabinettssitzung 1956

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[B.] Weltraumangelegenheiten

(18.48 Uhr)

BM von Dohnanyi unterrichtet das Kabinett von seinen bevorstehenden Gesprächen auf und anläßlich der Vorkonferenz der Minister der Europäischen Weltraumkonferenz in Paris. 25

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Zur dritten europäischen Weltraumkonferenz in Bad Godesberg siehe 144. Sitzung am 29. Okt. 1968 TOP H (Kabinettsprotokolle 1968, S. 429 f.), zur europäischen Beteiligung am US-amerikanischen Post-Apollo-Programm vgl. 21. Sitzung am 25. März 1970 TOP 10 (Kabinettsprotokolle 1970, S. 162 f.). - Nach der erfolgreichen Mondlandung am 20. Juli 1969 (Apollo 11) planten die USA ein Nachfolgeprogramm. Neben der Entwicklung von fünf wiederverwendbaren Space-Shuttle, dem Bau eines Space Tug und einer neuen nuklear angetriebenen Rakete für bemannte Transporte sollte auch eine Raumstation mit einer zwölfköpfigen Besatzung zur Orbitalforschung errichtet werden. Die Gesamtkosten für 10 bis 15 Jahre sollten rund 200 bis 300 Milliarden Dollar betragen. Daher hatten die USA erstmals eine Kooperation mit westeuropäischen Staaten auf diesem Gebiet in Betracht gezogen. Auf der europäischen Weltraumkonferenz 1968 hatten die Teilnehmer eine einheitliche gemeinsame Weltraumpolitik beschlossen. Danach sollten die Programme European Space Research Organisation (ESRO; Satellitenbau), European Launcher Development Organisation (ELDO; Entwicklung der Trägerrakete EUROPA III) und Conférence européenne de télécommunications par satellites (CETS; Entwicklung von Satellitenkommunikationssystemen) zusammengeführt werden. Dazu Reinke: Geschichte, S. 138-141. - Die beiden Kernthemen auf der Vorkonferenz am 19. Mai 1972 waren die Zukunft der Trägerrakete EUROPA III und die europäische Beteiligung am Post-Apollo-Programm. Wegen knapper Haushaltsmittel befürwortete der BMBW eine ausschließliche Beteiligung am Post-Apollo-Programm. Vgl. den Vermerk des Bundeskanzleramts vom 15. Mai 1972 in B 136/7737, weitere Unterlagen in B 196/23167, dazu auch Reinke: Geschichte, S. 131-154.

Das Kabinett beauftragt BM von Dohnanyi, zwar Sachgespräche zu führen, die Bundesregierung aber weder zugunsten des Post-Apollo-Programms noch der Europa III Rakete festzulegen. 26

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Fortgang 117. Sitzung am 28. Juni 1972 TOP 2.

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