2.18.5 (k1972k): 3. Verwirklichung der Neuordnung von Ausbildung und Bildung in der Bundeswehr, BMVg

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Palais SchaumburgBandrücken der EditionÜberreichung des ersten Bandes an Bundeskanzler Helmut SchmidtDas Bundesarchiv, KoblenzKabinettssitzung 1956

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3. Verwirklichung der Neuordnung von Ausbildung und Bildung in der Bundeswehr, BMVg

(15.43 Uhr)

BM Schmidt führt die Vorlage ein und teilt mit, daß er eine Entscheidung des Kabinetts in dieser Sitzung nicht anstrebe, da zuvor noch einige offene Fragen geklärt werden müßten. 14

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Vorlage des BMVg vom 5. Mai 1972 in BW 1/55346, 8221 und B 136/6877, weitere Unterlagen in  136/6876 sowie BW 1/78556 und BW 2/8219. - Im sogenannten Weißbuch 1970 hatte die Bundesregierung Reformen zur Verbesserung des Ausbildungssystems bei den Streitkräften angekündigt und im Weißbuch 1971/72 erste Entscheidungen bekanntgegeben (vgl. Weißbuch 1970 und Weißbuch 1971/1972 zur Sicherheit der Bundesrepublik Deutschland und zur Entwicklung der Bundeswehr, S. 128-137 bzw. 66-78: BD-16/2-1970 und BD-16/2-1971/72). Ziel der Reformbestrebungen waren die Vermittlung einer Ausbildung, die zu hoher Einsatzbereitschaft befähigte und mit der eine möglichst große Anzahl leistungsbereiter Soldaten gewonnen werden konnte, sowie die Sicherung der Eingliederung von Zeitsoldaten in das zivilberufliche Leben. Für auf Zeit verpflichtete Mannschaften und Unteroffiziere sollte auf der Basis von Modelllehrgängen ein Aus-, Weiter- und Fortbildungssystem entwickelt werden, um militärische und fachberufliche Qualifikation in einer Ausbildung zu integrieren. Für auf 12 Jahre und länger verpflichtete Zeitoffiziere und für Berufsoffiziere war eine fünfjährige Ausbildung vorgesehen (12 Monate militärische Ausbildung, drei Jahre Hochschulstudium, neun Monate militärische Fortbildung). Das Studium sollte an den Bundeswehrhochschulen in München und Hamburg absolviert werden, ab 1. Okt. 1973 mit den Fachrichtungen Pädagogik, Betriebs- und Organisationswissenschaften, Elektrotechnik, Informatik, Allgemeiner Maschinenbau, Luft- und Raumfahrttechnik, Schiffsmaschinentechnik, Bauingenieurswesen und Vermessungswesen. Ab 1975 sollte ein Studiengang Umweltwissenschaften eingerichtet werden.

An der Aussprache nehmen die BM Schmidt, Schiller, Ehmke und von Dohnanyi teil.

Das Kabinett stimmt überein, nach den noch notwendigen Ressortverhandlungen zu beschließen. 15

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Die ursprüngliche Fassung des Satzes „Das Kabinett beschließt, nach den noch notwendigen Ressortverhandlungen eine neue Vorlage des Bundesverteidigungsministers zu beraten." wurde auf Wunsch des BMVg mit Berichtigungsvermerk vom 7. Juni 1972 korrigiert (B 136/36185). - Fortgang 117. Sitzung am 29. Juni 1972 TOP 4.

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