2.27.6 (k1972k): 2. Künftige deutsche Beteiligung am europäischen Weltraumprogramm, BMBW

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2. Künftige deutsche Beteiligung am europäischen Weltraumprogramm, BMBW

(14.31 Uhr)

BM von Dohnanyi trägt den wesentlichen Inhalt seiner Vorlage vor. 6

6

Siehe 111. Sitzung am 16. Mai 1972 TOP B und 3. Sitzung des Kabinettsausschusses der Luft- und Raumfahrtindustrie am 25. Juni 1972 TOP 1 (B 136/57693). - Vorlage des BMBW vom 26. Juni 1972 in B 196/23167 und B 136/7737. - Der BMBW hatte vom Kabinett eine Entscheidung über eine künftige Beteiligung der Bundesrepublik entweder am Post-Apollo-Programm oder an der Entwicklung einer europäischen Trägerrakete, der EUROPA III, erbeten, da künftige Weltraumaktivitäten bei den deutsch-französischen Konsultationen Anfang Juli 1972 beraten und bei der Europäischen Weltraumkonferenz am 11. und 12. Juli 1972 grundlegende Entscheidungen bis in die 1980er Jahre getroffen werden sollten. Finanziell sei nur eine der Beteiligungen möglich. Im Kabinettsausschuss für Luft- und Raumfahrt bestand zwischen den beteiligten Ressorts AA, BMBW, BMVg, BMWF und dem Bundeskanzleramt Einvernehmen über die Notwendigkeit einer grundlegenden Richtungsentscheidung, die mit der französischen Regierung bei den Konsultationen Anfang Juli 1972 getroffen werden sollte. Während BMBW und BMVg die Beteiligung am Post-Apollo-Programm für zweckmäßig hielten, teilten AA, BMWF und das Bundeskanzleramt die Auffassung, dass aus politischen Erwägungen die Beteiligung am Bau der EUROPA III vorzuziehen sei.

Nach einer längeren Aussprache faßt das Kabinett folgenden Beschluß:

1)

Das Kabinett hat von den Überlegungen des Bundesministers für Bildung und Wissenschaft Kenntnis genommen, daß weder aus technologischen noch wirtschaftlichen Überlegungen im Rahmen einer Weltraumpolitik die Entwicklung der Europa III notwendig sei.

2)

Der Bundesminister für Bildung und Wissenschaft wird bei seinen bevorstehenden Gesprächen mit dem französischen Minister für industrielle und wissenschaftliche Entwicklung, Ortoli, seine Überlegungen erörtern. 7

3)

Der BMBW wird gebeten, mit den Vereinigten Staaten die Voraussetzungen einer Beteiligung am Post-Apollo-Programm noch näher zu klären.

4)

Das Kabinett behält sich eine endgültige Entscheidung über die beiden Projekte vor. Es wird dabei in Rechnung stellen, daß auf Grund der bisherigen mittelfristigen Finanzplanung eine Beteiligung an beiden Programmen nicht möglich ist. 8

7

Vgl. 118. Sitzung am 5. Juli 1972 TOP A.

8

Fortgang 128. Sitzung am 17. Okt. 1972 TOP 5.

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