2.39.3 (k1972k): M. Kreditzusagen an die DDR

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Palais SchaumburgBandrücken der EditionÜberreichung des ersten Bandes an Bundeskanzler Helmut SchmidtDas Bundesarchiv, KoblenzKabinettssitzung 1956

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[M.] Kreditzusagen an die DDR

(15.44 Uhr)

Auf einen Hinweis von BM Schmidt teilt BM Ehmke mit, daß Sts Bahr das AA, das BMWF und das BMB in Kürze zu einer Besprechung über die Kreditzusagen an die DDR einladen wird. 4

4

Siehe 120. Sitzung am 9. Aug. 1972 TOP 4 (Bericht über Stand des Meinungsaustauschs mit der DDR). - Vermerk des BMWF vom 5. Sept. 1972 für die Kabinettssitzung in B 102/106009 und 445006, vgl. den Vermerk des Beauftragten der Bundesregierung für innerdeutsche Wirtschaftsbeziehungen Willi Kleindienst vom 21. Aug. 1972 in B 102/445006 und DzD VI 2/1, S. 588-590, Bahrs Aufzeichnungen vom 11. und 13. Sept. 1972 in AAPD 1972, S. 1214-1227, hier: S. 1223 f., 1256-1261 und 1263-1270, sowie den Bericht Nr. 19/72 vom 22. Sept. 1972 über die Verhandlung der Treuhandstelle für den Interzonenhandel (TSI) mit dem Ministerium für Außenhandel und Innerdeutschen Handel der DDR (MAI) in B 102/443068, weitere Unterlagen in B 102/105958, 208069, 331109 und 600230, B 126/42315, B 136/6725, B 137/10412 und AA B 130, Bd. 8552. - Im März 1972 hatte der Zentralbankrat der Deutschen Bundesbank einer Erhöhung des zinslosen Überziehungskredits (Swing) im innerdeutschen Handel entsprechend der bis zum 31. Dez. 1975 befristeten Vereinbarung zwischen TSI und MAI vom 6. Dez. 1968 gemäß Artikel VIII des Berliner Abkommens (Schreiben des TSI an das MAI vom 6. Dez. 1968 in B 102/106009) von bisher 440 Millionen auf 585 Millionen DM für das Jahr 1972 zugestimmt (vgl. das Sitzungsprotokoll vom 9. März 1972 in HA BBk B 330/6169/2). Nachdem beide Seiten an einer Verlängerung dieser Vereinbarung bis 1985 interessiert waren, hatte der Zentralbankrat am 10. Aug. 1972 einen Vorschlag des BMWF beraten, demzufolge der Swing, wie bisher, nach einem bestimmten Prozentsatz (derzeit 25%) der Gutschriften für Waren- und Dienstleistungen der DDR berechnet werden sollte, die im vorangegangenen Kalenderjahr zugunsten der Staatsbank der DDR auf den bei der Deutschen Bundesbank geführten Unterkonten 1 bis 3 eingegangen waren. Die Bundesregierung befürwortete eine dynamische Regelung des Swings, um der DDR einen Anreiz zu geben, ihre Leistungen zu erhöhen. Allerdings sollte die Swing-Berechnungsgröße in den Jahren 1976 bis 1985 auf 15% zurückgeführt werden. Die Deutsche Bundesbank lehnte jedoch eine Verlängerung des zinslosen Bundesbankkredits über das Jahr 1975 hinaus aus rechtlichen und insbesondere währungspolitischen Gründen ab (vgl. das Sitzungsprotokoll des Zentralbankrats vom 10. Aug. 1972 in HA BBk B 330/6176/2). - Am 6. Dez. 1974 wurde die Swing-Vereinbarung von 1968 bis zum 31. Dez. 1981 mit der Maßgabe verlängert, die Beträge bis zu 850 Millionen VE festzusetzen und Mitte 1980 über die weitere Gestaltung und Rückführung des Swings für den Zeitraum vom 31. Dez. 1981 bis 31. Dez. 1985 zu verhandeln. Vgl. den Wortlaut in B 137/10412 und den Vermerk des Bundeskanzleramts vom 17. Juni 1982 in DzD VI 7, S. 812-817. - Fortgang 10. Sitzung am 14. März 1973 TOP 2 (Europa-Fragen: B 136/36189).

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