2.44.1 (k1972k): F. Entführung einer Lufthansamaschine

Zum Text. Zur Fußnote (erste von 1). Zu den Funktionen. Zum Navigationsmenü. Zum Navigationsbaum

 

Bandbilder:

Palais SchaumburgBandrücken der EditionÜberreichung des ersten Bandes an Bundeskanzler Helmut SchmidtDas Bundesarchiv, KoblenzKabinettssitzung 1956

Extras:

 

Text

Tagesordnungspunkt als RTF Download

[F. Entführung einer Lufthansamaschine]

(11.00 Uhr)

Vor Eintritt in die Tagesordnung erläutert der Bundeskanzler seine Haltung zur Befreiung der Münchener Attentäter. 1

1

Siehe 124. Sitzung am 20. Sept. 1972 TOP E. - Am 29. Okt. 1972 hatten zwei Palästinenser ein Flugzeug der Deutschen Lufthansa mit 13 Passagieren und sieben Besatzungsmitgliedern an Bord auf dem Flug von Damaskus (Syrien) nach Frankfurt am Main in ihre Gewalt gebracht, die Freilassung der drei in Bayern inhaftierten arabischen Attentäter auf die israelische Olympiamannschaft vom 5./6. Sept. 1972 gefordert und mit der Sprengung des Flugzeugs gedroht. Der Krisenstab im Bayerischen Staatsministerium des Innern billigte die Freilassung der Olympia-Attentäter unter der Voraussetzung, dass ein Austausch mit den Geiseln stattfinden würde. Die Olympia-Attentäter wurden in Zagreb (Jugoslawien) übergeben, die Geiseln erst in Tripolis (Libyen) freigelassen. Vgl. den Sprechzettel des AA vom 30. Okt. 1972 für die an diesem Tag stattfindende Sitzung des Ständigen Ausschusses des Bundestags in AA B 36, Bd. 501, und die Aufzeichnung des BMI vom 1. Nov. 1972 über die veranlassten Maßnahmen anlässlich der Flugzeugentführung in B 136/7046, den Wortlaut der Bundespressekonferenzen vom 30. und 31. Okt. 1972 in B 145 I F/259 (Fiche 614), weitere Unterlagen in B 106/11195, B 108/52058, B 136/5039, AA B 83, Bd. 822, und AA B 130, Bd. 9863A, dazu Dahlke: Anschlag, S. 20-25. - Vgl. Bulletin Nr. 153 am 3. Nov. 1972, S. 1817. - Fortgang 131. Sitzung am 14. Nov. 1972 TOP C (Auslieferungsersuchen im Zusammenhang mit der Flugzeugentführung).

Das Kabinett nimmt zustimmend Kenntnis.

Extras (Fußzeile):