2.44.9 (k1972k): D. Anwerbung marokkanischer und tunesischer Arbeitnehmer

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Palais SchaumburgBandrücken der EditionÜberreichung des ersten Bandes an Bundeskanzler Helmut SchmidtDas Bundesarchiv, KoblenzKabinettssitzung 1956

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[D.] Anwerbung marokkanischer und tunesischer Arbeitnehmer

(12.00 Uhr)

Das Kabinett bittet BM Scheel, die noch ausstehende Zustimmung von BM Genscher zu der zwischen den beteiligten Ressorts (AA, BMA, BMI) erzielten Einigung über die Ausschöpfung des Kontingents von 17 000 Marokkanern einzuholen. 11

11

Zur Anwerbevereinbarung mit Marokko vom 21. Mai 1963 vgl. 66. Sitzung am 28. Febr. 1963 TOP 7 (Kabinettsprotokolle 1963, S. 139 f.). - Der interministerielle Arbeitskreis für Fragen der Beschäftigung ausländischer Arbeitnehmer hatte am 30. Aug. 1972 eine Erhöhung des Kontingents für die Anwerbung marokkanischer Arbeitnehmer von 14 000 auf 17 000 Personen beschlossen. Nach dem Münchener Olympia-Attentat (vgl. Sondersitzung am 5. Sept. 1972 TOP 1) hatte der BMI zunächst Sicherheitsbedenken erhoben. Am 27. Okt. 1972 war auf Abteilungsleiterebene Übereinstimmung erzielt worden, das Kontingent auszuschöpfen, aber die Anwerbung und den Transport in die Bundesrepublik über einen möglichst langen Zeitraum zu strecken. Vgl. das Schreiben des BMI an den BMA vom 7. Sept. 1972, den Vermerk des BMA vom 10. Okt. 1972 und zu Genschers Zustimmung das Schreiben des BMI an das BMA vom 13. Nov. 1972 in B 149/54519 sowie den Vermerk des Bundeskanzleramts vom 30. Okt. 1972 in B 136/16557.

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