3.1.2 (k1972k): Die Parlamentarischen Staatssekretäre

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Bandbilder:

Palais SchaumburgBandrücken der EditionÜberreichung des ersten Bandes an Bundeskanzler Helmut SchmidtDas Bundesarchiv, KoblenzKabinettssitzung 1956

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Text

Die Parlamentarischen Staatssekretäre

Bundeskanzleramt

Dr. Katharina Focke siehe unter Der Bundesminister für Jugend, Familie und Gesundheit

Ab 15. Dez. 1972:

Karl Ravens (geb. 1927)

1941-1944 Ausbildung zum Metallflugzeugbauer, 1944-1945 Kriegsdienst und Gefangenschaft, 1946-1948 Umschulung zum Kraftfahrzeugschlosser, 1952-1961 Lehrlingsausbilder bei der Firma Borgward, Bremen, 1950 Eintritt in die SPD, 1956 Vorsitzender des SPD-Ortsvereins Achim, 1956-1957 und 1972-1976 Ratsherr der Stadt Achim, 1961-1978 MdB, dort 1968-1969 Mitglied des Vorstandes der Bundestagsfraktion, 1969-13. Dez. 1972 Parlamentarischer Staatssekretär beim BMWo bzw. BMSt, 15. Dez. 1972-1974 Parlamentarischer Staatssekretär beim Bundeskanzleramt, 1974-1978 Bundesminister für Raumordnung, Bauwesen und Städtebau, 1979-1986 Vorsitzender des neu gebildeten SPD-Landesverbandes Niedersachsen, 1976-1984 Mitglied des SPD-Parteivorstandes, 1978-1990 MdL Niedersachsen, 1978-1986 Vorsitzender der SPD-Landtagsfraktion, 1986-1990 Vizepräsident des Niedersächsischen Landtages, 1979-1991 Mitglied der Synode der Evangelischen Kirche in Deutschland, 1980-2003 Präsident des Deutschen Verbandes für Wohnungswesen, Städtebau und Raumordnung e. V.

Auswärtiges Amt

Karl Moersch (geb. 1926)

1944-1946 Kriegsdienst und Gefangenschaft, 1947 Volontär beim „Schwabenecho", 1948-1954 Redakteur bei der „Rheinpfalz", 1954-1961 Redakteur beim „Deutschen Forschungsdienst" und bei „Die Gegenwart", 1947 Mitbegründer der Demokratischen Volkspartei, die 1952 in der FDP aufgegangen ist, 1961-1964 Leiter der FDP-Presseabteilung, 1964-1976 MdB, 1971-1974 Landesvorsitzender der FDP/DVP Baden-Württemberg, 1970-1974 Parlamentarischer Staatssekretär beim AA, 1974-1976 Staatsminister im AA, seit 1977 Tätigkeit als freier Journalist und Autor, 1982 Austritt aus der FDP.

Bundesministerium des Innern

Wolfram Dorn (1924-2014)

Nach Landwirtschafts- und Kolonialausbildung 1942-1946 Kriegsdienst und Gefangenschaft, anschließend Ausbildung zum Industriekaufmann und selbstständige Tätigkeit, 1962-1969 Direktor des Deutschen Architekten- und Ingenieurverbandes sowie Chefredakteur der „Deutschen Architekten- und Ingenieur-Zeitschrift", 1948 Eintritt in die FDP, 1950-1982 Mitglied des Landesvorstandes und 1970-1972 Mitglied des Bundesvorstandes der FDP, 1951-1965 Mitglied des Rates der Stadt Werdohl, dort 1953-1956 Bürgermeister, 1954-1961, 1975-1980, 1985-1995 MdL NRW, dort 1975-1980 Stellvertretender Fraktionsvorsitzender, 1961-1972 MdB, dort 1968-1969 Stellvertretender Fraktionsvorsitzender, 1969-31. Aug. 1972 Parlamentarischer Staatssekretär beim BMI, 1973-1977 Leiter des FDP-eigenen Verlages „Liberal", 1978-1980 freier Schriftsteller, 1981-1982 stellvertretender Vorstandsvorsitzender des Forschungs- und Beratungsinstituts DATUM, Bonn, 1983-1985 Angestellter, zuletzt Direktor bei der Westdeutschen Landesbank Girozentrale in Bonn.

Bundesministerium der Justiz

Dr. Alfons Bayerl (1923-2009)

1942-1945 Kriegsdienst, 1945-1955 Studium der Rechtswissenschaften und juristischer Vorbereitungsdienst, 1955 Eintritt in die SPD, 1955-1958 im Bayerischen Staatsministerium für Arbeit und soziale Fürsorge, 1958-1965 Richter am Bayerischen Landessozialgericht, 1965-1969 Mitglied des Bayerischen Verfassungsgerichtshofes, 1965-1967 MdL Bayern, 1967-1980 MdB, 1969-1974 Parlamentarischer Staatssekretär beim BMJ, 1974-1980 MdEP.

Bundesministerium für Wirtschaft und Finanzen

Hans Hermsdorf (1914-2001)

1928-1933 Mitglied der Sozialistischen Arbeiterjugend, seit 1932 Mitglied der SPD, 1935 Verurteilung zu zwei Jahren Gefängnis wegen illegaler politischer Betätigung, 1937-1943 zunächst Disponent in einer Lebensmittelfabrik, dann bei einem Jugendfilmverleih, 1943-1945 Kriegsdienst und Gefangenschaft, 1945 Bürgermeister von Oberlichtenau und vorübergehend von Chemnitz, 1946 Übersiedlung nach Westdeutschland, 1946-1949 Zentralsekretär der Jungsozialisten, 1949-1963 persönlicher Referent des Parteivorsitzenden Ollenhauer, 1964-1974 Mitglied des Parteivorstandes der SPD, 1953-1974 MdB, 1971-1974 Parlamentarischer Staatssekretär beim BMWF bzw. BMF, 1974-1982 Präsident der Landeszentralbank in der Freien und Hansestadt Hamburg, 1974-1982 Mitglied des Zentralbankrats der Deutschen Bundesbank, 1971-1974 Vorsitzender des Aufsichtsrats der Salzgitter AG und stellvertretender Vorsitzender des Aufsichtsrats der Volkswagen AG.

Rainer Offergeld (geb. 1937)

1957-1965 Studium der Rechtswissenschaft, der Volkswirtschaftslehre und juristischer Vorbereitungsdienst, 1965-1969 Tätigkeit im Justizdienst und der Finanzverwaltung des Landes Baden-Württemberg, ab 1969 Tätigkeit als Rechtsanwalt, 1963 Eintritt in die SPD, 1969-1984 MdB, 1973-1975 Mitglied des Vorstandes der SPD-Bundestagsfraktion, 15. März 1972-1978 Parlamentarischer Staatssekretär beim BMWF bzw. BMF, 1978-1982 Bundesminister für wirtschaftliche Zusammenarbeit, 1984-1995 Oberbürgermeister von Lörrach, 1995-1997 Sprecher der Geschäftsführung der Firma Thermoselect Südwest GmbH, anschließend Tätigkeit als Rechtsanwalt.

Ab 15. Dez. 1972:

Bundesministerium der Finanzen

Hans Hermsdorf siehe unter Bundesministerium für Wirtschaft und Finanzen

Bundesministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten

Fritz Logemann (1907-1993)

Ab 1929 Tätigkeit als Landwirt, 1943-1945 Kriegsdienst, 1946-1972 Bürgermeister der Gemeinde Anstedt (Scholen), Niedersachsen, 1948-1972 Bundesvorsitzender des Vereins für Agrarwirtschaft, 1951 Eintritt in die DP, 1961 Wechsel zur FDP, 1953-1957 MdL Niedersachsen, 1957-1976 MdB, 1969-1976 Parlamentarischer Staatssekretär beim BML.

Der Bundesminister für Arbeit und Sozialordnung

Helmut Rohde (1925-2016)

1943-1945 Kriegsdienst und Gefangenschaft, 1945 Eintritt in die SPD, zunächst stellvertretender Vorsitzender des Ortsvereins Hannover sowie Vorstandsmitglied des SPD-Bezirks Hannover, nach einem Volontariat 1947-1949 Redakteur bei der Deutschen Presse-Agentur, 1950-1953 Studium an der Hochschule für Arbeit, Politik und Wirtschaft in Wilhelmshaven, 1953-1957 Pressereferent im Sozialministerium des Landes Niedersachsen, 1957-1987 MdB, 1964-1965 MdEP, 1969-1974 Parlamentarischer Staatssekretär beim BMA, 1974-1978 Bundesminister für Bildung und Wissenschaft, 1975-1983 Mitglied des Parteivorstands der SPD, 1979-1983 stellvertretender Fraktionsvorsitzender, 1973-1984 Vorsitzender der Arbeitsgemeinschaft für Arbeitnehmerfragen in der SPD.

Bundesministerium der Verteidigung

Karl Wilhelm Berkhan (1915-1994)

Nach einer Maschinenschlosserlehre Ausbildung zum Maschinenbauingenieur, 1939-1945 Kriegsdienst, 1945-1947 und 1953-1956 Studium der Erziehungswissenschaften, seit 1947 im Schuldienst, 1945 Eintritt in die SPD, 1953-1957 Mitglied der Hamburgischen Bürgerschaft, 1957-1975 MdB, 1959-1961 MdEP, 1969-1975 Parlamentarischer Staatssekretär beim BMVtg bzw. BMVg, 1975-1985 Wehrbeauftragter des Deutschen Bundestages.

Bundesministerium für Jugend, Familie und Gesundheit

Heinz Westphal (1924-1998)

1939-1942 Ausbildung zum Flugmotorenschlosser, 1942 Aufnahme eines Ingenieurstudiums, 1943-1945 Kriegsdienst, 1945 Eintritt in die SPD, 1946-1947 hauptberuflicher Jugendsekretär der Berliner SPD, 1947-1950 Berliner Vorsitzender der Sozialistischen Jugend Deutschlands (SJD), 1950-1952 Jugendsekretär der SJD im Verbandssekretariat Hannover, 1953-1957 Bundesvorsitzender des SJD, 1949 Mitbegründer des Deutschen Bundesjugendringes (DBJR), 1954 stellvertretender, 1955-1956 Vorsitzender, 1958-1965 Hauptgeschäftsführer des DBJR, 1948-1957 Vorstandsmitglied der International Union of Socialist Youth (IUSY), 1965-1990 MdB, 1969-1974 Parlamentarischer Staatssekretär im BMJFG, 1972-1974 Vorsitzender des Kuratoriums des Europäischen Jugendwerkes, 1970-1977 dessen Präsident, 1974-1982 Vorsitzender des Verwaltungsrates des Deutschen Entwicklungsdienstes, 1977-1985 Vizepräsident der Deutsch-Israelischen Gesellschaft, 1982 Bundesminister für Arbeit und Sozialordnung, 1983-1990 Vizepräsident des Deutschen Bundestages.

Bundesministerium für Verkehr und für das Post- und Fernmeldewesen

Ernst Haar (1925-2004)

Nach Abschluss einer kaufmännischen Lehre 1942-1945 Kriegsdienst und Gefangenschaft, 1945-1949 Angestellter der Sparda-Bank, Stuttgart, 1945 Eintritt in die Gewerkschaft der Eisenbahner Deutschlands (GdED), ab 1950 hauptamtliche Tätigkeit für die GdED, zunächst als Revisor für den Bereich Stuttgart, 1952-1959 Ortsbevollmächtigter und Geschäftsführer der Ortsverwaltung Kornwestheim, 1959-1972 Bezirksleiter der GdED, Stuttgart, und Mitglied des DGB-Landesvorstandes Baden-Württemberg, 1950 Eintritt in die SPD, 1960-1972 Kreisvorsitzender der SPD-Stuttgart, ab 1969 Mitglied des SPD-Landesvorstandes Baden-Württemberg, 1965-1990 MdB, 1969-1972 Mitglied des Vorstandes der SPD-Bundestagsfraktion, 4. Febr. 1972-1979 Parlamentarischer Staatssekretär beim BMV, zusätzlich 4. Febr. bis 13. Dez. 1972 Parlamentarischer Staatssekretär beim BMP, 1979-1988 Vorsitzender der GdED und Mitglied des DGB-Bundesvorstandes, 1982-1990 Vizepräsident des Verwaltungsrates der Deutschen Bundesbahn, ab 1984 Präsident des Internationalen Gewerkschaftsseminars, ab 1986 Vizepräsident der Internationalen Transportarbeiter-Föderation (ITF).

Ab 15. Dez. 1972:

Bundesministerium für Verkehr

Ernst Haar siehe unter Bundesministerium für Verkehr und für das Post- und Fernmeldewesen

Bundesministerium für Städtebau und Wohnungswesen

Karl Ravens siehe unter Bundeskanzleramt

Bundesministerium für innerdeutsche Beziehungen

Karl Herold (1921-1977)

1936-1938 Ausbildung zum Bäcker, 1940-1945 Kriegsdienst, 1949-1965 Geschäftsführer des elterlichen Betriebs, ab 1966 Eigentümer, 1949 Eintritt in die SPD, 1964 Vorsitzender des SPD-Unterbezirks Kulmbach, Mitglied des Bezirksvorstandes Franken und des Landesausschusses Bayern der SPD, 1960-1970 Mitglied des Stadtrats von Kulmbach, 1953-1976 MdB, 1965-1969 Mitglied der Beratenden Versammlung des Europarats und der Versammlung der Westeuropäischen Union, 1969-1976 Parlamentarischer Staatssekretär beim BMB.

Bundesministerium für Bildung und Wissenschaft

Dr. Klaus von Dohnanyi siehe unter Der Bundesminister für Bildung und Wissenschaft

Ab 15. März bis 31. Aug. 1972:

Joachim Raffert (1925-2005)

1941-1943 Volontariat bei der „Niedersächsischen Tageszeitung", 1943-1945 Kriegsdienst und Gefangenschaft, 1945 Tätigkeit als Bauhilfsarbeiter, 1946-1948 Puppenspieler in einem Marionettentheater, 1947-1953 freier Journalist, 1949 Eintritt in die SPD, Mitglied der SPD-Unterbezirksvorstände Einbeck/Northeim, Göttingen und Hildesheim sowie Vorsitzender des SPD-Ortsvereins Hildesheim, 1953-1964 Redakteur bei verschiedenen Zeitungen in Niedersachsen, zuletzt 1964-1972 stellvertretender Ressortleiter Politik bei der „Hannoverschen Presse", 1966-1972 Präsident der Filmförderungsgesellschaft Berlin, 1966-1987 Mitglied des Vorstandes bzw. Vorsitzender des Landesverbandes der Volkshochschulen Niedersachsens, 1959-1968 und 1991-1996 Mitglied des Rates der Stadt Hildesheim, 1965-1972 MdB, 15. März-31. Aug. 1972 Parlamentarischer Staatssekretär beim BMBW, ab 1973 Präsident der Niedersächsischen Bibliotheksgesellschaft.

Ab 15. Dez. 1972:

Karl Fred Zander (1935-2012)

1950-1958 Ausbildung zum Kraftfahrzeugmechaniker und Tätigkeit im erlernten Beruf, 1958-1959 Studium an der Akademie der Arbeit, Frankfurt am Main, dort 1960-1961 Assistent, 1961-1963 Deutscher Gewerkschaftsbund, Landesbezirk Hessen, dort Leiter der Abteilung Wirtschaftspolitik, 1963-1969 im Vorstand der IG Metall, dort 1963-1966 Pressereferent, 1966-1969 persönlicher Referent des IG Metall-Vorsitzenden Otto Brenner, 1964-1978 Mitglied des Vorstands des SPD-Unterbezirks Frankfurt und des SPD-Bezirksvorstands Hessen-Süd, 1967-1972 stellvertretender Vorsitzender des Beirates der Krupp-Hüttenwerke, 1969-1990 MdB, 15. Dez. 1972-1974 Parlamentarischer Staatssekretär beim BMBW, 1974-1982 Parlamentarischer Staatssekretär beim BMJFG, 1982-1985 Präsident des Rad- und Kraftfahrerbundes Solidarität e. V.

Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit

Brigitte Freyh (1924-2009)

Nach dem Studium der Geschichte, Germanistik und Philosophie Tätigkeit als Volksschullehrerin, 1951 Eintritt in die SPD, 1956-1961 Stadtverordnete in Frankfurt am Main, 1959-1962 Geschäftsführerin der Walter-Kolb-Stiftung e. V., Frankfurt am Main, 1961-1972 MdB, 1969-13. Dez. 1972 Parlamentarische Staatssekretärin beim BMZ.

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