3.3 (k1972k): Sonstige 1972 erwähnte Personen

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Palais SchaumburgBandrücken der EditionÜberreichung des ersten Bandes an Bundeskanzler Helmut SchmidtDas Bundesarchiv, KoblenzKabinettssitzung 1956

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Sonstige 1972 erwähnte Personen

Dr. Hubert Abreß (1923-2009)

1941-1945 Kriegsdienst und Gefangenschaft, 1946-1951 Studium der Volkswirtschaftslehre, der Rechtswissenschaften und juristischer Vorbereitungsdienst, 1951-1962 im Geschäftsbereich des Bayerischen Staatsministeriums des Innern, 1962-1973 im Dienst der Landeshauptstadt München, dort zuletzt als berufsmäßiger Stadtrat 1970-1973 Leiter des Referats für Stadtforschung und Stadtentwicklung, 1973-1978 Beamteter Staatssekretär im BMBau, 1978 Versetzung in den einstweiligen Ruhestand.

Konrad Adenauer (1876-1967)

1901 Eintritt in die Zentrumspartei, 1917-1933 Oberbürgermeister von Köln, 1921-1933 Mitglied und Präsident des Preußischen Staatsrates, bis 1933 Mitglied des Reichsvorstandes der Zentrumspartei, 1933 Entlassung aus allen Ämtern, 1945 erneut Oberbürgermeister von Köln, 1946-1948 Mitglied des Zonenbeirates für die britische Besatzungszone, 1946-1950 MdL Nordrhein-Westfalen (CDU), dort 1946-1949 Fraktionsvorsitzender, 1946-1950 Vorsitzender des Zonenverbandes der CDU in der britischen Zone, 1948-1949 Präsident des Parlamentarischen Rates, 1949-1967 MdB, 1949-1963 Bundeskanzler, 1951-1955 zugleich Bundesminister des Auswärtigen, 1950-1966 Bundesvorsitzender der CDU.

Dr. Albert Becker (geb. 1929)

Nach dem Studium der Rechtswissenschaften und juristischem Vorbereitungsdienst 1958-1961 Bundesfinanzverwaltung, Oberfinanzdirektion Münster, dort Hilfsreferent in der Bundesvermögens- und Bauabteilung, 1961-1989 BMF, dort 1961-1966 in der Abteilung V (Schuldenwesen, allgemeine und internationale Finanzierungsfragen, Finanzbeziehungen zu den Ländern, Wirtschaftsförderung), 1961-1965 Hilfsreferent im Referat V B 2 (Finanzielle Angelegenheiten des Außenhandels, Hilfsmaßnahmen für Entwicklungsländer), 1966 Hilfsreferent im Referat V B 3 (Finanzielle Angelegenheiten des Außenwirtschaftsverkehrs und der Technischen Hilfe für Entwicklungsländer), 1966-1989 in der Abteilung II bzw. F/II bzw. II (Bundeshaushalt) dort 1966-1970 Hilfsreferent im Referat II B 1 (Einzelpläne 09 Wirtschaft und 24 Bundesschatzminister, ERP-Wirtschaftsplan), 1970-1971 Hilfsreferent im Referat II D 4 bzw. F/II D 4 (Zivile Verteidigung: Einzelpläne 06 19 Bundesamt für zivilen Bevölkerungsschutz, 06 20 Akademie für zivile Verteidigung, 06 21 Bundesluftschutzverband, 36 Zivile Verteidigung und 35 Verteidigungslasten), 1971-1984 in der Unterabteilung F/II C bzw. II C (Bundeshaushalt, Sozial- und Verwaltungshaushalte, ab Mai 1972: insbesondere Einzelpläne 01 bis 08, 11, 15, 19 und 27) Leiter des neu eingerichteten Referats F/II C 5 bzw. II C 5 (Teile des Einzelplans 06 Innere Sicherheit, Koordinierung der Planung der zivilen Verteidigung in der Bundesfinanzverwaltung), 1984-1989 Leiter des Referats II D 4 (Einzelplan 23 Wirtschaftliche Zusammenarbeit, Grundsatzfragen der deutschen Entwicklungshilfe; bilaterale Finanzielle und Technische Zusammenarbeit), anschließend Ruhestand.

Antonius Berard (1921-2005)

1939-1945 Kriegsdienst, 1945-1952 Studium der Rechtswissenschaften und juristischer Vorbereitungsdienst, 1952-1958 im Justizdienst des Landes Nordrhein-Westfalen mit Stationen bei den Staatsanwaltschaften Arnsberg, Dortmund und Hamm, seit 1958 abgeordnet an die Bundesanwaltschaft beim Bundesgerichtshof, 6. Nov. 1972-1987 Bundesanwalt beim Bundesgerichtshof.

Theodor Blank (1905-1972)

1930-1933 Sekretär im Zentralverband Christlicher Fabrik- und Transportarbeiter, 1939-1945 Kriegsdienst und Gefangenschaft, 1945 Mitbegründer der CDU Westfalen und des Deutschen Gewerkschaftsbundes, 1945 Stadtverordneter in Dortmund, 1945-1950 Mitglied des Vorstandes der IG Bergbau, 1946-1947 MdL Nordrhein-Westfalen, 1947-1949 Mitglied des Wirtschaftsrates des Vereinigten Wirtschaftsgebietes, 1949-1972 MdB, dort 1965-1969 stellvertretender Fraktionsvorsitzender der CDU-Bundestagsfraktion, 1950-1955 Beauftragter des Bundeskanzlers für die mit der Vermehrung der alliierten Truppen zusammenhängenden Fragen, 1951 Leiter der deutschen Delegation beim Interimsausschuss für die Organisation der Europäischen Verteidigungsgemeinschaft (EVG), 1955-1956 Bundesminister für Verteidigung, 1957-1965 Bundesminister für Arbeit und Sozialordnung.

Santiago Carrillo Solares (1915-2012)

Tätigkeit als Redakteur, 1936 Eintritt in die Kommunistische Partei Spaniens, während des spanischen Bürgerkriegs in der Führung der Partei, 1939 Exil in Lateinamerika, gegen Ende des zweiten Weltkriegs Rückkehr zunächst nach Frankreich, von dort und wechselnden Orten des Exils führend am Wiederaufbau der Kommunistischen Partei Spaniens beteiligt, 1960-1982 Generalsekretär der Kommunistischen Partei Spaniens, 1975 illegale Rückkehr nach Spanien, 1977 Wiederzulassung der Kommunistischen Partei, 1978 erneut Bestätigung als Generalsekretär, zugleich Entwicklung einer „Strategie des friedlichen Weges bei der Durchsetzung der sozialen Revolution", führender Vertreter des Eurokommunismus, 1985 Ausschluss von allen führenden Ämtern und aus dem Zentralkomitee, 1985 und 1987 jeweils Gründung eigener kommunistischer Splitterparteien, 1991 Rückzug aus der aktiven Politik.

Józef Czyrek (1928-2013)

Seit 1952 im Auswärtigen Dienst Polens, mit Stationen 1962-1968 in Belgrad, 1969-1971 in der Zentrale, Warschau, anschließend Vize-Außenminister, 1980-1982 Außenminister Polens.

Willi Daume (1913-1996)

Unternehmer in Dortmund, 1949-1955 Präsident des Deutschen Handball-Bundes (DHB), 1950-1970 Präsident des Deutschen Sportbundes (DSB), seit 1956 Mitglied des Internationalen Olympischen Komitees (IOC), 1972-1976 dessen Vizepräsident, 1961-1992 Präsident des Nationalen Olympischen Komitees für Deutschland (NOK), 1966-1972 Präsident des Organisationskomitees für die Olympischen Spiele in München 1972, 1979-1988 Präsident der Deutschen Olympischen Gesellschaft e. V., 1988-1991 Vorsitzender der Stiftung Deutsche Sporthilfe.

Dr. Julius Kardinal Döpfner (1913-1976)

1948-1957 Bischof von Würzburg, 1957-1961 Bischof von Berlin, seit 1958 Kardinal, 1961-1976 Erzbischof von München und Freising, seit 1961 Vorsitzender der Bayerischen, seit 1965 auch der Fuldaer Bischofskonferenz.

Heinz Eicher (1924-2011)

1942-1944 Kriegsdienst, 1944-1945 Studium der Medizin, 1945-1952 Studium der Rechtswissenschaften und juristischer Vorbereitungsdienst, 1952-1954 Landesversicherungsanstalt Rheinland-Pfalz, 1954-1957 Bundesversicherungsanstalt für Angestellte, Berlin, in dieser Zeit 1955-1957 abgeordnet zum BMA, dort Hilfsreferent im Generalsekretariat für die Sozialreform, 1957-1958 BASF, dort Assistent des Vorstandes, 1959-1967 BMA, dort 1959-1967 in der Abteilung IV (Sozialversicherung, Sozialreform) zugleich Generalsekretariat für die Sozialreform, 1959-1965 Hilfsreferent im Referat IV b (Grundsatzfragen der Rentenversicherungen, Rentenversicherung der Arbeiter, Fremdrentenrecht, ab 1961: Grundsatzfragen der Rentenversicherungen, Knappschaftsversicherung), 1965-1967 Leiter des Referats IV b 2 (Rentenversicherung der Angestellten), 1967-1972 Vizepräsident des Bundesversicherungsamtes Berlin, 18. Dez. 1972-1977 Staatssekretär im BMA, Versetzung in den einstweiligen Ruhestand, später Tätigkeit als Rechtsanwalt.

Dr. Ludwig Erhard (1897-1977)

1928-1942 wissenschaftlicher Assistent und Mitglied der geschäftsführenden Leitung des Instituts für Wirtschaftsbeobachtung der deutschen Fertigware, Nürnberg, 1942-1945 Leiter des Instituts für Industrieforschung, 1945-1946 Bayerischer Staatsminister für Wirtschaft, 1947 Honorarprofessor der Universität München, 1947-1948 Vorsitzender der Sonderstelle Geld und Kredit bei der Verwaltung für Finanzen des Vereinigten Wirtschaftsgebietes, 1948-1949 Direktor der Verwaltung für Wirtschaft des Vereinigten Wirtschaftsgebietes, 1949-1977 MdB (CDU), 1949-1963 Bundesminister für Wirtschaft, 1957-1963 zugleich Stellvertreter des Bundeskanzlers, 1963-1966 Bundeskanzler, 1966-1967 Bundesvorsitzender der CDU.

Walentin Michajlowitsch Falin (geb. 1926)

Nach dem Studium am Institut für Internationale Beziehungen, Moskau, ab 1950 bei der Sowjetischen Kontrollkommission in Deutschland, 1952-1959 im Informationskomitee des Außenministeriums, Moskau, 1953 Eintritt in die KPdSU, ab 1959 im Auswärtigen Dienst der UdSSR, 1961-1965 Mitglied des Beraterstabs Chruschtschows, anschließend des Außenministers Gromyko, 1968-1971 Leiter einer Abteilung des Außenministeriums, 1971-1978 Botschafter in Deutschland, 1978 erneut in Moskau, dort zunächst in der Abteilung Internationale Information des ZK, später Kommentator der Zeitung „Iswestija", Promotion und Habilitation, ab 1986 Chef der Nachrichtenagentur Nowostij, 1990-1991 Sekretär des ZK der KPdSU, 1992-2000 beim Institut für Friedensforschung und Sicherheitspolitik der Universität Hamburg, 2000 Rückkehr nach Moskau, dort Dozent am Institut für Internationale Beziehungen.

Dr. Hans Filbinger (1913-2007)

1933-1940 Studium der Volkswirtschaftslehre, der Rechtswissenschaften und juristischer Vorbereitungsdienst, 1940-1946 Kriegsdienst und Gefangenschaft, 1946 Tätigkeit als Rechtsanwalt in Freiburg im Breisgau, 1951 Eintritt in die CDU, ab 1953 Stadtrat in Freiburg, 1958-1960 Ehrenamtlicher Staatsrat in Baden-Württemberg, 1960-1980 MdL Baden-Württemberg, 1960-1964 Minister für Inneres und für Angelegenheiten der Vertriebenen, Flüchtlinge und Kriegsgeschädigten des Landes Baden-Württemberg, 1964-1966 stellvertretender Ministerpräsident und Innenminister, 1966-1978 Ministerpräsident des Landes Baden-Württemberg, 1973-1974 Präsident des Bundesrates, 1971-1979 Vorsitzender des Landesverbandes Baden-Württemberg der CDU, 1973-1979 stellvertretender Bundesvorsitzender der CDU, 1970-1974 Generalbevollmächtigter der Bundesrepublik Deutschland für kulturelle Angelegenheiten im deutsch-französischen Freundschaftsvertrag.

Lady Amalia Fleming, geb. Amalia Koutsouri-Vourekas (1912-1986)

Nach dem Studium der Medizin Tätigkeit als Ärztin in Athen, während der Besetzung Griechenlands im zweiten Weltkrieg Inhaftierung als Widerstandskämpferin, ab 1946 Tätigkeit als Bakteriologin am Wright-Fleming Institute of Microbiology, London, 1951-1953 erneut Tätigkeit als Ärztin in Athen, 1953 Rückkehr nach London, dort Eheschließung mit Sir Alexander Fleming (verstorben 1955) und Tätigkeit am Wright-Fleming Institute, 1967 Rückkehr nach Griechenland, nach dem Militärputsch im April 1967 Unterstützung der Opposition, 1971 nach Verhaftung und Verurteilung zu 17monatiger Haftstrafe Abschiebung nach London, 1974, nach dem Ende der Militärdiktatur, Rückkehr nach Griechenland und ab 1977 als Abgeordnete der PASOK Mitglied des griechischen Parlaments.

Diplom-Volkswirt Dr. Otto-Erich Geske (geb. 1931)

1950-1952 Ausbildung zum Kaufmannsgehilfen, 1952-1965 Studium der Volkswirtschaftslehre, der Rechtswissenschaften und juristischer Vorbereitungsdienst, 1961-1964 Wissenschaftliche Hilfskraft an der Universität Göttingen, 1966-1967 Wissenschaftlicher Assistent bei der Karlsruher Lebensversicherung, 1967-1969 Wissenschaftlicher Assistent der SPD-Fraktion des Deutschen Bundestages, 1969-1971 BMF, dort 1969-1970 Persönlicher Referent des Ministers, 1970-1971 Leiter des Ministerbüros, Juni-August 1971 Leiter des Büros des Parlamentarischen Staatssekretärs, August-Dezember 1971 Leiter des Generalreferats für den Bereich F, 1972 zunächst kurzzeitig im Bereich des BMVg, September 1972-1982 erneut BMF, dort zunächst bis Dezember 1972 Leiter der neu eingerichteten „Arbeitseinheit" L (Koordinierung im Bereich der Leitung), Dezember 1972-1973 Leiter der Abteilung I (Grundsatzfragen der Finanzpolitik, Finanzbeziehungen zu den Ländern und Gemeinden), 1974-1982 Leiter der Abteilung V (Finanzbeziehungen zu den EG, Ländern und Gemeinden; internationale Finanzfragen), 1982 Versetzung in den einstweiligen Ruhestand, 1991-1994 Staatssekretär im Hessischen Ministerium der Finanzen.

Alfons Goppel (1905-1991)

1932-1934 Rechtsanwalt in Regensburg, 1934-1938 Staatsanwalt in Kaiserslautern, 1939-1945 Kriegsdienst, 1947 Landrat des Landkreises Aschaffenburg, 1952 Erster Bürgermeister von Aschaffenburg, 1954-1978 MdL (CSU), 1957-1958 Staatssekretär im Bayerischen Staatsministerium der Justiz, 1958-1962 Bayerischer Staatsminister des Innern, 1962-1978 Bayerischer Ministerpräsident, 1957-1991 Mitglied des CSU-Landesvorstandes, 1979-1984 MdEP.

Andrej Andrejewitsch Gromyko (1909-1989)

1936-1939 Professor am Moskauer Wirtschaftsinstitut, seit 1939 im diplomatischen Dienst der UdSSR, 1943-1946 Botschafter in den USA und Gesandter in Kuba, 1946-1948 ständiger sowjetischer Vertreter im Sicherheitsrat der UNO, 1949-1952 und 1953-1957 Erster Stellvertretender Außenminister, 1952-1953 Botschafter in Großbritannien, 1956 Mitglied des ZK der KPdSU, 1957-1985 sowjetischer Außenminister, 1973-1988 Mitglied des Politbüros der KPdSU, 1983-1985 auch Erster Stellvertretender Ministerpräsident, 1985-1988 Vorsitzender des Präsidiums des Obersten Sowjets (Staatspräsident).

Karl Theodor Freiherr von und zu Guttenberg (1921-1972)

1938-1945 Wehr- bzw. Kriegsdienst und Gefangenschaft, danach Forst- und Landwirt, Übernahme des Familienbesitzes, 1952-1957 Landrat in Stadtsteinach, 1957-1972 MdB (CSU), 1961-1972 Mitglied des CSU-Landesvorstandes, 1967-1969 Parlamentarischer Staatssekretär beim Bundeskanzler.

Paul Gustav Hahnemann (1912-1997)

Nach dem Studium der Elektrotechnik ab 1939 Ausbildung zum Automobilkaufmann bei der Adam Opel AG, anschließend bis 1957 Opel-Großhändler in Freiburg im Breisgau, 1957-1961 Marketing-Direktor der Firma Auto Union AG, Düsseldorf, 1961-1971 bei den Bayerischen Motorenwerken BMW, dort Mitglied des Vorstandes, stellvertretender Vorsitzender des Vorstandes, ab 1971 Hauptgeschäftsführer der Pohlschröder & Co. KG, Dortmund und der Alex Linder GmbH, Nürtingen.

Helmut Hammerschmidt (1920-1998)

Nach dem Studium der Medizin und der Chemie Tätigkeit als wissenschaftlicher Assistent in der pharmazeutischen Industrie, ab 1946-1947 Leiter des Ressorts Innenpolitik der Wochenzeitung „Echo der Woche", München, 1947-1949 Leiter des CSU-Verlags, München, 1949-1961 Bayerischer Rundfunk (BR), München, dort Referatsleiter Politik, Leitung Aktuelle Abteilung Hörfunk und Hauptabteilung Information Fernsehen, 1961-1965 Süddeutscher Rundfunk (SDR), Stuttgart, dort Chefredakteur Fernsehen, 1964-1965 Leiter des Studio Bonn und Subkoordinator Politik Deutsches Fernsehen, 1965-1977 Intendant des Südwestfunks (SWF), 1972-1973 Vorsitzender der Arbeitsgemeinschaften der öffentlich-rechtlichen Rundfunkanstalten Deutschlands (ARD), ab 1977 Geschäftsführer des Instituts für Fernsehzuschauerforschung „Teleskopie", Bonn-Bad Godesberg.

Prof. Dr.-Ing. Kurt Hansen (1910-2002)

Unternehmer, u. a. 1961-1974 Vorstandsvorsitzender der Bayer AG, dort 1974-1984 Vorsitzender des Aufsichtsrats, 1962-1974 Mitglied des Präsidiums des Verbands der Chemischen Industrie (VCI), 1970-1971 dessen Präsident, 1962-1966 Mitglied des Aufsichtsrats der Deutschen Bank.

Sir Edward Richard George Heath (1916-2005)

1950-2001 Mitglied des britischen Unterhauses (Konservative Partei), 1959-1960 Arbeitsminister, 1960-1963 Lordsiegelbewahrer, 1961-1963 Unterhändler für Großbritanniens EWG-Beitritt, 1965-1975 Vorsitzender der Konservativen Partei, 1970-1974 Premierminister.

Dr. Dr. Gustav W. Heinemann (1899-1976)

Seit 1926 Anwaltstätigkeit, 1928-1949 zugleich Justitiar bzw. (seit 1936) Vorstandsmitglied der Rheinischen Stahlwerke AG in Essen, 1945-1967 Mitglied des Rates der EKD, 1946-1949 Oberbürgermeister von Essen, 1946-1950 MdL Nordrhein-Westfalen (CDU), 1947-1948 Justizminister des Landes Nordrhein-Westfalen, 1949-1950 Bundesminister des Innern, 1949-1955 Präses der Synode der EKD, 1951 Gründer der Notgemeinschaft für den Frieden Europas, 1952 Austritt aus der CDU und Gründung der Gesamtdeutschen Volkspartei (GVP), 1957 nach deren Auflösung Anschluss an die SPD, 1957-1969 MdB, dort 1965 Vorsitzender des Sonderausschusses Parteiengesetz, 1966-1969 Bundesminister der Justiz, 1969-1974 Bundespräsident.

Dr. Philipp Held (1911-1993)

1932-1940 Studium der Rechtswissenschaften und juristischer Vorbereitungsdienst, 1940-1945 Kriegsdienst, 1945-1966 Landrat des Landkreises Freising, 1952-1966 Vorsitzender des Landkreisverbandes Bayern, 1953-1960 Vizepräsident, 1960-1966 Präsident des Deutschen Landkreistages, 1945 Eintritt in die CSU, 1954-1974 MdL Bayern, 1966-1974 Bayerischer Staatsminister der Justiz, 1972-1974 Stellvertretender Bayerischer Ministerpräsident.

Dr. Heinrich Irmler (1911-2002)

1930-1935 Ausbildung zum Bankkaufmann und Tätigkeit als Bankkaufmann bei der Allgemeinen Deutschen Creditanstalt, Leipzig, zugleich 1932-1936 Studium der Rechts- und Staatswissenschaften, 1937-1953 Reichsbank bzw. nach Kriegsdienst bei der Bank deutscher Länder, dort in der volkswirtschaftlichen Abteilung Leiter des Referats Geld und Kredit, 1953-1957 Mitglied des Vorstandes der Landeszentralbank in Niedersachsen, 1958-1962 Vizepräsident der Landeszentralbank in Nordrhein-Westfalen, 1962-1964 Präsident der Landeszentralbank in Niedersachsen, 1964-1979 Mitglied des Direktoriums der Deutschen Bundesbank und Mitglied des Zentralbankrates.

Roy Harris Jenkins, Baron Jenkins of Hillhead (1920-2003)

Journalist, 1948-1977 Mitglied des Unterhauses (Labour Party), 1965-1967 und 1974-1976 Innenminister, 1967-1970 Schatzkanzler, 1977-1981 Präsident der EG-Kommission; 1981 Mitbegründer der Social Democratic Party, 1982-1983 erster Vorsitzender, 1982-1987 erneut Mitglied des Unterhauses, ab 1987 Mitglied des Oberhauses.

Dr. Harald Johannsen (geb. 1931)

1950-1958 Studium der Rechtswissenschaften und juristischer Vorbereitungsdienst, 1958-1960 Bundesfinanzverwaltung, dort bei den Oberfinanzdirektionen Stuttgart und Frankfurt am Main, 1960-1969 BMBes bzw. BMSchatz, dort 1960-1969 in der Abteilung II (Bundesvermögen und ERP-Sondervermögen, ab 1965-1967 zusätzlich: Sondervermögen für berufliche Leistungsförderung, ab 1968: Bundesliegenschaften, bewegliches Bundesvermögen, ERP-Sondervermögen) Hilfsreferent im Referat II/A 5 (Liegenschaftsverwaltung Süd, OFD-Bereiche Stuttgart, Karlsruhe, Freiburg, München, Nürnberg, Koblenz, Frankfurt am Main, Saarbrücken, Unterbringungsmaßnahmen für Bundeswehr bzw. ab 1962: Freimachungsmaßnahmen für Bundeswehr, NATO und Bundesgrenzschutz, ab 1964: Liegenschaftsangelegenheiten Süd, Bundesvermögen im Ausland), 1969-1993 BMF, dort 1969-1971 in der Abteilung II (Bundeshaushalt) Hilfsreferent im Referat II C 6 (Einzelpläne 07 Justiz, 08 Finanzen, 19 Bundesverfassungsgericht, Zentrale Auskunfts- und Meldestelle), Oktober 1971-1993 in der Abteilung F/Z bzw. Z Zentralabteilung (Organisation und Personalien, Allgemeine Verwaltung), Hilfsreferent im Referat F/Z B 4 bzw. Z B 4 (Arbeits- und Tarifrecht der Arbeitnehmer des öffentlichen Dienstes, Grundsatzfragen und Einzelfälle der Bundesfinanzverwaltung außer Ministerium), ab Februar 1972-1981 Leiter dieses Referats, 1982-1993 Leiter des Referats Z B 6 (Sozialrecht, Wohnungsfürsorge, Beihilfen und Unterstützungen, Grundsatzfragen und Einzelfälle der Bundesfinanzverwaltung, Besoldungs-, Tarif-, Arbeits-, Versorgungs-, Umzugs- und Reisekostenangelegenheiten des Ministeriums), ab April 1993 Ruhestand.

Dr. Henry (Heinz Alfred) Kissinger (geb. 1923)

1938 Emigration in die USA, seit 1943 amerikanische Staatsangehörigkeit, 1943-1947 als Soldat (Übersetzer und Geheimdienstoffizier) in Deutschland, nach der Rückkehr in die USA Studium der Geschichte und der Politikwissenschaften, 1954 Promotion, anschließend Tätigkeit als politischer Berater des New Yorker Gouverneurs Rockefeller, der US-amerikanischen Präsidenten Kennedy und Johnson, 1969-1973 Nationaler Sicherheitsberater des Präsidenten Nixon, 1973-1977 Außenminister, 1973 zusammen mit dem Vietnamesen Le Duc Tho Träger des Friedensnobelpreises, seither internationale Tätigkeit als Inhaber eines Beratungsunternehmens.

Dr. Michael Kohl (1929-1981)

1948 Eintritt in die SED, 1948-1952 Studium der Rechtswissenschaften, 1951-1961 Assistent an der Universität Jena, 1961-1965 Ministerium für Auswärtige Angelegenheiten, dort 1961-1963 Leiter der Abteilung Rechts- und Vertragswesen, 1963-1965 Leiter der Grundsatzabteilung, 1965-1968 Staatssekretär beim Minister-Rat für West-Berlin-Fragen, dort ab 1965 Verhandlungsführer der DDR bei den Passierscheingesprächen mit dem Senat von West-Berlin, 1968-1973 Staatssekretär für westdeutsche Fragen beim Ministerium für Auswärtige Angelegenheiten, seit 1970 Verhandlungsführer in den Verhandlungen zum Transitabkommen, zum Verkehrs- und zum Grundlagenvertrag, 1973 bevollmächtigter Botschafter, 1974-1978 Leiter der Ständigen Vertretung der DDR in der Bundesrepublik, 1978-1981 Stellvertretender Minister für Auswärtige Angelegenheiten, ab 1958 Mitglied des Präsidiums der Deutschen Liga für die Vereinten Nationen, ab 1971 Mitglied der Außenpolitischen Kommission beim Politbüro der SED und der Westkommission beim Politbüro des Zentralkomitees (ZK) der SED, 1971-1976 Kandidat der Zentralen Revisionskommission beim ZK der SED, 1976-1981 Kandidat des Zentralkomitees.

Janusz Korczak, eigentlich Henryk Goldszmit (1878 oder 1879-1942)

Polnischer Kinderarzt, Sozialpädagoge und Schriftsteller, nach dem Studium der Medizin ab 1903 Tätigkeit als Klinikarzt, 1911-1914 Leiter eines jüdischen Waisenhauses, 1914-1918 Kriegsdienst als Militärarzt, 1919 in Warschau Gründung und bis 1942 Leiter eines Kinderheims für verwaiste oder verwahrloste Arbeiterkinder, die er am 5. Aug. 1942 freiwillig aus dem Warschauer Ghetto ins Konzentrationslager Treblinka begleitete.

Heinz Kühn (1912-1992)

1928 Mitglied der Sozialistischen Arbeiterjugend Deutschlands, 1930 Eintritt in die SPD, 1933 Vorsitzender der Sozialistischen Studentenschaft in Köln, 1933-1945 Emigration, ab 1945 Ressortleiter der „Rheinischen Zeitung", später deren Chefredakteur, 1948-1954 und 1962-1980 MdL Nordrhein-Westfalen, dort 1962-1967 Fraktionsvorsitzender, 1953-1963 MdB, dort 1953-1961 stellvertretender Vorsitzender des Ausschusses für Fragen der Presse, des Rundfunks und des Films bzw. (ab 1957) des Ausschusses für Kulturpolitik und Publizistik, 1957-1962 Mitglied der Beratenden Versammlung des Europarats und der Versammlung der WEU, dort jeweils SPD-Fraktionsvorsitzender, 1962-1973 Landesvorsitzender der SPD in Nordrhein-Westfalen, 1966-1978 Ministerpräsident des Landes Nordrhein-Westfalen, 1979-1984 MdEP.

D. Dr. Hermann Kunst (1907-1999)

1922-1924 Lehre bei der Deutschen Bank, anschließend Studium der Theologie, 1932 Pfarrer in Herford, nach 1933 Mitglied der Bekennenden Kirche, 1939-1940 Kriegsdienst als Militärpfarrer, 1940 Superintendent und 1941 Stellvertretender Präses der westfälischen Landeskirche, 1943-1945 erneut Kriegsdienst als Militärpfarrer und Gefangenschaft, 1945 mit der Leitung des Landeskirchenamtes von Westfalen beauftragt, 1949-1977 Bevollmächtigter des Rates der EKD am Sitz der Bundesrepublik Deutschland, 1956-1972 Evangelischer Militärbischof im Nebenamt.

Konrad Lampe-Helbig (geb. 1931)

1950-1960 Studium der Rechtswissenschaften und juristischer Vorbereitungsdienst, 1961-1969 Deutsche Bundesbahn, dort zuletzt 1968-1969 Hilfsreferent in der Verkehrs- und Tarifabteilung der Hauptverwaltung Frankfurt am Main, 1969-1991 BMV, dort 1969-1973 Persönlicher Referent des Ministers, 1973-1977 in der Abteilung StV (Straßenverkehr) Leiter der Unterabteilung UStV II, 1977-1982 in der Zentralabteilung (Z) Leiter der Unterabteilung Z 1, 1982-1991 Leiter der Unterabteilung Z 2, ab Oktober 1991 Ruhestand.

Dr. Sigo Lehming (geb. 1927)

1943-1945 Kriegsdienst und Gefangenschaft, 1947-1954 Studium der evangelischen Theologie und der Philosophie, seit 1954 im Dienst der Evangelisch-Lutherischen Landeskirche Schleswig-Holstein, 1956 Ordination, 1956-1958 Predigerseminar Preetz, Holstein, dort Studieninspektor, 1958-1966 Pfarrer in Quickborn, seit 1967 Probst des Kirchenkreises Pinneberg, Synodaler der Landeskirche, Mitglied der Generalsynode der Vereinten Evangelisch-Lutherischen Kirche Deutschlands und stellvertretendes Mitglied in deren Kirchenleitung, 1972-1985 evangelischer Militärbischof.

Jain James MacLeod (1938-1972)

Britischer Staatsbürger, nach einer Tätigkeit beim britischen Konsulat in Stuttgart später Teilhaber und Geschäftsführer der britischen Firma Geerpres GmbH, am 25. Juni 1972 während eines Polizeieinsatzes im Rahmen der RAF-Fahndung in seiner Wohnung in Stuttgart versehentlich erschossen.

Karl Liedtke (1925-2008)

Nach Abschluss der Volksschule Besuch der Lehrerbildungsanstalt Dortmund, 1943 Entlassung aus disziplinarischen Gründen, 1943-1945 Kriegsdienst, ab 1946 Tätigkeit als Volksschullehrer, ab 1960 Rektor einer Volksschule, 1946 Eintritt in die SPD, 1956-1970 Mitglied des Stadtrates der Stadt Bochum, dort 1959-1970 Vorsitzender der SPD-Fraktion, 1965-1987 MdB, 1972-1983 Mitglied des Fraktionsvorstandes der SPD-Bundestagsfraktion.

Dr. Hermann Maassen (1915-2008)

Seit 1944 im Justizdienst, 1947 Amtsgerichtsrat im Geschäftsbereich des Oberlandesgerichts Köln, 1947-1951 am Amtsgericht Königswinter, 1951-1971 BMJ, dort 1951-1956 in der Abteilung II (Strafrecht, Strafverfahren, ab 1954: Strafrecht und Verfahren) Hilfsreferent im Referat II 1 (Sachliches Strafrecht, ab 1954: Reform der Strafgesetzgebung: Koordinierungs- bzw. ab 1956 Generalreferat), 1954-1956 zugleich Persönlicher Referent des Ministers, 1957-1966 in der Abteilung IV (Öffentliches Recht), 1957-1962 Leiter des Referats IV 1 bzw. ab 1962 IV A 1 a (Verfassungsrecht, bundesverfassungsgerichtliche Verfahren, allgemeine staatsrechtliche Fragen, Kirchenrecht, ab 1962: Grundsatzfragen des Verfassungsrechts und der Verfassungsgerichtsbarkeit), 1962-1966 zusätzlich Leiter der Unterabteilung IV A, 1966-1967 in der Abteilung II (Strafrecht und Verfahren) Leiter der Unterabteilung II B, 1967-1968 Leiter der Abteilung II und zugleich Leiter der Unterabteilung II C, 1968-1969 Leiter der Abteilung IV (Öffentliches Recht), 1969-1971 Staatssekretär im BMJ.

Prof. Dr. Eberhard Machens (geb. 1929)

1948-1954 Studium der Geologie, anschließend Tätigkeit als Geologe, 1954-1956 Gewerkschaft Brigitta, Hannover, 1956-1957 Stolberger Zink AG, Stolberg, 1958-1959 Geologisches Landesamt der französischen Kolonialverwaltung von Westafrika, Dakar, 1960-1967 Bureau de Recherches Géologiques et Minières (B.R.G.M.), Paris, 1960-1964 Prospektionsarbeiten in allen westafrikanischen Ländern, zuletzt Leiter der französischen geologischen Mission im westlichen Niger, 1965-1967 erneut Paris, gleichzeitig 1965-1967 Lehrauftrag für Geologie außereuropäischer Länder an der Universität Mainz, dort 1968 Habilitation, 1968-1975 Lehrtätigkeit als Privatdozent, ab 1971 apl. Professor, 1975-1993 BMWi, dort 1975-1979 Abordnung zur OECD, Paris, August 1979-1993 erneut BMWi, dort, zugeordnet zur Abteilung V (Außenwirtschaftspolitik und Entwicklungshilfe) Beauftragter für Rohstoff-Fragen, insbesondere im UN-Bereich, Ruhestand mit Ablauf September 1993.

Prof. Dr. Ernest Mandel (1923-1995)

Emigration nach Belgien, dort 1941 Abbruch des begonnenen Studiums infolge der deutschen Besetzung, Verfolgung und Deportierung nach Deutschland, nach 1945 Tätigkeit als Journalist, langjähriger (bis 1995) Sekretär der Vierten Internationalen, 1954-1963 wissenschaftlicher Berater des belgischen Gewerkschaftsbundes, 1962-1967 Wiederaufnahme und Abschluss des Studiums der Wirtschaftswissenschaften, 1972 Promotion an der FU Berlin, Tätigkeit als Publizist, 1982-1988 (Emeritierung) Professor an der Universität Brüssel, dort 1985-1988 Direktor des Centrum voor Politicologie, seit 1977 Mitglied des P.E.N.-Zentrums der Bundesrepublik Deutschland.

Dr. Siegfried Mann (1926-2011)

1943-1945 Kriegsdienst und Gefangenschaft, 1945-1947 Lehrer in einem Internat, 1947-1948 Angestellter beim Polizeipräsidium Stuttgart, 1948-1956 Studium der Rechtswissenschaften und juristischer Vorbereitungsdienst, 1956-1957 Regierungsassessor beim Landratsamt Reutlingen, 1957-1965 BMVtg, dort 1957-1965 zunächst Hilfsreferent, 1965-1966 Kommando der Territorialen Verteidigung Bad Godesberg, dort Leitender Rechtsberater, 1966-1976 erneut BMVtg bzw. BMVg, dort 1966-1967 in der Abteilung VR (Verwaltung und Recht), Unterabteilung I (Besondere Verwaltungsaufgaben, Militärseelsorge) Leiter des Referats I 3 (Grundsatzfragen der Notstandsgesetzgebung und des Zusammenwirkens der militärischen und der zivilen Verteidigung), 1967-1971 dem Minister direkt unterstellt, Leiter der Gruppe Organisation (Org) bzw. ab 1969: Organisationsstab, 1971-1972 Leiter der Abteilung H (Haushalt), 10. Juli 1972-9. Nov. 1976 Beamteter Staatssekretär, Versetzung in den einstweiligen Ruhestand, 1977-1989 Hauptgeschäftsführer und Mitglied des Präsidiums des Bundesverbandes der Deutschen Industrie e. V.

Richard M. Nixon (1913-1994)

1937-1942 Rechtsanwalt, 1942 Staatsanwalt, 1943 Eintritt in die US-Kriegsmarine, zuletzt Fregattenkapitän, 1947-1950 Abgeordneter im Repräsentantenhaus (Republikaner), 1953 Senator (Kalifornien), 1953-1961 Vizepräsident Eisenhowers, 1960 gegen Kennedy unterlegener Präsidentschaftskandidat, 1961-1967 Rechtsanwalt, 1969-1974 37. Präsident der USA.

Wladimir N. Nowikow (1907-2000)

1928-1930 Techniker in einem Rüstungswerk, nach einem Studium am Militärinstitut für Mechanik in Leningrad ab 1934 Ingenieur in der Rüstungsindustrie, 1936 Eintritt in die KPdSU, 1937-1946 und ab 1958 erneut Mitglied des Obersten Sowjet der UdSSR, 1941-1948 stellvertretender Minister für die Rüstungsindustrie, 1948-1953 Direktor des Wissenschaftlichen Forschungsinstituts der Rüstungsindustrie, 1953 Leiter der Hauptverwaltung des Ministeriums für die Rüstungsindustrie, 1954 erneut stellvertretender Minister für die Rüstungsindustrie, 1955-1957 Erster stellvertretender Minister für Maschinenbau, 1957-1958 Vorsitzender des Volkswirtschaftsrates Leningrad, 1958-1960 Vorsitzender des staatlichen Planungsausschusses und Erster stellvertretender Vorsitzender des Ministerrates der RSFSR, 1960-1962 Vorsitzender des staatlichen Planungskomitees der UdSSR, zusätzlich einer der stellvertretender Ministerpräsidenten der UdSSR, ab 1961 Mitglied des ZK der KPdSU, zusätzlich 1960-1962 sowjetischer Vertreter beim COMECON, 1962-1964 Vorsitzender der Kommission für Wirtschaftsbeziehungen mit dem Ausland beim Ministerrat des UdSSR, 1964 Sekretär und Kandidat des Präsidiums des ZK der KPdSU, und erneut einer der Stellvertretenden Ministerpräsidenten der UdSSR mit dem Ressort Außenwirtschaft, ab 1972 Vorsitzender der sowjetischen Delegation der Deutsch-sowjetischen Wirtschaftskommission.

François-Xavier Ortoli (1925-2007)

Nach dem Besuch der Nationalen Verwaltungshochschule (ENA), Straßburg, 1948 Inspecteur des finances, anschließend Tätigkeit in verschiedenen Ministerien, zuletzt Vizedirektor der handelspolitischen Abteilung des französischen Wirtschaftsministeriums, 1958-1961 Generaldirektor der Abteilung Binnenmarkt bei der EG-Kommission, 1962-1966 Kabinettsdirektor des Premierministers Georges Pompidou, 1967-1968 Minister für Wohnungsbau, 1968-1969 Minister für Wirtschaft und Finanzen, 1969-1972 Minister für Industrie und Forschung, 1973-1984 Mitglied der EG-Kommission, 1973-1977 Präsident und 1977-1984 Vizepräsident der EG-Kommission, 1984-1990 Generaldirektor des französischen Mineralölunternehmens Total S.A.

Georges Pompidou (1911-1974)

Gymnasiallehrer, 1944-1946 nach der Befreiung von Paris Mitglied des persönlichen Stabs des Generals de Gaulle, 1946-1954 Inhaber verschiedener Ämter im Staatsrat, 1954-1956 Tätigkeit in der Privatwirtschaft, 1956-1962 Generaldirektor der Rothschild-Bank, zusätzlich 1958-1959 Kabinettsdirektor de Gaulles, 1959-1962 Mitglied des Verfassungsrates, 1962-1968 französischer Premierminister, 1969-1974 Präsident der Republik.

Konrad Porzner (geb. 1935)

Nach dem Studium der Wirtschaftswissenschaften und der Geografie 1959-1962 im Schuldienst, 1956 Eintritt in die SPD, 1962-1981 und 1983-1990 MdB, seit 1967 Mitglied des Vorstandes der SPD-Bundestagsfraktion, 1972-1981 deren stellvertretender Vorsitzender, 1975-1981 und 1983-1987 Parlamentarischer Geschäftsführer der SPD-Bundestagsfraktion, 15. Dez. 1972-1974 Parlamentarischer Staatssekretär beim BMF, 1981 Senator für Finanzen des Landes Berlin, 1981-1982 Staatssekretär im BMZ, 1990-1996 Präsident des Bundesnachrichtendienstes.

Bruno Raehs (geb. 1936)

Nach dem Studium der Rechtswissenschaften und juristischem Vorbereitungsdienst 1963-1967 Gerichtsassessor im Bereich des Oberlandesgerichts Celle, 1967 zunächst Staatsanwalt bei der Staatsanwaltschaft beim Landgericht Göttingen, 1967-1973 Bundesanwaltschaft beim Bundesgerichtshof, Dienststellen 1967-1968 Berlin, dort Bundesstrafregister, und 1968-1973 Karlsruhe, in dieser Zeit 1971-1972 abgeordnet zur Staatsanwaltschaft beim Landgericht Lüneburg, Zweigstelle Celle, September 1972-1973 Oberstaatsanwalt bei der Bundesanwaltschaft beim Bundesgerichtshof Karlsruhe, 1973-1978 Bundeszentralregister, Berlin, 1978-1996 Dienststelle der Generalbundesanwaltschaft, Berlin, Ruhestand mit Ablauf März 1996.

Dipl.-Volksw. Dr. Georg-Wilhelm Rehm (geb. 1927)

1944-1945 Kriegsdienst und Gefangenschaft, 1947-1958 Studium der Rechtswissenschaften, der Volkswirtschaftslehre und juristischer Vorbereitungsdienst, 1958-1959 Universität Köln, dort Wissenschaftlicher Mitarbeiter am Institut für Luft- und Weltraumrecht, 1953-1959 nebenberuflich juristischer Mitarbeiter in der Abteilung L (Luftfahrt) des BMV, 1959-1982 BMV, dort 1959-1960 in der Abteilung L Hilfsreferent im Referat L 1 (Öffentliches Luftrecht), 1960-1961 Abordnung zum Deutschen Wetterdienst - Zentralamt, Offenbach, dort Hilfsreferent im Referat für Rechts-, Personal- und Liegenschaftsangelegenheiten, 1961-1982 erneut BMV, dort 1961-1969 in der Abteilung A (Allgemeine Verkehrspolitik und Verkehrswirtschaft) 1961-1968 Hilfsreferent im Referat A 3 I (Internationale Angelegenheiten des Verkehrs I) bzw. A 3 II (Internationale Angelegenheiten des Verkehrs II), 1968-1969 in der Abteilung L Hilfsreferent im Referat L 3 (Luftverkehr), 1969-1972 dem Minister direkt unterstellt, Leiter des Referats für Kabinetts- und Parlamentsangelegenheiten des BMV und BMP bzw. BMV, Juli 1972-1982 Leiter der Abteilung L, April-Oktober 1982 Staatssekretär im BMV, Versetzung in den einstweiligen Ruhestand.

Philip Rosenthal (1916-2001)

1934 Emigration nach England, dort Studium der Philosophie, der Politischen Wissenschaften und der Volkswirtschaftslehre, 1939-1942 Dienst in der französischen Fremdenlegion, 1942 Rückkehr nach England, dort zuletzt Mitarbeiter in der Propagandaabteilung des Foreign Office, 1947 Rückkehr nach Deutschland zur Wahrnehmung der Wiedergutmachungsansprüche hinsichtlich des familieneigenen Porzellan-Unternehmens in Selb, dort ab 1950 Werbe- und Verkaufsleiter der Rosenthal-AG, 1952 Leiter der Design-Abteilung, 1958-1970 und 1972-1981 Vorsitzender des Vorstandes, 1981-1989 Vorsitzender des Aufsichtsrates der Rosenthal AG, 1968 Eintritt in die SPD, 1969-1983 MdB, 1970-1971 Parlamentarischer Staatssekretär beim BMWi bzw. BMWF, anschließend bis Jahresende 1971 Leiter der Abteilung W/E (Europaabteilung), 1974-1976 und 1980-1983 Mitglied des Vorstandes der SPD-Bundestagsfraktion.

Dr. Hans-Georg Sachs (1911-1975)

1938-1940 Reichswirtschaftsministerium, 1940-1945 AA, 1946-1948 Leiter des Zentralbüros des Council of Relief Agencies Licensed for Operations in Germany (CRALOG) in der französischen Besatzungszone, 1948-1949 Leiter der deutschen Geschäftsstelle des Marshallplanes in der französischen Besatzungszone, 1949-1952 BMM, dort Leiter der Abteilung III (ERP-Politik und Durchführung, seit 1951: Zwischenstaatliche Wirtschaftsbeziehungen), 1952-1975 AA, dort 1952-1955 in der Abteilung 4 (Handelspolitische Abteilung) Leiter des Referats 401 (Grundsätze der europäischen wirtschaftlichen Integration, GATT), 1955-1958 Botschaft Paris, 1958-1961 Zentrale, dort Leiter der Unterabteilung 40 (Allgemeine Handelspolitik), 1961-1963 Leiter der Abteilung 8 (Entwicklungspolitik, 1963-1965 der Abteilung III (Abteilung für Handels- und Entwicklungspolitik), 1965-1973 Botschafter und Leiter der Ständigen Vertretung der Bundesrepublik Deutschland bei EWG und EURATOM, Brüssel, 1973-1975 Staatssekretär im AA.

Dr. Walter Schink (geb. 1924)

Nach dem Studium der Rechtswissenschaften 1949-1952 juristischer Vorbereitungsdienst zunächst im Bereich des Oberlandesgerichts Gera, 1952-1954 Inhaftierung aus politischen Gründen, 1954 Flucht in die Bundesrepublik, 1954-1956 Fortsetzung des juristischen Vorbereitungsdienstes, 1957-1963 in der Finanzverwaltung des Landes Nordrhein-Westfalen, 1963-1975 BMF, dort 1963-1965 Hilfsreferent im Ministerbüro, ab 1964 zusätzlich Hilfsreferent im Referat Öffentlichkeitsarbeit, 1965-1975 an das AA abgeordnet zur Dienstleistung bei der Vertretung der Bundesrepublik Deutschland bei der Europäischen Wirtschaftsgemeinschaft und der Europäischen Atomgemeinschaft, Brüssel, dort 1965-1971 Hilfsreferent im Finanzreferat, 1972-1975 Leiter dieses Referats, 1975-1987 BPA, dort 1975-1982 Leiter der Abteilung I (Allgemeine Verwaltung, Datenverarbeitung), 1983-1987 Leiter der neu strukturierten Abteilung I (Dokumentation, Datenverarbeitung, Dienste).

Dr. Helmut Franz Schlesinger (geb. 1924)

1943-1945 Kriegsdienst und Gefangenschaft, 1946-1948 Studium der Wirtschaftswissenschaften, 1949-1952 Ifo-Institut München, dort Referent für öffentliche Finanzen, 1952-1993 Bank deutscher Länder bzw. Deutsche Bundesbank, dort 1952-1964 wissenschaftlicher Mitarbeiter in der Hauptabteilung Volkswirtschaft und Statistik, 1964-1972 Leiter dieser Hauptabteilung, 1. Juli 1972-1979 Mitglied des Direktoriums der Deutschen Bundesbank, 1980-1991 Vizepräsident, 1991-1993 Präsident der Deutschen Bundesbank.

Dr. Ulrich Schmidt-Ott (1908-1976)

1935-1945 im Verwaltungsdienst der Deutschen Lufthansa, 1939-1945 Kriegsdienst und Gefangenschaft, 1947-1948 Straßenverkehrshauptamt Düsseldorf, 1948-1951 Regierungspräsidialamt Düsseldorf, 1951-1972 BMV, dort 1951-1953 in der Abteilung Luftfahrt (L) Hilfsreferent im Referat L 3 (Luftverkehr), 1953-1959 Leiter des Referats L 8 (Internationale und Koordinierungsangelegenheiten der Luftfahrt), 1959-1965 Abordnung als Deutsches Mitglied im Rat der Internationalen Zivilluftfahrt-Organisation (ICAO) in Montreal, 1965-1967 erneut im BMV in der Abteilung L (Luftfahrt) Leiter des Referats L 3 (Luftverkehr), 1967-1972 Leiter der Abteilung L.

Helmut Schön (geb. 1921)

1940-1949 Kriegsdienst und Gefangenschaft, 1950-1957 Studium der Rechtswissenschaften und juristischer Vorbereitungsdienst, 1957-1970 bei der Landesversicherungsanstalt Unterfranken, Würzburg, 1970-1984 BMA, dort 1970-1984 in der Abteilung IV (Sozialversicherung, Sozialbeirat, ab 1971: Sozialversicherung, ab 1977: Sozialversicherung, Sozialgesetzbuch) zunächst Hilfsreferent im Referat IV b 5 (Angestelltenversicherung, Nachversicherung, Beitragsrecht), 1971-1984 Leiter dieses Referats (ab 1973 zusätzlich: Versicherter Personenkreis, ab 1978 zusätzlich: Auslandsrentenrecht).

Maurice Schumann (1911-1998)

Mitbegründer und 1945-1949 Präsident des Mouvement Républicain Populaire (Republikanische Volksbewegung), 1945-1967 Abgeordneter der französischen Nationalversammlung, 1951-1954 Staatssekretär im Außenministerium, 1959-1962 Vorsitzender des Auswärtigen Ausschusses der Nationalversammlung, 1962 Minister für Regionalplanung, 1967-1968 Minister für Wissenschaftliche Forschung, Atom- und Weltraumfragen, 1968-1969 Sozialminister, 1969-1973 Außenminister, 1973-1977 Vizepräsident des Senats.

Dr. Pierre-Paul Schweitzer (1912-1994)

Nach dem Studium der Rechts- und Wirtschaftswissenschaften ab 1936 in der französischen Finanzverwaltung, 1940-1941 Kriegsdienst und Gefangenschaft, nach Flucht zunächst wieder in der Finanzverwaltung, 1944 als Mitglied der Résistance Verhaftung und Inhaftierung im Konzentrationslager Buchenwald, ab 1945 erneut in der Finanzverwaltung Frankreichs, 1949-1953 an der Botschaft, Washington, 1953-1960 Direktor des französischen Schatzamtes, 1960-1963 Vizegouverneur der Bank von Frankreich, 1963-1973 Geschäftsführender Direktor des Internationalen Währungsfonds, anschließend Tätigkeiten in der internationalen Wirtschaft.

Johannes Tüngeler (1907-1989)

1931-1945 Reichsbank, dort 1939-1945 Abordnung zur Handelspolitischen Abteilung des Reichswirtschaftsministeriums, 1945 Bearbeiter für Außenhandelsfragen im Ministerial Collecting Center, Fürstenhagen, 1946 Zentralamt für Wirtschaft in der britischen Zone, 1947-1948 Leiter der Gemeinsamen Außenhandelskasse für die amerikanische und britische Besatzungszone, 1948-1953 Direktor der Auslandsabteilung der Bank deutscher Länder, 1953-1976 Mitglied des Direktoriums der Bank deutscher Länder bzw. (ab 1957) des Direktoriums und des Zentralbankrats der Deutschen Bundesbank.

Dr. Jürgen Warnke (1932-2013)

1950-1958 Studium der Rechtswissenschaften, der Volkswirtschaftslehre und juristischer Vorbereitungsdienst, 1958 Eintritt in die CSU, 1959-1962 Wissenschaftlicher Mitarbeiter der CSU-Landesgruppe des Deutschen Bundestags, 1962-1964 Geschäftsführer des Landesverbandes Bayern der Chemischen Industrie e. V., 1969-1982 Hauptgeschäftsführer der AG Keramische Industrie e. V., 1962-1970 MdL Bayern, 1969-1998 MdB, 1980-1982 stellvertretender Vorsitzender der CSU-Landesgruppe, 1982-1987 Bundesminister für wirtschaftliche Zusammenarbeit, seit 1983 auch deutscher Gouverneur der afrikanischen Entwicklungsbank, 1987-1989 Bundesminister für Verkehr, 1989-1991 erneut Bundesminister für wirtschaftliche Zusammenarbeit.

Dr. Heinrich Wunder (geb. 1924)

1942-1945 Kriegsdienst und Gefangenschaft, 1945-1952 Studium der Rechtswissenschaften und juristischer Vorbereitungsdienst, 1952 kurzzeitig juristischer Mitarbeiter eines Rechtsanwaltes in Nürnberg, 1952-1959 Bayerisches Staatsministerium der Justiz, dort bei der Staatsanwaltschaft Ansbach und Nürnberg-Fürth, 1959-1962 Bundesgerichtshof Karlsruhe, dort wissenschaftlicher Mitarbeiter der Bundesanwaltschaft, 1962-1970 BMVtg, dort in der Abteilung VR (Verwaltung und Recht), Unterabteilung II (Recht) Leiter des Referats 9 (Gutachten in Landesverratsverfahren), 1970-1972 BMJ, dort 1970-1972 in der Abteilung II (Strafrecht und Verfahren) Leiter des Referats II B 6, ab November 1970: II B 1 (Strafrechtlicher Staatsschutz), 6. Nov. 1972-30. Juni 1987 Bundesanwalt beim Bundesgerichtshof.

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