1.8.6 (k1987k): ‹4. Ausbildungsleistung des Bundes 1986 und 1987 (Az. III B 2 - 6501-1/5 des BMBW vom 13.2.87)›

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Palais SchaumburgBandrücken der EditionÜberreichung des ersten Bandes an Bundeskanzler Helmut SchmidtDas Bundesarchiv, KoblenzKabinettssitzung 1956

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‹4. Ausbildungsleistung des Bundes 1986 und 1987 (Az. III B 2 - 6501-1/5 des BMBW vom 13.2.87)›

Zum vorliegenden Jahrgang der Kabinettsprotokolle der Bundesregierung wird ein editorischer Sachkommentar noch erstellt (siehe die Seiten „Start" und „Kabinett" dieser Online-Version).

(10.55 Uhr)

werden gemeinsam behandelt.

Nach Auffassung von BM Möllemann hat sich die Ausbildungsbilanz 1986 gegenüber dem Vorjahresergebnis erneut verbessert. Gleichwohl dürften weder Wirtschaft noch öffentlicher Dienst vor dem Hintergrund der für 1987 geschätzten Nachfrage in ihren Ausbildungsanstrengungen nachlassen. Angesichts der insgesamt positiven Entwicklung auf dem Ausbildungsstellenmarkt zeichneten sich regionale und sektorale Unterschiede immer deutlicher ab. Es werde immer wichtiger, durch eine zukunftweisende und gezielte Wirtschaftsstrukturpolitik zusätzliche Ausbildungsplätze zu schaffen und damit Wirtschaftsstruktur- und Berufsbildungspolitik miteinander zu verzahnen. Das berufliche Bildungssystem schließlich müsse in den kommenden Jahren in qualitativer Hinsicht weiterentwickelt werden. Noch in dieser Woche werde er diesbezüglich ein erstes Gespräch mit den Verbänden der Wirtschaft führen. Abschließend dankt BM Möllemann für die Unterstützung durch die Kabinettmitglieder bei der Anhebung der Ausbildungsleistungen des Bundes in den vergangenen Jahren.

Der Bundeskanzler unterstreicht, daß der Bund seinen Verpflichtungen im Rahmen der Ausbildungsleistungen nachgekommen sei. Er gehe davon aus, daß BM Möllemann nunmehr nachdrücklich an die anderen öffentlichen Arbeitgeber appellieren werde, entsprechende Anstrengungen zu unternehmen. Es müsse darüber hinaus deutlich werden, daß in den strukturschwachen Gebieten die Benachteiligtenprogramme und weitere Maßnahmen zur Entschärfung der Situation nachdrücklich fortgesetzt würden. Von erheblichem Gewicht schließlich erscheine ihm die Weiterentwicklung im Bereich der Mädchenausbildung; sie sei sowohl für den beruflichen Horizont junger Frauen als auch für die gesellschaftliche Entwicklung insgesamt von höchster Bedeutung.

BM Frau Süssmuth bittet darum, angesichts der zunehmenden regionalen und sektoralen Verwerfungen auf dem Ausbildungsmarkt die angebotenen Programme noch gezielter einzusetzen. Darüber hinaus regt sie an, für die nächste Erhebung der Ausbildungsleistungen des Bundes zwischen Jungen und Mädchen zu unterscheiden. BM Blüm nimmt die Diskussion zum Anlaß, auf die Probleme der Ausbildung von Behinderten hinzuweisen. Hier biete die Novelle des Schwerbehindertengesetzes Möglichkeiten, die von den Ausbildern bisher nicht hinreichend erkannt worden seien. BM Schwarz-Schilling macht auf zunehmende Schwierigkeiten der Bundespost aufmerksam, auch in regionaler Hinsicht uneingeschränkt Übernahmezusagen an Auszubildende nach Ausbildungsende zu machen.

‹Das Kabinett stimmt den Beschlußvorschlägen zu TOP 3 und TOP 4 der Tagesordnung zu.›

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