4.7 (x1958e): Sonstige in den Protokollen namentlich erwähnte Personen

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Kabinettsausschuß für Wirtschaft. Band 4. 1958-1961Erhard überreicht am 20. Dez. 1957 Karl Blessing und Dr. Heinrich Troeger die Ernennungsurkunden zum Präsidenten bzw. Vizepräsidenten der Deutschen Bundesbank.Die Bundesrepublik gewährt Finanzhilfe für den Bau eines Staudammes am Euphrat in Syrien. Bundesfinanzminister Franz Etzel zeigt sich Mitte 1961 besorgt angesichts der hohen Überschüsse in der Handelsbilanz.Im Rahmen des Regionalen Förderungsprogramms 1959 billigt der Kabinettsausschuss das vom Bundeswirtschaftsminister vorgeschlagene Schwerpunktprogramm für die Industrialisierung ländlicher Gebiete.

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Sonstige in den Protokollen namentlich erwähnte Personen

Hermann Josef Abs (1901-1994)

Nach Beendigungen der Banklehre Tätigkeit in verschiedenen Bankhäusern in Bonn und Köln, ab 1923 in den Niederlanden, Großbritannien, USA und Südamerika, 1929-1934 Prokurist im Bankhaus Delbrück, Schickler & Co. in Berlin, seit 1935 als Teilhaber, 1937 Aufsichtsratsmitglied der IG Farben, seit 1938 Vorstandsmitglied und Direktor der Auslandsabteilung der Deutschen Bank, 1948 Mitglied, 1951 stellvertretender Vorsitzender und 1959-1973 Vorsitzender des Verwaltungsrates der Kreditanstalt für Wiederaufbau, 1951-1953 Leiter der deutschen Delegation bei der Londoner Schuldenkonferenz, seit 1952 im Verwaltungsrat der Deutschen Bundesbahn, 1955 Leiter der Delegation bei den Besprechungen über das deutsche Vermögen in den USA, 1957-1967 Vorstandssprecher und 1967-1976 Aufsichtsratsvorsitzender der Deutschen Bank.

Dr. Robert B. Anderson (1910-1989)

Seit den dreißiger Jahren Tätigkeit in der amerikanischen Industrie und im Bankwesen, 1952-1954 Marineminister der USA, 1954-1955 stellvertretender Verteidigungsminister, 1957-1961 Finanzminister, 1964 Sonderbotschafter Präsident Johnsons für Verhandlungen mit Panama.

Josef Arndgen (1894-1966)

1932-1933 Vorsitzender des Zentralverbandes Christlicher Lederarbeiter, 1933-1945 Lebensmittelkaufmann, zweimalige Verhaftung, zuletzt nach dem 20. Juli 1944, 1946-1949 MdL Hessen, 1947-1949 Minister für Arbeit und Wohlfahrt des Landes Hessen, 1949-1965 MdB (CDU), dort 1949-1957 stellvertretender Vorsitzender des Ausschusses für Sozialpolitik, 1957-1958 Vorsitzender des Ausschusses für Arbeit, 1952-1957 Bundesbeauftragter für die Wahlen in der Sozialversicherung.

Dr. Karl Atzenroth (1895-1995)

1915-1918 Kriegsdienst, anschließend Studium der Betriebswirtschaftslehre, Übernahme der elterlichen Möbelfabrik in Koblenz, 1939-1945 erneut Kriegsdienst und Gefangenschaft, seit 1949 Mitglied der FDP, 1956-1958 und 1960-1966 Mitglied des FDP-Bundesvorstandes und des Landesvorstandes Rheinland-Pfalz, 1949-1965 MdB, dort 1953-1956 stellvertretender Vorsitzender des Ausschusses für Lastenausgleich, 1957-1963 Vorsitzender des Arbeitskreises Wirtschaft der FDP-Fraktion, 1962-1965 Vorsitzender des Ausschusses für Entwicklungshilfe, Vorsitzender der Fachabteilung Möbel im Hauptverband der Deutschen Holzindustrie, Gründer und Vorstandsmitglied der Vereinigung Mittelrheinischer Unternehmerverbände.

Dr. Wilfrid Siegfried Baumgartner (1902-1978)

1925-1930 in der Generalinspektion der französischen Finanzen, 1930 Kabinettschef des französischen Finanzministers, 1930-1937 im Schatzamt, seit 1935 dessen Direktor, 1937-1949 Präsident und Generaldirektor des Verwaltungsrates des Credit National, gleichzeitig Mitglied des Generalrates der Banque de France, 1943-1945 in Konzentrationslager-Haft, 1946 Leiter der Konferenz des Wirtschafts- und Sozialrates der Vereinten Nationen in London über den Wiederaufbau der im Krieg zerstörten Länder, 1949-1960 Gouverneur der Banque de France, 1960-1962 französischer Finanzminister, anschließend Tätigkeit in der Wirtschaft.

Heinz Behrendt (geb. 1913)

1939-1945 Kriegsdienst, 1946 Eintritt in die SED und Tätigkeit als Textilien-Kalkulationsprüfer bei der Landesregierung Brandenburg, 1951 Leiter der Hauptabteilung Industrie im Ministerium für Wirtschaft und Arbeit bzw. Arbeit und Berufsausbildung des Landes Brandenburg, 1952-1953 stellvertretender Vorsitzender des Rats des Bezirks Cottbus, 1953-1958 Vizepräsident der Industrie- und Handelskammer der DDR, 1958-1978 Ministerium für Außenhandel (bis 1967: Ministerium für Außenhandel und Innerdeutschen Handel, bis 1976: Ministerium für Außenwirtschaft) der DDR, dort 1958-1965 Leiter der Hauptabteilung und Bevollmächtigter für den Innerdeutschen Handel, Verhandlungspartner der Treuhandstelle für Interzonenhandel, 1965-1978 Stellvertreter des Ministers und zuständig für den Handel mit der Bundesrepublik Deutschland.

Subramanya Bhoothalingam (geb. 1909)

1938-1940 Leiter der Landwirtschaftlichen Kreditreserve Bank, Madras, 1940-1955 Tätigkeit in verschiedenen indischen Ministerien, 1955-1958 Vorstandsvorsitzender einer Stahlfirma (Hindustan Steel), 1955-1961 Staatssekretär im indischen Ministerium für Stahl, Bergbau und Treibstoff, 1967-1974 Generaldirektor des Nationalen Rats für angewandte Wirtschaftsforschung.

Eugene Robert Black (1898-1992)

Nach Teilnahme am Ersten Weltkrieg und Studium Bankkaufmann in Atlanta und New York, 1937-1947 Vizepräsident der Chase National Bank, New York, 1947-1963 Internationale Bank für Wiederaufbau und Entwicklung der UNO (Weltbank), dort 1947-1949 Direktor und Vertreter der USA, 1949-1963 Präsident der Weltbank, danach Finanzberater der UNO.

Walther Blohm (1887-1963)

Dipl. Ing., 1918-1958 persönlich haftender Gesellschafter der 1877 gegründeten Schiffswerft und Maschinenfabrik Blohm & Voss OHG, Hamburg, ab 1936 der nunmehr (bis 1956) im alleinigen Familienbesitz befindlichen Blohm & Voss KG, ab 1955 Blohm & Voss AG, zudem der ebenfalls im Familienbesitz befindlichen Hamburger Flugzeugbau GmbH (HFB), dort bis zum Tod Vorsitzender des Aufsichtsrats.

Friedrich Brand (1891-1979)

1921-1923 Oldenburgisches Staatsministerium, dort Leiter des Handels- und Gewerbereferates, 1923-1933 Landrat in Cloppenburg, 1933 nach Ablösung als Landrat Leiter des Landeselektrizitätsverbandes Weser-Ems, 1936-1945 Vorsitzender des Vorstandes bzw. Präsident der Energieversorgung Weser-Ems AG, Oldenburg, seit 1948 Tätigkeit als freiberuflicher Wirtschafts- und Finanzberater, 1958-1960 Vorsitzender der Prüfungskommission für die Deutsche Bundesbahn, seit 1959 Mitglied des Wirtschafts- und Sozialausschusses der EWG in Brüssel, 1961-1970 Mitglied des Verwaltungsrates der Deutschen Bundesbahn.

Dr. Heinrich von Brentano (1904-1964)

1932-1943 Rechtsanwalt beim Oberlandesgericht Darmstadt, 1943-1945 Dienstverpflichtung als Staatsanwalt in Hanau, 1945 Rechtsanwalt und Notar in Darmstadt, Mitbegründer der CDU in Hessen, 1946-1949 MdL Hessen, dort 1947-1949 Fraktionsvorsitzender, 1948-1949 Mitglied des Parlamentarischen Rates, 1949-1964 MdB, dort 1949-1955 und 1961-1964 Vorsitzender der CDU/CSU-Fraktion, 1955-1961 Bundesminister des Auswärtigen.

Helmuth Burckhardt (1903-1984)

1928-1930 Bergassessor beim Bergwerksdirektor des Fürsten Pleß, Waldenburg/Schlesien, 1930-1933 Direktionsassistent der Mansfeld AG, Eisleben, seit 1933 beim Eschweiler Bergwerks-Verein, Kohlscheid, dort 1933 Betriebs- und 1935 Bergwerksdirektor, 1938 Vorstandsmitglied, 1944-1949 Kriegsdienst und Gefangenschaft, 1949 erneut Bergwerksdirektor des Eschweiler Bergwerks-Verein, dort 1951-1965 Vorstandsvorsitzender und 1965-1979 Vorsitzender des Aufsichtsrates, 1953-1955 Präsident, dann Vize-Präsident des Beratungsausschusses der Hohen Behörde der EGKS, ab 1957 Präsident des Studienausschusses des Westeuropäischen Kohlenbergbaus in Brüssel, 1958-1967 Vorstandsvorsitzender des Unternehmensverbandes Ruhrbergbau, Essen.

Dr. Fritz Burgbacher (1900-1978)

1923 Syndikus der Dresdner Bank in Mainz, ab 1925 Wirtschafts- und Steuerberater, 1929-1931 MdL Hessen (Zentrum), 1929-1971 Rheinische Energie AG (Rhenag), zuletzt Vorstandsmitglied, 1933-1934 Stadtverordneter in Köln, seit 1943 Dozent für Fragen der Energiewirtschaft an der Universität Köln (1955 Honorarprofessor), 1952-1967 Landesschatzmeister der CDU Rheinland, 1960-1967 Bundesschatzmeister der CDU und Mitglied des Bundesvorstandes, 1957-1976 MdB, 1958-1977 MdEP, dort 1959-1967 Vorsitzender des Ausschusses für Fragen der Energie und Wirtschaftspolitik bzw. (seit 1962) des Energieausschusses, 1973-1975 Vizepräsident des Europäischen Parlamentes, 1967-1969 Mitglied der Nordatlantischen Versammlung, dort Vorsitzender des Wirtschaftsausschusses.

Nikita S. Chruschtschow (1894-1971)

1934-1966 Mitglied des ZK der KPdSU, 1938-1949 Erster Sekretär des ZK der KP der Ukraine, 1939-1964 Mitglied des Politbüros bzw. des Präsidiums des ZK der KPdSU, 1947 Regierungschef der Ukraine, seit 1949-1953 Sekretär, 1953-1964 Erster Sekretär des ZK der KPdSU, 1958-1964 zugleich auch Ministerpräsident der UdSSR, 1964 (14. Okt.) Absetzung als Parteisekretär und Ministerpräsident, 1966 Ausschluss aus dem ZK.

Morarji Ranchhodji Desai (1896-1995)

1918-1930 Mitarbeiter des britisch-indischen Verwaltungsdienstes der Provinzregierung Bombay, 1930 Eintritt in den Indian National Congress (Kongresspartei), 1931-1969 Mitglied der Parteiführung, 1950-1958 auch Schatzmeister, 1931-1937 und 1939-1946 Sekretär der Parteiführung in der Provinz Gujarat Pradesh, 1937-1939 Minister für Steuern, Kooperation, Land- und Forstwirtschaft der Provinz Bombay, 1940-1941 und 1942-1945 Inhaftierung durch die britische Kolonialmacht wegen Teilnahme an Mahatma Gandhis Kampagne des zivilen Ungehorsams, 1946-1952 Minister für Inneres und Steuern der Provinz bzw. ab 1947 des Bundesstaates Bombay, 1952-1956 Chefminister des Bundesstaates Bombay, 1956-1958 Indischer Minister für Handel und Industrie, 1957-1979 Mitglied des Unterhauses, 1958-1963 Finanzminister, 1963-1967 mit der Reorganisation der Kongresspartei betraut, 1967-1969 Vizepremier- und erneut Indischer Finanzminister, 1969-1975 in der parlamentarischen Opposition, 1975-1977 während der Verhängung des Ausnahmezustandes im Hausarrest, 1977-1979 Vorsitzender der neu gegründeten Janata-Partei, 1977-1979 Indischer Premierminister.

C. Douglas Dillon (1909-2003)

1931-1953 Tätigkeit bei den Kreditinstituten U.S. and Foreign Securities Corporation sowie U.S. and International Securities Corporation, seit 1946 deren Präsident, 1938-1953 gleichzeitig Vizepräsident und Direktor des Bankhauses Dillon, Read & Co, 1953-1957 US-Botschafter in Paris, 1957-1959 Unterstaatssekretär für Wirtschaftsfragen im Außenministerium, 1959-1960 stellvertretender Außenminister, 1961-1965 Finanzminister, zugleich Gouverneur des IWF und der Weltbank, 1966 Direktor der Chase Manhattan Bank.

Dr. Julia Dingwort-Nusseck (geb. 1921)

Diplom-Volkswirtin, 1944-1945 Vorstandssekretärin bei der „Neuen Sparcasse von 1864" in Hamburg, 1946-1973 beim Nordwestdeutschen Rundfunk (NWDR) bzw. (ab 1956) Norddeutschen Rundfunk (NDR), dort zunächst Wirtschaftsjournalistin, ab 1948 Leiterin der Wirtschaftsredaktion, 1969-1973 Stellvertretende Chefredakteurin der Hauptabteilung Zeitgeschehen/Fernsehen, zugleich Leiterin der Wirtschaftsredaktion/Fernsehen, 1973-1976 beim Westdeutschen Rundfunk (WDR) in Köln, dort Leiterin der Chefredaktion Fernsehen, zugleich Leiterin des Programmbereichs Politik, 1976-1988 Präsidentin der Landeszentralbank in Niedersachsen, 1990-1999 zweite Vorsitzende des Bundesverbandes Deutscher Stiftungen.

Gottlieb Duttweiler (1888-1962)

Schweizerischer Unternehmer, 1907 kaufmännischer Lehrabschluß, 1923 Farmer in Brasilien, 1925 Gründung des schweizerischen Einzelhandelsunternehmens Migros AG, 1941 in eine Genossenschaft umgewandelt, 1935 schweizerischer Nationalrat, 1936 Begründer der bis 1999 bestehenden Partei Landesring der Unabhängigen (LdU).

Dwight D. Eisenhower (1890-1969)

1942-1945 Oberbefehlshaber der US-Truppen, ab 1943 der alliierten Invasionsstreitkräfte (SHAEF) auf dem europäischen Kriegsschauplatz, 1945 (Mai bis November) US-Militärgouverneur in Deutschland, 1945-1947 Generalstabschef der US-Armee, 1950-1952 Oberbefehlshaber der NATO-Streitkräfte in Europa (SACEUR), 1952-1961 Präsident der USA.

Prof. Dr. Gaston Eyskens (1905-1988)

1934-1975 Professor der Wirtschaftswissenschaften an der Universität Löwen, 1934-1935 Kabinettschef im belgischen Arbeitsministerium, 1937-1939 Ministerialrat im Ministerium für wirtschaftliche Angelegenheiten, 1939-1965 Abgeordneter, 1965-1973 Senator der Katholischen Partei bzw. (nach 1945) der Christlichen Volkspartei, 1945, 1947-1949, 1965-1966 belgischer Finanzminister, 1947-1949 und 1965-1966 zugleich Gouverneur der zur Weltbankgruppe gehörenden Internationalen Bank für Wiederaufbau und Entwicklung, 1950 Wirtschaftsminister, 1949-1950, 1958-1961 und 1968-1972 belgischer Ministerpräsident.

Dr. Maurice Faure (geb. 1922)

1951-1981 Mitglied der französischen Nationalversammlung (Radikalsozialistische Fraktion), 1953-1955 Generalsekretär der Radikalsozialistischen Partei, 1956-1958 Staatssekretär im Außenministerium, 1958 Minister für die Europäischen Institutionen, 1961-1968 Präsident der Europäischen Bewegung, 1961-1965 und 1969-1971 Vorsitzender der Radikalsozialistischen Partei, 1972 Mitbegründer des Mouvement des Radicaux de Gauche (MRG), 1979-1981 MdEP, 1981 Justizminister, 1988 Staatsminister für Ausrüstung und Wohnungsfragen, seit 1983 Senator.

Dr. August Flender (1899-1982)

1938-1968 Verbandsdirektor des Verbandes rheinischer Wohnungsunternehmen e.V., Düsseldorf, seit 1953 Lehrbeauftragter an der Universität Köln für Betriebliche Fragen des Wohnungswesens, seit 1966 Honorarprofessor.

Enrico Gambelli (geb. 1911)

Italienischer Direktor für Handelsbeziehungen in der Generaldirektion VIII (Überseeische Gebiete und Länder) der EWG-Kommission.

Charles de Gaulle (1890-1970)

Seit 1911 Berufsoffizier in der französischen Armee, 1914-1918 Kriegsdienst und Gefangenschaft, 1918-1931 verschiedene Kommandierungen, u. a. 1924 im Stab der Rheinarmee in Mainz, 1927 Bataillonskommandeur in Trier, 1932-1936 Generalsekretär des Nationalen Verteidigungsrates, 1937-1939 erneute Truppenverwendung, zuletzt 1939 Kommandeur einer Panzerdivision, 1940-1943 Gründer des Londoner Komitees „Freies Frankreich", Chef der „Freien Französischen Streitkräfte" und Chef des „Nationalen Verteidigungskomitees", 1943 Präsident des „Nationalen Befreiungskomitees", ab 1944 der „Provisorischen Regierung der französischen Republik", 1944-1946 und 1958 französischer Ministerpräsident, 1959-1969 Präsident der Republik.

Hans von der Groeben (1907-2005)

1933-1942 Reichsministerium für Ernährung und Landwirtschaft, 1942-1945 Kriegsdienst und Kriegsgefangenschaft, 1945-1952 Oberpräsidium Hannover, Abteilung Finanzen, bzw. Niedersächsisches Ministerium der Finanzen, 1952-1958 BMWi, dort 1952-1958 Leiter der Unterabteilung III D (Europäische Gemeinschaft für Kohle und Stahl), seit 1956 Vorsitzender des Ausschusses Gemeinsamer Markt der Brüsseler Regierungs-Konferenz, 1958-1970 Mitglied der Kommission der Europäischen Wirtschaftsgemeinschaft (EWG) bzw. (ab 1967) der Europäischen Gemeinschaften in Brüssel.

Prof. Dr. Erich Gutenberg (1897-1984)

1928-1938 Tätigkeit in der Wirtschaft, 1938-1940 Professor an der Bergakademie Clausthal, 1940 an der Universität Jena, 1940-1945 Kriegsdienst, 1948-1951 Professor für Betriebswirtschaftslehre an der Universität Frankfurt am Main, 1951-1966 an der Universität Köln, 1954-1966 Mitglied des Wissenschaftlichen Beirates beim BMWi.

Heinrich Gutermuth (1898-1977)

Schlosser- und Schmiedemeister, nach Kriegsdienst im Ersten Weltkrieg 1920-1926 Tätigkeit auf der Zeche Konsolidation in Gelsenkirchen, 1926-1933 hauptamtlicher Sekretär im Gewerkverein Christlicher Bergarbeiter, 1933 Entlassung, 1933-1939 Tätigkeit als Vertreter der Bielefelder Wäschefabrik, 1939-1946 Kriegsdienst und Gefangenschaft, 1946-1953 Sekretär, 1953-1956 zweiter Vorsitzender und 1956-1964 erster Vorsitzender der IG Bergbau bzw. (seit 1960) IG Bergbau und Energie, 1963-1964 Präsident des Internationalen Bergarbeiterverbandes.

Dr.Wilfried Guth (geb. 1919)

1937-1949 Wehrdienst bzw. Kriegsdienst und Gefangenschaft, anschließend Studium der Wirtschaftswissenschaften, 1953-1961 Bank deutscher Länder bzw. Deutsche Bundesbank, dort in der volkswirtschaftlichen Abteilung 1953-1956 Leiter des Unterreferats Internationaler Zahlungsverkehr, 1956-1957 persönlicher Referent des Direktoriumsmitglieds Eduard Wolf, 1957-1958 stellvertretender und 1958-1959 Leiter der Hauptabteilung Volkswirtschaft und Statistik, 1959-1961 Deutscher Direktor beim Internationalen Währungsfonds in Washington, 1962-1967 im Vorstand der Kreditanstalt für Wiederaufbau, 1968-1985 im Vorstand der Deutschen Bank AG, dort 1976-1985 zusammen mit Friedrich Wilhelm Christians Sprecher des Vorstands, 1985-1990 Vorsitzender des Aufsichtsrats.

Dr. Ulrich Haberland (1900-1961)

Seit 1928 bei der IG-Farben-Industrie, 1938 Leiter des Werkes Uerdingen, 1943 Leiter der Bayerwerke in Leverkusen und der Betriebsgemeinschaft Niederrhein, 1945-1961 Vorstandsvorsitzender der Farben-Werke Bayer AG., Leverkusen, Präsident des Verbandes der Chemischen Industrie in Frankfurt am Main, Vorstand der Landesvertretung Nordrhein-Westfalen des Bundesverbandes der Deutschen Industrie.

Prof. Dr. Walter Hallstein (1901-1982)

1929 Privatdozent, 1930-1941 Professor für Privat- und Gesellschaftsrecht, 1946 Lehrstuhl für Internationales Privatrecht, Völkerrecht, Rechtsvergleichung und Gesellschaftsrecht an der Universität Frankfurt am Main, 1950 Leiter der deutschen Verhandlungsdelegation für den Schuman-Plan, 1950-1951 Staatssekretär im Bundeskanzleramt, 1951-1958 im AA, 1958-1967 Präsident der Kommission der Europäischen Wirtschaftsgemeinschaft in Brüssel, 1968 Präsident des Rates der Europäischen Bewegung, 1969-1972 MdB (CDU).

Dr. Fritz Hellwig (geb. 1912)

1933-1939 in der Geschäftsführung der IHK Saarbrücken, 1939-1940 in der Geschäftsführung der Bezirksgruppe Nordwest und 1940-1943 Geschäftsführer der Bezirksgruppe Südwest der Wirtschaftsgruppe Eisenschaffende Industrie, 1943-1947 Kriegsdienst und Kriegsgefangenschaft, seit 1947 in den wirtschaftspolitischen Ausschüssen der CDU, stellvertretendes Mitglied des Bundesvorstandes der CDU, Mitbegründer und Vorstandsmitglied des Deutschen Saarbundes, 1951-1959 Geschäftsführender Direktor des Deutschen Industrieinstituts in Köln, 1953-1959 (30. Nov.) MdB, dort 1956-1959 Vorsitzender des Ausschusses für Wirtschaftspolitik bzw. des Wirtschaftsausschusses, 1959 (25. Febr.-14. Sept.) MdEP, 1959 (15. Sept.)-1967 Mitglied der Hohen Behörde der EGKS in Luxemburg, 1967-1970 Vizepräsident der Europäischen Gemeinschaften in Brüssel, 1970-1973 Geschäftsführendes Präsidialmitglied des Verbandes Deutscher Reeder, Hamburg.

Conrad N. Hilton (1887-1979)

1907-1909 Besuch der Bergakademie in Socorro (US-Bundesstaat New Mexico), anschließend Mitarbeit in der familieneigenen Pension, 1912-1917 Mitglied des Parlaments des Staates New Mexico, 1913 Mitgründer und ab 1915 Präsident der New Mexico State Bank, 1917-1919 Kriegsdienst in Europa, 1919 Kauf eines ersten Hotels in Texas und Einstieg in die Hotelbranche, 1946 Gründer der Hilton Hotel Corporation mit weltweit etablierten Niederlassungen, 1966 Rückzug aus dem aktiven Management.

Paul Gray Hoffman (1891-1974)

Seit 1911 Tätigkeit in der amerikanischen Automobilindustrie, dort 1935-1948 und 1954-1956 Präsident der Studebaker-, zuletzt Studebaker-Packard-Corporation, 1948-1950 im Rahmen der Marshallplanverwaltung Administrator der Economic Cooperation Administration (ECA) in Washington, 1950-1952 Präsident der Ford-Stiftung, 1956-1957 US-Delegierter bei der 11. Generalversammlung der Vereinten Nationen, 1959-1966 Direktor des Sonderfonds der Vereinten Nationen für die Entwicklungsländer, 1966-1972 Leiter des Entwicklungshilfeprogramms der Vereinten Nationen.

Dr. Walter Hübschmann (1888-1966)

1917-1919 Finanzassessor in der sächsischen Zollverwaltung, 1919-1935 Reichsfinanzministerium, dort Leiter des Umsatzsteuerreferats, 1935-1945 Reichsfinanzhof, dort 1937-1945 Präsident des V. Senats (Umsatzsteuersenat), 1945 vom Dienst suspendiert, 1947 beauftragter, 1949 planmäßiger Richter am Obersten Finanzgerichtshof, seit 1950 Bundesfinanzrichter am neu errichteten Bundesfinanzhof, 1951-1957 Senatspräsident des V. Senats (Umsatzsteuer, Zölle und Verbrauchsteuern).

Per Jacobsson (1894-1963)

1920-1928 schwedischer Delegierter in der Wirtschafts- und Finanzabteilung des Völkerbundsekretariats in Genf, 1929-1931 Mitglied des schwedischen wirtschaftlichen Verteidigungsrates, 1931-1956 Bank für Internationalen Zahlungsausgleich (BIZ) in Basel, dort zunächst Wirtschafts- und Finanzberater, später Leiter der Volkswirtschaftlichen Abteilung, 1950 Mitverfasser des Gutachtens der EZU über das Zahlungsbilanzdefizit der Bundesrepublik gegenüber den EZU-Ländern, 1956-1963 geschäftsführender Direktor des Internationalen Währungsfonds (IWF).

Hans Katzer (1919-1996)

1929 Mitglied des Katholischen Jugendbundes Neudeutschland, 1939-1945 Kriegsdienst, 1945 Mitbegründer der CDU, 1945-1949 Arbeitsamt Köln, 1950-1957 Stadtrat in Köln, 1950-1977 Hauptgeschäftsführer bzw. (ab 1963) Vorsitzender der Sozialausschüsse der Christlich-Demokratischen Arbeitnehmerschaft (CDA), 1957-1980 MdB (CDU), dort 1961-1965 Vorsitzender des Ausschusses für wirtschaftlichen Besitz des Bundes, 1969-1980 stellvertretender Fraktionsvorsitzender, 1965-1969 Bundesminister für Arbeit und Sozialordnung, 1969-1980 stellvertretender Bundesvorsitzender der CDU.

Karl Krammig (1908-1991)

1929-1936 Zollbeamter, seit 1936 Tätigkeit (seit 1938 als Prokurist) in einer Bremer Tabakfabrik, 1939-1940 und 1942-1945 Kriegsdienst, 1945-1953 in der Finanz- bzw. Zollverwaltung Bremen, 1945 Eintritt in die CDU, 1952-1953 und erneut 1959-1963 Mitglied der Bremischen Bürgerschaft, in dieser Zeit Fraktionsvorsitzender, 1958-1959 Senator für Wohlfahrtswesen und Gesundheitswesen, 1953-1961 und 1965-1972 MdB, 1979 Wechsel zur CSU.

Hans Lenz (1907-1968)

1936-1945 Leiter wissenschaftlicher Verlage in Breslau und (seit 1941) in Brünn, 1943-1945 Kriegsdienst, 1947-1950 stellvertretender Direktor des Staatlichen Hochschulinstituts für Musikerziehung und 1950-1961 Verwaltungsdirektor der Hohner-Stiftung in Trossingen, 1953-1967 MdB (FDP), dort 1957-1961 stellvertretender Fraktionsvorsitzender, 1960-1964 stellvertretender Bundesvorsitzender, 1961-1962 Bundesschatzminister, 1962-1965 Bundesminister für wissenschaftliche Forschung.

Mike Monroney (1902-1980)

1924-1928 Journalist der „Oklahoma News", seit 1928 Tätigkeit in der Möbelbranche, 1938-1950 Abgeordneter im US-Repräsentantenhaus für die Stadt Oklahoma City (Demokratische Partei), 1950-1968 Senator für den Bundesstaat Oklahoma.

Rudolf Münemann (1908-1982)

1926-1928 Leiter eines Textilgeschäftes in Alfeld, seit 1928 selbstständiger Finanzmakler in München, Erfinder des „Revolving-System", während des Zweiten Weltkriegs nebenberuflich Generalbevollmächtigter der Finanzverwaltung des Messerschmittkonzerns, seit 1948 erneut Kreditgeschäfte mit bedeutenden deutschen und europäischen Unternehmen, 1958 Gründung der Investitions- und Handelsbank AG, Frankfurt am Main, 1960 „Lex Münemann" als Ergebnis der Bemühungen der Geschäftsbanken, Finanzmakler den Bestimmungen des Kreditwesengesetzes zu unterwerfen, 1961-1962 zwischenzeitliches Engagement bei der Bau- und Handelsbank AG, Berlin, und der Allgemeinen Hypothekenbank AG in Köln, seit 1964 Engagement bei der Uhren-Weiß AG, 1970 Zahlungsunfähigkeit und Eingreifen der Hessischen Landeszentralbank zur Vermeidung des Konkursverfahrens.

Prof. Dr. Fritz Neumark (1900-1991)

1923-1925 im Reichsfinanzministerium, dort wissenschaftlicher Hilfsarbeiter, 1925-1927 Assistent an der Universität Frankfurt am Main, dort 1927 Privatdozent, 1931 ao. Professor der Nationalökonomie, 1933 Entlassung und Emigration in die Türkei, dort Professor an der Universität Istanbul, 1952 Wiederaufnahme der Lehrtätigkeit an der Universität Frankfurt am Main, dort 1954-1955 und 1961-1962 Rektor, 1970 Emeritierung, seit 1950 Mitglied, 1965-1975 Vorsitzender des Wissenschaftlichen Beirats beim BMF, zudem Mitglied des wissenschaftlichen Beirats beim BMWi, der Finanzreformkommission, des Steuer- und Finanzausschusses der EWG, Vorsitzender des Sozialbeirats.

Alois Niederalt (1911-2004)

1939-1940 Landratsamt Wolfratshausen, 1940-1942 Leiter der Landratsaußenstelle Bad Reichenhall und staatlicher Badekommissar, 1942-1945 Kriegsdienst und Kriegsgefangenschaft, 1947-1949 Landratsämter Laufen (Obb.) und Traunstein, 1949-1953 Bayerische Staatskanzlei, Dienststelle des Bevollmächtigten Bayerns beim Bund in Bonn, dort zuletzt Vertreter des Bevollmächtigten, 1953-1969 MdB (CSU), dort 1961-1962 stellvertretender Vorsitzender der CSU-Landesgruppe, 1962-1966 Bundesminister für Angelegenheiten des Bundesrates und der Länder.

Heinrich Rau (1899-1961)

Metallarbeiter, 1917-1918 Kriegsdienst, seit 1917 Mitglied des USPD, 1918 nach Teilnahme an der Revolution Leiter der Militärpolizei in Stuttgart-Zuffenhausen, seit 1919 Mitglied der KPD, 1920-1923 Mitarbeiter und 1923-1933 Leiter der Abteilung Land des ZK der KPD und Redakteur der kommunistischen Bauernzeitungen „Land- und Forstarbeiter" und „Pflug", 1921-1930 Lehrer an Landes- und Zentralschulen der KPD, 1924-1933 Mitglied des Vorstands des Reichsbauernbundes, 1928-1933 Abgeordneter des Preußischen Landtages, 1933 Verhaftung und 1934 Verurteilung zu zwei Jahren Zuchthaus wegen Vorbereitung zum Hochverrat, 1935 Emigration zunächst in die Tschechoslowakei, dann in die UdSSR, dort stellvertretender Leiter des Internationalen Agrarinstituts in Moskau, 1937-1938 Mitglied der Internationalen Brigade im spanischen Bürgerkrieg, 1938-1939 Leiter des Hilfskomitees der deutschen und österreichischen Spanienkämpfer und Mitglied der KPD Landesleitung in Paris, 1939 Verhaftung durch die französischen Behörden und Inhaftierung im Lager Le Vernet, 1942 Auslieferung nach Deutschland und Gestapo-Haft, 1943-1945 Inhaftierung im Konzentrationslager Mauthausen, 1945 Zweiter Vizepräsident der Provinzialverwaltung Brandenburg und Mitglied der Provisorischen Kommission zur Durchführung der Bodenreform, 1946-1948 MdL Brandenburg (SED) und Minister für Wirtschaftsplanung, 1948-1949 Vorsitzender der Deutschen Wirtschaftskommission, 1949-1961 Mitglied der Volkskammer der DDR, 1949-1950 Kandidat und 1950-1961 Mitglied des Politbüros beim ZK der SED, 1949-1950 Minister für Planung der DDR, 1950-1961 Stellvertreter des Ministerpräsidenten bzw. des Vorsitzenden des Ministerrats der DDR, 1950-1952 Vorsitzender der Staatlichen Plankommission, 1952-1953 Leiter der Koordinierungsstelle für Industrie und Verkehr beim Ministerrat, 1953-1955 Minister für Maschinenbau und 1955-1961 Minister für Außenhandel und Innerdeutschen Handel.

Ludwig Rosenberg (1903-1977)

Kaufmännischer Angestellter, 1924 Eintritt in die SPD, seit 1928 hauptamtlicher Mitarbeiter in der Zentrale des Gewerkschaftsbundes der Angestellten (GdA), Berlin, 1930-1933 Besuch der Staatlichen Fachschule für Wirtschaft und Verwaltung in Düsseldorf, anschließend Bezirksgeschäftsführer des GdA in Krefeld, dann stellvertretender Bezirksgeschäftsführer in Düsseldorf und Bezirksgeschäftsführer in Brandenburg-West, 1933 Emigration nach Großbritannien, dort Tätigkeit als Journalist und Lektor, Mitbegründer der Landesgruppe deutscher Gewerkschafter in Großbritannien und der Londoner Gruppe der Exil-SPD (Sopade), später im britischen Arbeitsministerium Leiter einer für die Arbeitsbeschaffung für deutsche und österreichische Flüchtlinge zuständigen Abteilung, 1946 nach Rückkehr nach Deutschland Mitglied des gewerkschaftlichen Zonensekretariats für die britische Zone in Bielefeld, 1947 Mitglied des Gewerkschaftsrats in Frankfurt am Main, 1949-1959 hauptamtliches Mitglied des geschäftsführenden Bundesvorstands des DGB, 1959-1962 Stellvertreter des Vorsitzenden, 1962-1969 Vorsitzender des DGB, 1955-1967 Mitglied des Verwaltungsrates der Deutschen Bundesbahn, 1963-1969 Vizepräsident des Internationalen Bundes Freier Gewerkschaften, 1960-1962 Präsident des Wirtschafts- und Sozialausschusses der EWG.

Prof. Dr. Dr. Otto Schiller (1901-1970)

1924 Saatzuchtleiter der von Lochow GmbH Petkus auf dem Konzessionsgut Tschischow bei Saratow an der Wolga, 1927 Saatzucht- und Versuchsleiter bei der Konzession Drusag (Deutsch-Russische Saaten Genossenschaft) im Nordkaukasus, 1931-1937 Landwirtschaftlicher Sachverständiger bei der deutschen Botschaft in Moskau, 1937-1945 Landwirtschaftlicher Sachverständiger bei der IG-Farben, 1946 Dozent, dann 1947-1961 ordentlicher Professor für Agrarpolitik und Sozialökonomik des Landbaues an der Universität Stuttgart-Hohenheim, 1951 Vizepräsident der Deutschen Gesellschaft für Osteuropakunde, 1961 Gründung der Forschungsstelle für Agrarprobleme der Entwicklungsländer für das Auswärtige Amt, Bonn, 1962-1966 Leiter des Südasien-Instituts der Universität Heidelberg.

Dr. Heinrich Schneider (1907-1974)

Seit 1930 Mitglied der NSDAP, 1932-1934 Preußisches Ministerium des Innern, dort Tätigkeit im Saarreferat, 1934-1941 Rechtsanwalt in Saarbrücken und Mannheim, 1937 Ausschluss aus der NSDAP, 1942-1945 AA, dort Tätigkeit in der Rechtsabteilung, 1950 Rechtsanwalt in Saarbrücken, 1955-1962 Vorsitzender der DPS bzw. seit 1957 des Landesverbandes Saarland der FDP unter Wahrung des Namens DPS, 1956 Präsident des Landtags des Saarlandes, 1957-1959 Minister für Wirtschaft, Verkehr und Landwirtschaft des Saarlandes, 1960-1961 stellvertretender Vorsitzender der FDP, 1969 Austritt aus der FDP.

Dr. Gerhard Schröder (1910-1989)

1933-1934 wissenschaftlicher Assistent an der Universität Bonn, 1934-1936 Referent am Kaiser-Wilhelm-Institut für ausländisches und internationales Privatrecht, Berlin, 1936-1939 Anwaltsassessor, 1939-1945 Kriegsdienst und Kriegsgefangenschaft, 1945 Mitbegründer der CDU, 1945-1947 Persönlicher Referent des Oberpräsidenten der Nordrhein-Provinz, dann Referent im Innenministerium des Landes Nordrhein-Westfalen, 1947-1953 Rechtsanwalt und Abteilungsleiter der North German Iron and Steel Control bzw. (seit 1949) Stahltreuhändervereinigung, 1949-1980 MdB (CDU), dort 1952-1953 stellvertretender Fraktionsvorsitzender, 1953-1961 Bundesminister des Innern, 1955-1978 Vorsitzender des Evangelischen Arbeitskreises von CDU und CSU, 1961-1966 Bundesminister des Auswärtigen, 1966-1969 Bundesminister der Verteidigung, 1967-1973 stellvertretender Bundesvorsitzender der CDU, 1969-1980 Vorsitzender des Auswärtigen Ausschusses des Deutschen Bundestages.

Hans-Günther Sohl (1906-1989)

1939-1945 im Vorstand der Vereinigten Stahlwerke, nach Internierung 1947 Liquidator der Vereinigten Stahlwerke, 1953-1973 Vorsitzender des Vorstands und 1973-1981 des Aufsichtsrats der August-Thyssen-Hütte bzw. seit 1977 Thyssen AG, 1956-1969 Vorsitzender der Wirtschaftsvereinigung Eisen- und Stahlindustrie, 1972-1976 Präsident des Bundesverbands der Deutschen Industrie.

Sardar Swaran Singh (1907-1994)

Seit 1932 Tätigkeit als Rechtsanwalt, 1946 Mitglied des Parlamentes der indischen Provinz Punjab, in Punjab 1946-1947 Minister für Entwicklung und Versorgung, 1947 Mitglied des Teilungskomitees für die Aufteilung des wirtschaftlichen Besitzes sowie 1947-1949 Innenminister und Minister für allgemeine Verwaltung, Wohnungen, Staatseinkünfte, Bewässerung, anschließend erneut Tätigkeit als Rechtsanwalt, 1952 Minister für Großprojekte und Elektrizität der Regierung von Ostpunjab, 1952-1957 indischer Minister für Arbeit, Bauwesen und Versorgung, 1958-1962 Minister für Stahl, Bergbau und Brennstoffe, 1962-1963 Minister für das Eisenbahnwesen, 1963-1964 Minister für Landwirtschaft und Ernährung, 1964 (Juni-Juli) Minister für Industrie, Energie und Technische Entwicklung, 1964-1966 und 1970-1974 Außenminister, 1966-1970 und 1974-1975 Verteidigungsminister, 1977 und 1978-1979 Präsident der Kongresspartei.

Henry Joseph Tasca (1912-1979)

1937-1938 Wirtschaftsanalyst im US-Außenministerium (Department of State) für den Bereich Handelsverträge, 1939-1940 stellvertretender Projektleiter der Rockefeller Foundation für Handelsrecht und Handelspolitik, 1940-1941 Wirtschaftsberater im Nationalen Verteidigungskomitee, 1941-1945 Kriegsdienst, 1945-1948 Vertreter des US-Finanzministeriums an der US-Botschaft in Rom, 1948-1949 amerikanischer Exekutivdirektor im Internationalen Währungsfonds mit besonderer Zuständigkeit für Fragen des Marshall-Plans, 1953 Sonderbeauftragter Präsident Eisenhowers für koreanische Wirtschaftsangelegenheiten, 1953-1956 Direktor für US Operations an der US-Botschaft in Rom, 1956-1960 Wirtschaftsberater an der US-Botschaft in Bonn, 1960-1965 erneut im Department of State, dort stellvertretender Assistant Secretary für afrikanische Angelegenheiten, 1965-1969 US-Botschafter in Marokko und 1969-1974 in Griechenland.

Clemens von Velsen (1905-1983)

Dipl.-Ing., Bergassessor, 1932-1934 Prokurist der Steinkohlenzeche Carl-Alexander, 1934-1945 im Vorstand der Preußischen Bergwerks- und Hütten AG (Preussag), 1947-1955 in der Geschäftsführung der Firma OLEX bzw. BP Benzin- und Petroleum AG, seit 1956 im Vorstand der Vereinigten Kali-Werke Salzdetfurth AG, Hannover, dort 1961-1971 Vorsitzender des Vorstands.

Gerhard Wacher (1916-1990)

1939-1945 Kriegsdienst, 1946-1948 Wirtschaftsberater, 1948-1953 Landwirtschaftsamt Hof, 1953-1963 MdB (CSU), dort 1955-1963 Parlamentarischer Geschäftsführer der CSU-Landesgruppe, 1963-1966 Staatssekretär im Bayerischen Staatsministerium für Wirtschaft und Verkehr, seit 1966 Tätigkeit in der Privatwirtschaft, 1966-1974 MdL Bayern.

Joseph Wild (1901-1993)

Bäcker, 1954-1979 Präsident der Handwerkskammer für Oberbayern in München, 1955-1972 Präsident des Zentralverbandes des Deutschen Handwerks, 1956-1979 Mitglied des Bayerischen Senats (CSU).

Bernhard Winkelheide (1908-1988)

Schlosser, 1929-1935 Sekretär der Katholischen Werkjugend, nach Auflösung des Verbandes politische Verfolgung, Handelsvertreter des Herder Verlages, 1940-1946 Kriegsdienst und Gefangenschaft, 1946 Diözesansekretär der Katholischen Arbeiterbewegung (KAB) im Bistum Münster, 1948-1949 Mitglied des Wirtschaftsrates des Vereinigten Wirtschaftsgebietes (CDU), 1949-1972 MdB, 1955 Mitbegründer des Gesamtverbandes der Christlichen Gewerkschaften Deutschlands (CGD), 1959-1962 deren Vorsitzender, 1964-1968 Vizepräsident des Zentralkomitees der deutschen Katholiken, 1965-1972 Vorsitzender der KAB Westdeutschlands.

Sir Eric Wyndham-White (1913-1980)

1938-1939 Dozent an der London School of Economics, 1939-1941 britisches Ministerium für Kriegswirtschaft, 1942-1945 an der britischen Botschaft in Washington, 1946 an der Botschaft in Paris, 1946 Assistent des europäischen Direktors der United Nations Relief and Rehabilitation Administration, 1946-1948 Vertreter der Vereinten Nationen bei den Internationalen Handelskonferenzen in London, Genf und Havanna, 1947 Generalsekretär des Emergency Economic Comittee for Europe, 1948-1965 Generalsekretär und 1965-1968 Generaldirektor des General Agreement on Tariffs and Trade (GATT), anschließend Tätigkeit in der Privatwirtschaft.

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