2.64.5 (k1955k): E. Beziehung der Bundesrepublik zur Sowjetunion

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[E. Beziehung der Bundesrepublik zur Sowjetunion]

Der Bundesminister für Wohnungsbau hält die Pressemeldungen, denen zufolge der kanadische Außenminister Pearson 19 und der Bundesminister des Auswärtigen sich für zweiseitige Verhandlungen Moskau-Bonn ausgesprochen hätten, für so bedenklich 20, daß ein sofortiges Dementi erforderlich sei. Der Bundeskanzler ist der gleichen Meinung und bittet Staatssekretär Prof. Dr. Hallstein, diese Meldung noch heute anläßlich einer Pressekonferenz zu dementieren 21.

19

Lester Pearson (1897-1972). Historiker. 1924-1928 Dozent für neuere Geschichte in Toronto; seit 1928 Berufung im auswärtigen Dienst, 1941-1942 stellvertretender Unterstaatssekretär im kanadischen Außenministerium, 1945 Botschafter in Washington, 1946 Unterstaatssekretär, 1948 Außenminister, 1951 Präsident des NATO-Rates, 1956 Vermittler im Suez-Konflikt; 1957-1968 Mitglied des kanadischen Unterhauses (Liberale Partei), 1958-1968 Parteiführer der Liberalen, 1963-1968 Premierminister; 1969 Leiter der sogen. Pearson-Kommission für Internationale Entwicklung; 1957 Friedensnobelpreisträger.

20

Laut dpa hatte Pearson am 20. Dez. 1955 in einer Pressekonferenz zum Abschluß der NATO-Tagung in Paris u.a. weiter gesagt, daß es der Bundesrepublik wie jedem anderen NATO-Mitglied frei stehe, aus dem Atlantikpakt auszutreten, wenn sie so zur Wiedervereinigung gelangen könnte (Zeitgeschehen 1955, P 705).

21

Vgl. die Niederschrift der Pressekonferenz Hallsteins zu den „Konferenzen des Atlantischen Rates, des Rates der WEU und des Ministerrates des Europarates in Paris" am 21. Dez. 1955 in B 145 I/56.

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