2.28.2 (k1957k): B. Beginn des Wahlkampfes

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Die Kabinettsprotokolle der Bundesregierung. Band 10. 1957Das 3. Kabinett Adenauer bei Bundespräsident Theodor HeussTelegramm des FDP-Bundesvorsitzenden Reinhold Maier an  AdenauerEs ist schon wieder fünf Minuten vor Zwölf!CDU-Wahlplakat 1957

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[B.] Beginn des Wahlkampfes

Der Bundeskanzler kündigt an, daß am Mittwoch, dem 10. Juli, um 9 Uhr eine Kabinettssitzung stattfinden werde, die der Sprachregelung im Wahlkampf dienen solle 3. Er teilt mit, daß die Koordinierung des Wahlkampfes auch in der Koalitionsbesprechung am 28. Juni erörtert worden sei. Man habe dort die Einsetzung einer besonderen Kommission beschlossen 4. Außerdem solle ein Parteienausschuß gebildet werden, der in der Lage sei, während des Wahlkampfes unverzüglich zu unerwarteten Ereignissen Stellung zu nehmen 5.

3

Siehe 179. Sitzung am 11. April 1957 TOP 1. - Die CDU hatte am 30. Juni 1957 in der Westfalenhalle in Dortmund ihren Wahlkampf eröffnet. Vgl. dazu den Bericht Adenauers vor dem Bundesvorstand am 1. Juli 1957 in CDU-Bundesvorstand, S. 1254-1257. Auf dem Wahlkongreß am 16. Juni 1957 hatte die SPD an gleicher Stelle ihr Wahlprogramm unter dem Motto „Sicherheit für alle durch Wiedervereinigung Deutschlands in Frieden und Freiheit, durch soziale Gerechtigkeit, durch geistige Freiheit, durch Festigung der Demokratie nach innen und außen" vorgestellt. Vgl. dazu Klotzbach, Staatspartei, S. 393-401.

4

Unterlagen hierzu nicht ermittelt. - Adenauer hatte vermutlich die Errichtung einer Schiedskommission angesprochen. Sie sollte aus je zwei Vertretern der Koalitionsparteien bestehen und bei „Angriffen konfessioneller oder auch sonstiger Art der Koalitionsparteien gegeneinander" in Aktion treten. Vgl. dazu die Ausführungen Adenauers in CDU-Bundesvorstand, S. 1259.

5

Angesprochen ist hier vermutlich die bei der Bundesgeschäftsstelle der CDU als Wahlgremium eingerichtete ständige Kommission, die bei unvorhergesehenen Ereignissen wie z.B. bei einem Rednerausfall eingreifen sollte. Der Kommission gehörten u. a. der Fraktionsvorsitzende Krone und Bundesinnenminister Schröder an. Vgl. dazu CDU-Bundesvorstand, S. 1259 und Krone, Tagebücher, S. 260.

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