2.17.4 (k1959k): D. Zusammensetzung der deutschen Delegation auf der Außenministerkonferenz in Genf

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Die Kabinettsprotokolle der Bundesregierung. Band 12. 1959»Westliche Gipfelkonferenz« in ParisKarikaturenband »Wer hätte das von uns gedacht«Schreiben Eisenhowers an Heuss vom 28. August 1959Portrait Ludger Westrick

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[D.] Zusammensetzung der deutschen Delegation auf der Außenministerkonferenz in Genf

Staatssekretär Thedieck stellt die Frage, wie sich die deutsche Delegation auf der Außenministerkonferenz in Genf im einzelnen zusammensetzen werde. Das Bundesministerium für gesamtdeutsche Fragen sei bereits gefragt worden, wie viele Hotelzimmer für seine Vertreter benötigt würden. Es sei jedoch noch nicht unterrichtet worden, wie viele Delegationsmitglieder es zu stellen habe. Ministerialdirektor Knappstein erklärt, die Zusammensetzung der deutschen Delegation sei im einzelnen noch nicht festgelegt worden. Bisher stehe lediglich fest, daß die Delegation durch den Bundesminister des Auswärtigen geführt werde, daß die Leitung der Arbeitsgruppe in den Händen des Botschafters Grewe 5 liege und daß dem persönlichen Beraterstab des Bundesministers des Auswärtigen der Ministerialdirektor Duckwitz 6 angehöre. Es sei zweckmäßig, diese Frage in der nächsten Kabinettssitzung im einzelnen zu erörtern 7.

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Prof. Dr. Wilhelm Grewe (1911-2000). 1935-1942 Dozent u. a. an den Universitäten Hamburg (1936-1937) und Königsberg (1936-1937) sowie in Berlin (1937-1938 am Deutschen Institut für außenpolitische Forschung, 1938-1940 an der Hochschule für Politik, 1940-1942 an der Universität), 1942-1955 Professor an den Universitäten Berlin (1942-1945), Göttingen (1945-1947) und Freiburg i. Br. (1947-1955, seit 1949 ordentlicher Professor für öffentliches Recht), 1951-1955 Leiter der deutschen Delegation für die Ablösung des Besatzungsstatuts, 1953-1954 gleichzeitig kommissarischer Leiter der Rechtsabteilung des AA, 1953-1954 Sonderbevollmächtigter der Bundesregierung bei der Konferenz der vier Außenminister in Berlin, 1955 Übernahme in das AA, dort 1955-1958 Leiter der Politischen Abteilung, 1958-1962 Botschafter in Washington, 1962-1971 Leiter der ständigen Vertretung der Bundesrepublik Deutschland bei der NATO, 1971-1976 Botschafter in Tokio.

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Georg Ferdinand Duckwitz (1904-1973). 1927-1933 und 1935-1939 Tätigkeit in der Privatwirtschaft, 1933-1935 Außenhandelsreferent beim Außenpolitischen Amt der NSDAP, 1939-1945 Schifffahrtssachverständiger an der Gesandtschaft Kopenhagen, 1946-1950 Vertreter westdeutscher Handelskammern in Kopenhagen, 1950-1965 und 1967-1970 im auswärtigen Dienst, dort 1950-1953 Leiter der Wirtschaftsabteilung des Generalkonsulats bzw. der Botschaft in Kopenhagen, 1953-1955 bei der Handelsvertretung in Helsinki, 1955-1958 Botschafter in Kopenhagen, 1958-1961 in der Zentrale Leiter der Ost-Abteilung, 1961-1965 Botschafter in Neu-Delhi, 1965 auf eigenen Wunsch Versetzung in den Ruhestand, 1967-1970 Staatssekretär im AA.

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Unterlagen und Delegationsliste vom 11. Mai 1959 in AA B 12, Bd. 233, weitere Unterlagen in B 136/6542, Übersicht über die Zusammensetzung der Delegationen veröffentlicht in DzD IV 2/1, S. 14 f. - Von Brentano führte die Beraterdelegation der Bundesrepublik an, ohne aber an den Konferenzsitzungen persönlich teilzunehmen. Als Sprecher der Bundesrepublik fungierte Wilhelm Grewe. Gleichzeitig war auch eine Beraterdelegation der DDR zugelassen. Um einer diplomatischen Anerkennung der DDR vorzubeugen, erhielten beide deutschen Delegationen gegenüber den vier Besatzungsmächten einen rechtlich minderen Status. Ihnen wurde ein gesonderter Konferenztisch zugewiesen. Vgl. dazu Grewe, Rückblenden, S. 403 f. - Eine Erörterung über die Zusammensetzung der Delegation fand im Kabinett nicht mehr statt. - Zur Außenministerkonferenz Fortgang 66. Sitzung am 21. Mai 1959 TOP B.

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