2.34.8 (k1959k): C. RIAS - Hof

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Die Kabinettsprotokolle der Bundesregierung. Band 12. 1959»Westliche Gipfelkonferenz« in ParisKarikaturenband »Wer hätte das von uns gedacht«Schreiben Eisenhowers an Heuss vom 28. August 1959Portrait Ludger Westrick

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[C.] RIAS - Hof

Der Bundesminister für das Post- und Fernmeldewesen trägt vor, daß RIAS in der Nähe von Hof einen Sender im UKW-Bereich betreiben will 13. Das Kabinett erklärt sich damit einverstanden, daß eine entsprechende Lizenz - wenn überhaupt - nur nach vorheriger Abstimmung mit der Bayerischen Regierung und unter der Auflage erteilt wird, daß die Sendungen keine Störungen des Unterhaltungsrundfunks in Hessen und Bayern zur Folge haben dürfen 14.

13

Im Dezember 1958 war die US-Botschaft mit der Bitte an den BMG herangetreten, für den Berliner Rundfunksender RIAS in Hof eine UKW-Frequenz bereitzustellen, um besser in die thüringischen und sächsischen Gebiete hineinsenden zu können. Das für die Lizenzvergabe zuständige BMP hatte darauf hingewiesen, dass die Regierung der DDR bereits 1956 für einen solchen Fall den Einsatz von Störsendern auf westdeutschen Rundfunkfrequenzen angedroht hatte. Aus Sorge um Störungen des eigenen Programms hatte neben dem NDR vor allem der Bayerische Rundfunk Bedenken gegen die Frequenzvergabe geäußert und eine Einbeziehung der bayerischen Staatsregierung in die Verhandlungen gefordert (Unterlagen dazu in B 137/16257).

14

Nach Verhandlungen mit dem BMG, der Bayerischen Staatsregierung und dem Bayerischen Rundfunk erklärte sich das BMP im Mai 1960 bereit, auf Antrag der US-Botschaft eine entsprechende Lizenz zu vergeben. Die Aufnahme des UKW-Sendebetriebs des RIAS in Hof erfolgte aufgrund deutsch-amerikanischer Differenzen über den formalen Ablauf der Lizenzbeantragung erst im Juli 1961 (Unterlagen dazu in B 137/16257).

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