2.50.2 (k1959k): A. Deutsche Beteiligung an der zweiten Baustufe des Assuan-Damms

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Die Kabinettsprotokolle der Bundesregierung. Band 12. 1959»Westliche Gipfelkonferenz« in ParisKarikaturenband »Wer hätte das von uns gedacht«Schreiben Eisenhowers an Heuss vom 28. August 1959Portrait Ludger Westrick

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[A.] Deutsche Beteiligung an der zweiten Baustufe des Assuan-Damms

Nach kurzer Diskussion wird der Bundesminister für Wirtschaft beauftragt, das Ergebnis der heutigen Vorbesprechung 2 zwischen den beteiligten Bundesministern in seine Kabinettvorlage vom 21. Dezember 1959 einzuarbeiten. Die neue Kabinettvorlage soll in der Kabinettssitzung am 13. Januar 1960 behandelt werden 3.

2

Die Vorbesprechung hatte um 16.00 Uhr im Bundeskanzleramt zwischen Erhard, Etzel und van Scherpenberg stattgefunden (vgl. die handschriftliche Notiz vom 21. Dez. 1959 in B 102/58832).

3

Vorlage des BMWi vom 21. Dez. 1959 in B 102/58832 und B 136/2522, weitere Unterlagen in B 102/58475 und 58832 bis 58835 sowie AA B 12, Bd. 877. - Am 27. Dez. 1958 hatte die ägyptische Regierung mit der Sowjetunion einen Vertrag über die Fertigung der ersten Baustufe des geplanten Nil-Staudammes in Sadd-el-Aali Assuan unterzeichnet. Die Sowjetunion hatte zur Finanzierung eine langfristige Anleihe im Werte von umgerechnet 420 Millionen DM zur Verfügung gestellt. Für die Ausführung der zweiten Bauphase benötigte Ägypten weitere Kredite in Höhe von 600 Millionen DM. Die Weltbank hatte sich angesichts der sowjetischen Beteiligung von einer Finanzierung distanziert. Daraufhin hatte die Botschaft der Vereinigten Arabischen Republik (VAR) verlautbart, dass Präsident Gamal Abd el Nasser die Frage der Finanzierung des Assuanstaudammes anlässlich des Ägyptenbesuches von Erhard im Januar 1960 erörtern wolle und Vorschläge der Bundesrepublik erwarte. Das BMWi unterstützte in seiner Vorlage vom 21. Dez. 1959 den Antrag eines interessierten Konsortiums unter Führung der Essener Hochtief AG auf Gewährung einer Bundesbürgschaft in Höhe von 250 Millionen DM unter der Voraussetzung, dass weitere westliche Partner sich an dem Gesamtkredit beteiligten und die Bauausführung ohne sowjetische Einflussnahme vollzogen würde (vgl. hierzu auch die Stellungnahme des AA vom 22. Dez. 1959 in AA B 12, Bd. 877 und das Schreiben der Hochtief AG vom 10. Dez. 1959 an das BMWi in B 102/58832). - Fortgang 91. Sitzung am 13. Jan. 1960 TOP 2 (B 136/36121).

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