2.17.1 (x1956e): 1. Weltausstellung Brüssel 1958, BMWi, BMF

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Kabinettsausschuß für Wirtschaft. Band 3. 1956-1957Alfred Hartmann, Ludger Westrick, Hermann Wandersleb, Günther BergmannSchreiben des Bankiers Robert Pferdmenges an Konrad AdenauerGebäude des Bundesministeriums für WirtschaftGraphische Darstellung der landwirtschaftlichen Nutzflächen 1956

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1. Weltausstellung Brüssel 1958, BMWi, BMF

Senator a.D. Wenhold berichtet an Hand von Übersichtsplänen und einem Modell über das deutsche Ausstellungsgelände und die dort geplante Bebauung. Er teilt mit, daß die belgische Regierung den vorläufigen deutschen Bebauungsplan ohne jede Beanstandung genehmigt habe 2. Zur weiteren Ausgestaltung des Ausstellungsgeländes sollten 8 bis 12 deutsche Architekten hinzugezogen werden. Die Generalplanung solle dann bis zum 30.9.1956 abgeschlossen sein, damit ab 1.10.1956 mit dem Bau begonnen werden könne. Er macht darauf aufmerksam, daß verhältnismäßig wenig ausgestellt werden könne und man sich auf die für Deutschland charakteristischen Dinge beschränken müsse. Die Planung der auszustellenden Dinge selbst solle im Winter abgeschlossen werden, damit alle Einzelheiten bis zum 1.3.1957 festlägen. Dann sei etwa noch ein Jahr Zeit bis zur Eröffnung der Ausstellung.

2

Siehe 47. Ausschußsitzung am 23. April 1956 TOP 2. - Übersichtsplan und Foto des Modells in B 102/37724. Weitere Unterlagen in B 157/2009 bis 2013. - Am 3. Juli 1956 hatte der technische Ausschuß in Brüssel auf Grund des Modells seine Zustimmung zu der Gestaltung des deutschen Pavillon gegeben (Vermerk des BMF vom 9. Juli 1956 in B 102/37724).

Ministerialdirigent Prof. Dr. Oeftering, BMF, begrüßt den geplanten Entwurf, den er für eine gute Komposition hält. Auch die Ausführung der Gebäude in moderner Architektur hält er für vorteilhaft. Auf die Frage von Regierungsbaudirektor Jaspert, BMWo, ob die Möglichkeit bestehe, die geplanten Einfamilienhäuser und den Kindergarten mit Kinderspielplatz zu zeigen, erwidert Senator a.D. Wenhold, daß dies unter allen Umständen geschehen könne. Mit Bezug auf die Frage von Staatssekretär Dr. Westrick, was im wesentlichen ausgestellt werden solle, bemerkt Senator a.D. Wenhold, daß ein Bild des Lebens in Deutschland gegeben werden solle, wobei die Gebiete Erziehung, Arbeit, Arbeiterschutzgesetzgebung, Wohnungsbau, Bekleidung, Freizeitgestaltung - und zwar sowohl körperliche als auch geistige - sowie Altersversorgung besonders betont werden würden. Der Kohlenbergbau werde im Rahmen der Montanunion seine Ausstellung durchführen.

Der Vizekanzler legt besonderen Wert darauf, daß keine Auseinandersetzungen wegen der Beteiligung der Architekten an den Planungsarbeiten entstehen. Senator a.D. Wenhold bemerkt hierzu, daß nur die Schweiz für ihren Bebauungsplan eine öffentliche Ausschreibung veranstaltet habe, alle anderen Länder hätten den Bebauungsplan von einem Architekten oder einem kleinen Architektenkreis ausarbeiten lassen 3.

3

Ein ursprünglich vorgesehener Wettbewerb unter ausgewählten Architekten hatte aus Zeitgründen nicht stattgefunden. Unterlagen zu den Vorbereitungen des Wettbewerbs in B 102/37723 und B 157/2009. - Mit dem Entwurf der deutschen Bauten waren die Architekten Prof. Dr. Egon Eiermann (Karlsruhe) und Prof. Dr. Sep Ruf (München) beauftragt, die gärtnerische Gestaltung war Prof. Dr. Walter Rossow (Berlin) anvertraut worden.

Staatssekretär Dr. Westrick bittet darum, daß die einzelnen Industriezweige wegen des auszustellenden Materials befragt werden, damit Verärgerungen vermieden werden. Senator a.D. Wenhold bemerkt hierzu, daß er über die AUMA Mitteilung an die Industrie gegeben habe, auch habe er ein Rundschreiben an sämtliche Industrie- und Handelskammern gerichtet. Ende September wolle er außerdem eine Pressekonferenz für die industriellen Fachblätter veranstalten, um eine eingehende Unterrichtung der betreffenden Kreise sicherzustellen 4.

4

Wenhold hatte am 14. Juni 1956 auf einer Tagung des Ausstellungs- und Messe-Ausschusses der deutschen Wirtschaft e.V. (AUMA) über die Planungen und die bereits getroffenen Vorbereitungen berichtet (vgl. den Tagungsbericht der AUMA vom 5. Juli 1956 in B 102/37724). Rundschreiben an die Industrie- und Handelskammern nicht ermittelt.

Der Vizekanzler bittet unter Zustimmung des Kabinettsausschusses Senator a.D. Wenhold, über die weitere Entwicklung der Planungsarbeiten zu gegebener Zeit im Kabinettsausschuß erneut zu berichten. 5

5

Fortgang 63. Ausschußsitzung am 30. Jan. 1957 TOP 2.

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