2.21.16 (k1949k): H. Flüchtlingsmarsch auf Bonn

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Kabinettsprotokolle 1949 - TitelblattDas Bundeskabinett am Tage der Vereidigung (20. Sept. 1949)Konrad Adenauer im Gespräch mit Theodor HeussFaksimile der Vorlage der Edition: die Kurzprotokolle der KabinettsitzungenAntrittsbesuch des Bundeskanzlers  bei den Hohen Kommissaren

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[H.] Flüchtlingsmarsch auf Bonn

Das Kabinett erörtert den laut Pressemeldungen in Gang befindlichen Marsch von Flüchtlingen aus dem Lager Uelzen nach Bonn 38. Das Kabinett ist sich im klaren über die propagandistischen Hintergründe dieses Unternehmens. Die Bundesregierung wird die in Frage kommenden örtlichen Dienststellen auffordern, den Marsch nach Bonn zu verhindern und Behördenchefs, die politisch angegriffen werden, weil sie dieser Aufforderung der Bundesregierung Folge leisten, voll decken 39.

38

Vgl. Die Welt vom 1. Nov. 1949 S. 1.

39

Lukaschek empfing am 30. Nov. 1949 drei Teilnehmer der Gruppe „Marsch auf Bonn" aus dem Lager Uelzen. Die Marschteilnehmer betonten bei dieser Gelegenheit, sie wollten den Bundeskanzler persönlich sprechen und ihm im Namen aller abgewiesenen illegalen Grenzgänger eine Bittschrift überreichen. Lukaschek nahm diese Bittschrift entgegen und sicherte für die Zukunft eine sorgfältige Überprüfung jedes Einzelfalles in den Aufnahmelagern zu. (B 136/822).

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