2.28.27 (k1949k): H. Zivile Luftfahrt

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Kabinettsprotokolle 1949 - TitelblattDas Bundeskabinett am Tage der Vereidigung (20. Sept. 1949)Konrad Adenauer im Gespräch mit Theodor HeussFaksimile der Vorlage der Edition: die Kurzprotokolle der KabinettsitzungenAntrittsbesuch des Bundeskanzlers  bei den Hohen Kommissaren

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[H. Zivile Luftfahrt]

In einer Aussprache über den derzeitigen Stand auf dem Gebiet der zivilen Luftfahrt stellt der Minister für Verkehr fest, daß sich die Länder weitgehendst mit diesem Fragenkomplex beschäftigen. Er habe wiederholt versucht - da es sich um eine Bundesangelegenheit handele -, eine einheitliche Linie in die Dinge hereinzubekommen, die Länder hielten sich jedoch nicht daran; insbesondere gelte dies für Nordrhein-Westfalen 46.

46

Am 26. Nov. 1949 hatte im Plenarsaal des Düsseldorfer Landtages die erste Luftverkehrs-Tagung in Deutschland nach dem Kriege stattgefunden. MinDir. Brandt hatte dabei als Vertreter des Ministerpräsidenten Arnold mitgeteilt, Nordrhein-Westfalen habe für die Wiedereingliederung Deutschlands in den internationalen Luftverkehr Mittel zur Verfügung gestellt. (Vgl. Die Welt vom 28. Nov. 1949). - Mit dem Problem Luftverkehr beschäftigten sich auch die Konferenzen der Verkehrsminister des Bundes und der Länder am 18. Nov. 1949 in Berlin und am 18. Jan. 1950 in Bremen (B 108/1897).

Der Bundeskanzler schlägt vor, daß der Bundesminister für Verkehr offiziell über die Lage berichte und daß alsdann erforderlichenfalls vom Bundeskanzler her Einfluß auf die Dinge genommen werde 47.

47

Der Bundesregierung ging es dabei insbesondere um die Anbindung der Bundeshauptstadt an den Flugverkehr. Adenauer hatte sich am 23. Nov. 1949 an den Britischen Hohen Kommissar mit der Bitte gewandt, den Flughaften Wahn für den zivilen Luftverkehr freizugeben und auf die ausländischen Luftverkehrsgesellschaften dahin einzuwirken, einen Teil ihres Linienverkehrs, insbesondere den Verkehr von und nach Berlin über Wahn zu legen (AA Noten an AHK Bd. 1). Die britische Besatzungsmacht hatte schon im Juli 1949 Zusagen gegeben, Wahn zum Flugplatz der Bundeshauptstadt zu machen (Vermerk vom 8. Juli 1949 in B 134/ 2153). Überlieferung dazu auch in B 136/1572 und 1839.

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