2.12.13 (k1951k): G. „Platow-Brief"

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Die Kabinettsprotokolle der Bundesregierung Band 4. 1951Kabinettssitzung im Palais Schaumburg am 5. Juni 1951.Foto: Die Hochkomissare der drei Westmächte in Deutschland.Verdienstorden der Bundesrepublik Deutschland - Verdienstkreuz am BandeFoto: Otto Lenz

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[G. „Platow-Brief"] 24

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Der von dem Wirtschaftsjournalisten Dr. Robert Platow (1900-1982) seit 1946 herausgegebene Informationsdienst enthielt vorwiegend Wirtschaftsnachrichten, die auf außerordentlich gute Informationsquellen schließen ließen.

Der Bundesminister für den Marshallplan unterrichtet das Kabinett über den Inhalt des „Platow-Briefes" vom 30.1.51. Darin fordert Platow seine Leser auf, ihm Auftragserteilungen im Zusammenhang mit der Aufstellung neuer Einheiten zukommen zu lassen. Der Bundesminister des Innern wird Herrn Platow eine Zurechtweisung zukommen lassen 25. Das Kabinett ist sich dahin einig, daß es unmöglich ist, Herrn Platow weiterhin Zutritt zu den einzelnen Ministerien zu gewähren 26.

25

Unterlagen nicht ermittelt.

26

In der 27. Kabinettssitzung am 29. Nov. 1949 TOP 3 b war der designierte StS im BMJ, Strauß, beauftragt worden festzustellen, ob sich Platow bei der Beschaffung seines Materials in den Ministerien unlauterer Mittel bediente. Das BMJ hatte seit diesem Zeitpunkt Nachforschungen über Indiskretionen in den Ministerien angestellt (B 141/12142). - Vgl. auch die Bemerkung Globkes vom 6. Dez. 1950 auf dem „Platow-Brief" vom 9. Okt. 1950 und das Schreiben Globkes an Strauß vom 12. Febr. 1951 mit der Weisung des Bundeskanzlers, die Indiskretionen ohne Rücksicht auf Personen strafrechtlich zu verfolgen, in B 136/1962. Zu den Beziehungen zwischen BPA und Platow siehe die Unterlagen in B 145/3655. - Fortgang 169. Sitzung am 28. Aug. 1951 TOP F.

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