2.5.15 (k1951k): C. Rohstoffverteilungskonferenz in Paris

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Die Kabinettsprotokolle der Bundesregierung Band 4. 1951Kabinettssitzung im Palais Schaumburg am 5. Juni 1951.Foto: Die Hochkomissare der drei Westmächte in Deutschland.Verdienstorden der Bundesrepublik Deutschland - Verdienstkreuz am BandeFoto: Otto Lenz

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[C.] Rohstoffverteilungskonferenz in Paris

Der Bundesminister für den Marshallplan berichtet dem Kabinett über die Verhandlungen bei der OEEC in Paris 40. Die Verteilung der Rohstoffe soll in den Händen von Rohstoffgruppen liegen 41, über deren Zusammensetzung der holländische Minister Stikker 42 mit den einzelnen Ländern verhandeln wird. Man kommt überein, Minister Stikker nach Bonn einzuladen 43. Das Generalsekretariat wird von den Vereinigten Staaten, England und Frankreich gebildet werden. Der Bundesminister für den Marshallplan teilt noch mit, daß nunmehr deutsch als Verhandlungssprache anerkannt worden sei 44.

40

Vgl. 119. Sitzung am 4. Jan. 1951 TOP 3. - Siehe den Bericht vom 16. Jan. 1951 in B 146/857. - Die Regierungen der USA, Großbritanniens und Frankreichs hatten am 11. Jan. 1951 bekanntgegeben, daß sie die Errichtung einer internationalen Rohstoffbehörde beschlossen hatten (B 146/292). Die Bundesregierung wurde mit Noten der AHK vom 5. und 7. Febr. 1951 zur Teilnahme an der internationalen Rohstoffkonferenz eingeladen (Noten und Antwortschreiben des Bundeskanzlers mit den Namen der Vertreter der Bundesrepublik ebenda).

41

Zur Organisation und Tätigkeit der International Materials Conference im Jahr 1951 siehe die Berichte des BMWi ebenda. Weitere Unterlagen in B 146/289-291.

42

Dr. iur. Dirk U. Stikker (1897-1979). 1948-1952, mit Unterbrechung von Jan. bis März 1951, holländischer Außenminister. April 1950 bis Juni 1952 Vorsitzender des Rats der OEEC. 1952-1958 Botschafter in London und Island. 1958 bis 1961 Vertreter beim Nordatlantikrat. 1961-1964 Generalsekretär der NATO.

43

Stikker trat am 24. Jan. 1951 von seinem Amt als Außenminister zurück. Die Informationsreise Stikkers, die am 30. Jan. 1951 in Bonn beginnen sollte, wurde abgesagt (Schreiben des deutschen Vertreters bei der OEEC vom 27. Jan. 1951 an den BMM in B 146/891).

44

Fortgang (Rohstoffragen) 134. Sitzung am 8. März 1951 TOP A.

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