3.3 (k1961k): Sonstige 1961 erwähnte Personen

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Die Kabinettsprotokolle der Bundesregierung. Band 14. 1961Abriegelung des Ost-Sektors in BerlinPortrait Hermann HöcherlDas Katholische Büro Bonn an den BundeskanzlerBundestagswahlen 1961

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Sonstige 1961 erwähnte Personen

Johannes Albers (1890-1963)

1919-1933 Sekretär der Christlichen Gewerkschaften in Köln, 1924-1931 Stadtverordneter in Köln (Zentrumspartei), 1931-1944 Geschäftsführer der Städtischen Betriebskrankenkasse in Köln, 1944-1945 Inhaftierung, 1945 Mitgründer und 1945-1962 Vorsitzender der CDU in Köln, 1945-1948 Stadtverordneter, 1945 Mitgründer und 1947-1949 Geschäftsführer sowie 1958-1963 als Nachfolger Jakob Kaisers Vorsitzender der Christlich-Demokratischen Arbeitnehmerschaft (CDA), 1946-1950 MdL Nordrhein-Westfalen, 1949-1957 MdB.

Berthold Beitz (geb. 1913)

1934-1938 Pommersche Bank, Stettin, 1939-1944 Deutsche Shell AG, Hamburg, und 1941-1944 kaufmännischer Leiter der Karpaten-Öl AG, Boryslaw/Polen, 1944-1945 Kriegsdienst, 1946-1949 Zonenamt des Reichsaufsichtsamtes für Privatversicherung, 1949-1953 Generaldirektor der Iduna-Germania-Versicherungsgesellschaften, Hamburg, 1953-1967 Generalbevollmächtigter von Alfried Krupp von Bohlen und Halbach, Essen, 1968 Vorsitzender des Kuratoriums der Alfried Krupp von Bohlen und Halbach Stiftung, 1970-1989 Aufsichtsratsvorsitzender der Friedrich Krupp GmbH.

Abdel Latif Mahmoud El-Boghdadi [auch: Baghdadi] (1917-1999)

Bis 1953 Berufssoldat, Mitglied des ägyptischen „Komitees der freien Offiziere", 1953 Präsident des Revolutionsgerichtes, 1953-1954 Kriegsminister, 1954-1958 Präsident der ägyptischen Nationalversammlung und Minister für Gemeinwesen, 1958-1964 stellvertretender Staatspräsident und 1958-1960 gleichzeitig Zentralminister für Planung der Vereinigten Arabischen Republik.

Dr. Wilhelm Borner (1890-1978)

1920-1923 Rechtsanwalt am Oberlandesgericht Kassel, 1923-1960 Oberschlesische Kokswerke und Chemische Fabriken AG bzw. (ab 1937) Schering Werke, dort 1923-1925 Justitiar, 1938-1960 Vorstandsmitglied, 1943 stellvertretender Vorsitzender, zuletzt Vorsitzender des Vorstandes, 1955-1957 Vizepräsident und 1957-1968 Präsident der Industrie- und Handelskammer Berlin, 1961-1975 als Ständiger Gast des Landes Berlin Mitglied des Verwaltungsrates der Deutschen Bundesbahn.

Friedrich Brand (1891-1979)

1921-1923 Oldenburgisches Staatsministerium, dort Leiter des Handels- und Gewerbereferates, 1923-1933 Landrat in Cloppenburg, 1933 nach Ablösung als Landrat Leiter des Landeselektrizitätsverbandes Weser-Ems, 1936-1945 Vorsitzender des Vorstandes bzw. Präsident der Energieversorgung Weser-Ems AG, Oldenburg, seit 1948 Tätigkeit als freiberuflicher Wirtschafts- und Finanzberater, 1958-1960 Vorsitzender der Prüfungskommission für die Deutsche Bundesbahn, seit 1959 Mitglied des Wirtschafts- und Sozialausschusses der EWG, Brüssel, 1961-1970 Mitglied des Verwaltungsrates der Deutschen Bundesbahn.

Willy Brandt (1913-1992)

Mitglied der sozialistischen Jugendbewegung, 1931 Übertritt von der SPD zur SAP, 1933 Flucht über Dänemark nach Norwegen, 1940 nach Schweden, 1945 Korrespondent für skandinavische Zeitungen in Deutschland, 1947 Presseattaché an der norwegischen Vertretung (Militärmission) beim Alliierten Kontrollrat in Berlin, 1948 Vertretung des SPD-Vorstandes in Berlin und bei den alliierten Kontrollbehörden, Wiedereinbürgerung, 1949-1957, 1961 und 1969-1992 MdB (SPD), 1950-1969 Mitglied des Berliner Abgeordnetenhauses, 1955-1956 dessen Präsident, 1957-1966 Regierender Bürgermeister von Berlin, 1964-1987 Vorsitzender der SPD, 1966-1969 Bundesminister des Auswärtigen, 1969-1974 Bundeskanzler, 1976-1992 Vorsitzender der Sozialistischen Internationale.

Dr. Gerd Bucerius (1906-1995)

Richter in Kiel und Flensburg, Rechtsanwalt in Hamburg, verteidigte politisch und rassisch Verfolgte, 1946 Mitglied der Bürgerschaft und Bausenator der Hansestadt Hamburg, 1946 Mitbegründer und seitdem Herausgeber der Wochenzeitung „Die Zeit", seit 1949 Anteilseigner der Illustrierten „Der Stern", 1948-1949 Mitglied des Wirtschaftsrates des Vereinigten Wirtschaftsgebietes, 1949-1962 MdB (CDU, 1962 Parteiaustritt), dort 1949-1953 Vorsitzender des Ausschusses für Berlin und 1954-1957 des Untersuchungsausschusses zum Fall John, 1952-1957 Bundesbeauftragter für die Förderung der Berliner Wirtschaft.

Lucius D. Clay (1897-1978)

1918-1945 Nach Absolvierung der Militärakademie Westpoint Tätigkeit im Armee-Ingenieurkorps, 1945-1947 stellvertretender, 1947-1949 Militärgouverneur der amerikanischen Besatzungszone in Deutschland und Oberbefehlshaber der amerikanischen Streitkräfte in Europa, 1950-1962 Tätigkeiten in der Privatwirtschaft, 1961-1963 persönlicher Sonderbeauftragter von Präsident Kennedy für Berlin-Fragen, 1965 Ernennung zum Ehrenbürger von Berlin.

Józef Cyrankiewicz (1911-1989)

Seit 1935 Funktionär der Polnischen Sozialistischen Partei (PPS), seit 1939 Tätigkeit in der polnischen Widerstandsbewegung, 1941-1945 Inhaftierung in den Konzentrationslagern Auschwitz und Mauthausen, 1947-1952 und 1954-1970 polnischer Ministerpräsident, 1948 maßgebliche Beteiligung an der Vereinigung von PPS und KP zur Vereinigten Polnischen Arbeiterpartei (PZPR), dort 1948-1971 Mitglied des Politbüros, 1948-1975 des Zentral-Komitees, 1970-1972 Staatspräsident.

Dakhlaoui, Khemais, genannt Malek

Funktionär der algerischen Front de Libération Nationale (FLN), Delegierter der algerischen Exilregierung in der Bundesrepublik.

Douglas C. Dillon (1909-2003)

1931-1953 leitende Tätigkeit bei amerikanischen und internationalen Kreditinstituten, 1953-1957 US-Botschafter in Paris, 1957-1959 Unterstaatssekretär für Wirtschaftsfragen im Außenministerium, 1959-1960 stellvertretender Außenminister, 1961-1965 Finanzminister, zugleich Gouverneur des IWF und der Weltbank, ab 1966 Direktor der Chase Manhattan Bank.

Thomas Joseph Dodd (1907-1971)

1938-1945 Assistant Chief für Zivilrecht im US-Justizministerium, 1945-1946 Ankläger für die USA beim Internationalen Kriegsverbrecherprozess in Nürnberg, 1947-1953 Tätigkeit als Rechtsanwalt in Hartford (Connecticut), 1953-1957 demokratischer Abgeordneter im Repräsentantenhaus, 1959-1971 Senator (Connecticut).

Wolfgang von Dorrer (1905-1990)

1946-1950 Verwaltung für Verkehr des Vereinigten Wirtschaftsgebiets bzw. BMV, dort Leiter des Referats A 5 (Zentralverkehrsleitung), 1950-1952 Dienststelle für Auswärtige Angelegenheiten im Bundeskanzleramt, 1953-1970 erneut BMV, dort 1953 Leiter des Referats A 7 (Investitionskredite, Stoff- und Beschaffungswesen, Notstands- und Sanierungsprogramme), 1953-1957 Leiter der Verbindungsstelle Berlin des Ministeriums, dort zugleich Leiter der Referate 1 (Allgemeine Angelegenheiten) und 2 (Binnenschifffahrt, Wasserbau, Seeverkehr, Luftfahrt, Spedition, Lagerei), 1957-1959 Leiter des Referats B 3 (Sozial-, Wirtschafts- und Finanzierungsfragen der Binnenschifffahrt, Bundesschleppbetrieb), 1959-1970 Beauftragter des Ministers für den Interzonen- und Berlinverkehr.

Walter Dowling (1905-1977)

1925-1931 Tätigkeit als Bankkaufmann, 1931-1963 im Auswärtigen Dienst der USA mit Stationen 1932-1936 in Oslo, 1936-1938 Lissabon, 1938-1941 Rom, 1941-1944 Rio de Janeiro, 1945 erneut Rom, 1945-1949 in der Südeuropa-Abteilung des State Department, zuletzt deren Leiter, 1949-1953 in Wien, dort 1950-1953 stellvertretender Hoher Kommissar der USA für Österreich, 1953-1956 stellvertretender Hoher Kommissar für Deutschland (ab 1955 Stellvertreter des Botschafters), 1956-1959 Botschafter in Südkorea, 1959 (August-November) Assistant Secretary of State für europäische Angelegenheiten, 1959-1963 Botschafter in Bonn, zugleich Leiter der amerikanischen Militärmission in Berlin, 1963-1969 Generaldirektor des Atlantischen Instituts in Paris.

Dr. Wilhelm Drexelius (1906-1974)

1933-1945 Rechtsanwalt in Hamburg, 1939-1945 Kriegsdienst, 1945 leitender Jurist der Hamburger Schulbehörde, 1946-1961 Senatssyndikus und Leiter des Rechtsamtes des Senates, ab 1951 zusätzlich Leiter der Senatskanzlei, seit 1961 Mitglied der Hamburger Bürgerschaft (SPD), 1961 kurzzeitig Bausenator, 1961-1970 Schulsenator, zusätzlich 1966-1970 Zweiter Bürgermeister, seit 1970 erneut Tätigkeit als Rechtsanwalt.

Werner Dubusc (1901-1989)

1929-1932 Reichsentschädigungsamt Berlin, dort beim Kommissar für Entschädigung aufgrund des deutsch-polnischen Liquidationsabkommens sowie bei der Restverwaltung für Reichsaufgaben, 1933-1937 Reichswirtschaftsministerium, 1937-1961 Vorstandsmitglied der Klöckner Werke AG, 1961-1968 Mitglied des Verwaltungsrates der Deutschen Bundesbahn.

Josef-Hermann Dufhues (1908-1971)

1935-1945 Rechtsanwalt, 1945 Mitbegründer der CDU Westfalen, 1946-1950 Vorsitzender der Jungen Union Westfalen, 1949-1950 Bundesvorsitzender der Jungen Union Deutschlands, 1945-1946 Richter am Landgericht Bochum, ab 1946 erneut Rechtsanwalt, ab 1951 gleichzeitig Notar, 1946-1947 und 1950-1971 MdL Nordrhein-Westfalen, 1958-1962 Innenminister des Landes Nordrhein-Westfalen, 1959-1971 Vorsitzender des Landesverbandes Westfalen-Lippe der CDU, 1962-1966 geschäftsführender Bundesvorsitzender der CDU, 1966-1969 Vorsitzender des Präsidiums der CDU in Nordrhein-Westfalen, 1966 Präsident des Landtags von Nordrhein-Westfalen.

John Foster Dulles (1888-1959)

1919 Mitglied der amerikanischen Friedensdelegation in Paris, 1946-1950 Delegierter der USA bei den Vereinten Nationen (1949 Delegationsleiter), 1950-1952 Berater von Außenminister Acheson, 1951 als Sonderbotschafter am Abschluss des Friedensvertrages mit Japan maßgeblich beteiligt, 1952-1959 Außenminister (Secretary of State) der USA.

Ernst Theodor Eichelbaum (1893-1991)

1914-1918 Kriegsdienst, 1919-1943 und 1945-1946 Lehrer an der Thomasschule in Leipzig, während der NS-Zeit Mitglied der Bekennenden Kirche, 1945 Mitgründer der CDU in Leipzig, 1946 Stadtverordneter und 1946-1948 Zweiter Bürgermeister von Leipzig, 1948 Flucht in die Bundesrepublik, 1949-1957 Gymnasiallehrer in Wuppertal, Mitbegründer und 1952-1963 Bundesvorsitzender des Gesamtverbandes der Sowjetzonenflüchtlinge, 1957-1965 MdB.

Adolf Eichmann (1906-1962)

1934-1938 SD-Hauptamt der SS, dort seit 1935 Mitarbeiter im Referat II 1 12 (Judenfragen), 1938-1939 beim SD-Führer des SS-Oberabschnitts Donau in Wien, 1938 Leiter der Zentralstelle für jüdische Auswanderung in Wien und 1939 in Prag, 1939 Leiter der Reichszentrale für jüdische Auswanderung in Berlin, 1939-1945 Reichssicherheitshauptamt (RSHA), dort Leiter des Referates IV D 4 bzw. (ab 1941) IV B 4 (Judenangelegenheiten, Räumungsangelegenheiten, Einziehung volks- und staatsfeindlichen Vermögens, Aberkennung der deutschen Reichsangehörigkeit) und Organisator der Deportationen der jüdischen Bevölkerung in die Vernichtungslager im Rahmen der „Endlösung", 1945 Flucht aus amerikanischer Internierung und 1950 nach Argentinien, 1960 dort Festnahme durch den israelischen Geheimdienst und Entführung nach Israel, 1961 (seit April) Prozess und Todesurteil (15. Dezember) in Jerusalem, 1962 nach Berufungsverhandlung (März) und Bestätigung des Urteils (29. Mai) Hinrichtung (1. Juni).

Charles de Gaulle (1890-1970)

1932-1936 Generalsekretär des Nationalen Verteidigungsrates, 1940 Chef des Nationalen Verteidigungskomitees und der Freien Französischen Streitkräfte, 1943 Chef der französischen Exilregierung, ab 1944 der Provisorischen Regierung der Französischen Republik, 1944-1946 und 1958 französischer Ministerpräsident, 1959-1969 Präsident der Republik.

Dr. Nahum Goldmann (1895-1982)

Seit 1918 Tätigkeit in der zionistischen Bewegung, Mitbegründer und Mitherausgeber der „Encyclopaedia Judaica", 1926-1933 Leiter der Zionistischen Vereinigung in Deutschland, 1933 Emigration, 1935-1940 Vertreter der Jewish Agency beim Völkerbund in Genf, seit 1940 als amerikanischer Staatsbürger zusammen mit Ben Gurion erfolgreicher Einsatz für die Gründung des Staates Israel, 1949-1978 Präsident des jüdischen Weltkongresses, 1952 maßgebliche Beteiligung an der Aushandlung des Wiedergutmachungsabkommens der Bundesrepublik mit Israel, 1956-1968 Präsident der Zionistischen Weltorganisation.

Prof. Dr. Wilhelm Grewe (1911-2000)

1935-1942 Dozent u. a. an den Universitäten Hamburg (1936-1937) und Königsberg (1936-1937) sowie in Berlin (1937-1938 am Deutschen Institut für außenpolitische Forschung, 1938-1940 an der Hochschule für Politik, 1940-1942 an der Universität), 1942-1955 Professor an den Universitäten Berlin (1942-1945), Göttingen (1945-1947) und Freiburg i. Br. (1947-1955, seit 1949 ordentlicher Professor für öffentliches Recht), 1951-1955 Leiter der deutschen Delegation für die Ablösung des Besatzungsstatuts, 1953-1954 gleichzeitig kommissarischer Leiter der Rechtsabteilung des AA, 1953-1954 Sonderbevollmächtigter der Bundesregierung bei der Konferenz der vier Außenminister in Berlin, 1955 Übernahme in das AA, dort 1955-1958 Leiter der Politischen Abteilung, 1958-1962 Botschafter in Washington, 1962-1971 Leiter der ständigen Vertretung der Bundesrepublik Deutschland bei der NATO, 1971-1976 Botschafter in Tokio.

Horst Groepper (1909-2002)

1934-1938 Reichsjustizministerium, 1938 Landgericht München, 1938-1945 im auswärtigen Dienst mit Station u. a. in Moskau (1939-1941), 1944-1945 Kriegsdienst und Gefangenschaft, 1947-1953 Tätigkeit als Rechtsanwalt, 1953-1973 erneut im auswärtigen Dienst, dort nach Stationen u. a. in Genf (1953), Wien (1953-1956) und Moskau (1956-1960) im Auswärtigen Amt 1960-1961 in der Abteilung 2 (West 1) Leiter des Referates 22 (Konferenzsekretariat), 1962 stellvertretender Leiter der Abteilung 7 (Ostabteilung), 1962-1966 Botschafter in Moskau, 1966-1968 in Ankara, 1968-1972 im Auswärtigen Amt Leiter der Abteilung V (Rechtsabteilung), 1972-1973 Botschafter in Dublin.

Andrej Andrejewitsch Gromyko (1909-1989)

1936-1939 Professor am Moskauer Wirtschaftsinstitut, seit 1939 im diplomatischen Dienst der UdSSR, 1943-1946 Botschafter in den USA und Gesandter in Kuba, 1946-1948 ständiger sowjetischer Vertreter im Sicherheitsrat der UNO, 1949-1952 und 1953-1957 Erster Stellvertretender Außenminister, 1952-1953 Botschafter in Großbritannien, 1956 Mitglied des ZK der KPdSU, 1957-1985 sowjetischer Außenminister, 1973-1988 Mitglied des Politbüros der KPdSU, 1983-1985 auch Erster Stellvertretender Ministerpräsident, 1985-1988 Vorsitzender des Präsidiums des Obersten Sowjets (Staatspräsident).

Dr. Carl Gussone (1907-1993)

1933-1935 Amts- und Landgericht Köln, 1935 beim Staatlichen Kommissar für die Osthilfe in Stettin, 1935-1949 Oberpräsidium Stuttgart sowie Finanzämter Ulm, Chemnitz, Bonn (1944-1946) und Köln-Süd (1947-1949), 1949-1972 BMI, dort 1950-1952 Persönlicher Referent des Staatssekretärs Ritter von Lex, 1952-1970 Leiter des Referates III 5 bzw. (ab 1956) III 6, (ab 1963) III 1, (ab 1967) K 1, (ab 1970) SK II 1 mit Zuständigkeiten vor allem für Angelegenheiten der Kirchen und Religionsgemeinschaften, Schutz der Interessen des Judentums, Allgemeine Kulturpflege, Kulturschutz und internationale kulturelle Beziehungen, 1970-1972 Leiter der Unterabteilung SK II (Angelegenheiten der Kulturpflege).

Heinrich Gutermuth (1898-1977)

1926-1933 Gewerkschaftssekretär im Verein Christlicher Bergarbeiter Deutschlands, 1933-1945 Tätigkeit als Vertreter der Bielefelder Wäschefabrik und Wehrdienst, 1946-1953 Sekretär, 1953-1956 zweiter Vorsitzender und 1956-1964 erster Vorsitzender der IG Bergbau, 1963-1964 Präsident des Internationalen Bergarbeiterverbandes.

Karl-Ulrich Hagelberg (geb. 1909)

1936-1937 Wissenschaftlicher Hilfsarbeiter im Reichswirtschaftsministerium (Reichsdevisenstelle), 1937-1940 Staatliche Polizeiverwaltung des oberschlesischen Industriegebietes Gleiwitz-Beuthen-Hindenburg, 1940-1945 Regierung in Liegnitz, 1945-1953 Tätigkeit in der Privatwirtschaft, 1953-1969 BMI, dort 1953-1955 Leiter des Referates VI B 1 (Generalreferat für Angelegenheiten des Bundesgrenzschutzes und der Bereitschaftspolizeien der Länder), 1956-1961 Leiter des Referates III 1 (Generalreferat der Abteilung III: Kulturelle Angelegenheiten des Bundes, bzw. ab 1958 Grundsatzfragen der Kulturpolitik), 1961-1969 Leiter der Abteilung III (Kulturelle Angelegenheiten des Bundes), 1969-1970 BMBW.

Hans Hartwig (1917-1994)

1937-1945 Wehr- und Kriegsdienst, seit 1945 Alleininhaber der Bau- und Brennstoffgroßhandelsfirma Fritz Hartwig, Dortmund, 1955-1963, 1970-1973 und 1977-1981 Vizepräsident sowie 1963-1969 und 1973-1977 Präsident der Industrie- und Handelskammer Dortmund, 1968-1970 Präsident der Vereinigung der nordrhein-westfälischen Handelskammern, 1961-1976 Mitglied des Verwaltungsrates der Deutschen Bundesbahn.

Karl-Günther von Hase (geb. 1917)

1936-1945 Berufssoldat, 1945-1949 Kriegsgefangenschaft, 1951-1962 auswärtiger Dienst mit Stationen in Washington (1952-1953), Ottawa (1953-1956) und in der Zentrale (1956-1962), dort 1956-1958 stellvertretender, 1958-1961 Leiter des Pressereferats, September 1961-1962 Leiter der Abteilung West II (mit Zuständigkeiten u. a. für Vereinte Nationen, NATO und Verteidigung, Abrüstung und Sicherheit, Großbritannien, USA, Kanada, Mittel- und Südamerika), 1962-1967 als Staatssekretär Leiter des BPA, 1967-1969 Staatssekretär im BMVtg, 1970-1977 Botschafter in London, 1977-1982 Intendant des Zweiten Deutschen Fernsehens.

Kai-Uwe von Hassel (1913-1997)

1951-1955 und 1964-1975 stellvertretender, 1955-1964 Landesvorsitzender der CDU in Schleswig-Holstein, 1950-1965 MdL Schleswig-Holstein, 1954-1963 Ministerpräsident von Schleswig-Holstein, 1953-1954 und 1965-1980 MdB, 1956-1969 stellvertretender Bundesvorsitzender der CDU, 1963-1966 Bundesminister der Verteidigung, 1966-1969 Bundesminister für Vertriebene, Flüchtlinge und Kriegsgeschädigte, 1969-1972 Präsident und 1972-1976 Vizepräsident des Deutschen Bundestages, 1977-1980 Präsident der Parlamentarischen Vertretung der WEU, 1979-1984 MdEP.

Dr. Bruno Heck (1917-1989)

1938-1945 Wehr- bzw. Kriegsdienst und Kriegsgefangenschaft, 1950-1952 Kultusministerium des Landes Württemberg-Hohenzollern, 1952-1958 Bundesgeschäftsführer der CDU, 1957-1976 MdB, dort 1957-1961 Vorsitzender des Ausschusses für Kulturpolitik und Publizistik, 1962-1968 Bundesminister für Familie und Jugend, 1967-1971 Generalsekretär der CDU, 1961 Verwaltungsratsvorsitzender der Deutschen Welle, 1968-1989 Vorsitzender der Konrad-Adenauer-Stiftung.

Dr. Gerhard Richard Heiland (1894-1961)

1922 Staatsanwalt beim Landgericht Leipzig, 1923-1933 im sächsischen Staatsdienst, dort Leiter des Kriminalamtes Leipzig und Stellvertreter des Polizeipräsidenten, 1933-1946 Versicherungskaufmann, 1946 Badisches Ministerium der Finanzen, dort Direktor des Landesamtes für kontrollierte Vermögen und Wiedergutmachung bzw. Leiter der Abteilung Vermögenskontrolle und Wiedergutmachung, 1951-1961 Richter am Bundesverfassungsgericht.

Dr. Franz Hengsbach (1910-1991)

1937-1946 Vikar in Herne-Baukau, 1947 Berufung ins Zentralkomitee zur Vorbereitung der Katholikentage, 1948-1958 Leiter des Erzbischöflichen Seelsorgeamtes in Paderborn, 1952-1953 Generalsekretär des Zentralkomitees der deutschen Katholiken (ZdK), 1953-1957 Weihbischof von Paderborn, 1957-1991 erster Bischof des neugegründeten Bistums Essen, 1961-1978 Katholischer Militärbischof, seit 1988 Kardinal und Mitglied der päpstlichen Kongregation für die Glaubensverbreitung.

Dr. Kurt Hoffmann (1908-1997)

Journalist, 1954-1961 BMI, dort Leiter des Pressereferates bzw. (ab 1960) Öffentlichkeitsarbeit, 1961-1967 AA, dort Leiter des Referats 992 bzw. (ab 1963) L2 (Inlandsreferat), 1967-1968 BMVtg, dort Referent im Ministerbüro.

Johannes Hummel (1893-1966)

1912-1918 Studium der Landwirtschaft, 1914-1917 Kriegsdienst, 1918-1920 Geschäftsführer des Landwirtschaftlichen Bezirksvereins in Vaihingen/Enz, 1920 Mitgründer des Landwirtschaftlichen Hauptverbandes Württemberg und Hohenzollern, dort zunächst stellvertretender Geschäftsführer, 1924-1933 Generalsekretär, 1933 Amtsenthebung, 1933-1945 zunächst Prokurist, später Direktor bei der Generaldirektion der Vereinigten Krankenversicherungs-AG, Berlin, 1946 zusammen mit dem früheren Reichsminister Andreas Hermes Gründer der Arbeitsgemeinschaft Deutscher Bauernverbände, Vorläufer des Deutschen Bauernverbandes, dort bis 1966 Generalsekretär und Geschäftsführer des Zentralausschusses der Deutschen Landwirtschaft.

Lyndon B. Johnson (1908-1973)

1937-1949 Abgeordneter für die Demokratische Partei im US-Repräsentantenhaus, 1949-1961 Senator (Texas), 1961-1963 Vizepräsident, 1963-1969 36. Präsident der USA.

Heinrich Junker (1911-1993)

1939-1945 Kriegsdienst, 1945-1947 Dozent am Polytechnikum München und Leiter des Vermessungsamtes Dachau, 1947-1957 Landrat in Dachau, 1957-1962 Staatssekretär im Bayerischen Staatsministerium des Innern, 1962-1966 Bayerischer Staatsminister des Innern, 1966-1972 Präsident der Bayerischen Landesbodenkreditanstalt, 1972-1976 Stellvertretender Vorsitzender und 1976-1977 Vorsitzender der Bayerischen Landesbank Girozentrale.

Wilhelm Kaisen (1887-1979)

1918 politischer Redakteur der Bremer „Volkszeitung", 1921-1933 Mitglied der Bremer Bürgerschaft (SPD), 1927-1933 Senator für Wohlfahrt in Bremen, in der NS-Zeit wiederholt verhaftet, 1945 erneut Bremer Senator für Volkswohlfahrt, 1945-1965 Bürgermeister und seit 1946 Präsident des Senats der Hansestadt Bremen, 1946-1950 Mitglied des Parteivorstands der SPD.

Jakob Kaiser (1888-1961)

Ab 1918 Geschäftsführer des Gesamtverbandes der christlichen Gewerkschaften Deutschlands, 1933 MdR (Zentrum), 1945-1947 Vorsitzender der CDU in Berlin und der Sowjetischen Besatzungszone, 1946 Mitglied des Abgeordnetenhauses Berlin, 1948/49 Mitglied des Parlamentarischen Rates, 1949-1957 MdB, 1949-1957 Bundesminister für gesamtdeutsche Fragen, 1949-1958 Vorsitzender der Christlich-Demokratischen Arbeitnehmerschaft (CDA).

Dr. Elfriede Kaiser-Nebgen (1890-1983)

Nach Studium der Volkswirtschaftslehre ab 1921 Mitarbeiterin des Gesamtverbandes der Christlichen Gewerkschaften Deutschlands, 1933-1945 Tätigkeit im Widerstand, 1945-1948 Mitgründerin der CDU in Berlin, 1948 mit der Amtsenthebung Jakob Kaisers als Vorsitzender der CDU in der Sowjetischen Besatzungszone Wechsel von Berlin nach Königswinter, dort weiterhin politische und journalistische Tätigkeit, u. a. bei der Zeitschrift der Christlich-Demokratischen Arbeitnehmerschaft (CDA) „Soziale Ordnung" und in der Bildungsarbeit des Vereins Arbeiterwohl e.V., der späteren Jakob Kaiser Stiftung im Adam-Stegerwald-Haus, Königswinter, seit 1953 verheiratet mit Jakob Kaiser (1888-1961), Bundesminister für gesamtdeutsche Fragen.

Josef Kammhuber (1896-1986)

1917-1945 Offizier (1943 General der Flieger), zuletzt 1943-1944 Oberbefehlshaber der Luftflotte 5 und 1945 Generalbevollmächtigter für Strahlflugzeuge, 1945-1948 Kriegsgefangenschaft, seit 1948 Mitarbeiter der Historical Division der US-Armee, 1955-1962 BMVtg (Generalleutnant, 1961 General), dort 1956 Leiter der Abteilung VI (Luftwaffe), 1956-1962 Inspekteur der Luftwaffe und Chef des Führungsstabs der Luftwaffe.

Franz Freiherr Karg von Bebenburg (geb. 1910)

Verleger, 1961-1962 Verfahren und Verurteilung wegen Beleidigung der Bundesregierung und Verunglimpfung der Bundesflagge in einem 1959 erschienenen Artikel in der von ihm herausgegebenen Zeitschrift „Volkswarte".

Dr. Rudolf Katz (1895-1961)

1923-1924 Syndikus in Lübeck, 1924-1933 Rechtsanwalt und (seit 1929) Notar in Hamburg-Altona, 1929-1933 Stadtverordneter (SPD) und Mitglied des Schleswig-Holsteinischen Städtetages, 1933-1935 nach Emigration Berater der chinesischen Regierung in Nanking als Delegationsmitglied des Völkerbundes, 1936-1938 Wissenschaftlicher Assistent an der Columbia-University, New York, 1938-1946 Redakteur und Direktoriumsmitglied verschiedener amerikanischer Zeitungen und Zeitschriften, u. a. der deutschsprachigen „Neuen Volkszeitung", 1946-1947 Delegierter der American Federation of Labor in Deutschland, 1947-1950 Justizminister des Landes Schleswig-Holstein, 1948-1949 Mitglied des Parlamentarischen Rates, 1951-1961 Vizepräsident und Vorsitzender des Zweiten Senats des Bundesverfassungsgerichts.

Dr. Heinrich Kaumann (1909-1989)

1935-1946 Beamter in der Heeresverwaltung, 1946-1951 Staatsanwalt bei der Staatsanwaltschaft Hagen, 1951-1971 Dienststelle Blank bzw. BMVtg, dort 1951-1954 in der Abteilung II bzw. (ab 1952) IV (Unterbringung und Liegenschaften) Leiter der Referate 3 (Französische Zone) und zusätzlich 2 (Britische Zone), 1954-1957 Leiter der Referate IV/1 (zuständig vor allem für grundsätzliche und allgemeine Unterbringungs- und Liegenschaftsfragen sowie für die Unterbringungsplanung für alliierte Truppen und künftige deutsche Streitkräfte) und zusätzlich IV/6 (Liegenschafts-, Raum- und Baunormen sowie Verwaltungsbestimmungen für militärische Anlagen und Wohnungen für militärisches Personal), 1958-1959 Leiter der Unterabteilung U I (Unterbringung), 1959-1969 Leiter der Abteilung U (Unterbringung und Liegenschaftswesen, ab 1962 zusätzlich Bauwesen).

John F. Kennedy (1917-1963)

1941-1945 Marineoffizier, 1947-1953 Abgeordneter der Demokratischen Partei im Repräsentantenhaus, 1953-1961 Senator für Massachusetts, 1961-1963 35. Präsident der USA, am 22. Nov. 1963 ermordet.

Dr. Walter von Keudell (1884-1973)

Nach Jura-Studium Tätigkeit im Forstwesen und in der Verwaltung in Frankfurt/Oder, 1914 Kriegsdienst, 1915 Reichsgetreidestelle, 1916-1920 Landrat in Königsberg (Neumark), Versetzung in den einstweiligen Ruhestand im Zusammenhang mit dem Kapp-Putsch, 1920-1924 Bewirtschaftung des eigenen Ritterguts Hohenlübbichow bei Kreis Königsberg (Neumark), 1924-1930 MdR (DNVP), 1927-1928 Reichsminister des Innern, 1933 Generalforstmeister, 1937 Mitglied des Reichsverkehrsrates, 1941-1945 erneut Landrat in Königsberg (Neumark), nach der Flucht Mitwirkung beim Aufbau der Organisationen der Selbsthilfe- und Fürsorgeeinrichtungen für Vertriebene, 1948 Eintritt in die CDU, 1954 Vorsitzender des Bundesvertriebenenausschusses der CDU.

Kurt Georg Kiesinger (1904-1988)

Ab 1935 Rechtsanwalt beim Kammergericht Berlin, 1940-1945 Rundfunkpolitische Abteilung des AA, dort 1943 stellvertretender Abteilungsleiter, 1945-1946 amerikanisches Internierungslager Ludwigsburg, ab 1948 Rechtsanwalt in Tübingen, 1948-1951 Geschäftsführer des CDU-Landesverbands Württemberg-Hohenzollern, 1949-1959 und 1969-1980 MdB, dort 1954-1959 Vorsitzender des Ausschusses für auswärtige Angelegenheiten, 1958-1966 Ministerpräsident des Landes Baden-Württemberg, 1960-1966 MdL Baden-Württemberg, 1966-1969 Bundeskanzler, 1967-1971 Bundesvorsitzender der CDU.

Dr. Hermann Kopf (1901-1991)

Seit 1930 Rechtsanwalt, 1949-1969 MdB (CDU), dort 1960-1969 Vorsitzender des Ausschusses für auswärtige Angelegenheiten, 1952-1961 Mitglied der Beratenden Versammlung des Europarates und der Versammlung der WEU.

Hinrich Wilhelm Kopf (1893-1961)

1919 Eintritt in die SPD, 1920-1923 Preußisches und Thüringisches Innenministerium, 1924-1928 Geschäftsführer mehrerer Versicherungsunternehmen in Berlin und Hamburg, 1928-1932 Landrat des Kreises Hadeln, 1932-1933 Leiter der Feststellungsbehörde beim Oberpräsidenten in Oppeln, nach Entlassung aus dem Staatsdienst 1933 Kaufmann und Landwirt, 1940-1943 Haupttreuhandstelle Ost (HTO), 1945-1946 Oberpräsident der Provinz Hannover, 1946 Ministerpräsident des Landes Hannover, 1946-1955 Niedersächsischer Ministerpräsident, 1957-1959 Niedersächsischer Minister des Innern, 1959-1961 erneut Niedersächsischer Ministerpräsident.

Werner Kreipe (1904-1967)

1922-1945 Berufssoldat, u. a. 1936-1938 Adjutant des Staatssekretärs der Luftfahrt, 1942 Chef des Ausbildungswesens im Reichsluftfahrtministerium, 1944 Chef des Generalstabes der Luftwaffe, 1944-1945 Kommandeur der Luftkriegsakademie, 1951-1967 BMV, dort 1951-1961 Leiter des Referates L 3 (Luftverkehr), 1961 (Januar)-1967 Leiter der Abteilung L (Luftfahrt).

Dr. Hans Kroll (1898-1967)

1920-1945 auswärtiger Dienst mit Stationen u. a. in Lissabon (1921-1922), Madrid (1922-1923), Moskau (1923), Odessa (1923-1925) und Chicago (1925-1929), in der Zentrale (1929-1936) sowie in Ankara (1936-1943) und Barcelona (1943-1945), dort Generalkonsul I. Klasse, 1947-1948 außenpolitischer Berater der Landesregierung Nordrhein-Westfalen, 1950-1953 BMWi, dort ständiger Delegierter der Bundesregierung für die Pariser Osthandels-Ausschüsse, 1951-1953 in der Abteilung V (Außenwirtschaft) Leiter der Gruppe West-Ost-Handel einschließlich Interzonenhandel, 1953-1955 Botschafter in Belgrad, 1955-1958 in Tokio und 1958-1962 in Moskau.

D. Dr. Hermann Kunst (1907-1999)

1932 Pfarrer in Herford, nach 1933 Mitglied der Bekennenden Kirche, 1940 Superintendent und 1942 Stellvertretender Präses der westfälischen Landeskirche, 1949-1977 Bevollmächtigter des Rates der EKD am Sitz der Bundesregierung, 1956-1972 Militärbischof.

Selwyn Lloyd (1904-1978)

1945 Abgeordneter im britischen Unterhaus (Konservative Partei), 1951-1954 Staatsminister im britischen Außenministerium und Stellvertreter von Außenminister Sir Anthony Eden, 1954 Versorgungsminister, 1955 Verteidigungsminister, 1955-1960 Außenminister, 1960-1962 Schatzkanzler, 1962-1964 Lordsiegelbewahrer, 1971-1976 Speaker im Unterhaus.

Hans August Lücker (geb. 1915)

Bis 1939 Tätigkeit in Landwirtschaft und Gartenbau, 1939-1945 Kriegsdienst, 1945-1946 Leiter des Ernährungsamtes Freising/Erding, 1947-1949 Direktor der Bayerischen Landesbauernkammer, seit 1949 Direktor der Abteilung Wirtschafts- und Agrarpolitik im Generalsekretariat des Bayerischen Bauernverbandes und Stellvertretender Generalsekretär, Mitglied des Wirtschafsbeirates der CSU, 1953-1980 MdB, 1958-1984 MdEP, dort 1970-1975 Fraktionsvorsitzender der Christlich-demokratischen Fraktion (Fraktion der Europäischen Volkspartei), 1976-1982 Vizepräsident der Europäischen Volkspartei, 1975-1979 Vizepräsident des Europäischen Parlaments.

Erich Ludendorff (1865-1937)

1904-1913 Offizier im Großen Generalstab, 1916-1918 „Erster Generalquartiermeister" in der III. Obersten Heeresleitung, 1918-1919 Aufenthalt in Schweden, nach Rückkehr nach Deutschland Aktivität in der nationalistisch-antisemitischen „Deutschvölkischen Bewegung", 1920 Beteiligung am „Kapp-Putsch" und 1923 am „Hitler-Putsch", 1924-1928 MdR (Nationalsozialistische Freiheitspartei, zuletzt bei keiner Partei), 1925 Kandidat der NSDAP für das Amt des Reichspräsidenten, 1926 zusammen mit seiner Frau Mathilde Gründer der Bewegungen „Tannenbergbund" und „Deutsche Gotteserkenntnis".

Willibald Lutermann (1917-1983)

1938-1942 Wehr- und Kriegsdienst, 1943-1945 beim Bevollmächtigten der Deutschen Reichsbahn in Italien, 1945-1957 Reichsbahn- bzw. Bundesbahndirektion München, 1957-1970 1. Vorsitzender der Gewerkschaft Deutscher Bundesbahnbeamter und Anwärter im Deutschen Beamtenbund, 1961-1970 Mitglied des Verwaltungsrates der Deutschen Bundesbahn.

Sir Harold Macmillan, Earl of Stockton (1894-1986)

1924-1929 und 1931-1964 Mitglied des britischen Unterhauses (Konservative Partei), 1942 Parlamentarischer Unterstaatssekretär im Kolonialministerium, 1942-1945 Vertreter der britischen Regierung (Minister-Resident) im alliierten Hauptquartier in Nordwestafrika, gleichzeitig 1943-1944 britischer diplomatischer Vertreter beim Französischen Nationalkomitee de Gaulles in Algier, 1945 (Mai bis Juli) Luftfahrtminister, 1951-1954 Minister für Wohnungsbau, 1954-1955 Verteidigungsminister, 1955 Außenminister, 1955-1957 Schatzkanzler, 1957-1963 Premierminister und Vorsitzender der Konservativen Partei.

Malek siehe Dakhlaoui, Khemais, genannt Malek

Kurt Mattick (1908-1986)

Bis 1940 Tätigkeit als Maschinenschlosser und im Automobil- und Transportgeschäft, 1940-1945 Kriegsdienst bzw. dienstverpflichtet, 1945 persönlicher Referent von Otto Suhr in der Zentralverwaltung der Deutschen Industrie für die Sowjetische Besatzungszone, 1946-1947 Sekretär der SPD-Fraktion in der Berliner Stadtverordnetenversammlung, danach bis 1953 Tätigkeit als Journalist und freier Handelsvertreter, 1946-1953 Mitglied der Stadtverordnetenversammlung bzw. (ab 1951) des Berliner Abgeordnetenhauses (SPD), 1947-1952 und 1958-1963 stellvertretender, 1963-1968 Vorsitzender der SPD in Berlin, 1953-1980 MdB, dort 1960-1980 Mitglied des Fraktionsvorstandes, 1974-1976 Mitglied der Versammlung der Westeuropäischen Union und der Beratenden Versammlung des Europarates.

Dr. John J. McCloy (1895-1989)

1941-1945 Unterstaatssekretär im amerikanischen Kriegsministerium, 1945-1947 Leiter der Civil Affairs Division der Vereinigten Generalstäbe, 1946-1947 Mitglied des Atomenergie-Komitees, 1947-1949 Präsident der Weltbank, 1949-1952 Militärgouverneur der amerikanischen Besatzungszone und Hoher Kommissar der USA für Deutschland, 1953-1961 Tätigkeit in der Wirtschaft, u. a. Vorsitzender des Verwaltungsrats der Chase National bzw. (seit 1955) der Chase Manhattan Bank, 1953-1965 Vorsitzender des Aufsichtsrats der Ford-Foundation, 1961-1962 Sonderberater Präsident Kennedys für Abrüstungsfragen, 1962-1974 Vorsitzender des Beraterkomitees der amerikanischen Präsidenten für Abrüstungsfragen, 1962-1963 Mitglied des Koordinationskomitees während der Kuba-Krise.

Prof. Dr. Boris Meissner (1915-2003)

1940 Assistent an den Universitäten Posen und Breslau, 1941-1945 Kriegsdienst, 1947-1953 Assistent und Referent für Ostrecht an der Forschungsstelle für Völkerrecht und ausländisches öffentliches Recht an der Universität Hamburg, 1953-1959 im auswärtigen Dienst, dort 1953-1956 in der Zentrale Leiter des Referates 350 (Sowjetunion, Ost-Lektorat), 1956-1958 an der Botschaft in Moskau, 1958-1959 in der Zentrale Leiter der Referate 702 (Politische Strukturfragen des Ostblocks) und 703 (Sozialökonomische Strukturfragen des Ostblocks), 1959-1964 o. Universitätsprofessor in Kiel, dort Direktor des Seminars für Politik, Gesellschaft und Recht Osteuropas, und 1964-1984 in Köln, dort Direktor des Instituts für Ostrecht, Köln, 1961-1971 Direktoriumsmitglied des Bundesinstituts für ostwissenschaftliche und internationale Studien, Köln, 1959-1982 Direktoriumsmitglied des Ostkollegs, Köln.

Rudolf Münemann (1908-1982)

1926-1928 Leiter eines Textilgeschäftes in Alfeld, seit 1928 selbstständiger Finanzmakler in München, Erfinder des "Revolving-System", während des Zweiten Weltkriegs nebenberuflich Generalbevollmächtigter der Finanzverwaltung des Messerschmittkonzerns, seit 1948 erneut Kreditgeschäfte mit bedeutenden deutschen und europäischen Unternehmen, seit 1956 zwischenzeitliches Engagement bei der "Investitions- und Handelsbank AG", Frankfurt, 1960 „Lex Münemann" als Ergebnis der Bemühungen der Geschäftsbanken, Finanzmakler den Bestimmungen des Kreditwesengesetzes zu unterwerfen, seit 1964 Engagement bei der Uhren-Weiß AG, 1970 Zahlungsunfähigkeit und Eingreifen der Hessischen Landeszentralbank zur Vermeidung des Konkursverfahrens.

Dr. Heinz Maria Oeftering (1903-2004)

1929 Regierung von Mittelfranken, 1930-1943 Reichsfinanzverwaltung, zuletzt Reichsfinanzministerium, 1945-1947 Präsident der Rechnungskammer Rheinhessen-Pfalz, 1947-1949 Präsident des Rechnungshofes Rheinland-Pfalz, 1949-1957 BMF, dort Leiter der Abteilung II (Allgemeine Finanzpolitik und öffentliche Finanzwirtschaft) und Ständiger Vertreter des Staatssekretärs, 1957 Präsident des Bundesrechnungshofes, 1957-1972 Erster Präsident und Vorstandsvorsitzender der Deutschen Bundesbahn, 1972-1975 Präsident des Verwaltungsrates der Deutschen Bundesbahn.

Edgar Pisani (geb. 1918)

1946-1947 Präfekt des französischen Departements Haute-Loire und 1947-1954 des Departements Haute-Marne, 1954-1961 Senator für Haute-Marne, 1961-1966 französischer Landwirtschaftsminister, 1966-1967 Wohnungsbauminister, 1967-1974 Regionalpolitiker im Departement Marne-et-Loire, 1974-1981 erneut Senator für Haute-Marne, 1981-1984 EG-Kommissar in Brüssel, 1984-1985 Bevollmächtigter der Regierung für das Gebiet Neukaledonien, 1985 Minister für Neukaledonien.

Ernst Plate (1900-1973)

Seit 1926 bei der Hamburger Hafen- und Lagerhaus AG, dort 1930 Prokurist, 1936 Vorstandsmitglied und 1946 Vorstandsvorsitzender, 1953-1957 Senator der Behörde für Wirtschaft und Verkehr der Freien und Hansestadt Hamburg, 1961-1970 Mitglied des Verwaltungsrates der Deutschen Bundesbahn, 1947-1967 Präsident des Zentralverbandes Deutscher Seehafenbetriebe.

Dr. Ludwig Preiß (1910-1996)

1937-1939 Wissenschaftlicher Assistent am Institut für Agrarwesen und Wirtschaftspolitik der Universität Göttingen, 1939 Agrarreferent in der volkswirtschaftlichen Abteilung der IG Farbenindustrie AG, Berlin, 1939-1945 Kriegsdienst, 1945 Übernahme eines landwirtschaftlichen Betriebes, 1949-1961 und 1964-1972 MdB (FDP, 1956-1957 DA, FVP bzw. DP/FVP, 1957-1960 DP, seit 1960 CDU), 1961-1964 Wirtschafts- und Außenhandelsberater.

Dr. Gerhard Freiherr von Preuschen (1903-1978)

1922-1927 Berufssoldat, 1937-1938 nach Studium Tätigkeit als Rechtsanwalt, 1938-1951 beim Verband der Schaumweinindustrie, der Weinbrennereien und der Trinkbranntweinhersteller in Hessen, seit 1945 dort Geschäftsführer, 1945 (Januar-April) Inhaftierung aus politischen Gründen, seit 1951 Tätigkeit als Rechtsanwalt und Notar in Wiesbaden, 1961 offizieller Beobachter der Bundesregierung beim Prozess gegen Adolf Eichmann in Jerusalem.

Dr. Ellinor von Puttkamer (1910-1999)

1946-1947 Assistentin an der juristischen Fakultät der Universität Mainz, 1947-1951 Lehrauftrag an der Universität Heidelberg, 1949-1952 Rechtsamt des Vereinigten Wirtschaftsgebietes bzw. BMJ, dort Hilfsreferentin im Referat IV 5 (Besatzungsrecht), 1953-1956 im AA Leiterin des Referates 218 bzw. (ab 1955) 216 (Europäische politische Gemeinschaft, ab 1955: Europäische politische Integration), 1956-1960 bei der Vertretung der Bundesrepublik bei der UNO in New York, 1960-1969 erneut im AA, dort Leiterin des Referates 300 bzw. (ab 1963) I B 1 (mit Zuständigkeit vor allem für Vereinte Nationen, internationale weltweite Organisationen, multilaterale Zusammenarbeit auf dem Gebiet der Atomenergie, internationale Beziehungen auf dem Gebiet der Weltraumforschung, politische technisch-wissenschaftliche Fragen), 1969-1974 Leiterin der Vertretung der Bundesrepublik beim Europarat in Straßburg, seit 1963 außerplanmäßige Professorin für Osteuropäische Geschichte und vergleichende Verfassungsgeschichte an der Universität Bonn.

Arno Runge (geb. 1930)

Werkzeugmacher, 1961-1962 Verfahren und Verurteilung wegen Beleidigung der Bundesregierung und Verunglimpfung der Bundesflagge in einem 1959 verfassten Artikel in der Zeitschrift „Volkswarte".

Dean Rusk (1909-1994)

1934-1940 Professor für Staatswissenschaften am Mills College in Oakland, Kalifornien, 1940-1946 Kriegsdienst, zuletzt stellvertretender Chef der Operationsabteilung im Generalstab des US-Verteidigungsministeriums, 1946-1952 Leiter der Fernost-Abteilung im US-Außenministerium (State Departement), 1952-1960 Präsident der Rockefeller-Foundation, 1961-1969 Außenminister (Secretary of State) der USA.

Richard Scheringer (1904-1986)

Seit 1924 Offizier der Reichswehr, 1930 und 1932 Verurteilung zu Festungshaft wegen Vorbereitung zum Hochverrat, seit 1931 Mitglied der KPD, seit 1934 Landwirt, 1939-1942 und 1944-1945 Kriegsdienst, 1946 MdL Bayern, Mitglied im Vorstand der KPD, 1956 1. Sekretär der KPD-Landesleitung Bayern, 1956 Verurteilung vom Bundesgerichtshof wegen Vorbereitung eines hochverräterischen Unternehmens zu zwei Jahren Gefängnis, 1958 Aussetzung des Strafvollzugs auf Bewährung, 1961 (Sept.) Widerruf der Strafvollzugsaussetzung, 1962 begnadigt, nach 1968 in der DKP, dort Vorstandsmitglied.

Kurt Schmücker (1919-1996)

1938-1940 Tätigkeit als Buchdrucker bei den „Oldenburgischen Nachrichten", 1940-1946 Kriegsdienst und Kriegsgefangenschaft, Übernahme der elterlichen Druckerei, 1949-1972 MdB (CDU), dort 1959-1961 Vorsitzender des Wirtschaftsausschusses, 1956-1966 Vorsitzender der CDU-Mittelstandsvereinigung, 1963-1966 Bundesminister für Wirtschaft, 1966 (8. Nov.-1. Dez.) zugleich Bundesminister der Finanzen, 1966-1969 Bundesschatzminister, 1968-1971 Bundesschatzmeister der CDU, 1972-1986 Bürgermeister von Löningen (Oldenburg).

Gerhard Schmückle (geb. 1917)

1936-1945 Berufssoldat, 1945-1953 Landwirt, 1952-1956 Journalist, 1956-1962 BMVtg, dort 1956-1957 Leiter des Referates V A 8 (Innere Führung), 1957-1962 Leiter des Pressereferates, 1963-1964 beim NATO-Defence College in Paris, 1964-1968 Militärischer Berater bei der deutschen NATO-Vertretung in Brüssel, 1968-1970 stellvertretender Kommandeur der 12. Panzerdivision in Veitshöchheim, 1970-1973 stellvertretender Chef der Operationsabteilung beim NATO-Oberkommando (SHAPE) in Casteau, 1973-1974 stellvertretender Kommandierender General beim I. Korps in Münster, 1974-1977 Direktor des Internationalen Militärstabs (IMS) der NATO in Brüssel; 1978-1980 Stellvertretender Oberster Befehlshaber der alliierten Streitkräfte in Europa.

Herbert Schneider (Bremerhaven) (1915-1995)

1937-1945 Berufssoldat, seit 1947 Mitglied der Bremer Bürgerschaft (DP), 1951-1961 Landesvorsitzender der DP in Bremen, 1952-1953 Generalsekretär der DP, 1953-1961 und 1969-1972 MdB (1953-1961 DP, 1961 fraktionslos, 1969-1972 CDU), dort 1957-1960 Fraktionsvorsitzender der DP, 1958 stellvertretender, 1961-1962 Bundesvorsitzender der DP, 1962-1969 Geschäftsführer des Bundesverbandes der Deutschen Luft- und Raumfahrtindustrie.

Dr. Gerhard Schroeder (1909-1963)

1934-1939 Reichswirtschaftsministerium, seit 1939 in der Verwaltung der Klöckner-Werke, Duisburg, 1941-1945 Kaufmännischer Direktor des Lothringer Hütten- und Bergwerkvereins in Kneuttingen-Nilvingen, seit 1945 in der Hauptverwaltung der Klöckner-Werke AG, Duisburg, seit 1947 Vorstandsmitglied und 1950 Liquidator, seit 1952 Vorstandsmitglied der aus der Entflechtung hervorgegangenen neuen Klöckner-Gruppe, 1954-1956 Vorstandsvorsitzender der Wirtschaftsvereinigung Eisen- und Stahlindustrie und Präsidiumsmitglied des Bundesverbandes der Deutschen Industrie, 1956-1963 Vorstandsvorsitzender der Klöckner-Werke AG.

Dr. Heinz Simon (1907-1983)

1937-1940 Vorsteher des Finanzamtes Landshut, 1940-1945 Oberfinanzdirektion Breslau, 1948-1951 Abteilungsleiter und stellvertretender Kurdirektor im Staatsbad Pyrmont, 1951-1954 Oberfinanzdirektion Münster, 1954-1966 BMFa, dort 1954-1956 Leiter des Referats 3 (u. a. zuständig für die Wahrung der Belange der Familie in der Steuer- und Wirtschaftspolitik, für Personal-, Beamten- und Tarifrecht, ab 1956 zudem für Familienlastenausgleich), 1957-1966 Leiter der Abteilung Familienfragen bzw. (ab 1962) der Abteilung II (Familienpolitik).

Dr. Kurt Simon (geb. 1920)

1950-1962 Wirtschaftskorrespondent der „Süddeutschen Zeitung" in Bonn, 1962-1973 Ressortchef der Wirtschaftsredaktion der „Frankfurter Rundschau", 1973-1975 Geschäftsführer der Verlagsbeteiligungs- und Verwaltungsgesellschaft Frankfurt/ Main.

Dr. Otto Stalmann (1905-1972)

1924-1945 Preußisches Justizministerium und Reichsministerium für Ernährung und Landwirtschaft, 1946-1948 Zentralamt für Ernährung und Landwirtschaft in der britischen Zone, 1948-1950 Verwaltung für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten des Vereinigten Wirtschaftsgebietes, 1950-1970 BML, dort 1950-1953 Leiter des Referats III A 1 bzw. (ab 1952) VII 1 (Grundsatzfragen, ab 1952: Allgemeine Angelegenheiten des Außenhandels), 1953-1970 Leiter der Abteilung VII (Außenhandel).

Dr. Artur Sträter (1902-1977)

Rechtsanwalt, 1941-1945 Kriegsdienst, seit 1945 Mitglied der CDU, 1946-1947 und 1950-1970 MdL Nordrhein-Westfalen, 1946-1950 Justizminister des Landes Nordrhein-Westfalen, 1950-1954 Minister für Wirtschaft und Verkehr und Stellvertreter des Ministerpräsidenten, 1954-1956 Minister für Bundesangelegenheiten, 1958-1960 Finanzminister, 1960-1962 erneut Minister für Bundesangelegenheiten sowie jeweils (1958-1962) erneut Stellvertreter des Ministerpräsidenten, 1962-1966 erneut Justizminister.

Dr. Dr. Joseph Wendel (1901-1960)

Nach Studium am Collegium Germanicum in Rom (1921-1928) und Priesterweihe (1927) 1928-1929 Kaplan in Kaiserslautern, 1929 Ernennung zum Direktor des Studienheims St. Joseph in Speyer und Religionslehrer am dortigen Gymnasium, 1938-1941 Diözesancaritasdirektor, 1941-1943 Koadjutor des Bischofs von Speyer, 1943-1952 Bischof von Speyer, 1952-1960 Erzbischof von München und Freising, seit 1953 Kardinal, 1956-1960 Katholischer Militärbischof.

Prof. Dr. Hans Wenke (1903-1971)

1938-1954 o. Professor für Pädagogik und Philosophie an den Universitäten Erlangen (1938-1947), Hamburg (1947-1949) und Tübingen (1949-1954), 1954-1957 Senator und Präses der Schulbehörde der Freien und Hansestadt Hamburg, 1957-1967 (Emeritierung) erneut an der Universität Hamburg, dort Direktor des Seminars für Erziehungswissenschaften, gleichzeitig 1960 Berufung zum Vorsitzenden der Kommission zur Beratung der Bundesregierung in Fragen der politischen Bildung, 1961 Bestellung zum Vorsitzenden des Gründungsausschusses der Ruhr-Universität Bochum, dort 1963-1965 Gründungsrektor.

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