2.4.15 (k1964k): H. Verhaftung des Regierungskriminalrates Ewald Peters

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[H.] Verhaftung des Regierungskriminalrates Ewald Peters

Der Bundesminister des Innern unterrichtet das Kabinett über die Verhaftung eines höheren Beamten der Sicherungsgruppe wegen seiner Beteiligung an Juden-Erschießungen 44.

44

Peters, als Leiter des Hauptreferats Sicherheit der Abteilung Sicherungsgruppe des Bundeskriminalamtes verantwortlich für den Begleitschutz des Bundespräsidenten und des Bundeskanzlers sowie ihrer ausländischen Staatsgäste, war am 29. Jan. 1964 nach seiner Rückkehr aus Rom, wohin er den Bundeskanzler begleitet hatte, verhaftet worden. Er wurde von der Zentralstelle im Lande Nordrhein-Westfalen für die Bearbeitung von nationalsozialistischen Massenverbrechen bei dem Leitenden Oberstaatsanwalt in Dortmund beschuldigt, während des Zweiten Weltkriegs als Führer in einem Einsatzkommando der Sicherheitspolizei und des SD bei Rostow in Südrussland an Massenerschießungen beteiligt gewesen zu sein. Unterlagen in B 141/17088 und B 136/4414, ferner in B 106/104326. - Peters beging in der Nacht zum 3. Febr. 1964 im Bonner Untersuchungsgefängnis Selbstmord.

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