2.40.8 (k1964k): 4. Errichtung von Film- und Fernsehakademien in Berlin und München unter Beteiligung des Bundes, BMI

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Die Kabinettsprotokolle der Bundesregierung. Band 17. 1964Sachverständigenrat zur Begutachtung der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung Geburtstagsgeschenk für Heinrich von BrentanoArbeitsbesuch Charles de Gaulles in BonnBehandlung der Verjährungsfrage im Kabinett

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4. Errichtung von Film- und Fernsehakademien in Berlin und München unter Beteiligung des Bundes, BMI

Der Bundesminister des Innern trägt den Inhalt seiner Kabinettsvorlage vor. Der Bundesminister der Finanzen erklärt sich angesichts der politischen Bedeutung des Vorhabens bereit, seine haushaltsrechtlichen Bedenken zurückzustellen. Das Kabinett beschließt gemäß der Vorlage des Bundesministers des Innern 20.

20

Vorlage des BMI vom 16. Okt. 1964 in B 136/3496. - Nachdem die seit 1962 laufenden Planungen zur Gründung einer einheitlichen Film- und Fernsehakademie mit zwei Ausbildungsstätten in Berlin und München sich als nicht realisierbar erwiesen hatten, da die Länder Berlin und Bayern entscheidenden Wert auf eigene Einrichtungen legten, hatten sich nunmehr BMI und beide Länder auf die Errichtung zweier getrennter Akademien geeinigt. Dabei sollte die Akademie in München mit dem Schwerpunkt Fernsehen und die in Berlin mit dem Schwerpunkt Film geführt werden. In seiner Vorlage hatte der BMI um die Zustimmung der Bundesregierung zu einer Beteiligung des Bundes je zur Hälfte gebeten. Der BMF hatte demgegenüber bislang die Gründung einer einzigen Filmhochschule als ausreichend für die kulturpolitischen Belange des Bundes angesehen, zudem verfassungsrechtliche Bedenken gegen die Betätigung des Bundes im Fernsehbereich erhoben und sich geweigert, beim Haushaltsausschuss des Deutschen Bundestages die Freigabe der bereits im Bundeshaushalt 1963 eingestellten, mit einem Sperrvermerk versehenen Haushaltsmittel zu beantragen. Vgl. dazu Dahlgrüns Schreiben an Höcherl vom 2. Okt. 1964 sowie die Vorlage für den BMF zur Kabinettssitzung vom 20. Okt. 1964 in B 126/30928. - Der Sperrvermerk wurde am 2. Dez. 1964 durch den Haushaltsausschuss aufgehoben (vgl. den Vermerk des BMF vom 3. Dez. 1964 in B 126/30928). - Auf der Grundlage eines Verwaltungsabkommens zwischen der Bundesrepublik Deutschland und dem Land Berlin vom 26. Juni 1965 wurde die Deutsche Film- und Fernsehakademie Berlin GmbH gegründet, die im Wintersemester 1966/67 mit ihrer Unterrichtstätigkeit begann. Vgl. den Text des Abkommens in B 126/30928, weitere Unterlagen in B 106/34655, 34671 und 34672 sowie 34683 und 34684. - Eine Bundesbeteiligung an der am 19. Juli 1966 in München gegründeten Hochschule für Fernsehen und Film kam nicht zustande, da das Land Bayern erneut eine landeseigene Institution vorzog. Vgl. das Schreiben des BMI an den Vorsitzenden des Bewertungsausschusses der Filmbewertungsstelle Wiesbaden Dr. Theo Fürstenau vom 16. Juli 1965 in B 106/34691.

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