2.13.10 (k1969k): D. Erhöhung des Diskontsatzes

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Palais SchaumburgBandrücken der EditionÜberreichung des ersten Bandes an Bundeskanzler Helmut SchmidtDas Bundesarchiv, KoblenzKabinettssitzung 1956

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[D.] Erhöhung des Diskontsatzes

StS Dr. Schöllhorn trägt vor, daß die Bundesbank erwäge, auf der Sitzung des Zentralbankrates am Donnerstag, dem 17. April 1969, eine Erhöhung des Diskontsatzes von 3% auf 4% zu beantragen. 21

21

Siehe Sondersitzung am 18. März 1969 TOP 1. - Noch im März 1969 hatte der Zentralbankrat einen solchen Schritt abgelehnt. Nachdem Anfang April 1969 in einer Reihe von Ländern, z. B. in den USA, die Diskontsätze der Notenbanken erhöht worden waren, hielt die Bundesbank im Rahmen ihrer zahlungsbilanzorientierten Politik eine Erhöhung des inländischen Zinsniveaus vertretbar und angezeigt. Nach Ansicht des Zentralbankrats konnte eine Diskontsatzerhöhung um 1% die Lage beruhigen, weil damit eindeutige Verhältnisse geschaffen würden. Vgl. die Protokolle der Sitzungen des Zentralbankrats am 20. März und 17. April 1969 in HA BBk B 330/480/2 und 481/1 sowie B 136/3329.

In der Diskussion, an der sich der Bundeskanzler sowie die Staatssekretäre Grund und Dr. Vogel beteiligen, vertreten StS Dr. Schöllhorn und StS Grund die Ansicht, daß ein Veto der Bundesregierung gegen einen etwaigen Beschluß des Zentralbankrates nicht ins Auge gefaßt werden sollte.

Der Bundeskanzler äußert den Wunsch, daß über die von der Bundesbank in Erwägung gezogene Erhöhung des Diskontsatzes am Mittwoch, dem 16. April 1969, ein Gespräch mit Bundesminister Dr. h. c. Strauß stattfindet. 22

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Zu Kiesingers Gespräch mit Strauß am 16. April 1969 Näheres nicht ermittelt. Vgl. die Zeittafel in ACDP, Nachlass Kiesinger 01-226-320. - Am 18. April 1969 wurde der Diskontsatz von 3 auf 4% erhöht. - Fortgang 165. Sitzung am 7. Mai 1969 TOP A.

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