2.17.8 (k1969k): D. Fall Lebach

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Palais SchaumburgBandrücken der EditionÜberreichung des ersten Bandes an Bundeskanzler Helmut SchmidtDas Bundesarchiv, KoblenzKabinettssitzung 1956

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[D.] Fall Lebach

Auf Frage des Bundeskanzlers erklärt Ministerialdirektor Dr. Maassen, daß die Täter gefaßt seien. Der eine der beiden Verhafteten habe bereits ein Geständnis abgelegt. 28

28

Siehe 153. Sitzung am 22. Jan. 1969 TOP A. - Am 26. April 1969 waren die beiden 26-jährigen Haupttäter Wolfgang Ditz und Hans-Jürgen Fuchs verhaftet worden. Die von den Beschuldigten als Tatmotiv angegebenen Zersetzungsabsichten gegenüber der Bundeswehr bezweifelte der Generalbundesanwalt. Er ging davon aus, dass der Überfall als Druckmittel für Erpressungen vermögender Bürger geplant worden war, da die Täter den gesamten Tathergang fotografiert und unter Mithilfe des später verhafteten Gernot Wenzel bereits versucht hatten, einen renommierten Münchener Finanzmakler zu erpressen. Der Fall wurde an den Oberstaatsanwalt beim Landgericht Saarbrücken überwiesen. Vgl. den Bericht des Generalbundesanwalts vom 4. Juni 1969 in B 136/3180 und die Anklageschrift des Leitenden Oberstaatsanwalts des Landgerichts Saarbrücken vom 3. April 1970 in BW 1/77566. - Am 7. Aug. 1970 wurden Ditz und Fuchs zu lebenslanger Haft, Wenzel zu einer sechsjährigen Haftstrafe verurteilt (Urteil in B 136/3180 und BW 1/25311).

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