3.3 (k1969k): Sonstige 1969 erwähnte Personen

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Palais SchaumburgBandrücken der EditionÜberreichung des ersten Bandes an Bundeskanzler Helmut SchmidtDas Bundesarchiv, KoblenzKabinettssitzung 1956

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Sonstige 1969 erwähnte Personen

Hermann Josef Abs (1901-1994)

Nach einer Banklehre Tätigkeit in verschiedenen Bankhäusern in Bonn und Köln, ab 1923 in den Niederlanden, Großbritannien, USA und Südamerika, 1929-1934 Prokurist im Bankhaus Delbrück, Schickler & Co. in Berlin, seit 1935 als Teilhaber, 1937 Aufsichtsratsmitglied der IG-Farben-Industrie, seit 1938 Vorstandsmitglied und Direktor der Auslandsabteilung der Deutschen Bank, 1948 Mitglied, 1951 stellvertretender Vorsitzender und 1959-1973 Vorsitzender des Verwaltungsrates der Kreditanstalt für Wiederaufbau, 1951-1953 Leiter der deutschen Delegation bei der Londoner Schuldenkonferenz, seit 1952 im Verwaltungsrat der Deutschen Bundesbahn, 1955 Leiter der Delegation bei den Besprechungen über das deutsche Vermögen in den USA, 1957-1967 Vorstandssprecher und 1967-1976 Aufsichtsratsvorsitzender der Deutschen Bank.

Dr. Friedrich Ackermann (geb. 1901)

Nach dem Studium der Landwirtschaft zunächst Tätigkeit in der Wirtschaftsberatung der Landwirtschaftskammer Stettin, seit 1928 bei der Deutschen Zentralgenossenschaftskasse, dort ab 1929 Mitglied des Direktoriums, nach Stationen bei den Hauptvereinigungen der Deutschen Milchwirtschaft und der Deutschen Viehwirtschaft seit 1937 Geschäftsführer der Hauptvereinigung der Deutschen Getreide- und Futtermittelwirtschaft, seit 1946 bei der Vereinigung Nord- und Westdeutscher Handelsmühlen, ab 1948: Arbeitsgemeinschaft Deutscher Handelsmühlen, heute: Verband Deutscher Mühlen, dort Geschäftsführer, 1955-1971 Mitglied des Vorstands.

Dr. Walther Ammann (1912-1969)

1947-1969 Rechtsanwalt in Heidelberg, 1956 Gründer des „Initiativ-Ausschusses für die Amnestie und der Verteidiger in Politischen Strafsachen".

Dr. Hans Apel (1932-2011)

1951-1954 Kaufmännische Lehre und Tätigkeit bei einem Hamburger Mineralölkonzern, 1954-1957 Studium der Wirtschaftswissenschaften, 1958-1961 Sekretär der sozialistischen Fraktion des Europäischen Parlaments, 1962-1965 als „Chef de Division" erster Sekretär des Verkehrsausschusses und des Ausschusses für Wirtschaft und Finanzen des Europäischen Parlaments, 1955 Eintritt in die SPD, 1965-1990 MdB, 1965-1970 MdEP, 1969-1972 und 1983-1988 stellvertretender Fraktionsvorsitzender, 1970-1988 Mitglied des Parteivorstands, 1984-1986 Mitglied des Präsidiums der SPD, 1972-1974 Parlamentarischer Staatssekretär für Europafragen im AA, 1974-1978 Bundesminister der Finanzen, 1978-1982 Bundesminister der Verteidigung.

Reinhart Christof Bartholomäi (geb. 1936)

1956-1961 Studium der Soziologie, 1961-1963 wissenschaftlicher Mitarbeiter von Prof. Dr. Achinger, Frankfurt am Main, als Mitglied der Kommission für vordringliche sozialpolitische Fragen der Deutschen Forschungsgemeinschaft, 1963 beim Statistischen Bundesamt, dort in der Abteilung Bevölkerungs- und Kulturstatistik Referent im Referat Bildungswesen, 1963-1969 Assistent der Fraktion der SPD im Deutschen Bundestag, 1970-1976 BMA, dort in der Abteilung I (Grundsatz- und Planungsabteilung) 1970-1972 Leiter der UAbt. I b (Gesamtwirtschaftliche und statistische Fragen der Sozialpolitik), 1972-1976 Leiter der UAbt. I a (Gesellschafts-, wirtschafts- und finanzpolitische Fragen der Sozialpolitik), 1976-1985 als Staatssekretär Chef der Staatskanzlei des Landes Hessen, 1985-2000 Leitender Geschäftsführer der Nassauische Heimstätte Wohnungs- und Entwicklungsgesellschaft mbH, Frankfurt am Main.

Dr. Rainer Barzel (1924-2006)

1941-1945 Kriegsdienst, anschließend Studium der Rechtswissenschaften und der Volkswirtschaft, 1949-1956 Tätigkeit bei der Landesregierung von Nordrhein-Westfalen, 1956 Geschäftsführendes Mitglied des Präsidiums des Landesverbandes Nordrhein-Westfalen der CDU, 1957-1987 MdB, 1962-1963 Bundesminister für gesamtdeutsche Fragen, 1963-1964 stellvertretender und amtierender Fraktionsvorsitzender, 1964-1973 Fraktionsvorsitzender, 1971-1973 Bundesvorsitzender der CDU, 1973-1979 Mitarbeiter in einer Anwaltskanzlei in Frankfurt am Main, 1977-1979 Vorsitzender des Ausschusses für Wirtschaft und 1980-1982 Vorsitzender des Auswärtigen Ausschusses des Deutschen Bundestages, 1982-1983 Bundesminister für innerdeutsche Beziehungen, 1983-1984 Präsident des Deutschen Bundestages, 1980 und 1986-1990 Koordinator für deutsch-französische Zusammenarbeit.

Prof. Dr. Heinrich Bauersfeld (geb. 1926)

1946-1951 Studium der Mathematik, Physik und Chemie, 1951 Wissenschaftliche Prüfung für das Lehramt an höheren Schulen, 1953-1954 Wissenschaftlicher Assistent an der Pädagogischen Hochschule Celle bzw. Osnabrück, 1954-1966 Lehrtätigkeit an der Pädagogischen Hochschule Hannover, dort 1955 Dozent, 1962 Professor, 1966-1973 o. Professor und Direktor des Instituts für Didaktik der Mathematik an der Abteilung für Erziehungswissenschaften der Universität Frankfurt am Main, 1973-1993 Professor für Didaktik der Mathematik, Direktor des Instituts für Didaktik der Mathematik und Leiter der Forschungsgruppe „Kommunikation im Unterricht" an der Universität Bielefeld, 1969-1974 Mitglied der Bildungskommission des Deutschen Bildungsrats und Vorsitzender des Ausschusses „Schulnahe Curriculumentwicklung".

Dr. Christoph Bertram (geb. 1937)

Nach dem Studium der Rechtswissenschaften und Politischen Wissenschaften Tätigkeit in der Generaldirektion Auswärtige Beziehungen der Europäischen Kommission, anschließend am Internationalen Institut für Strategische Studien (IISS), London, in dieser Zeit 1970 als Assistant Director des IISS kurzfristig Mitglied des Planungsstabs im BMVtg zur Erstellung des „Weißbuchs" im Auftrag des BMVtg Schmidt, 1974-1982 Direktor des IISS, 1982-1998 Außenpolitischer Redakteur der Wochenzeitung „Die Zeit", zusätzlich Mitglied des Redaktionsausschusses des „Foreign Policy Magazine", Washington, 1998-2005 Direktor der Stiftung Wissenschaft und Politik, Berlin.

Dr. Heinrich Böx (1905-2004)

1928-1939 Schuldienst in Hamburg, 1939-1945 Kriegsdienst, 1945-1949 journalistische Tätigkeit, u. a. German News Service, Deutscher Pressedienst, Allgemeine Kölnische Rundschau, 1949-1950 BPA, dort Leiter der Auslandsabteilung und stellvertretender Chef, 1951-1970 AA, dort u. a. 1951-1956 Konsul I. Kl. bzw. ab 1955 Generalkonsul in New York, 1956 Leiter des Saarreferats im AA, 1957-1961 stellvertretender Generalsekretär bei der WEU, 1961-1964 Generalkonsul (Leiter der Handelsvertretung) in Helsinki, 1964-1966 Botschafter in Oslo, 1966-1970 Botschafter (Leiter der Handelsvertretung) in Warschau.

Dr. Manlio Giovanni Brosio (1897-1980)

1915-1918 Kriegsdienst und Gefangenschaft, 1918-1920 Studium der Rechtswissenschaften, 1920-1942 Rechtsanwalt in Turin, 1943-1944 Mitglied des Komitees der Nationalen Befreiung, 1944 Generalsekretär der Partito Liberale Italiano (PLI), 1944-1945 Minister ohne Geschäftsbereich, 1945-1946 zunächst Vizepräsident im Ministerrat, dann Verteidigungsminister, 1946-1951 Botschafter in Moskau, 1952-1954 in London, 1954-1961 in Washington, 1961-1964 in Paris, 1964-1971 Generalsekretär der NATO.

Hermann Busse (1903-1970)

Nach dem Studium der Rechtswissenschaften Tätigkeit als Rechtsanwalt, 1939-1949 Kriegsdienst und Gefangenschaft, anschließend Rechtsanwalt und Notar in Herford, 1949 Eintritt in die FDP, bis 1961 Mitglied des Verfassungsgerichtshofes des Landes Nordrhein-Westfalen, 1961-1969 MdB.

Jacques Pierre Michel Chaban-Delmas (1915-2000)

Nach dem Studium der Rechtswissenschaften Tätigkeit als Journalist, 1940-1944 im Finanzministerium der Vichy-Regierung, gleichzeitig Mitglied der Résistance, Teilnahme an der Befreiung von Paris, seit 1946 Mitglied der Nationalversammlung, 1947-1977 und 1983-1995 Bürgermeister von Bordeaux, 1954-1955 Minister für Öffentliche Arbeiten, 1956-1957 Staatsminister, 1957-1958 Verteidigungsminister, 1958-1969, 1978-1981, 1986-1988 Präsident der Nationalversammlung, 1969-1972 Premierminister.

Jürgen Cieslik (geb. 1939)

1954-1957 Lehre als Industriekaufmann bei der Dortmund-Hörder Hüttenunion AG, 1957-1959 kaufmännischer Angestellter bei der Ruhrstahl AG, Hattingen, 1959-1964 bei der „Westfälischen Rundschau", dort 1959-1961 Volontär, 1961-1964 Redakteur, 1965 Redakteur der Publikationsabteilung des Instituts für angewandte Sozialwissenschaft GmbH, Bad Godesberg, 1966-1967 Redakteur der „Bild", Hamburg, 1967-1970 Korrespondent der „Bild" in Bonn, 1970-1976 BMJFG, dort der Ministerin direkt unterstellt, 1970-1974 Leiter des Referats Presse- und Öffentlichkeitsarbeit, ab 1973: Referat 013 (Presse- und Öffentlichkeitsarbeit), 1974-1975 Leiter des Referats 015 (Öffentlichkeitsarbeit), 1975-1976 Übernahme von Sonderaufgaben zur Entlastung der Fachbereiche, anschließend Tätigkeit als Journalist und Autor.

Marc Daniel Cohn-Bendit (geb. 1945)

Nach dem Abitur 1965 Studium der Soziologie in Paris und Frankfurt am Main, im Zusammenhang mit den Studentenunruhen in Paris Ausweisung aus Frankreich und Aufnahme einer Tätigkeit als Publizist in Frankfurt am Main, Redakteur und Herausgeber des alternativen Stadtmagazins „Pflasterstrand", seit 1984 Mitglied der Grünen, 1989-1997 Mitglied des Stadtrats in Frankfurt am Main und ehrenamtlicher Dezernent für multikulturelle Angelegenheiten, seit 1994 MdEP, seit 2002 Vorsitzender der Fraktion der Grünen/Freie Europäische Allianz.

Prof. Dr. Theodor Dams (geb. 1922)

1959-1965 Leiter der Abteilung für Koordinierung der Agrar-Strukturpolitik bei der EWG-Kommission in Brüssel, 1965-1990 o. Prof. für Wirtschaftspolitik und Direktor des Instituts für Entwicklungspolitik der Universität Freiburg i. Br., 1966-1975 Mitglied der Bildungskommission des Deutschen Bildungsrats, langjähriges Mitglied des Wissenschaftlichen Beirats des BML und des BMZ.

Dr. Hans Dichgans (1907-1980)

1925-1932 Studium der Rechtswissenschaften und juristischer Vorbereitungsdienst, 1933 beim Reichskommissar für die Osthilfe, Stettin, dort Referent, 1934-1938 bei der Deutschen Reichsbahn, Wuppertal, 1938-1945 beim Reichskommissar für die Preisbildung, Berlin, seit 1945-1952 leitende Tätigkeit in der Privatindustrie, 1953-1973 bei der Wirtschaftsvereinigung Eisen- und Stahlindustrie, Düsseldorf, dort seit 1955 Hauptgeschäftsführer, seit 1958 geschäftsführendes Vorstandsmitglied, 1974-1975 Hauptgeschäftsführer des Bundesverbandes der Deutschen Industrie, 1954 Eintritt in die CDU, 1961-1972 MdB, 1961-1970 MdEP.

Anatolij F. Dobrynin (1919-2010)

Nach einem Ingenieurstudium Studium der Geschichte, seit 1946 im diplomatischen Dienst der Sowjetunion, zunächst in der Amerikaabteilung des Außenministeriums, 1952-1955 an der Botschaft in Washington, 1955-1957 in der Zentrale in Moskau, 1957-1960 bei den Vereinten Nationen, New York, 1961 erneut in der Zentrale, dort Leiter der Amerikaabteilung, Ende 1961-1986 Botschafter in Washington, 1986-1988 Sekretär des Zentralkomitees der KPdSU.

Dr. Ludwig Erhard (1897-1977)

1928-1942 wissenschaftlicher Assistent und Mitglied der geschäftsführenden Leitung des Instituts für Wirtschaftsbeobachtung der deutschen Fertigware, Nürnberg, 1942-1945 Leiter des Instituts für Industrieforschung, 1945-1946 Bayerischer Staatsminister für Wirtschaft, 1947 Honorarprofessor der Universität München, 1947-1948 Vorsitzender der Sonderstelle Geld und Kredit bei der Verwaltung für Finanzen des Vereinigten Wirtschaftsgebietes, 1948-1949 Direktor der Verwaltung für Wirtschaft des Vereinigten Wirtschaftsgebietes, 1949-1977 MdB (CDU), 1949-1963 Bundesminister für Wirtschaft, 1957-1963 zugleich Stellvertreter des Bundeskanzlers, 1963-1966 Bundeskanzler, 1966-1967 Bundesvorsitzender der CDU.

Alfred Faude (1916-1980)

1930-1946 Stadtverwaltung Mannheim, Wehr-, Kriegsdienst und Gefangenschaft, 1942, 1946-1949 Studium der Rechtswissenschaften, 1949-1952 juristischer Vorbereitungsdienst, 1952-1953 Justizministerium des Landes Rheinland-Pfalz, dort Hilfsrichter beim Amtsgericht Kreuznach, den Landgerichten Frankenthal, Trier und Mainz, 1953-1956 Bundesgesundheitsamt, Koblenz, dort in der Zentralabteilung Referent für Rechtsangelegenheiten, 1956-1975 BMI, dort 1956-1959 in der UAbt. IV B (Rechts- und Verwaltungsangelegenheiten des Gesundheitswesens, Lebensmittel- und Arzneimittelwesen) Hilfsreferent im Referat IV B 6, ab 1959 IV A 6, 1959-1966 in der Abteilung Z (Zentralabteilung), dort 1959-1960 Hilfsreferent im Referat Z 2 (Personalangelegenheiten der zum Geschäftsbereich des BMI gehörenden Dienststellen), 1960-1966 im Referat Z 6 (Organisationsreferat), dort zunächst Hilfsreferent, ab 1961 Leiter dieses Referats, 1966-1967 Präsident des Bundesverwaltungsamts, 1967-1970 Leiter der UAbt. V II (Verwaltung, Verwaltungsgerichtsbarkeit), 1968 zugleich Leiter der neu eingerichteten Arbeitsgruppe Dienstliche Fortbildung sowie zunächst stellvertretender, 1970-1975 Vorsitzender und Generalberichterstatter der 1969 eingerichteten Projektgruppe für die Reform der Struktur von Bundesregierung und Bundesverwaltung beim Bundesminister des Innern, 1969-1970 kommissarischer Leiter der Bundesakademie für öffentliche Verwaltung, ab 1976 Beauftragter des Vorstands Bayerische Motorenwerke AG in Bonn.

Heinz Felfe (1918-2008)

1937 Geschäftsstellenleiter bei einem Gaugericht der NSDAP, 1939-1940 Kriegsdienst, 1941 Eintritt in den Sicherheitsdienst (SD) der SS, 1942-1943 Ausbildung zum Kriminalkommissar, seit 1943 Reichssicherheitshauptamt, dort im Amt VI (Auslandsnachrichtendienst) Leiter des Referats B 3 (Schweiz) mit den Mitarbeitern Hans Clemens und Erwin Tiebel, 1944 beim Befehlshaber der Sicherheitspolizei und des SD in den Niederlanden, 1945-1946 Kriegsgefangenschaft, 1947-1950 Mitarbeiter des britischen Geheimdienstes in Münster, 1950-1951 BMG, dort Flüchtlingsbefrager, 1951-1961 bei der „Organisation Gehlen" bzw. seit 1956 beim Bundesnachrichtendienst, dort zuletzt in der Abteilung III f (Gegenspionage) Leiter des Sowjet-Referats, 1951-1961 gleichzeitig Mitarbeiter des sowjetischen Geheimdienstes KGB, 1961 Verhaftung zusammen mit Clemens und Tiebel, 1963 Verfahren wegen Landesverrats vor dem Bundesgerichtshof und Verurteilung zu 14 Jahren Zuchthaus, 1969 Austausch gegen drei in der DDR inhaftierte Bürger der Bundesrepublik.

Ludwig Fellermaier (1930-1996)

Nach einer Ausbildung zum Großhandelskaufmann 1949-1953 Tätigkeit als Redaktionsmitglied der „Schwäbischen Donau-Zeitung", Ulm, anschließend als Kaufmann in der Kraftfahrzeugwirtschaft, zuletzt als Werbeleiter, 1947 Eintritt in die SPD, dort langjähriger stellvertretender Vorsitzender der Jungsozialisten Südbayerns und Mitglied des SPD-Bezirksvorstands Südbayern, Vorsitzender des SPD-Unterbezirks Westschwaben und Mitglied des SPD-Landesvorstands Bayern, 1965-1980 MdB, 1968-1989 MdEP, dort 1975-1979 Vorsitzender der Sozialistischen Fraktion, 1979-1982 Vorsitzender des Gemischten Parlamentarischen Ausschusses für die Assoziation EWG/Türkei, 1980 Mitglied des Präsidiums des Europäischen Parlaments.

Dr. Gerhard Michael Frey (geb. 1933)

Nach dem Studium der Rechts- und Staatswissenschaften Volontariat bei der „Passauer Neue Presse", 1958 Gründung des DSZ-Verlags (Druckschriften- und Zeitungsverlags GmbH), seit 1958/61 Eigentümer der „Deutsche Soldaten-Zeitung" seit 1963: „Deutsche National-Zeitung", 1971 Gründung des Vereins „Deutsche Volksunion e. V." (DVU), 1975-1979 Mitglied der NPD, 1986 Gründung der Partei „Deutsche Volksunion - Liste D" bzw. ab 1991: „Deutsche Volksunion" (DVU) und 1987-2009 deren Vorsitzender.

Egon J. Geis (geb. 1931)

Seit Anfang der 60er Jahre in Frankfurt am Main als Rechtsanwalt niedergelassen.

Valéry Giscard d'Estaing (geb. 1926)

1944-1945 Kriegsdienst, nach dem Studium an der Ecole Polytechnique und der Ecole Nationale d'Administration 1952 Beamter bei der Finanzinspektion, 1954 Ernennung zum Inspecteur des Finances, 1954 Stellvertretender Kabinettsdirektor im Kabinett Faure, 1956-1957 Mitglied der französischen UN-Delegation, 1956-1974 Abgeordneter der Nationalversammlung, 1959-1962 Staatssekretär im Finanzministerium, 1962-1966 und 1969-1974 Finanz- und Wirtschaftsminister, 1974-1981 Staatspräsident der Französischen Republik, anschließend erneut Abgeordneter der Nationalversammlung, 1989-1993 MdEP.

Dr. Nahum Goldmann (1895-1982)

Seit 1918 Tätigkeit in der zionistischen Bewegung, Mitbegründer und Mitherausgeber der „Encyclopaedia Judaica", 1926-1933 Leiter der Zionistischen Vereinigung in Deutschland, 1933 Emigration, 1935-1940 Vertreter der Jewish Agency beim Völkerbund in Genf, seit 1940 als amerikanischer Staatsbürger zusammen mit David Ben Gurion erfolgreicher Einsatz für die Gründung des Staates Israel, 1949-1978 Präsident des Jüdischen Weltkongresses, seit 1951 gleichzeitig der Conference on Jewish Material Claims against Germany, 1952 maßgebliche Beteiligung an der Aushandlung des Wiedergutmachungsabkommens der Bundesrepublik mit Israel, 1956-1968 Präsident der Zionistischen Weltorganisation.

Max Güde (1902-1984)

1929-1932 Staatsanwalt in Mosbach (Baden), 1932-1933 Amtsgerichtsrat in Bruchsal, 1933-1943 in Wolfach, 1943-1945 Kriegsdienst, 1945-1950 Oberstaatsanwalt in Konstanz, 1950-1955 Bundesanwalt, 1955-1956 Senatspräsident, 1956-1961 Generalbundesanwalt beim Bundesgerichtshof, 1961-1969 MdB (CDU), dort 1963-1969 Vorsitzender des Sonderausschusses Strafrecht bzw. ab 1965 für die Strafrechtsreform.

Armin Halle (geb. 1936)

1957-1962 Soldat auf Zeit, zuletzt Jugendoffizier, 1962-1966 Studium der Pädagogik und der Philosophie, 1966 Redakteur beim Bayerischen Rundfunk, 1967-1970 Redakteur bei der „Süddeutschen Zeitung", München, und Lehrtätigkeit an der Deutschen Journalisten-Schule, München, 1970-1977 BMVtg, dort 1970-1973 im Informations- und Pressestab (IP Stab) Leiter des Referats 1 (Presseangelegenheiten, Nachrichtengebung), 1974-1977 Leiter des Informations- und Pressestabs, 1977-1979 Bundeskanzleramt, dort 1977-1978 Referent in der Gruppe 03 (Kommunikation, Information), 1978-1979 Leiter der Gruppe 03 (Kommunikation, Information), 1979-1984 bei der NATO, Brüssel, dort Director of Information, anschließend Tätigkeit als Journalist und Medientrainer für Führungskräfte.

Prof. Dr. Heinz Haller (1914-2004)

Nach dem Studium der Volkswirtschaftslehre und der Finanzwissenschaft 1936-1938 Wehrdienst, 1938-1946 Tätigkeit in der Privatwirtschaft, 1939-1945 Kriegsdienst und Gefangenschaft, 1948-1953 an der Universität Tübingen, dort zunächst Privatdozent, seit 1953 apl. Professor für Volkswirtschaftslehre und Finanzwissenschaft, 1954-1957 o. Professor an der Universität Kiel, 1957-1959 an der Universität Heidelberg, 1967-1970 Leiter des Instituts für Wirtschaftswissenschaften an der Universität Zürich, 1970-1972 Staatssekretär im BMF, anschließend erneut Professor, anschließend Rückkehr nach Zürich, 1981 Emeritierung, seit 1955 Mitglied des Wissenschaftlichen Beirats beim BMF, seit 1965 des Wissenschaftlichen Beirats beim BMWi.

Dr. Günter Hartkopf (1923-1989)

1941-1945 Kriegsdienst und Gefangenschaft, 1945-1952 Studium der Rechtswissenschaften und juristischer Vorbereitungsdienst, 1953 beim Finanzamt Düsseldorf und der Oberfinanzdirektion Düsseldorf, 1954-1957 beim Finanzamt Mönchengladbach, 1957-1962 im Finanzministerium des Landes NRW, Düsseldorf, 1962-1963 BMF, dort Persönlicher Referent des Ministers, 1963-1969 beim Senator für Bundesangelegenheiten und Bevollmächtigten des Landes Berlin beim Bund, 1969-1983 Staatssekretär im BMI.

Prof. Dr. Reimut Jochimsen (1933-1999)

1953-1957 Studium der Wirtschafts- und Sozialwissenschaften, 1957-1964 wissenschaftlicher Assistent an der Universität Freiburg i. Br., 1964-1990 o. Professor an der Universität Kiel und Direktor des Seminars für Wirtschaftspolitik und (des 1970 eingerichteten) Instituts für Regionalforschung, 1970-1973 Bundeskanzleramt, dort Leiter der Abteilung V (Planung), 1973-1978 Staatssekretär im BMBW, 1978-1980 Minister für Wissenschaft und Forschung NRW, 1980-1985 Minister für Wirtschaft, Mittelstand und Verkehr NRW, 1985-1990 Minister für Wirtschaft, Mittelstand und Technologie NRW, 1990-1999 Präsident der Landeszentralbank in NRW, zugleich Mitglied des Zentralbankrates der Deutschen Bundesbank.

D. Jürgen Kegler (geb. 1944)

1964-1971 Studium der Theologie, in dieser Zeit (bis 1969) zweiter Vorsitzender und Sozialbeauftragter des Verbandes Deutscher Studentenschaften (VDS), 1971 1. Theologisches Examen, 1972-1974 Doktorandenstipendium, gleichzeitig Studium der Philosophie und Geschichte, 1974-1977 Wissenschaftliche Hilfskraft an der Universität Heidelberg, 1975-1977 2. Theologische Ausbildung in der Evangelischen Landeskirche in Baden, 1977 2. Theologisches Examen und Ordination, 1977-1984 Wissenschaftlicher Assistent an der Universität Heidelberg, 1984-2000 Pfarrer und Dekan im Kirchenbezirk Mosbach, 1985-1990 Lehrbeauftragter an der theologischen Fakultät der Universität Heidelberg, 2000-2009 Kirchenrat im Evangelischen Oberkirchenrat Karlsruhe, dort Ausbildungsreferent.

David M. Kennedy (1905-1996)

Nach dem Studium, u. a. der Rechtswissenschaften, Tätigkeit im Bankenbereich, zuletzt 1959-1969 Vorsitzender des Vorstandes der Continental Illinois National Bank, in dieser Zeit Mitarbeit in verschiedenen Kommissionen der Regierung, zuletzt Vorsitzender der Kommission zur Reform des Staatshaushaltes, 1969-1971 Finanzminister, anschließend Sonderbotschafter, 1972-1973 Botschafter bei der NATO.

Dr. Ernst Kern (geb. 1923)

1941-1945 Kriegsdienst und Gefangenschaft, 1946-1952 Studium der Rechtswissenschaften und juristischer Vorbereitungsdienst, 1952-1953 Gerichtsassessor im OLG-Bezirk Neustadt/Weinstraße, 1953-1969 BMJ, dort in der Abteilung IV (Öffentliches Recht), UAbt. IV A, 1953-1955 Hilfsreferent im Referat IV A 3 (Völkerrecht im Allgemeinen; völkerrechtliche Verträge; zwischenstaatliches Sonderrecht, insbesondere Europarecht; internationale und supranationale Gerichtsbarkeit), 1955-1957 Hilfsreferent im Referat IV A 4 (Völkerrechtliche Verträge; Rechtsfragen der Friedensregelung; Besatzungsrecht), 1957-1958 Persönlicher Referent des Ministers, 1959-1963 Leiter des Referats IV A 4, 1963-1964 Referatsleiter in der UAbt. IV B (Völkerrechtliche Verträge; Rechtsfragen der Friedensregelung; Besatzungsrecht; Recht der europäischen Gemeinschaften; Rechtsfragen der Entwicklungshilfe), 1964-1969 in der Abteilung Z (Verwaltung, ab 1965: Justizverwaltung), dort 1964-1968 Leiter des Referats Z 8 (Mitwirkung bei der Vorbereitung der Wahl der Verfassungsrichter und der Richter des Bundesgerichtshofes; Personalangelegenheiten der Richter beim Bundesgerichtshof und Bundespatentgericht; Personalangelegenheiten der Beamten des höheren Dienstes der Bundesjustizbehörden; Mitwirkung in Grundsatzfragen des Referats Z 10), ab 1966 Z B 3, 1968-1969 Leiter der UAbt. Z B, 1969-1982 Bundeskanzleramt, dort 1969-1983 Leiter der Abteilung I, ab 1976 Abteilung 1 (Recht und Verwaltung).

Beate Klarsfeld (geb. 1939)

Nach der Ausbildung zur Sekretärin ab 1960 Aufenthalt in Frankreich, zunächst als Au-pair, dann Tätigkeit als Sekretärin, zuletzt beim Deutsch-Französischen Jugendwerk, Paris, seither - mit deutscher und französischer Staatsbürgerschaft - Tätigkeit als Journalistin, insbesondere im Bereich der Aufklärung und Verfolgung nationalsozialistischer Verbrechen.

Dr. Karl Klasen (1909-1991)

Nach dem Studium der Rechtswissenschaften und juristischem Vorbereitungsdienst 1935-1943 Justitiar in der Rechtsabteilung der Deutschen Bank und Disconto-Gesellschaft, Filiale Hamburg, 1943-1945 Kriegsdienst, 1948-1952 Präsident der Landeszentralbank der Freien und Hansestadt Hamburg, 1952-1957 Vorstandsmitglied der Norddeutschen Bank, Hamburg, 1957-1969 Vorstandsmitglied der Deutschen Bank, Frankfurt am Main, dort 1967-1969 einer der beiden Vorstandssprecher, 1970-1977 Präsident der Deutschen Bundesbank.

Prof. Dr. Norbert Kloten (1926-2006)

1944, 1946-1948 Studium der Volkswirtschaftslehre, 1949-1956 zunächst wissenschaftlicher Assistent, ab 1956 Privatdozent an der Universität Bonn, 1957-1958 Gastprofessor am Bologna Center der John Hopkins Universität Baltimore/USA, 1958-1959 Lehrstuhlvertretungen an den Universitäten Bonn und Tübingen, 1960-1976 Professor für Volkswirtschaftslehre an der Universität Tübingen, 1976-1992 Präsident der Landeszentralbank in Baden-Württemberg, zugleich Mitglied des Zentralbankrats der Deutschen Bundesbank, seit 1967 Mitglied des wissenschaftlichen Beirats beim BMWi, 1992-1996 dessen Vorsitzender, 1969-1976 Mitglied des Sachverständigenrats zur Begutachtung der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung, 1970-1976 dessen Vorsitzender, 1979-2003 Vorsitzender, zuletzt Ehrenvorsitzender des Instituts für Angewandte Wirtschaftsforschung e. V.

Heinz Kluncker (1925-2005)

1939-1942 kaufmännische Lehre und Tätigkeit in einer Textilgroßhandlung, 1942-1946 Kriegsdienst und Gefangenschaft, 1946 kurzzeitig im Polizeidienst, 1946 Eintritt in die SPD und die Gewerkschaft Öffentliche Dienste, Transport und Verkehr (ÖTV), 1946-1949 Parteisekretär der SPD Wuppertal, 1949-1951 Studium an der Akademie für Gemeinwirtschaft, Hamburg, 1952-1961 Volontär und Sachbearbeiter in der Hauptverwaltung der ÖTV, Stuttgart, 1958 Bundesarbeitersekretär der Gewerkschaft, 1961-1964 Mitglied des geschäftsführenden Hauptvorstandes, 1964-1982 Vorsitzender der ÖTV, 1971-1973 Vizepräsident, 1973-1982 Präsident der Internationale der öffentlichen Dienste, 1985 Ehrenpräsident, 1985 Berufung in die Programmkommission der SPD, 1990-1995 Vorsitz des Seniorenrates der SPD.

Dr. Michael Kohl (1929-1981)

1948 Eintritt in die SED, 1948-1952 Studium der Rechtswissenschaften, 1951-1961 Assistent an der Universität Jena, 1961-1965 im Ministerium für Auswärtige Angelegenheiten, dort 1961-1963 Leiter der Abteilung Rechts- und Vertragswesen, 1963-1965 Leiter der Grundsatzabteilung, 1965-1968 Staatssekretär beim Minister-Rat für West-Berlin-Fragen, dort ab 1965 Verhandlungsführer der DDR bei den Passierscheingesprächen mit dem Senat von West-Berlin, 1968-1973 Staatssekretär für westdeutsche Fragen beim Ministerium für Auswärtige Angelegenheiten, seit 1970 Verhandlungsführer in den Verhandlungen zum Transitabkommen, zum Verkehrs- und zum Grundlagenvertrag, 1973 bevollmächtigter Botschafter, 1974-1978 Leiter der Ständigen Vertretung der DDR in der Bundesrepublik, 1978-1981 Stellvertretender Minister für Auswärtige Angelegenheiten, ab 1958 Mitglied des Präsidiums der Deutschen Liga für die Vereinten Nationen, ab 1971 Mitglied der Außenpolitischen Kommission beim Politbüro der SED und der Westkommission beim Politbüro des ZK der SED, 1971-1976 Kandidat der Zentralen Revisionskommission beim ZK der SED, 1976-1981 ZK-Kandidat.

Herbert Laabs (geb. 1929)

1970-1978 BMVtg, dort 1970-1972 Leiter des Leitungsstabs (LStab), 1972-1978 Leiter der Sozialabteilung (S), anschließend Tätigkeit als Rechtsanwalt in Bonn.

Karl Heinz Lemmrich (geb. 1926)

1944-1945 Kriegsdienst, 1946-1949 Ausbildung zum Maurer, 1947-1951 Studium des Bauingenieurwesens, anschließend Tätigkeit als Leitender Ingenieur in einer Bauunternehmung, seit 1988 Technisches Vorstandsmitglied der Rhein-Main-Donau AG, 1946 Eintritt in die CDU Thüringen, nach Übersiedlung 1947 Eintritt in die CSU, 1959-1964 stellvertretender Landesvorsitzender der Jungen Union in Bayern, 1961-1988 MdB, 1976-1980 stellvertretender Vorsitzender der CSU-Landesgruppe.

Prof. Dr. Werner Maihofer (1918-2009)

Nach Wehr- und Kriegsdienst 1946-1950 Studium der Rechtswissenschaften, seit 1953 Privatdozent an der Universität Freiburg i.Br., seit 1955 ao., seit 1956 o. Professor für Strafrecht, Strafprozessrecht, Rechtsphilosophie und Sozialphilosophie an der Universität des Saarlandes, Saarbrücken, dort 1967-1969 Rektor der Universität, 1968-1971 Vizepräsident der Westdeutschen Rektorenkonferenz, bereits ab 1965 Mitglied des Wissenschaftlichen Beirates der 1969 gegründeten Universität Bielefeld, 1970-1972 Professor an der Universität Bielefeld, dort seit 1971 Direktor des Zentrums für interdisziplinäre Forschung, 1969 Eintritt in die FDP, 1970-1978 Mitglied des Parteipräsidiums, 1971 Vorsitzender der FDP-Programmkommission, 1972-1980 MdB, 1972-1974 BM für besondere Aufgaben, 1974-1978 BMI, anschließend wieder Professor in Bielefeld, 1981-1987 Präsident des Europäischen Hochschulinstituts Florenz, ab 1982 Präsident der Studienstiftung des Deutschen Volkes.

Ernst Wolf Mommsen (1910-1979)

1930-1935 Studium der Rechtswissenschaften und der Volkswirtschaftslehre, 1938-1939 Tätigkeit als Rechtsanwalt, 1939 bei der Reichsgruppe Industrie, 1940-1945 Verbindungsmann der Industrie beim Reichsminister für Bewaffnung und Munition bzw. Reichsministerium für Rüstung und Kriegsproduktion, 1945-1946 Internierung, 1946-1948 Geschäftsführer der Firma Klöckner-Drahtindustrie, 1948-1953 Geschäftsführer der Walzstahl-Vereinigung, 1953-1954 stellvertretender Vorsitzender der Klöckner AG, 1954-1965 Vorstandsmitglied der Rheinischen Röhrenwerke AG bzw. ab 1964 der Phoenix-Rheinrohr AG, 1965-1970 Vorsitzender des Vorstands der Thyssen-Röhrenwerke AG, 1970-1972 BMVtg, dort als Staatssekretär (ohne Bezüge) Beauftragter für Technik und Beschaffung, 1972 BM für Wirtschaft und Finanzen, dort Staatssekretär (ohne Bezüge), 1973-1975 Vorsitzender des Vorstandes der Friedrich Krupp GmbH, Essen.

Fritz (Perez) Naphtali (1888-1961)

Nach kaufmännischer Lehre 1907-1909 Besuch der Handelshochschule Berlin, 1910-1911 Tätigkeit in der Industrie, 1911 Eintritt in die SPD, 1912-1921 Wirtschaftsredakteur der „Berliner Morgenpost" und der „Vossischen Zeitung", 1917-1918 Kriegsdienst, 1921-1926 Wirtschaftsredakteur der „Frankfurter Zeitung", 1927-1931 Leiter der Forschungsstelle für Wirtschaftspolitik, Berlin, daneben Tätigkeit als freier Schriftsteller, 1928-1933 Mitglied des vorläufigen Reichswirtschaftsrates, zusätzlich Mitglied des Direktoriums der Bank der Arbeiter, Angestellten und Beamten, 1930 Delegierter des zionistischen Weltkongresses, 1933 nach kurzzeitiger Verhaftung Emigration nach Palästina, 1934-1936 Dozent für Nationalökonomie, Technion, Haifa, 1936-1937 an der Hochschule für Recht und Wirtschaft, Tel Aviv, 1938-1949 Generaldirektor der Bank PaPoalim, Tel Aviv, 1948-1949 Vorsitzender des Wirtschaftsberatungsausschusses im Amt des Ministerpräsidenten, 1937-1950 Stadtverordneter in Tel Aviv, 1949-1959 Abgeordneter der Knesseth, 1951-1952 Minister ohne Portefeuille, 1952-1955 Landwirtschaftsminister, anschließend erneut Minister ohne Portefeuille, 1958-1959 Minister für Sozialordnung.

Richard M. Nixon (1913-1994)

1937-1942 Rechtsanwalt, 1942 Staatsanwalt, 1943 Eintritt in die US-Kriegsmarine, zuletzt Fregattenkapitän, 1947-1950 Abgeordneter im Repräsentantenhaus (Republikaner), 1953 Senator (Kalifornien), 1953-1961 Vizepräsident Eisenhowers, 1960 gegen Kennedy unterlegener Präsidentschaftskandidat, 1961-1967 Rechtsanwalt, 1969-1974 37. Präsident der USA.

Dr. Claus Noé (1938-2008)

1959-1963 Studium der Ökonomie, des Staats- und Völkerrechts, der Geschichte, Germanistik und der politischen Wissenschaften, 1962-1967 Tätigkeit als Redakteur beim „Mannheimer Morgen", 1967-1969 Sprecher der SPD-Bundestagsfraktion für Fragen der Wirtschafts- und Finanzpolitik, 1969-1987 BMWi bzw. BMWF, dort in der Abteilung I bzw. W/I (Wirtschaftspolitik) Leiter der UAbt. I C bzw. W/C I (Strukturpolitik, ab 1985: Strukturpolitik; Sozial- und Arbeitsmarktpolitik), 1987-1994 Staatsrat in der Behörde für Wirtschaft, Verkehr und Landwirtschaft der Freien und Hansestadt Hamburg, 1998-1999 Staatssekretär im BMF, anschließend Tätigkeit als wirtschaftspolitischer Kolumnist, Berater verschiedener Unternehmen und Verbände, zuletzt freier Berater der Bundestagsfraktion der Partei Die Linke.

Arthur Raither (1911-1988)

Landwirt, 1964-1983 Präsident des Badischen Landwirtschaftlichen Hauptverbandes e. V.

Viktor Renner (1899-1969)

Seit 1925 im Justizdienst, zuletzt Richter am Amts- und Landgericht Tübingen, 1945-1946 Oberbürgermeister von Tübingen und Landrat des Kreises Tübingen, 1946-1952 Staatssekretär für Inneres bzw. (ab 1947) Innenminister des Landes Württemberg-Hohenzollern, 1947-1964 MdL Württemberg-Hohenzollern bzw. (ab 1952) Baden-Württemberg (SPD), 1952-1953 Justizminister des Landes Baden-Württemberg, seit 1952 Mitglied des Verwaltungsrats der Deutschen Bundesbahn, 1956-1960 Innenminister des Landes Baden-Württemberg.

William P. Rogers (1913-2001)

Nach dem Studium der Rechtswissenschaften und Tätigkeit als Rechtsanwalt 1938-1942 Tätigkeit in der Justizverwaltung New Yorks, 1942-1945 Kriegsdienst, anschließend erneut Tätigkeit in der Justizverwaltung zunächst der Stadt New York, dann als Berater des amerikanischen Senats, 1950-1953 Teilhaber einer Anwaltskanzlei, 1953-1957 stellvertretender Justizminister, 1957-1961 Justizminister, anschließend erneut Tätigkeit als Rechtsanwalt, 1969-1973 Außenminister, anschließend erneut Tätigkeit als Rechtsanwalt.

Dr. Hans-Joachim Rosenthal (1917-1997)

Nach dem Studium an der Technischen Hochschule Berlin 1941-1945 Kriegsdienst, 1945-1947 Ausbildung zum Gewerbelehrer, anschließend Tätigkeit als Lehrer, 1955-1959 stellvertretender, 1959-1963 Direktor einer Berufsschule, 1964-1966 Kultusministerium Hessen, dort Leiter der Referatsgruppe Berufliches Schulwesen, 1966-1970 o. Professor an der Technischen Hochschule bzw. Technischen Universität Hannover, dort ab 1967 Direktor des Seminars für Berufspädagogik, 1969-1970 Dekan der Fakultät für Geistes- und Staatswissenschaften, 1970-1977 Präsident des Bundesinstituts für Berufsbildung.

Heinz Ruhnau (geb. 1929)

1946-1949 Ausbildung zum Elektromaschinenbauer, anschließend Tätigkeit in der Industrie, 1949 Eintritt in die SPD und die IG Metall, 1952-1954 Studium an der Akademie für Gemeinwirtschaft, Hamburg, 1954-1956 bei der IG Metall Frankfurt am Main, dort persönlicher Referent des Vorsitzenden Brenner, 1956-1959 Sekretär, 1959-1965 Bezirksleiter der IG Metall Hamburg, seit 1957 Mitglied des Landesvorstands der SPD Hamburg, 1966-1974 stellvertretender Landesvorsitzender, 1968-1975 Mitglied des Bundesvorstandes der SPD, 1961-1974 Mitglied der Bürgerschaft der Freien und Hansestadt Hamburg, 1965-1973 Senator für Inneres der Freien und Hansestadt Hamburg, 1973 Mitglied des Vorstands der co op AG, Frankfurt am Main, 1974-1982 Staatssekretär im BMV, 1982-1991 Vorsitzender des Vorstands der Deutschen Lufthansa AG.

Dr. Heinz-Ulrich Sahm (1917-2005)

1936-1944 Studium der Rechts- und Staatswissenschaften und juristischer Vorbereitungsdienst, in dieser Zeit 1941-1943 bei der Deutschen Handelskammer in Stockholm, Schweden, 1944 kurzzeitige Inhaftierung im Zusammenhang mit den Ereignissen des 20. Juli, 1944-1945 Assessor bei einem Rechtsanwalt und beim Landgericht Prenzlau, 1945-1946 Dezernent bei der Bezirksregierung Lüneburg, 1946-1948 beim Zentralamt für Wirtschaft in der britischen Zone, Minden, und der Verwaltung für Wirtschaft des Vereinigten Wirtschaftsgebiets, Frankfurt am Main, 1948-1949 beim Verwaltungsrat des Vereinigten Wirtschaftsgebietes, Frankfurt am Main, 1949-1951 Verwaltung für Wirtschaft des Vereinigten Wirtschaftsgebietes bzw. BMWi, dort in der Hauptabteilung I (Wirtschaftspolitik) Hilfsreferent im Referat I R 2 (Reparationen und völkerrechtliche Wirtschaftsfragen), 1951-1969 AA, dort 1951-1954 Zentrale, Bonn, dort in der Abteilung 2 (Politische Abteilung), UAbt. 21 (Zwischen- und überstaatliche Organisationen), Leiter des Referats 213 (Montangemeinschaft), 1954-1958 bei der Botschaft in London, 1958-1962 Zentrale, dort in der Abteilung 3 (West II) Leiter des Referats 301 (NATO und Verteidigung), 1962-1966 bei der Vertretung der Bundesrepublik Deutschland bei der NATO, Paris, 1966-1969 erneut Zentrale, dort in der Abteilung II (Politische Abteilung) Leiter der UAbt. II A, 1969-1972 Bundeskanzleramt, dort Leiter der Abteilung II (Auswärtige und innerdeutsche Beziehungen; äußere Sicherheit), 1972-1982 erneut AA, dort 1972-1977 Botschafter in Moskau, 1977-1979 Botschafter in Ankara, 1979-1982 Ständiger Vertreter beim Büro der Vereinten Nationen in Genf.

Dr. Hans Schäfer (1910-1980)

1937-1939 und 1942-1945 Reichsjustizministerium, 1947-1955 Ministerium der Justiz des Landes Rheinland-Pfalz, 1955-1966 und 1969-1971 BMI, dort 1955-1962 Leiter der Abteilung I (Verfassung, Staatsrecht und Verwaltung), 1962-1966 und 1969-1971 Staatssekretär, 1971-1978 Präsident des Bundesrechnungshofes.

Hubert Schrübbers (1907-1979)

Jurist, 1938-1948 Staatsanwaltschaften in Bochum, Dortmund, Arnsberg, dann Oberstaatsanwalt beim OLG Hamm, 1948 Oberstaatsanwalt beim Obersten Gerichtshof für die britische Zone in Köln, 1950-1952 Bundesanwalt bei dem Bundesgerichtshof, 1953-1955 Generalstaatsanwalt beim OLG Düsseldorf, 1955-1972 Präsident des Bundesamtes für Verfassungsschutz.

Philipp Seibert (1915-1987)

Nach kaufmännischer Lehre in der Eisen- und Stahlbranche 1932-1935 Angestellter, 1939-1945 Kriegsdienst, seit 1945 im Eisenbahndienst, 1950-1952 Gewerkschaftssekretär bei der Bezirksleitung Mainz der GdED, seit 1952 im Hauptbüro der GdED in Frankfurt am Main, 1956-1959 2. Vorsitzender, 1959-1979 1. Vorsitzender der GdED, 1961-1976 MdB (SPD).

Albert Christian Sellner (geb. 1945)

Publizist und Antiquar, ab 1982 Redakteur des von Daniel Cohn-Bendit herausgegebenen alternativen Frankfurter Stadtmagazins Pflasterstrand, 1986-1995 Lektor des Eichborn-Verlags, 1999 Gründer und Inhaber des Verlags p.o.d.print, Mitinhaber des Antiquariats Sellner, Stein & Partner, Frankfurt am Main.

Prof. Dr. Olaf Sievert (geb. 1933)

1953-1957 Studium der Volkswirtschaftslehre, 1958-1964 wissenschaftlicher Assistent an der Universität Saarbrücken, 1965-1966 Generalsekretär des Sachverständigenrats zur Begutachtung der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung, 1968 Mitglied der Planungsgruppe beim Ministerpräsidenten des Saarlandes, 1968-1971 Professor für Nationalökonomie an der Universität Dortmund, 1970-1985 Mitglied des Sachverständigenrats zur Begutachtung der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung, 1976-1985 dessen Vorsitzender, 1971-1992 Professor für Nationalökonomie an der Universität Saarbrücken und Direktor des Instituts für empirische Wirtschaftsforschung, seit 1985 Mitglied des Wissenschaftlichen Beirats beim BMWi, 1993-1998 Präsident der Landeszentralbank in den Freistaaten Sachsen und Thüringen.

Norodom Sihanouk (geb. 1922)

1941-1955, 1993-2004 König, zwischen 1953 und 1969 mehrfach Ministerpräsident, 1960-1970, 1975-1976, 1991-1993 Staatsoberhaupt Kambodschas, in dieser Zeit mehrfach im Exil.

Hermann Sittner (geb. 1935)

Ausbildung und Tätigkeit als Tischler, 1959 zunächst Volontär, dann Redakteur der sozialistischen Jugendzeitschrift „Elan", Referent beim Parteivorstand der DKP.

Dr. Theo Sommer (geb. 1930)

Nach dem Studium der Geschichte und der politischen Wissenschaften 1952-1955 Lokalredakteur der „Remszeitung", Schwäbisch Gmünd, ab 1958 politischer Redakteur der Wochenzeitung „Die Zeit", dort 1973-1992 Chefredakteur, 1992-2000 Mitherausgeber, seitdem editor-at-large, 1967-1970 Lehrauftrag für Politische Wissenschaften an der Universität Hamburg, 1969-1970 BMVtg, dort Leiter des Planungsstabs (PlStab), 1970-1972 Mitglied der Wehrstrukturkommission der Bundeswehr, 1972-1973 Lehrtätigkeit am Center for European Studies der Harvard University, USA.

Kurt Spitzmüller (geb. 1921)

Nach der Ausbildung zum Hotelkaufmann 1941 Übernahme des elterlichen Sanatoriums, 1941-1943 Kriegsdienst, 1943-1945 Dienstverpflichtung als Arbeiter in der Rüstungsindustrie, 1945 Kriegsdienst und Gefangenschaft, 1948 Vorstandsmitglied, 1955 Vorsitzender des südbadischen Leichtathletikverbandes, zugleich Vorstandsmitglied des badischen Sportbundes, 1972-1996 Vizepräsident der Deutschen Gesellschaft für Freizeit, 1987-1997 Vizepräsident des Bundesverbandes Deutscher Privatkrankenanstalten, 1948 Eintritt in die FDP, 1952-1954 Landesvorsitzender der Deutschen Jungdemokraten, 1953-1959 und 1963-1967 Mitglied des Landesvorstandes der FDP/DVP Baden-Württemberg, 1970-1974 Mitglied des FDP-Bundesvorstandes, 1957-1969, 1971-1980 MdB, 1971-1976 stellvertretender Vorsitzender, 1976-1980 Parlamentarischer Geschäftsführer, 1980-1983 Fraktionsgeschäftsführer der FDP-Bundestagsfraktion.

Dr. Walter Strauß (1900-1976)

1924-1926 IHK Berlin, 1927-1928 Gerichtsassessor und Hilfsrichter an Berliner Gerichten, 1928-1935 Reichswirtschaftsministerium, nach Entlassung aus dem Staatsdienst 1935-1945 Wirtschaftsberater und Anwaltstätigkeit, 1945 Gründungsmitglied der CDU Berlin, 1946-1947 Staatssekretär im Hessischen Staatsministerium, 1947-1948 stellvertretender Direktor der Verwaltung für Wirtschaft des Vereinigten Wirtschaftsgebietes, 1948-1949 Leiter des Rechtsamtes der Verwaltung des Vereinigten Wirtschaftsgebietes, 1948-1949 Mitglied des Parlamentarischen Rates (CDU), 1950-1962 Staatssekretär im BMJ, 1963-1970 Mitglied des Gerichtshofes der Europäischen Gemeinschaften.

Prof. Dr. Wolfgang Stützel (1925-1987)

1945-1950 Studium der Wirtschaftswissenschaften, 1950-1953 Assistent am wirtschaftswissenschaftlichen Seminar der Universität Tübingen, 1953-1956 Stellvertretender Leiter der Volkswirtschaftlichen Abteilung der Berliner Bank AG, 1957 Dozent an der Universität Tübingen, 1957-1958 Abteilungsleiter der Volkswirtschaftlichen Abteilung der Deutschen Bundesbank, 1958-1987 Professor an der Universität Saarbrücken, 1966-1968 Mitglied des Sachverständigenrates zur Begutachtung der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung.

Gaston Thorn (1928-2007)

Nach dem Studium der Rechtswissenschaften Tätigkeit als Rechtsanwalt, ab 1959 Abgeordneter der liberalen Demokratischen Partei Luxemburgs, 1961-1980 deren Präsident, 1959-1969 MdEP, 1969-1980 Minister für Äußeres und Außenhandel, bis 1977 zusätzlich für Sport, 1977-1980 zugleich Wirtschafts-, 1979-1980 Justizminister, 1974-1979 zusätzlich Ministerpräsident, 1979-1980 stellvertretender Ministerpräsident, 1981-1985 Präsident der EG-Kommission, 1970-1982 Präsident der Liberalen Internationale, 1976-1980 Präsident der Föderation liberaler Parteien Europas, 1975-1976 Präsident der UN-Vollversammlung, New York, nach dem Ende seiner politischen Tätigkeit Vizepräsident und Generaldirektor des privaten Senders RTL.

Sithu U Thant (1909-1974)

1928-1947 im Schuldienst Birmas, 1947-1957 Informationsminister, 1957-1961 Birmas Delegierter bei der UNO, New York, 1961 interimistischer Generalsekretär, 1962-1971 Generalsekretär der UNO.

Walter Ulbricht (1893-1973)

Seit 1912 Mitglied der SPD, seit 1920 der KPD, 1926-1929 MdL in Sachsen, 1927 Mitglied des Zentralkomitees der KPD, 1928-1933 MdR, 1933-1945 Emigration (Frankreich, Tschechoslowakei, Sowjetunion), dort in führenden Positionen in der Exil-KPD und der Komintern, 1946-1950 Mitglied des Zentralsekretariats des Parteivorstandes der SED, Stellvertretender Vorsitzender der SED und Leiter der Abteilung Wirtschaft, Verwaltung und Kommunalpolitik, ab 1949 Mitglied der Volkskammer der DDR, 1949-1973 Mitglied des Politbüros des Parteivorstandes bzw. des Zentralkomitees der SED, 1949-1960 Stellvertretender Ministerpräsident bzw. (ab 1955) Erster Stellvertreter des Vorsitzenden des Ministerrates der DDR, 1950-1971 Generalsekretär bzw. (ab 1953) Erster Sekretär des Zentralkomitees der SED, ab 1971 Vorsitzender der SED, 1960-1973 Vorsitzender des Staatsrates der DDR, 1960-1971 Vorsitzender des Nationalen Verteidigungsrates.

Dr. Hans Voß (geb. 1931)

1946-1948 Lehre, anschließend Verwaltungsangestellter beim Rat des Kreises Demmin, anschließend Studium des Staats- und Verwaltungsrechts, ab 1953 im Auswärtigen Dienst der DDR, 1960-1963 Generalkonsul in Birma, ab 1962 ebenfalls in Kambodscha, 1963-1969 in der Zentrale, Ost-Berlin, dort 1965-1969 Leiter der Abteilung Westdeutschland, 1970-1977 Botschafter in Rumänien, 1978-1985 in Italien, 1979-1985 zugleich in Malta, 1986-1989 stellvertretender Leiter der DDR-Delegation bei der 3. KSZE-Folgekonferenz, Wien, 1990 Leiter der DDR-Delegation bei der KSZE-Wirtschaftskonferenz, Bonn.

Dr. Luitpold Werz (1907-1973)

1927-1933 Studium der Rechtswissenschaften und juristischer Vorbereitungsdienst, 1933-1945 AA, dort 1933 in der Zentrale, 1934-1935 am Generalkonsulat Barcelona, Spanien, 1935-1936 am Generalkonsulat Sydney, Australien, 1936-1939 an der Gesandtschaft Pretoria, Südafrika, 1939-1944 am Konsulat Lourenco Marques, Mosambik, 1944-1945 erneut in der Zentrale, Berlin, 1946-1948 bei der Gemeindeverwaltung Oberalting-Seefeld, 1948-1949 im gemeinsamen Büro der Ministerpräsidenten, dort stellvertretender Leiter und Sekretär des Ländergrenzenausschusses der Konferenz der Ministerpräsidenten, Wiesbaden, 1949 Leiter der Bundestagswahl und Mitglied des Protokollstabs im Bundeshaus, Bonn, 1949-1953 Bundespräsidialamt, dort Leiter des Referats 3 (u. a. Schriftwechsel mit dem Ausland, Empfang der offiziellen Besucher), 1953-1972 erneut AA, dort 1953-1955 an der Botschaft Buenos Aires, Argentinien, 1956-1960 an der Botschaft Madrid, Spanien, 1960-1962 in der Zentrale, Bonn, dort in der Abteilung 3 (West II) Vertreter des Abteilungsleiters, 1962-1964 Botschafter in Bogotá, Kolumbien, 1964-1966 Botschafter in Djakarta, Indonesien, 1966-1969 erneut in der Zentrale, dort Leiter der Abteilung IV (Kulturabteilung), 1969-1972 Botschafter in Buenos Aires, Argentinien.

Joseph Wild (1901-1993)

Bäcker, 1954-1979 Präsident der Handwerkskammer für Oberbayern in München, 1955-1972 Präsident des Zentralverbandes des Deutschen Handwerks, 1956-1979 Mitglied des Bayerischen Senats (CSU).

Semjon K. Zarapkin (1906-1984)

Nach dem Studium der Orientalistik 1937-1947 im Außenministerium in Moskau, dort zuletzt Leiter der Amerika-Abteilung, 1945 Ernennung zum Mitglied des Kollegiums des Volkskommissariates (Ministerium) für Auswärtige Angelegenheiten, 1945 Mitglied der sowjetischen Delegation bei der Konferenz von Potsdam, 1947-1949 Geschäftsträger an der Botschaft in Washington, 1949-1954 stellvertretender Gesandter im UN-Sicherheitsrat, 1954-1964 Leiter der Abteilung „Internationale Organisation" im Außenministerium, 1961-1966 Leiter der sowjetischen Delegation bei der Genfer Abrüstungskonferenz, 1964-1966 Berater des sowjetischen Außenministers, 1966-1971 Botschafter in Bonn.

Kurt Ziesel (1911-2001)

Ab 1929 journalistische Tätigkeit für nationalsozialistische Tageszeitungen in Österreich, nach deren Verbot 1933 Emigration nach Deutschland und erneute journalistische Tätigkeit, u. a. für den „Völkischen Beobachter", die „Westfälische Landeszeitung-Rote Erde", 1936-1939 Herausgeber und Chefredakteur des Pressebüros Hanseaten-Dienst, Hamburg, 1939 Rückkehr nach Österreich, dort Chefredakteur des „Neuen Wiener Tagblatts", ab 1940 zunächst Kriegsdienst, ab 1941 Kriegsberichterstatter und Tätigkeit als Autor, nach 1945 publizistische Tätigkeit, 1966 Gründungsmitglied und Geschäftsführer der „Deutschland-Stiftung", Verleger und Autor ihrer Zeitschrift „Deutschland-Magazin".

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