1.42.1 (k1981k): 1. Personelle Lage und innerer Zustand der Bundeswehr

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Palais SchaumburgBandrücken der EditionÜberreichung des ersten Bandes an Bundeskanzler Helmut SchmidtDas Bundesarchiv, KoblenzKabinettssitzung 1956

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1. Personelle Lage und innerer Zustand der Bundeswehr

Zum vorliegenden Jahrgang der Kabinettsprotokolle der Bundesregierung wird ein editorischer Sachkommentar noch erstellt (siehe die Seiten „Start" und „Kabinett" dieser Online-Version).

(9.05 Uhr)

GenInsp Brandt hält eingangs einen Vortrag über die personelle Lage und den inneren Zustand der Bundeswehr. Personelles Schlüsselproblem sei das rapide Absinken des Aufkommens an Wehrdienstfähigen ab 1985. Bundeswehrinterne Gegenmaßnahmen reichten nicht aus; politische Entscheidungen, möglicherweise verbunden mit Gesetzänderungen, erscheinen erforderlich.

Zur inneren Lage führt er u. a. aus, daß der Beitrag der Streitkräfte zur Sicherung des Friedens in Freiheit im öffentlichen Bewußtsein zunehmend in Frage gestellt werde. Die Menschenführung in den Streitkräften werde durch die Diskontinuität der Gruppen, Fehl an Ausbildern, nachlassende Berufszufriedenheit der Vorgesetzten und indifferente Einstellung der Grundwehrdienstleistenden beeinträchtigt.

Innere Ordnung und Disziplin der Streitkräfte werden als gefestigt bezeichnet, Drogenprobleme bestünden ebensowenig wie Alkoholmißbrauch. 1980 habe es nur 2630 Anträge von Soldaten auf Anerkennung als Kriegsdienstverweigerer gegeben.

Sorgen bereiteten der altersbedingte Verwendungsstau sowie die übermäßige Dienstzeitbelastung, die einen Attraktivitätsverlust für die Bundeswehr befürchten lasse. Die Motivation sei jedoch insgesamt als noch positiv zu beurteilen. Die Bundeswehr sei schließlich Teil unseres Volkes mit seinen Stärken und auch Schwächen.

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