1.52.5 (k1981k): 5. Entwurf einer Antwort auf die Große Anfrage der Fraktion der CDU/CSU zum Ausbau der Hochschulen, zur sozialen Lage der Studenten und zur Förderung des Nachwuchses in Wissenschaft und Forschung (BT-Drs. 9/752)

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5. Entwurf einer Antwort auf die Große Anfrage der Fraktion der CDU/CSU zum Ausbau der Hochschulen, zur sozialen Lage der Studenten und zur Förderung des Nachwuchses in Wissenschaft und Forschung (BT-Drs. 9/752)

Zum vorliegenden Jahrgang der Kabinettsprotokolle der Bundesregierung wird ein editorischer Sachkommentar noch erstellt (siehe die Seiten „Start" und „Kabinett" dieser Online-Version).

(09.55 Uhr)

BM Engholm leitet seine Ausführungen über den Antwortentwurf auf die Große Anfrage der Opposition zu hochschulpolitischen Fragen mit einigen Hinweisen auf den Stand der Entwicklung des Hochschulwesens ein: Der in den letzten 10 Jahren vorgenommene Hochschulausbau entspreche der Errichtung von 15-20 zusätzlichen Universitäten mittlerer Größe. Die Stellen für wissenschaftliches Personal seien von ca. 54 000 auf 78 000 ausgeweitet worden.

Anschließend zählt er einige besondere Problembereiche auf:

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Verschlechterung der sozialen Lage der Studenten, u. a. Rückgang des Zimmerangebots sowie verschlechterte Möglichkeiten für Nebentätigkeiten;

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Auslaufen der Bundesbeteiligung am Wohnraumbau für Studenten;

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Ausbauziel von 850 000 Studienplätzen wird voraussichtlich nicht erreicht werden; wahrscheinlich nur etwa 800 000 Plätze bei über 1 Mio. Studenten;

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Auslaufen der Graduiertenförderung per 31.12.1981, Anschlußregelung notwendig.

BM Engholm hält die Studenten-Proteste für verständlich, spricht sich aber gegen Vorlesungsboykott aus.

Sowohl der Bundeskanzler als auch BM Graf Lambsdorff halten persönlich die in der Öffentlichkeit diskutierten Schwierigkeiten zumindest teilweise für überdramatisiert. Der Bundeskanzler schlägt vor, im Entwurf auf Seite 19 oben das Wort „nachhaltig" zu streichen, worin ihm BM Matthöfer beipflichtet.

An der weiteren Diskussion insbesondere über die Zahl der Doktoranden sowie den Sinn und Zweck der Promotion und Graduiertenförderung beteiligen sich außerdem die BM Ehrenberg, von Bülow, Schmude, Chef BK und PSts Gallus.

Das Kabinett stimmt der Vorlage des BMBW (Gesch.Z.: Kab/Parl/IV B 1 - 0103-2-5/81 4500/2) vom 02. Dezember 1981 zu.

Der Bundeskanzler schließt die Aussprache mit dem Hinweis, daß sich das Kabinett im Frühjahr 1982 mit dem vom BMBW angekündigten neuen Konzept zur Nachwuchsförderung (Leitvorstellungen) beschäftigen wird.

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