2.18.10 (k1961k): E. Ministerbesprechung

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Die Kabinettsprotokolle der Bundesregierung. Band 14. 1961Abriegelung des Ost-Sektors in BerlinPortrait Hermann HöcherlDas Katholische Büro Bonn an den BundeskanzlerBundestagswahlen 1961

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[E. Ministerbesprechung]

Ab 11.00 Uhr wird die Sitzung durch den Bundeskanzler auf die Kabinettsmitglieder beschränkt 17.

17

Siehe 149. Sitzung am 31. Mai 1961 TOP B. - Laut Mitschrift Seebohms berichtete Adenauer in dieser Ministerbesprechung über die Gespräche Kennedys mit de Gaulle und mit Chruschtschow. Dabei betonte er den guten Kontakt zu de Gaulle, der aus seiner Sicht eine festere Haltung des Westens gegenüber den Forderungen der Sowjetunion zum Abschluss eines Friedensvertrages mit Deutschland erwarten ließ (Nachlass Seebohm, N 1178/10b). Adenauer war am 5. Juni 1961 vom Unterstaatssekretär des State Departments Foy D. Kohler über die Gespräche Kennedys unterrichtet worden. Vgl. dazu FRUS, Berlin Crisis 1961-1962, S. 103 (Editorial Note) und Gesprächsaufzeichnung vom 5. Juni 1961 in StBKAH III/59, dazu Schwarz, Staatsmann, S. 651. - Kennedy und de Gaulle hatten in der Zeit vom 31. Mai bis 2. Juni 1961 in Paris mehrere Gespräche geführt. Bei der Erörterung der politischen Weltlage wurden auch die Situation in Berlin und die Möglichkeit eines militärischen Eingreifens von Seiten der Westmächte erörtert. Vgl. dazu Comptes Rendus des Entretiens de Gaulle-Kennedy (31 mai - 2 juin) in DDF 1961, Bd. 1, S. 669-673, und FRUS, Berlin Crisis 1961-1962, S. 80-86. - Am 3. und 4. Juni war Kennedy mit Chruschtschow in Wien zu einem Meinungsaustausch zusammengetroffen. Vgl. dazu FRUS, Berlin Crisis 1961-1962, S. 87-98. - Am 4. Juni 1961 hatte Chruschtschow ein Memorandum zur Deutschlandpolitik und zur Regelung der Berlin-Frage übergeben. Darin hatte er die Umwandlung Berlins in eine entmilitarisierte und neutrale Stadt sowie den Abschluss eines Friedensvertrages mit Deutschland vorgeschlagen, der durch deutsch-deutsche Verhandlungen vorbereitet werden sollte. Im Falle des Scheiterns hatte er die Möglichkeit separater Friedensverträge angekündigt und zum Abschluss der Regelungen eine Frist von sechs Monaten gesetzt. Abdruck des Memorandums zur Deutschland- und Berlin-Frage in DzD IV 6/2, S. 817-823. - Zur Berlin-Frage Fortgang 152. Sitzung am 21. Juni 1961 TOP B.

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