2.20.1 (k1961k): A. Südtirol

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Die Kabinettsprotokolle der Bundesregierung. Band 14. 1961Abriegelung des Ost-Sektors in BerlinPortrait Hermann HöcherlDas Katholische Büro Bonn an den BundeskanzlerBundestagswahlen 1961

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[A.] Südtirol

Der Bundeskanzler kommt auf Grund der neuesten Meldungen auf die Terrorakte in Südtirol zu sprechen, weist auf die große Bedeutung hin, die die italienische Regierung dieser Angelegenheit beimißt, und äußert sich über die vermutlichen Urheber dieser Vorgänge. Der Bundesminister für Wirtschaft bemerkt, daß nach seinen Informationen die deutschsprechenden Kreise Südtirols über die Attentate auf lebenswichtige Anlagen empört seien 1.

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Nach dem Abbruch der Verhandlungen zwischen Italien und Österreich über ein Autonomie-Abkommen für Südtirol waren seit Jahresbeginn mehrere Sprengstoffattentate verübt worden. In der Nacht zum 19. Juni 1961 waren zwei Südtiroler von einer italienischen Patrouille erschossen worden. Nach einem erneuten Scheitern der Verhandlungen am 25. Juni 1961 erreichten die Attentate ihren Höhepunkt. Italienische Zeitungen hatten für diese Entwicklung u. a. einen „Pangermanismus" verantwortlich gemacht und dadurch auch das deutsch-italienische Verhältnis belastet. Hierüber kam es am 5. Juli 1961 zu einer Aussprache zwischen dem Bundeskanzler und dem italienischen Botschafter Gastone Guidotti. Vgl. dazu die Aufzeichnung des Gesprächs vom 5. Juli 1961 mit weiteren Unterlagen in B 136/50697, ferner Äußerungen Adenauers im Pressegespräch am 7. Juli 1961 in Adenauer, Teegespräche 1959-1961, S. 534-537.

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