2.21.7 (k1961k): E. Veröffentlichung in der Süddeutschen Zeitung vom 22.6.1961

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[E.] Veröffentlichung in der Süddeutschen Zeitung vom 22.6.1961

Der Bundeskanzler nimmt Bezug auf eine Veröffentlichung in der Süddeutschen Zeitung vom 22.6.1961 unter der Überschrift „Heimliche Finanzquellen sprudeln für die CDU" 18. In dem genannten Artikel habe er mit besonderem Befremden gelesen, daß ein Angehöriger des Presseamtes dem Verfasser gegenüber sich dahin geäußert haben soll, daß er lieber unter einer „All-Parteien-Regierung" 19 arbeiten würde, weil dann das Geld allen gleichmäßig zufließe. Staatssekretär von Eckardt betont, daß die notwendigen Schritte in seinem Hause zur Ermittlung dieses Beamten eingeleitet worden seien 20. Der Bundesminister für das Post- und Fernmeldewesen betont, daß dieser Artikel große Beachtung gefunden habe. Deshalb sollte man den Ausführungen widersprechen. Er glaube versichern zu können, daß der Chefredakteur bereit sei, eine Entgegnung mit entsprechender Placierung in der Süddeutschen Zeitung zu veröffentlichen. Der Bundeskanzler erklärt, daß er es nicht verstehe, daß das Bundespresseamt den Ausführungen des Artikels nicht sofort entgegen getreten sei 21.

18

Der von dem Bonner Redaktionsmitglied Dieter Schröder verfasste Artikel war als Folge III der Serie „Die Parteien und ihr Geld" erschienen (Artikel in B 145/3697).

19

In dem im Artikel wiedergegebenen Zitat war von einer „Koalitionsregierung" die Rede gewesen.

20

Schröder hatte einige Tage vor dem Erscheinen des Artikels mit den BPA-Angehörigen Hanns Küffner (Leiter des Referats A 3: Öffentlichkeitsarbeit in Verteidigungsfragen) und Dr. Wolfgang Glaesser (Leiter der Abteilung Inland) telefonische Gespräche geführt, über die Glaesser und Küffner nachträglich am 28. Juni 1961 Aufzeichnungen anfertigten. Darin blieb die zitierte Äußerung unerwähnt (Aufzeichnungen in B 145/3697).

21

In einem Schreiben vom 7. Juli 1961 an den Chefredakteur der „Süddeutschen Zeitung" Hermann Proebst verwahrte sich von Eckardt gegen die These des Artikels, das BPA leiste der CDU/CSU propagandistische Schützenhilfe, und stellte eine Reihe angeblicher sachlicher Fehler und Irrtümer richtig, angesichts derer man kaum noch von einer seriösen journalistischen Arbeit sprechen könne (Schreiben mit Proebsts Antwort vom 26. Juli 1961, in der dieser sich deutlich von Schröder distanzierte, in B 145/3697, dort auch Schreiben Schröders an von Eckardt vom 2. Aug. 1961).

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