3.1.1 (k1961k): Der Bundeskanzler und die Bundesminister

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Die Kabinettsprotokolle der Bundesregierung. Band 14. 1961Abriegelung des Ost-Sektors in BerlinPortrait Hermann HöcherlDas Katholische Büro Bonn an den BundeskanzlerBundestagswahlen 1961

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Der Bundeskanzler und die Bundesminister

Der Bundeskanzler

Konrad Adenauer (1876-1967)

1901 Eintritt in die Zentrumspartei, 1917-1933 Oberbürgermeister von Köln, 1921-1933 Mitglied und Präsident des Preußischen Staatsrates, bis 1933 Mitglied des Reichsvorstandes der Zentrumspartei, 1933 Entlassung aus allen Ämtern, 1945 erneut Oberbürgermeister von Köln, 1946-1948 Mitglied des Zonenbeirates für die britische Besatzungszone, 1946-1950 MdL Nordrhein-Westfalen (CDU), dort 1946-1949 Fraktionsvorsitzender, 1946-1950 Vorsitzender des Zonenverbandes der CDU in der britischen Zone, 1948-1949 Präsident des Parlamentarischen Rates, 1949-1967 MdB, 1949-1963 Bundeskanzler, 1951-1955 zugleich Bundesminister des Auswärtigen, 1950-1966 Bundesvorsitzender der CDU.

Der Stellvertreter des Bundeskanzlers

Dr. Ludwig Erhard siehe Der Bundesminister für Wirtschaft

Der Bundesminister des Auswärtigen

Dr. Heinrich von Brentano (1904-1964)

1932-1943 Rechtsanwalt beim Oberlandesgericht Darmstadt, 1943-1945 Dienstverpflichtung als Staatsanwalt in Hanau, 1945 Rechtsanwalt und Notar in Darmstadt, Mitbegründer der CDU in Hessen, 1946-1949 MdL Hessen, dort 1947-1949 Fraktionsvorsitzender, 1948-1949 Mitglied des Parlamentarischen Rates, 1949-1964 MdB, dort 1949-1955 und 1961-1964 Vorsitzender der CDU/CSU-Fraktion, 1955-1961 Bundesminister des Auswärtigen.

Seit 14. November 1961:

Dr. Gerhard Schröder (1910-1989)

1933-1934 wissenschaftlicher Assistent an der Universität Bonn, 1934-1936 Referent am Kaiser-Wilhelm-Institut für ausländisches und internationales Privatrecht, Berlin, 1936-1939 Anwaltsassessor, 1939-1945 Kriegsdienst und Kriegsgefangenschaft, 1945 Mitbegründer der CDU, 1945-1947 Persönlicher Referent des Oberpräsidenten der Nordrhein-Provinz, dann Referent im Innenministerium des Landes Nordrhein-Westfalen, 1947-1953 Rechtsanwalt und Abteilungsleiter der North German Iron and Steel Control bzw. (seit 1949) Stahltreuhändervereinigung, 1949-1980 MdB (CDU), dort 1952-1953 stellvertretender Fraktionsvorsitzender, 1953-1961 Bundesminister des Innern, 1955-1978 Vorsitzender des Evangelischen Arbeitskreises von CDU und CSU, 1961-1966 Bundesminister des Auswärtigen, 1966-1969 Bundesminister der Verteidigung, 1967-1973 stellvertretender Bundesvorsitzender der CDU, 1969-1980 Vorsitzender des Auswärtigen Ausschusses des Deutschen Bundestages.

Der Bundesminister des Innern

Dr. Gerhard Schröder (1910-1989) siehe Der Bundesminister des Auswärtigen

Seit 14. November 1961:

Hermann Höcherl (1912-1989)

1940-1945 Kriegsdienst und Kriegsgefangenschaft, 1948-1949 Rechtsanwalt in Regensburg, 1949 Eintritt in die CSU, 1950-1951 Staatsanwalt in Deggendorf, 1951-1953 Amtsgerichtsrat in Regensburg, 1953-1976 MdB, dort 1957-1961 Vorsitzender der Landesgruppe der CSU und stellvertretender Fraktionsvorsitzender, 1961-1965 Bundesminister des Innern, 1965-1969 Bundesminister für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten, 1969-1972 stellvertretender Vorsitzender der Landesgruppe der CSU und erneut stellvertretender Fraktionsvorsitzender, Vorsitzender des Vermittlungsausschusses.

Der Bundesminister der Justiz

Fritz Schäffer (1888-1967)

1920 Bayerisches Staatsministerium für Unterricht und Kultus, 1920-1933 MdL Bayern (Bayerische Volkspartei), 1929-1933 Vorsitzender der Bayerischen Volkspartei, 1931-1933 im Range eines Staatsrats Leiter des Bayerischen Staatsministeriums der Finanzen, 1934 Zulassung als Rechtsanwalt, 1945 Mitbegründer der CSU, 1945 Bayerischer Ministerpräsident, 1949-1961 MdB, dort 1949-1953 Vorsitzender der CSU-Landesgruppe, 1949-1957 Bundesminister der Finanzen, 1957-1961 Bundesminister der Justiz.

Seit 14. November 1961:

Dr. Wolfgang Stammberger (1920-1982)

1940-1945 Kriegsdienst, 1946 Eintritt in die FDP und 1946-1948 Landesvorsitzender der Jungdemokraten in Bayern, 1949-1961 und 1962-1970 Rechtsanwalt in Coburg, 1953-1969 MdB (ab 1964 SPD), dort 1957-1961 Vorsitzender des Ausschusses für Gesundheitswesen, 1961-1962 Bundesminister der Justiz, 1970-1978 Oberbürgermeister von Coburg.

Der Bundesminister der Finanzen

Dr. Franz Etzel (1902-1970)

1930-1952 Rechtsanwalt und Notar in Duisburg, 1939-1945 Kriegsdienst, 1947-1949 Vorsitzender des Wirtschaftspolitischen Ausschusses der CDU in der britischen Zone, 1949-1953 und 1957-1965 MdB (CDU), dort 1949-1952 Vorsitzender des Ausschusses für Wirtschaftspolitik, 1952-1957 Vizepräsident der Hohen Behörde der EGKS, 1957-1961 Bundesminister der Finanzen.

Seit 14. November 1961:

Dr. Heinz Starke (1911-2001)

1940-1945 Kriegsdienst; 1945-1946 Industrie- und Handelskammer Halle/S., 1946-1947 Zentralamt für Wirtschaft in der britischen Zone bzw. Verwaltungsamt für Wirtschaft in Minden, 1947-1950 Verwaltung für Wirtschaft des Vereinigten Wirtschaftsgebiets, 1950-1961 Hauptgeschäftsführer der Industrie- und Handelskammer für Oberfranken in Bayreuth, 1953-1980 MdB (FDP, seit 1970 CSU), 1961-1962 Bundesminister der Finanzen, 1958-1961 und 1963-1979 MdEP.

Der Bundesminister für Wirtschaft

Dr. Ludwig Erhard (1897-1977)

1928-1942 wissenschaftlicher Assistent und Mitglied der geschäftsführenden Leitung des Instituts für Wirtschaftsbeobachtung der deutschen Fertigware, Nürnberg, 1942-1945 Leiter des Instituts für Industrieforschung, 1945-1946 Bayerischer Staatsminister für Wirtschaft, 1947 Honorarprofessor der Universität München, 1947-1948 Vorsitzender der Sonderstelle Geld und Kredit bei der Verwaltung für Finanzen des Vereinigten Wirtschaftsgebietes, 1948-1949 Direktor der Verwaltung für Wirtschaft des Vereinigten Wirtschaftsgebietes, 1949-1977 MdB (CDU), 1949-1963 Bundesminister für Wirtschaft, 1957-1963 zugleich Stellvertreter des Bundeskanzlers, 1963-1966 Bundeskanzler, 1966-1967 Bundesvorsitzender der CDU.

Der Bundesminister für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten

Werner Schwarz (1900-1982)

Nach Besuch der Landwirtschaftlichen Hochschulen Hohenheim und München seit 1926 selbständiger Landwirt, 1933-1945 ehrenamtliche Tätigkeit im Reichsnährstand, 1945-1957 Leiter der Kreisbauernschaft, später Vorsitzender des Kreisbauernverbandes Stormarn, seit 1948 Zweiter Landesvorsitzender des Bauernverbandes Schleswig-Holstein, 1952 Eintritt in die CDU, 1953-1965 MdB, 1959-1965 Bundesminister für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten.

Der Bundesminister für Arbeit und Sozialordnung

Theodor Blank (1905-1972)

1930-1933 Sekretär im Zentralverband Christlicher Fabrik- und Transportarbeiter, 1939-1945 Kriegsdienst und Gefangenschaft, 1945 Mitbegründer der CDU Westfalen und des Deutschen Gewerkschaftsbundes, 1945 Stadtverordneter in Dortmund, 1945-1950 Mitglied des Vorstandes der IG Bergbau, 1946-1947 MdL Nordrhein-Westfalen, 1947-1949 Mitglied des Wirtschaftsrates des Vereinigten Wirtschaftsgebietes, 1949-1972 MdB, dort 1965-1969 stellvertretender Fraktionsvorsitzender, 1950-1955 Beauftragter des Bundeskanzlers für die mit der Vermehrung der alliierten Truppen zusammenhängenden Fragen, 1951 Leiter der deutschen Delegation beim Interimsausschuss für die Organisation der EVG, 1955-1956 Bundesminister für Verteidigung, 1957-1965 Bundesminister für Arbeit und Sozialordnung.

Der Bundesminister für Verteidigung, seit 21. Dez. 1961:

Der Bundesminister der Verteidigung

Franz Josef Strauß (1915-1988)

1939-1945 Kriegsdienst und Kriegsgefangenschaft, 1946-1949 Landrat in Schongau, 1948-1953 Generalsekretär der CSU, 1948-1949 Mitglied des Wirtschaftsrates des Vereinigten Wirtschaftsgebietes, 1949-1978 MdB, dort 1949-1953 geschäftsführender Vorsitzender der CSU-Landesgruppe und stellvertretender Vorsitzender der CDU/CSU-Fraktion, 1953-1957 und 1963-1966 Vorsitzender der CSU-Landesgruppe, 1952-1961 stellvertretender Vorsitzender der CSU, 1953-1955 Bundesminister für besondere Aufgaben, 1955-1956 Bundesminister für Atomfragen, 1956-1962 Bundesminister für bzw. (ab 1961) der Verteidigung, 1961-1988 Vorsitzender der CSU, 1966-1969 Bundesminister der Finanzen, 1978-1988 MdL Bayern und Bayerischer Ministerpräsident.

Der Bundesminister für Verkehr

Dr.-Ing. Hans-Christoph Seebohm (1903-1967)

1931-1950 Tätigkeit in verschiedenen leitenden Funktionen im Bergbau und in der Industrie, 1946-1951 MdL Niedersachsen, 1946-1948 Niedersächsischer Minister für Aufbau und Arbeit bzw. (ab 1947) für Arbeit, Aufbau und Gesundheitswesen, 1947-1963 Präsident der Industrie- und Handelskammer Braunschweig, 1948-1949 Mitglied des Parlamentarischen Rates (DP), 1949-1967 MdB (DP, 1957 DP/FVP, 1957 DP, 1960 fraktionslos, 1960 CDU), 1949-1966 Bundesminister für Verkehr, 1959-1967 Sprecher der Sudetendeutschen Landsmannschaft, 1964-1967 Vorsitzender des CDU-Landesverbandes Hannover, 1967 Bundesschatzmeister der CDU.

Der Bundesminister für das Post- und Fernmeldewesen

Richard Stücklen (1916-2002)

Elektroingenieur, 1940-1943 Kriegsdienst, 1949-1990 MdB (CSU), dort 1953-1957 geschäftsführender und 1966-1976 Vorsitzender der Landesgruppe der CSU sowie 1953-1957 und 1967-1976 stellvertretender Vorsitzender der CDU/CSU-Fraktion, 1953-1957 Vorsitzender des Ausschusses für Sonderfragen des Mittelstandes, 1957-1966 Bundesminister für das Post- und Fernmeldewesen, 1976-1979 Vizepräsident, 1979-1983 Präsident, 1983-1990 erneut Vizepräsident des Deutschen Bundestages.

Der Bundesminister für Wohnungsbau, seit 14. Nov. 1961:

Der Bundesminister für Wohnungswesen, Städtebau und Raumordnung

Paul Lücke (1914-1976)

Nach Schlosserlehre und Tätigkeit in der katholischen Jugendbewegung 1935-1945 Wehr- und Kriegsdienst, 1945 Mitbegründer der CDU im Oberbergischen Kreis, 1947-1949 Amtsdirektor von Engelskirchen, 1949-1972 MdB, dort 1950-1957 Vorsitzender des Ausschusses für Wiederaufbau und Wohnungswesen, 1954-1965 Präsident des Deutschen Gemeindetages, 1957-1965 Bundesminister für Wohnungsbau bzw. (seit 1961) für Wohnungswesen, Städtebau und Raumordnung, 1965-1968 Bundesminister des Innern, 1969-1976 Leiter der Deutschen Wohnungsgesellschaft in Köln.

Der Bundesminister für Vertriebene, Flüchtlinge und Kriegsgeschädigte

Prof. Dr. Hans-Joachim von Merkatz siehe Der Bundesminister für Angelegenheiten des Bundesrates und der Länder

Seit 14. November 1961:

Wolfgang Mischnick (1921-2002)

1939-1945 Kriegsdienst, 1945 Mitbegründer der Liberal-Demokratischen Partei (LDP) in Dresden und seit 1946 Mitglied des geschäftsführenden Parteivorstandes für die sowjetische Besatzungszone, 1948 Flucht nach Frankfurt/Main, 1954-1957 MdL Hessen (FDP), dort Parlamentarischer Geschäftsführer der Fraktion, 1954-1967 stellvertretender und 1967-1977 Landesvorsitzender der FDP in Hessen, 1957-1994 MdB, dort 1959-1961 Parlamentarischer Geschäftsführer, 1963-1968 stellvertretender und 1968-1991 Vorsitzender der FDP-Fraktion, 1961-1963 Bundesminister für Vertriebene, Flüchtlinge und Kriegsgeschädigte, 1964-1988 stellvertretender Parteivorsitzender der FDP, 1987-1995 Vorsitzender der Friedrich-Naumann-Stiftung.

Der Bundesminister für gesamtdeutsche Fragen

Ernst Lemmer (1898-1970)

1922-1933 Generalsekretär des Gewerkschaftsrings deutscher Arbeiter- und Angestelltenverbände (Hirsch-Dunckersche Gewerkvereine), 1924-1932 und 1933 MdR (DDP/DStP), 1945 Mitbegründer und 1945-1949 stellvertretender Vorsitzender des FDGB, 1946-1947 stellvertretender Vorsitzender der CDU in der Sowjetischen Besatzungszone, 1946-1949 MdL Brandenburg, 1951-1969 Mitglied des Berliner Abgeordnetenhauses, dort 1951-1956 Fraktionsvorsitzender, 1956-1961 Vorsitzender des CDU-Landesverbandes Berlin, 1952-1970 MdB, 1956-1957 Bundesminister für das Post- und Fernmeldewesen, 1957-1962 Bundesminister für gesamtdeutsche Fragen, 1961-1970 Vorsitzender der Exil-CDU, 1963-1970 Bundesvorsitzender bzw. ab 1967 Präsident des Gesamtverbandes der Sowjetzonenflüchtlinge, 1964-1965 Bundesminister für Vertriebene, Flüchtlinge und Kriegsgeschädigte, 1965-1969 Sonderbeauftragter des Bundeskanzlers für Berlin.

Der Bundesminister für Angelegenheiten des Bundesrates und der Länder

Prof. Dr. Hans-Joachim von Merkatz (1905-1982)

1935-1938 Referent am Kaiser-Wilhelm-Institut für ausländisches öffentliches Recht und Völkerrecht, Berlin, 1938-1945 Generalsekretär des Ibero-Amerikanischen Instituts, Berlin, 1945 wissenschaftlicher Sachbearbeiter an der Akademie für Raumforschung und Landesplanung, Hannover, 1946-1949 juristischer Berater des Direktoriums der DP sowie der DP-Fraktionen im Niedersächsischen Landtag und im Parlamentarischen Rat, 1949-1969 MdB (DP, 1957 DP/FVP, 1957 DP, 1960 fraktionslos, seit 1960 CDU), dort 1950-1953 stellvertretender, 1953-1955 Vorsitzender der DP-Fraktion, 1949-1952 mit der Wahrnehmung der Geschäfte des Staatssekretärs im BMBR beauftragt, 1951-1958 Mitglied der Beratenden Versammlung des Europarates und 1952-1958 der Gemeinsamen Versammlung der EGKS, 1952-1960 Mitglied des Direktoriums bzw. Parteivorstandes der DP, 1955-1962 Bundesminister für Angelegenheiten des Bundesrates bzw. (ab 1957) des Bundesrates und der Länder, zugleich 1956-1957 Bundesminister der Justiz und 1960-1961 Bundesminister für Vertriebene, Flüchtlinge und Kriegsgeschädigte, 1964-1968 deutscher Vertreter im Exekutivrat der UNESCO, 1967-1979 Präsident der Paneuropa-Union.

Der Bundesminister für Familien- und Jugendfragen

Dr. Franz-Josef Wuermeling (1900-1986)

1926-1931 Preußisches Ministerium des Innern, 1931-1938 Landesrat im Provinzialverband Kassel, Finanzdezernent, später Brandversicherungsdezernent, 1939 aus politischen Gründen entlassen, 1940-1947 Tätigkeit in der Basalt-Industrie, 1945 Bürgermeister von Linz/Rhein, 1946-1951 MdL Rheinland-Pfalz (CDU), 1947-1949 Staatssekretär im Ministerium des Innern des Landes Rheinland-Pfalz, 1949-1969 MdB, 1949-1950 mit der Wahrnehmung der Geschäfte des Staatssekretärs im Bundeskanzleramt beauftragt, 1953-1962 Bundesminister für Familienfragen bzw. (ab 1957) für Familien- und Jugendfragen.

Der Bundesminister für Atomkernenergie und Wasserwirtschaft, seit 14. Nov. 1961:

Der Bundesminister für Atomkernenergie

Prof. Dr.-Ing. Siegfried Balke (1902-1984)

1925-1953 Tätigkeit in der chemischen Industrie, dort 1945 technischer Betriebsleiter, 1952 Direktoriumsmitglied der Wacker-Chemie GmbH, Vorsitzender des Vereins der Bayerischen Chemischen Industrie, Präsidialmitglied des Landesverbandes der Bayerischen Industrie, 1953-1956 Bundesminister für das Post- und Fernmeldewesen, 1956-1962 Bundesminister für Atomenergie bzw. (ab Oktober 1957) für Atomkernenergie und Wasserwirtschaft, 1957-1969 MdB (CSU), 1964-1969 Präsident der Bundesvereinigung der Deutschen Arbeitgeberverbände.

Der Bundesminister für wirtschaftlichen Besitz des Bundes

Dr. Hans Wilhelmi (1899-1970)

Seit 1924 Rechtsanwalt und Notar in Frankfurt/Main, 1934 Mitbegründer der Bekennenden Kirche in Hessen und Nassau, 1939-1945 Kriegsdienst, 1945 Mitbegründer der CDU, 1946-1970 Präses der Synode der Evangelischen Landeskirche in Hessen und Nassau, 1957-1969 MdB, dort 1964-1969 Vorsitzender des Rechtsausschusses, 1960-1961 Bundesminister für wirtschaftlichen Besitz des Bundes.

Seit 14. November 1961:

Der Bundesschatzminister

Hans Lenz (1907-1968)

1936-1945 Leiter wissenschaftlicher Verlage in Breslau und (seit 1941) in Brünn, 1943-1945 Kriegsdienst, 1947-1950 stellvertretender Direktor des Staatlichen Hochschulinstituts für Musikerziehung und 1950-1961 Verwaltungsdirektor der Hohner-Stiftung in Trossingen, 1953-1967 MdB (FDP), dort 1957-1961 stellvertretender Fraktionsvorsitzender, 1960-1964 stellvertretender Bundesvorsitzender, 1961-1962 Bundesschatzminister, 1962-1965 Bundesminister für wissenschaftliche Forschung.

Seit 14. November 1961:

Der Bundesminister für wirtschaftliche Zusammenarbeit

Walter Scheel (geb. 1919)

1939-1945 Kriegsdienst, 1945-1953 Tätigkeit bei den Stahlwerken Solingen, zuletzt als Prokurist und Geschäftsführer, 1950-1953 MdL Nordrhein-Westfalen (FDP), 1953-1961 selbständiger Wirtschaftsberater bzw. seit 1958 Geschäftsführer des Marktforschungsinstituts „Intermarket" und der Finanzfirma „Interfinanz", 1953-1974 MdB, 1956-1961 MdEP, 1961-1966 Bundesminister für wirtschaftliche Zusammenarbeit, 1967-1969 Vizepräsident des Deutschen Bundestages, 1968-1974 Bundesvorsitzender der FDP, 1969-1974 Bundesminister des Auswärtigen und Stellvertreter des Bundeskanzlers, 1974-1979 Bundespräsident.

Seit 14. Nov. 1961:

Der Bundesminister für Gesundheitswesen

Dr. Elisabeth Schwarzhaupt (1901-1986)

Nach Lehrerinnenexamen (1920) und Studium der Rechtswissenschaften 1930-1932 Beratertätigkeit an der städtischen Rechtsschutzstelle für Frauen in Frankfurt/Main, 1932-1933 beauftragte Richterin an Gerichten in Frankfurt/Main und Dortmund, 1934-1936 juristische Mitarbeiterin beim Reichsbund der Kapital- und Kleinrentner in Berlin, seit 1936 juristische Tätigkeit in zentralen Dienststellen der Evangelischen Kirche, insbesondere 1936-1947 bei der Kanzlei der Deutschen Evangelischen Kirche in Berlin bzw. (ab 1945) Frankfurt/Main und 1948-1953 im Kirchlichen Außenamt der EKD in Frankfurt/Main, zuletzt als Oberkirchenrätin und Geschäftsführerin der Evangelischen Frauenarbeit, 1953-1969 MdB (CDU), dort 1957-1961 stellvertretende Fraktionsvorsitzende, 1961-1966 Bundesministerin für Gesundheitswesen, 1970-1972 Präsidentin des Deutschen Frauenrates.

Seit 14. Nov. 1961:

Der Bundesminister für besondere Aufgaben

Dr. Heinrich Krone (1895-1989)

1923-1933 stellvertretender Generalsekretär der Deutschen Zentrumspartei und Vorsitzender des Reichsverbandes der Windthorstbunde, 1925-1933 MdR, 1934-1945 Mitbegründer und Geschäftsführer des Caritas-Notwerkes, 1945 Mitbegründer der CDU in Berlin und 1947-1951 Mitglied des Landesvorstandes der Berliner CDU, 1949-1969 MdB (CDU), dort 1951-1955 Geschäftsführer und 1955-1961 Vorsitzender der CDU/CSU-Fraktion, 1958-1964 stellvertretender Bundesvorsitzender der CDU, 1961-1964 Bundesminister für besondere Aufgaben, 1964-1966 Bundesminister - Der Vorsitzende des Bundesverteidigungsrates bzw. (ab 1965) Bundesminister für die Angelegenheiten des Bundesverteidigungsrates.

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