2.14.11 (k1964k): C. Schauprozess gegen den Grafen Hoensbroech

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[C. Schauprozess gegen den Grafen Hoensbroech]

Anschließend unterrichtet der Stellvertreter des Bundeskanzlers und Bundesminister für gesamtdeutsche Fragen das Kabinett darüber, daß am 4. oder 6. April in Ostberlin ein Schauprozeß gegen den Grafen Hoensbroech durchgeführt werden soll 24.

24

Angesprochen war das Verfahren vor dem Berliner Stadtgericht gegen den Kölner Volkswirtschaftsstudenten Benedikt Graf von und zu Hoensbroech, der Ende September 1963 auf der Transitstrecke zwischen Berlin und Hamburg bei einem Fluchthilfeversuch verhaftet worden war. Vgl. auch Seebohms Sitzungsmitschrift in Nachlass Seebohm N 1178/11b, nach der zu jenem Zeitpunkt rund 200 westdeutsche Studenten in der DDR wegen Fluchthilfe inhaftiert waren. - Graf Hoensbroech wurde am 13. Juli 1964 zu zehn Jahren Zuchthaus verurteilt, kam aber bereits Mitte September 1964 im Rahmen einer größeren Aktion der Bundesregierung wieder frei, bei der die DDR gegen wirtschaftliche Leistungen 800 westdeutsche Häftlinge entließ. Unterlagen in B 137/19974, AA B 130, Bd. 5697 sowie B 122/47665. Zum Austausch bzw. Freikauf von Häftlingen vgl. auch 119. Sitzung am 22. April 1964 TOP A und 134. Sitzung am 9. Sept. 1964 TOP E.

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