2.28.1 (k1964k): A. Neue Lohnregelungen in der Metallindustrie

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Die Kabinettsprotokolle der Bundesregierung. Band 17. 1964Sachverständigenrat zur Begutachtung der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung Geburtstagsgeschenk für Heinrich von BrentanoArbeitsbesuch Charles de Gaulles in BonnBehandlung der Verjährungsfrage im Kabinett

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[A.] Neue Lohnregelungen in der Metallindustrie

Einleitend spricht der Bundeskanzler die neuen Lohnregelungen in der Metallindustrie an und stellt die Frage, ob es richtig sei, daß die getroffenen Vereinbarungen auf eine Lohnsteigerung von insgesamt 9,4% hinausliefen 1. Der Bundesminister für Wirtschaft führt hierzu aus, daß die genannte Prozentzahl bei Berücksichtigung der insgesamt getroffenen neuen Tarifvereinbarungen in etwa zutreffen könne. Andererseits könnten positive Ergebnisse dieser Verhandlungen nicht außer Betracht bleiben, so vor allem, daß eine weitere Kürzung der Arbeitszeit im gegenwärtigen Zeitpunkt vermieden worden sei. Der Bundesminister für das Post- und Fernmeldewesen weist auf mögliche volkswirtschaftliche Auswirkungen der getroffenen Tarifvereinbarungen hin 2.

1

Siehe 75. Sitzung am 7. Mai 1963 TOP A (Kabinettsprotokolle 1963, S. 218-221). - Ende Juni 1964 hatten die Tarifpartner der Metallindustrie im Reinhartshausener Abkommen (benannt nach dem Verhandlungsort Schloss Reinhartshausen in Erbach im Rheingau) beschlossen, Löhne und Gehälter um 6% bzw. ab 1. Juli 1965 um weitere 3% sowie das Urlaubsgeld ab 1965 um 30% zu erhöhen, die Urlaubszeit um 2 bis 3 Tage zu verlängern und die im „Homburger Abkommen" vom 8. Juli 1960 vereinbarte Arbeitszeitverkürzung von 41¼ auf 40 Stunden um ein Jahr bis zum 1. Juli 1966 zurückzustellen. Vgl. die Vermerke des Bundeskanzleramtes vom 22. Mai und 26. Aug. 1964 in B 136/8803, zu den ursprünglichen Forderungen der IG Metall vgl. den Vermerk des Bundeskanzleramtes vom 17. Jan. 1964 in B 136/8793.

2

Vgl. dazu die Vermerke des Bundeskanzleramtes vom 2. und 7. Juli 1964 in B 136/8793. Danach war eine Gesamtbelastung für Betriebe in Höhe von rund 3,35 Milliarden DM für die gesamte Laufzeit des Tarifvertrages vom 1. Nov. 1964 bis zum 31. Dez. 1965 errechnet worden.

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