3.1.2 (k1964k): Die Staatssekretäre

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Die Kabinettsprotokolle der Bundesregierung. Band 17. 1964Sachverständigenrat zur Begutachtung der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung Geburtstagsgeschenk für Heinrich von BrentanoArbeitsbesuch Charles de Gaulles in BonnBehandlung der Verjährungsfrage im Kabinett

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Text

Die Staatssekretäre

Bundeskanzleramt

Dr. Ludger Westrick siehe Der Bundesminister für besondere Aufgaben und Chef des Bundeskanzleramtes

Auswärtiges Amt

Prof. Dr. Karl Carstens (1914-1992)

1945-1949 Rechtsanwalt und 1945-1947 Referent beim Senator für Justiz und Verfassung in Bremen, 1949-1954 Bevollmächtigter Bremens beim Bund, 1950-1973 Lehrtätigkeit für Staats- und Völkerrecht an der Universität Köln (1960 Ordinarius), 1954-1966 AA, dort 1954-1955 Gesandter und Leiter der ständigen Vertretung der Bundesrepublik beim Europarat, 1955-1958 stellvertretender Leiter der Politischen Abteilung, 1958-1960 Leiter der Abteilung West I (mit Zuständigkeit u. a. auch für die europäische Integration), 1960-1966 Staatssekretär und ab 1961 ständiger Vertreter des Bundesaußenministers, 1966-1967 Staatssekretär im BMVtg, 1968-1969 Chef des Bundeskanzleramts, 1969-1972 Leiter des Forschungsinstituts der Deutschen Gesellschaft für Auswärtige Politik, 1972-1979 MdB (CDU), dort 1973-1976 Vorsitzender der CDU/CSU-Fraktion, 1976-1979 Präsident des Deutschen Bundestages, 1979-1984 Bundespräsident.

Rolf Lahr (1908-1985)

1934-1935 und 1939-1942 Reichswirtschaftsministerium, 1935-1939 Reichsgruppe Industrie, 1949 Verwaltung für Wirtschaft des Vereinigten Wirtschaftsgebiets, 1949-1953 BMWi, dort Leiter des Referats V B 4, später: V B 6 und V B 11 (Außenwirtschaft: Frankreich mit Kolonialreich, Saarland, Italien), 1953-1973 AA, dort u. a. seit 1956 Delegierter bei deutsch-französischen Verhandlungen, Leiter der deutschen Delegation für die Saarverhandlungen, 1957-1960 Botschafter z.b.V., u. a. Delegationsleiter 1957 bei den deutsch-sowjetischen Verhandlungen über ein Handels- und Konsularabkommen sowie über die Rückführung der deutschen Staatsangehörigen aus der Sowjetunion und 1958 bei den deutsch-niederländischen Ausgleichsverhandlungen, 1960-1961 Vertreter der Bundesrepublik bei der EWG in Brüssel, 1961-1969 Staatssekretär, 1969-1973 Botschafter in Rom.

Bundesministerium des Innern

Prof. Dr. Josef Hölzl (1901-1975)

1928-1941 Stadtsyndikus bei der Stadt München, 1941-1945 rechtskundiger Stadtdirektor, 1944-1945 Kriegsdienst, 1945-1948 Tätigkeit in der Wirtschaft und als Rechtsanwalt, 1948-1950 erneut rechtskundiger Stadtdirektor bei der Stadt München, 1950-1952 Regierungsvizepräsident bei der Regierung von Oberbayern in München, 1952-1960 Regierungspräsident von Unterfranken in Würzburg, seit 1958 Honorarprofessor für Verwaltungsrecht an der Universität Würzburg, 1960-1965 BMI, dort (ab 1. Nov. 1960) Staatssekretär mit Zuständigkeit für die Abteilungen I (Verfassung, Staatsrecht und Verwaltung), VI (Öffentliche Sicherheit) und VII (Ziviler Bevölkerungsschutz) bzw. (ab 1963) Staatssekretär I mit Zuständigkeit für die Abteilungen Z (Personal-, Haushalts- und Organisationsangelegenheiten), III (Kulturelle Angelegenheiten des Bundes), VI (Öffentliche Sicherheit) und VII (Ziviler Bevölkerungsschutz), 1965-1966 Vertretung des Bundes im Stiftungsrat der Stiftung Preußischer Kulturbesitz.

Dr. Hans Schäfer (1910-1980)

1937-1939 und 1942-1945 Reichsjustizministerium, 1947-1955 Ministerium der Justiz des Landes Rheinland-Pfalz, 1955-1966 und 1969-1971 BMI, dort 1955-1962 Leiter der Abteilung I (Verfassung, Staatsrecht und Verwaltung), 1962-1966 und 1969-1971 Staatssekretär, 1971-1978 Präsident des Bundesrechnungshofes.

Bundesministerium der Justiz

Dr. Arthur Bülow (1901-1988)

1931-1941 Amts- und Landgerichtsrat, 1937 Kammergerichtsrat, 1941-1945 Reichsjustizministerium, dort Sachbearbeiter in der Abteilung VII, später II (Aus- und Fortbildung, 1946-1949 Zentral-Justizamt für die Britische Zone in Hamburg, 1949-1966 BMJ, dort 1949-1951 Leiter des Referats I 5 bzw. ab 1951: I 4 (Gerichtsverfassung, Rechtspfleger, Kosten- und Gebührenrecht), 1949-1950 (gleichzeitig) und 1952-1962 Leiter des Referats I 6 bzw. ab 1954: I 7 und ab 1961: I 9 (Zivilprozess einschließlich Schiedsgerichtsverfahren; internationales Zivilprozessrecht; zwischenstaatliche Verträge auf dem Gebiete der bürgerlichen Rechtspflege, Beglaubigungsverträge und Legalisationsverkehr, Anwaltsrecht, anfangs auch Luftprivatrecht), 1953-1962 zusätzlich Leiter der Unterabteilung I B, 1962-1963 Leiter der Abteilung I (Bürgerliches Recht und Verfahren), 1963 (27. Mai)-1966 Staatssekretär im BMJ.

Bundesministerium der Finanzen

Walter Grund (1907-1986)

1934-1935 Richter in Neiße und Breslau, 1935-1941 bei verschiedenen Hamburger Finanzämtern und bei der Oberfinanzdirektion Hamburg, 1942-1945 Kriegsdienst und Gefangenschaft, 1945-1951 bei der Leitstelle der Finanzverwaltung für die britische Zone bzw. der Oberfinanzdirektion Hamburg, 1952-1956 Finanzministerium des Landes Nordrhein-Westfalen, 1956-1962 Präsident der Oberfinanzdirektion Hamburg, 1963 (29. Jan.)-1969 Staatssekretär im BMF, 1969-1981 Fachanwalt für Steuerrecht in Bonn.

Bundesministerium für Wirtschaft

Dr. Wolfram Langer (1916-2002)

1940-1946 Kriegsdienst und Gefangenschaft, 1946-1947 Zentralamt für Wirtschaft in der britischen Zone, Minden, 1947-1958 Redakteur beim Handelsblatt, Frankfurt am Main und Bonn, 1958-1966 BMWi, dort 1958-1963 Leiter der Abteilung I (Wirtschaftspolitik), 1963-1966 Staatssekretär, 1966-1968 Staatssekretär im BMSchatz, 1968-1978 Präsident der Deutschen Pfandbriefanstalt (Depfa).

Dr. Fritz Neef (1913-1979)

1935-1943 Prüfungsstelle Glasindustrie, dort zunächst Referent, dann Abteilungsleiter, später Leiter der Vorprüfstelle Glas in Haida sowie Leiter der Vorprüfstelle Glas und Waren verschiedener Art in Prag, 1943-1945 Reichswirtschaftsministerium, dort Referent für Glas und Keramik, gleichzeitig in derselben Eigenschaft dienstverpflichtet im Produktionsamt für Verbrauchsgüter, 1939-1941 und 1943 Kriegsdienst, 1946-1949 Zentralamt für Wirtschaft in der britischen Zone bzw. Verwaltung für Wirtschaft des Vereinigten Wirtschaftsgebiets, dort Leiter der Referate Holz, Zellstoff, Papier und Glas und Keramik, 1949-1968 BMWi, dort 1949-1955 Leiter des Referats IV B 4 (Holz, Zellstoff, Papier), 1955-1962 Leiter der Unterabteilung IV B (Chemie), 1962-1963 Leiter der Abteilung III (Bergbau, Energie- und Wasserwirtschaft, Eisen und Stahl, EGKS), 1963 (November)-1968 Staatssekretär, 1968-1969 Staatssekretär im BML, 1969-1976 Hauptgeschäftsführer des Bundesverbandes der Deutschen Industrie.

Bundesministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten

Rudolf Hüttebräuker (1904-1996)

Dipl.-Landwirt, 1927-1935 Bewirtschaftung des Gutes Berthelsdorf, Amtshauptmannschaft Freiberg/Sachsen, 1935-1945 selbständiger Landwirt, 1941-1945 Kriegsdienst, 1945 Hilfssachbearbeiter bei der Kreisbauernschaft Pinneberg, 1946 Geschäftsführer der Kreislandwirtschaftskammer Dortmund, 1947 Landwirtschaftskammer Westfalen-Lippe, dort Abteilungsleiter, 1947-1948 Ministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten des Landes Nordrhein-Westfalen, 1948 Direktor des Landwirtschaftsamtes Nordrhein, 1948-1962 Kammerdirektor der Landwirtschaftskammer Rheinland, 1962 (März)-1968 Staatssekretär im BML.

Bundesministerium für Arbeit und Sozialordnung

Dr. Wilhelm Claussen (1901-1980)

1926-1936 Referent im Zweigamt Berlin des Internationalen Arbeitsamtes Genf, 1924-1934 daneben Lehrtätigkeit an der evangelisch-sozialen Schule in Berlin-Spandau, 1937-1939 Leiter der Wirtschaftspolitischen Abteilung der IG Farbenindustrie AG Berlin, 1939-1942 Wehrdienst, 1942-1945 Militärverwaltungsoberrat beim Generalbevollmächtigten für die Wirtschaft in Serbien, 1946 stellvertretender Leiter des Seeschifffahrtsamtes in Hamburg, 1947-1948 Abteilungsleiter bei der Hauptverwaltung des Seeverkehrs des amerikanischen und britischen Besatzungsgebietes, 1948-1949 Verwaltung für Verkehr des Vereinigten Wirtschaftsgebietes, dort Unterabteilungsleiter in der Abteilung Seeverkehr, 1949-1951 Direktor der See-Berufsgenossenschaft, Hamburg, 1951-1957 BMV, dort 1951-1953 in der Allgemeinen Abteilung (A) Leiter des Referats A 1 (Personal, Soziale Fragen, Gesundheitswesen), 1953-1957 Leiter der Zentralabteilung, zugleich Leiter des Referates Z 1 (Personalangelegenheiten des BMV, des Vorstandes der Deutschen Bundesbahn usw.), 1957-1965 Staatssekretär im BMA.

Bundesministerium der Verteidigung

Volkmar Hopf (1906-1997)

Seit 1930 im Justizdienst, ab 1936 Landrat in Franzburg-Barth (Pommern), 1939 Oberlandrat in Zlin (Protektorat Böhmen und Mähren), 1940-1945 Kriegsdienst, danach Verbandssyndikus in Wiesbaden, 1951-1955 BMI, dort Leiter des Referats Z 4 bzw. (ab 1953) Z 7 (Haushaltsangelegenheiten), 1955-1964 BMVtg, dort Leiter der Abteilung II, später H (Finanzen und Haushalt), 1959-1964 Staatssekretär, 1964-1971 Präsident des Bundesrechnungshofs und (ab 1965) Bundesbeauftragter für Wirtschaftlichkeit in der Verwaltung.

Seit 10. Juni 1964:

Karl Gumbel (1909-1984)

1946 Oberregierungspräsidium Pfalz in Neustadt, 1947-1949 Ministerium des Innern des Landes Rheinland-Pfalz, 1949-1955 Bundeskanzleramt, dort zuletzt 1953-1955 Leiter der u. a. für Inneren Dienst, Personal sowie Angelegenheiten des BMI, BMJ, BMG, BMBR, BMFa, BMAt, AA und der Dienststelle Blank bzw. des BMVtg zuständigen Unterabteilung A, 1955-1966 BMVtg, dort Leiter der Abteilung III bzw. ab 1958 P (Personal), 1959-1964 Stellvertreter des Staatssekretärs und 1964-1966 Staatssekretär, 1967-1969 Staatssekretär im BMI.

Bundesministerium für Verkehr

Dr. Ludwig Seiermann (1903-1979)

1924-1947 Hauptausschuss der deutschen Binnenschiffahrt bzw. der Reichsverkehrsgruppe Binnenschiffahrt, zuletzt stellvertretender Hauptgeschäftsführer, 1947-1948 Hauptverwaltung der Binnenschiffahrt des amerikanischen und britischen Besatzungsgebietes, dort Leiter der Gruppe Binnenschiffahrt, 1948-1949 Verwaltung für Verkehr des Vereinigten Wirtschaftsgebietes, dort Leiter der Abteilung Binnenschiffahrt, 1949-1967 BMV, dort bis 1957 Leiter der Abteilung Binnenschiffahrt, 1957-1967 Staatssekretär.

Bundesministerium für das Post- und Fernmeldewesen

Dr. Hans Steinmetz (1908-1987)

1934-1938 nach Entlassung aus dem juristischen Vorbereitungsdienst wegen „politischer Unzuverlässigkeit" Tätigkeit als Hilfs- und Telegrafenarbeiter, 1941-1943 Reichspostzentralamt, 1944-1945 Tätigkeit in der Industrie, 1946-1948 Landrat des Kreises Bergstraße in Heppenheim, 1946-1949 und 1954-1956 MdL Hessen (CDU), 1948-1949 Hauptverwaltung für das Post- und Fernmeldewesen des Vereinigten Wirtschaftsgebietes, 1949-1951 BMP, dort jeweils Leiter der Abteilung III (Personalwesen) und im BMP kommissarischer Staatssekretär, 1951-1954 Präsident der Oberpostdirektion Koblenz, 1954-1956 Geschäftsführer der Deutschen Postreklame GmbH, 1956-1969 erneut BMP, dort Staatssekretär für das Postwesen bzw. (ab 1960) für die Post- und Fernmeldeverwaltung, 1962-1983 Aufsichtsratsmitglied der Adler Versicherungen.

Helmut Bornemann (1902-1991)

Dipl.-Ing., 1925-1929 Oberpostdirektion Frankfurt am Main, 1929-1931 Reichspostzentralamt Berlin, 1931-1933 Reichspostministerium, 1933-1935 Reichspostdirektion Düsseldorf, 1935-1936 Reichspostdirektion Speyer, 1936-1938 erneut Reichspostzentralamt Berlin, 1938-1940 Reichspostforschungsanstalt, 1940-1945 erneut Reichspostministerium, 1946-1947 Reichspost-Oberdirektion für die britische Zone in Bad Salzuflen, dort in der Abteilung II E (Funkwesen und Forschung), 1947-1950 Post- und Fernmeldetechnisches Zentralamt des Vereinigten Wirtschaftsgebietes in Frankfurt am Main, 1950-1961 und 1963-1968 BMP, dort 1950-1957 Leiter des Referats II L (mit Zuständigkeit vor allem für Internationales Fernmeldewesen, internationale Fernmeldeverträge, Angelegenheiten des Internationalen Fernmeldevereins und anderer internationaler Fernmelde-Organisationen, Vertretung im Technischen Ausschuss des VDE, allgemeine Fernmeldeangelegenheiten des VDE und der Physikalisch-Technischen Bundesanstalt), 1957-1961 Leiter der Unterabteilung II a der Abteilung II (Fernmeldewesen), 1961-1963 Präsident der Oberpostdirektion Dortmund, 1963-1968 Staatssekretär für den Post- und Fernmeldebetrieb (St B) im BMP.

Bundesministerium für Wohnungswesen, Städtebau und Raumordnung

Prof. Dr. Werner Ernst (1910-2002)

1938-1945 Reichsarbeitsministerium, 1945-1953 Ministerium für Wiederaufbau des Landes Nordrhein-Westfalen, dort zuletzt Leiter der Abteilung IV (Verwaltung und Recht), 1953-1959 Richter am Bundesverwaltungsgericht, 1959-1965 Staatssekretär im BMWo, 1965-1968 Staatssekretär im BMI, 1959-1968 Honorarprofessor an der FU Berlin, seit 1968 an der Universität Münster, 1968-1980 Direktor des Zentralinstituts für Raumplanung, 1970-1972 Vorsitzender der Kommission für die Neugliederung des Bundesgebietes.

Bundesministerium für Vertriebene, Flüchtlinge und Kriegsgeschädigte

Dr. Peter Paul Nahm (1901-1981)

1919-1933 Mitglied des Zentrums, seit 1924 Journalist, 1933 Inhaftierung, 1934-1945 Tätigkeit im Weinbau und Weinhandel, 1945-1946 Landrat des Rheingaukreises, 1947-1949 Leiter des hessischen Landesamtes für Vertriebenen- und Flüchtlingsfragen, 1949-1952 Hessisches Innenministerium, dort Leiter der Sozialabteilung, 1951 Umsiedlungsbeauftragter der Bundesregierung, 1953 Bundesbeauftragter für die Unterbringung der Flüchtlinge aus der sowjetischen Besatzungszone, 1953-1967 und nach zeitweiligem Ruhestand erneut 1969 (Juli bis Oktober) Staatssekretär im BMVt, 1969 (November)-1970 nach Eingliederung des BMVt in das BMI dort Leiter der neuen Abteilung Vt (Angelegenheiten der Vertriebenen, Flüchtlinge und Kriegsgeschädigten).

Bundesministerium für gesamtdeutsche Fragen

Seit 1. Febr. 1964:

Dr. Carl Krautwig (1904-1981)

1931-1939 Rechtsanwalt in Köln, 1939-1942 Kriegsdienst, 1942-1945 Heeresrichter, 1945-1948 Oberverwaltungsdirektor bei der Stadt Köln, 1948-1949 Verwaltungsrat des Vereinigten Wirtschaftsgebiets, dort Leiter der Direktorialkanzlei, 1949-1963 BMWi, dort bis 1953 Leiter der Abteilung Z (Verwaltung), 1953-1963 Leiter der Abteilung IV (Gewerbliche Wirtschaft), 1964-1968 Staatssekretär im BMG, daneben 1966-1969 Bevollmächtigter der Bundesrepublik Deutschland in Berlin.

Bundesministerium für Familie und Jugend

Dr. Heinrich Barth (1914-1997)

1949-1954 Rechtsanwalt und (ab 1952) Notar in Bremen, 1952-1954 Vorsitzender des CDU-Landesverbandes Bremen, 1954-1960 Bevollmächtigter des Landes Bremen beim Bund, 1960-1963 Persönlicher Referent des Bundeskanzlers im Bundeskanzleramt, 1963-1969 Staatssekretär im BMFa, 1964-1996 Vorsitzender des CDU-Bundesparteigerichts.

Bundesministerium für wissenschaftliche Forschung

Dr. Wolfgang Cartellieri (1901-1969)

1923-1939 Justizdienst (zuletzt Landgerichtsdirektor in Erfurt), 1939-1946 Kriegsdienst und Kriegsgefangenschaft, seit 1947 Chefredakteur der Zeitschrift „Der Betriebsberater", 1949-1951 Rechtsanwalt, 1951-1956 Dienststelle Blank bzw. BMVtg, dort Leiter der Unterabteilung Verwaltung und Organisation bzw. später Politische, organisatorische und Verwaltungsangelegenheiten, Leiter des Statutausschusses beim Interimsausschuss der EVG in Paris, 1956-1966 BMAt bzw. BMwF, dort zunächst Leiter der Unterabteilung I (Allgemeine Angelegenheiten, Recht und Verwaltung), ab 1957 Leiter der Abteilung I (Recht, Wirtschaft, Verwaltung und internationale Zusammenarbeit) und Chefdelegierter beim Direktionsausschuss für Kernenergie beim Europäischen Wirtschaftsrat in Paris, 1959-1966 Staatssekretär, Vorsitzender des Aufsichtsrats der Gesellschaft für Kernforschung mbH in Karlsruhe sowie des Verwaltungsrats der Gesellschaft für Weltraumforschung in Bad Godesberg.

Bundesschatzministerium

Ludwig Kattenstroth (1906-1971)

1939 Rechtsanwalt, 1940-1941 beim Reichskommissar für die besetzten niederländischen Gebiete und beim Militärbefehlshaber in Frankreich, 1947-1948 Dokumentenabteilung des Internationalen Militärgerichtshofes in Nürnberg, 1949 Verwaltung für Wirtschaft des Vereinigten Wirtschaftsgebiets, 1949-1962 BMWi, dort 1949-1954 Leiter der Abteilung II (Wirtschaftsordnung bzw. seit 1953: Wirtschaftsordnung und -förderung), 1954-1956 der Abteilung Z (Zentralabteilung), 1956-1962 der Abteilung III (Bergbau, Energie und Wasserwirtschaft, Eisen und Stahl, Europäische Gemeinschaft für Kohle und Stahl), 1962-1963 Bundeskanzleramt, dort Leiter der Abteilung II (Wirtschaft, Finanzen, Soziales), 1963-1965 Staatssekretär im BMSchatz, 1965-1969 Staatssekretär im BMA.

Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit

Prof. Dr. Friedrich Karl Vialon (1905-1990)

1929-1937 im Justizdienst, 1937-1942 und 1944-1945 Reichsfinanzministerium, 1942-1944 Leiter der Finanzabteilung beim Reichskommissariat Ostland in Riga, 1945-1950 in der Privatindustrie, 1950-1957 BMF, dort 1950-1952 Leiter des Referats II A 5 (Bundeshaushalt: Einzelpläne VI, VIII, XV, XXVI und ERP), 1952-1953 des Referats II A 9 (Finanzielle Verteidigungsfragen), 1953-1954 des Referats II A 1 (Generalreferat Bundeshaushalt, Einzelpläne 60 und 32), 1955-1957 Leiter der Unterabteilung II A, 1957 Leiter der Abteilung II (jeweils Bundeshaushalt), nach Ernennung Etzels zum BMF im Oktober 1957 einstweiliger Ruhestand, 1958-1962 Bundeskanzleramt, dort Leiter der u. a. für Wirtschaft, Landwirtschaft, Soziales und Verkehr zuständigen Abteilung II, 1962-1966 Staatssekretär im BMZ, ab 1963 Ermittlungsverfahren wegen Verdachts des Meineids (keine Kenntnis von Vernichtungsaktionen gegen Juden in Riga während des Zweiten Weltkriegs), 1971 Hauptverhandlung vor dem Landgericht Koblenz und Freispruch.

Bundesministerium für Gesundheitswesen

Walter Bargatzky (1910-1998)

1937-1945 Reichsjustizministerium, 1939-1944 Kriegsdienst, 1945-1948 Polizeidirektor in Baden-Baden, 1948-1950 Direktor beim Verwaltungsgericht Baden-Baden, 1950-1962 BMI, dort 1950-1952 Leiter des Referates I A 3 (Wahlrecht, Parteien), 1952-1953 Leiter des Referates VI A 4 (Generalreferat für die Angelegenheiten des Bundesgrenzschutzes und der Bereitschaftspolizeien der Länder), 1952-1954 zugleich (bis 1953) in Unterabteilung ZB (Ziviler Bevölkerungsschutz) Leiter des Referates ZB I (u. a. zuständig für Allgemeine Angelegenheiten, Rechtsfragen, Zusammenarbeit mit den Ländern, Truppenverträge, EVG-Vertrag, Mitwirkung bei der militärischen Verteidigung), 1954-1955 Leiter der Unterabteilung VI A (Polizeirecht und Staatsschutz), 1955-1957 Leiter der Abteilung VI (Öffentliche Sicherheit), 1958-1962 Leiter der Abteilung ZB bzw. (ab 1958) der Abteilung VII (Ziviler Bevölkerungsschutz), 1963-1966 Staatssekretär im BMGes, 1950-1967 Vizepräsident und 1967-1982 Präsident des Deutschen Roten Kreuzes.

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