2.16.5 (x1951e): 4. Mittel für die See- und Küstenfischerei, BML

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Kabinettsausschuß für Wirtschaft. Band 1. 1951-1953Friedrich ErnstHaus Carstanjen in Bad GodesbergFranz Blücher Andreas Hermes an Bundeskanzler Adenauer

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4. Mittel für die See- und Küstenfischerei, BML

Staatssekretär Dr. Sonnemann begründet eingehend die Notwendigkeit, den See- und Küstenfischern durch Bereitstellung von Darlehen zu helfen. Die Hilfe sei erforderlich sowohl aus politischen als auch aus wirtschaftlichen Gründen. Ein wirtschaftlicher und gerechter Einsatz der Mittel unter Anwendung des richtigen Ausleseprinzips sei durchaus möglich 9.

9

Das BML begründete in der Vorlage vom 29. Dez. 1951 seine Forderung eines Darlehens- und Beihilfefonds in Höhe von 3 Millionen DM u. a. damit, daß die DDR die Notlage der westdeutschen Kutterfischerei ausnutze und durch großzügige Angebote der Nutzung der Ostseehäfen einen „politischen Gefahrenherd erster Ordnung" schaffe (B 116/13402 und B 136/2638).

Staatssekretär Hartmann bezweifelt die Zweckmäßigkeit der Darlehensaktion im Hinblick auf andere Berufsgruppen, die ebenfalls aus den Zeitläufen heraus in Schwierigkeiten geraten oder geraten können.

Staatssekretär Sauerborn unterstützt die vom Ernährungsministerium erbetene Aktion. Er glaubt, man soll auch den Wert der Küstenfischerei für den seemännischen Nachwuchs nicht aus dem Auge lassen.

Ministerialdirektor Dr. Graf hebt die handelspolitischen Gesichtspunkte, die für die Förderungsbedürftigkeit der Küstenfischerei sprechen, hervor.

Der Kabinettsausschuß steht den vorgeschlagenen Maßnahmen im ganzen positiv gegenüber. Es sollen aber nochmals die Einzelheiten zwischen dem Ernährungs- und Finanzministerium erörtert werden 10.

10

Fortgang 17. Ausschußsitzung am 21. Febr. 1952 TOP 3.

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