2.18.9 (x1951e): B. Ost-West-Handel , BMWi

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Kabinettsausschuß für Wirtschaft. Band 1. 1951-1953Friedrich ErnstHaus Carstanjen in Bad GodesbergFranz Blücher Andreas Hermes an Bundeskanzler Adenauer

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[B. Ost-West-Handel], BMWi

Gesandter Dr. Kroll berichtet über den Stand des Ost-West-Handels 16. An den Bericht schließt sich eine eingehende Beratung der Lage an, die in Berlin durch die Dumpingmaßnahmen der ostzonalen Behörden entstanden sei. Man ist sich darüber einig, daß eine sorgfältige Prüfung der Verhältnisse anzustellen sei, um dann einmal generell und grundsätzlich Vorbereitungen für Maßnahmen zu treffen, die der Dumpingaktion entgegengestellt werden könnten 17.

16

Siehe 6. Ausschußsitzung am 18. Juni 1951 TOP 3 und 4 und 197. Kabinettssitzung am 22. Jan. 1952 TOP G (Kabinettsprotokolle 1952, S. 71). - Unterlagen zu den Ausführungen Krolls in B 102/108268, vgl. dazu auch Bericht Krolls vom 9. Juni 1952 „Aufzeichnung über den gegenwärtigen Stand und die weiteren Perspektiven der Handelsbeziehungen der Bundesrepublik mit der sowjetischen Besatzungszone und den Ostblockstaaten" in B 136/7807. - Fortgang 229. Kabinettssitzung am 24. Juni 1952 TOP 5 (Kabinettsprotokolle 1952, S. 403).

17

Das Währungsgefälle zwischen Berlin West und Berlin Ost, das sich im Jahresdurchschnitt 1951 im Verhältnis 1:4,65 bewegte, hatte zu verstärkten Konsumkäufen von Westberlinern im Ostteil der Stadt zum Nachteil vor allem der Westberliner Lebensmittelindustrie geführt. Daraus errechnete das BML einen Wert- und Warenzufluß für Westberlin in Höhe von 478 Millionen DM bzw. eine Erhöhung des Realeinkommens um 7%. Empfohlen war, die als vorübergehende Erscheinung eingestufte Benachteiligung Westberliner Wirtschaftszweige durch Subventionen auszugleichen. Bericht der Berliner Vertretung des BML vom 12. März 1952 in B 116/91318 und B 102/56087.

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