2.31.3 (x1951e): 4. Neuordnung Fried. Krupp „Vereinigte Constantin der Große", BMWi

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Kabinettsausschuß für Wirtschaft. Band 1. 1951-1953Friedrich ErnstHaus Carstanjen in Bad GodesbergFranz Blücher Andreas Hermes an Bundeskanzler Adenauer

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4. Neuordnung Fried. Krupp „Vereinigte Constantin der Große", BMWi

Staatssekretär Dr. Westrick erklärt, daß wahrscheinlich der französische Staat hinter der Käufergruppe stehe. Es habe sich herausgestellt, daß die Kaufpreisabreden mit dieser Gruppe nicht so günstig seien, wie dies von Krupp dargestellt wurde. Vor allem aber habe die Gegenseite in der Kohlenverteilungsfrage noch keine eindeutige Zusicherung gemacht.

Auf Vorschlag von Staatssekretär Dr. Westrick beschließt der Kabinettsausschuß, daß Krupp zunächst befriedigende Verhandlungsergebnisse in diesen beiden Punkten nachweisen muß 9.

9

Siehe 240. Kabinettssitzung am 15. Aug. 1952 TOP G (Kabinettsprotokolle 1952, S. 520) und 28. Ausschußsitzung am 17. Nov. 1952 TOP 3. - Vorlage des BMWi vom 11. Dez. 1952 in B 102/3312 und B 136/2461, weitere Unterlagen in B 102/21362 und 60702. - Die Alliierten hatten im Rahmen der Entflechtung und Neuordnung der Krupp A.G. eine Veräußerung der Mehrheitsbeteiligung Krupps an der Gewerkschaft „Vereinigte Constantin der Große" an eine ausländische Gesellschaft vorgesehen. Bei den Verkaufsverhandlungen, die Krupp seit dem Sommer 1952 mit einem französischen Konsortium führte, befürchtete die Bundesregierung, daß eine Vergrößerung des französischen Einflusses auf den deutschen Steinkohlenbergbau auch den geplanten gemeinschaftlichen Ruhrkohlenvertrieb gefährden könnte. Am 11. Dez. 1952 hatte das französische Kabinett den Plan abgelehnt, für den Ankauf einen Staatskredit bereitzustellen (vgl. Vermerk für Westrick vom 10. Jan. 1952 in B 136/2461). Die Veräußerung des Aktienanteils an eine französische Gruppe kam nicht zustande.

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