4.1 (x1956e): Bundesminister

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Bandbilder:

Kabinettsausschuß für Wirtschaft. Band 3. 1956-1957Alfred Hartmann, Ludger Westrick, Hermann Wandersleb, Günther BergmannSchreiben des Bankiers Robert Pferdmenges an Konrad AdenauerGebäude des Bundesministeriums für WirtschaftGraphische Darstellung der landwirtschaftlichen Nutzflächen 1956

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Text

Bundesminister

Der Stellvertreter des Bundeskanzlers

Franz Blücher (1896-1959)

1919-1946 kaufmännische Tätigkeit u.a. als Direktor eines Bankhauses in Essen, 1946-1947 MdL Nordrhein-Westfalen, 1946-1947 Finanzminister des Landes Nordrhein-Westfalen, 1946-1949 Vorsitzender der FDP in der Britischen Zone, 1947-1949 Vorsitzender der FDP-Fraktion im Wirtschaftsrat des Vereinigten Wirtschaftsgebiets, 1949-1954 Bundesvorsitzender der FDP, 1949-1958 MdB (FDP, 1956 FVP, 1957 DP/FVP, 1957 DP), 1949-1957 Stellvertreter des Bundeskanzlers und 1949-1953 Bundesminister für den Marshallplan, 1953-1957 Bundesminister für wirtschaftliche Zusammenarbeit, 1958-1959 Mitglied der Hohen Behörde der Montanunion.

Seit 29. Oktober 1957:

Dr. Ludwig Erhard siehe Der Bundesminister für Wirtschaft

Der Bundesminister des Auswärtigen

Dr. Heinrich von Brentano (1904-1964)

Seit 1932 Rechtsanwalt am Oberlandesgericht in Darmstadt, 1945 Mitgründer der CDU in Hessen, 1946-1949 MdL Hessen, dort 1947-1949 Fraktionsvorsitzender, 1948-1949 Mitglied des Parlamentarischen Rates, 1949-1964 MdB, dort 1949-1955 und 1961-1964 Vorsitzender der CDU/CSU-Fraktion, 1955-1961 Bundesminister des Auswärtigen.

Der Bundesminister der Finanzen

Fritz Schäffer (1888-1967)

1920 Bayerisches Staatsministerium für Unterricht und Kultus, 1920-1933 MdL Bayern (Bayerische Volkspartei), 1929-1933 Vorsitzender der Bayerischen Volkspartei, 1931-1933 als Staatsrat Leiter des Bayerischen Staatsministeriums der Finanzen, anschließend Anwaltstätigkeit, 1945 Bayerischer Ministerpräsident (CSU), 1949-1961 MdB, 1949-1957 Bundesminister der Finanzen, 1957-1961 Bundesminister der Justiz.

Seit 29. Oktober 1957:

Dr. Franz Etzel (1902-1970)

1930-1952 Rechtsanwalt und Notar in Duisburg, 1949-1953 und 1957-1965 MdB (CDU), 1952-1957 Vizepräsident der Hohen Behörde der EGKS, 1957-1961 Bundesminister der Finanzen.

Der Bundesminister für Wirtschaft

Dr. Ludwig Erhard (1897-1977)

1913-1916 Kaufmannslehre, 1919-1925 Studium in Nürnberg und Frankfurt/Main, 1928-1942 wissenschaftlicher Assistent und Mitglied der geschäftsführenden Leitung des Instituts für Wirtschaftsbeobachtung der deutschen Fertigware, 1942-1945 Leiter des Instituts für Industrieforschung, 1945-1946 Bayerischer Staatsminister für Handel und Gewerbe, 1947 Honorarprofessor der Universität München, Vorsitzender der Sonderstelle Geld und Kredit der Verwaltung des Vereinigten Wirtschaftsgebiets, 1948-1949 Direktor der Verwaltung für Wirtschaft des Vereinigten Wirtschaftsgebiets, 1949-1977 MdB (CDU), 1949-1963 Bundesminister für Wirtschaft, seit Oktober 1957 gleichzeitig Stellvertreter des Bundeskanzlers, 1963-1966 Bundeskanzler, 1966-1967 Bundesvorsitzender der CDU.

Der Bundesminister für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten

Heinrich Lübke (1894-1972)

1923-1933 Geschäftsführer des Reichsverbands der landwirtschaftlichen Klein- und Mittelbetriebe, 1927-1933 Geschäftsführer der Deutschen Bauernschaft, 1929 Vorstandsmitglied der Wirtschafts- und Treuhandstelle der Deutschen Bauernschaft und 1930 der Siedlungsgesellschaft Bauernland, 1932-1933 Mitglied des Preußischen Landtags (Zentrum), 1934-1935 Untersuchungshaft, 1937-1939 Leitender Mitarbeiter der Niedersächsischen Wohnungsbau- und Siedlungsgesellschaft, 1939-1945 Vermessungsingenieur und Bauleiter, 1944 stellvertretender Leiter der „Baugruppe Schlempp" (Projekte u.a. in der Heeresversuchsanstalt Peenemünde), 1945-1946 „Baubüro Lübke", 1946 Mitglied des Beratenden Westfälischen Provinzialrats in Münster (CDU), 1946-1954 MdL Nordrhein-Westfalen, 1947-1952 Minister für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten des Landes Nordrhein-Westfalen, 1949-1950 und 1953-1959 MdB, dort 1949-1950 Vorsitzender des Ausschusses für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten, 1953-1959 Bundesminister für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten, 1959-1969 Bundespräsident.

Der Bundesminister für Arbeit

Anton Storch (1892-1975)

1920-1933 Angestellter im Zentralverband Christlicher Holzarbeiter Deutschlands (bis 1921 Unterbezirksleiter in Koblenz, 1921-1933 Bezirksleiter in Hannover), 1931-1933 Leiter des Allgemeinen Deutschen Gewerkschaftsbundes in der Provinz Hannover, 1933-1939 Versicherungsvertreter, 1939-1945 dienstverpflichtet zum Sicherheits- und Hilfsdienst bei der Feuerschutzpolizei Hannover, 1945 Mitgründer der CDU in Hannover und des Deutschen Gewerkschaftsbundes in Niedersachsen, 1946-1948 Leiter der Hauptabteilung Sozialpolitik des Deutschen Gewerkschaftsbundes (Britische Zone), 1947-1948 Mitglied des Wirtschaftsrats des Vereinigten Wirtschaftsgebiets, 1948-1949 Direktor der Verwaltung für Arbeit des Vereinigten Wirtschaftsgebiets, 1949-1965 MdB, 1949-1957 Bundesminister für Arbeit, 1958-1965 MdEP.

Seit 29. Oktober 1957:

Der Bundesminister für Arbeit und Sozialordnung

Theodor Blank (1905-1972)

1930-1933 Sekretär im Zentralverband Christlicher Fabrik- und Transportarbeiter, 1939-1945 Kriegsdienst und Gefangenschaft, 1945 Mitgründer der CDU Westfalen und des Deutschen Gewerkschaftsbundes, 1945 Stadtverordneter in Dortmund, 1945-1950 Mitglied des Vorstandes der IG Bergbau, 1946-1947 MdL Nordrhein-Westfalen, 1947-1949 Mitglied des Wirtschaftsrates des Vereinigten Wirtschaftsgebiets, 1949-1972 MdB (CDU), dort 1965-1969 stellvertretender Fraktionsvorsitzender, 1950-1955 Beauftragter des Bundeskanzlers für die mit der Vermehrung der alliierten Truppen zusammenhängenden Fragen, 1951 Chef der deutschen Delegation beim Interimsausschuß für die Organisation der EVG, 1955-1956 Bundesminister für Verteidigung, 1957-1965 Bundesminister für Arbeit und Sozialordnung.

Der Bundesminister für Verkehr

Dr.-Ing. Hans Christoph Seebohm (1903-1967)

1931-1946 stellvertretender Direktor, Direktor und Geschäftsführer verschiedener Bergbau-Gesellschaften, 1946-1948 Minister für Aufbau, Arbeit und Gesundheitswesen in Niedersachsen, Mitglied des Parlamentarischen Rates (DP), MdB 1949-1967 (DP, seit 1960 CDU), 1949-1966 Bundesminister für Verkehr, 1959-1967 Sprecher der Sudetendeutschen Landsmannschaft.

Der Bundesminister für das Post- und Fernmeldewesen

Prof. Dr.-Ing. Siegfried Balke (1902-1984)

1925-1953 Tätigkeit in der chemischen Industrie (1945 technischer Betriebsleiter, 1952 Direktoriumsmitglied der Wacker-Chemie GmbH, Vorsitzender des Vereins der Bayerischen Chemischen Industrie, Präsidialmitglied des Landesverbandes der Bayerischen Industrie), 1953-1956 Bundesminister für das Post- und Fernmeldewesen, 1956-1962 Bundesminister für Atomenergie bzw. (ab Oktober 1957) für Atomkernenergie und Wasserwirtschaft, 1957-1969 MdB (CSU), 1964-1969 Präsident der Bundesvereinigung der Deutschen Arbeitgeberverbände.

Der Bundesminister für wirtschaftlichen Besitz des Bundes (seit Oktober 1957)

Dr. Hermann Lindrath (1896-1960)

Bis 1926 Tätigkeit im Bankgeschäft, 1926-1945 Stadtverwaltung Halle (u.a. 1930 Direktor der städtischen Steuerverwaltung, 1945 Stadtkämmerer), 1928-1933 Mitglied der DVP, 1933-1945 Dozent u.a. für Steuer-, Finanz-, Haushalts- und Gemeindewirtschaftsrecht an der Universität Halle, 1935 Mitglied des Finanzgerichts Magdeburg, 1945-1951 Wirtschaftsprüfer und Steuerberater in Halle, 1951 nach wiederholter Inhaftierung Wechsel in die Bundesrepublik, 1953-1960 MdB (CDU), Mitglied des Verwaltungsrats der Lastenausgleichsbank in Bad Godesberg und des Forschungsbeirats für Fragen der Wiedervereinigung Deutschlands in Berlin, 1957-1960 Bundesminister für wirtschaftlichen Besitz des Bundes.

Der Bundesminister für Wohnungsbau

Dr. Viktor-Emanuel Preusker (1913-1991)

1937-1940 Bankkaufmann, 1947 Geschäftsführer der FDP in Hessen, 1949-1961 MdB (FDP, 1956 FVP, 1957 DP/FVP, 1957 DP, 1960 CDU), 1953-1957 Bundesminister für Wohnungsbau, 1958-1960 Vizepräsident des Deutschen Bundestags, 1963-1975 erneut Tätigkeit im Bankgeschäft.

Seit 29. Oktober 1957:

Paul Lücke (1914-1976)

Bis 1935 Tätigkeit in der katholischen Jugendbewegung, 1945 Mitgründer der CDU im Oberbergischen Kreis, 1947-1949 Amtsdirektor von Engelskirchen, 1949-1972 MdB, dort 1950-1957 Vorsitzender des Ausschusses für Wiederaufbau und Wohnungswesen, 1954-1965 Präsident des Deutschen Gemeindetages, 1957-1965 Bundesminister für Wohnungsbau, bzw. (seit 1961) für Wohnungswesen, Städtebau und Raumordnung, 1965-1968 Bundesminister des Innern.

Der Bundesminister für Vertriebene, Flüchtlinge und Kriegsgeschädigte

Prof. Dr. Dr. Theodor Oberländer (1905-1998)

1933 Direktor des Instituts für Osteuropäische Wirtschaft in Königsberg, 1934 Professor für Agrarpolitik in Danzig, ab 1940 in Prag, 1934-1937 Leiter des Bundes Deutscher Osten, 1940-1943 Ostexperte bei einer von der deutschen Wehrmacht ausgebildeten Ukrainer-Einheit, 1945 in amerikanischer Gefangenschaft, 1946 in der Landwirtschaft tätig, 1950 Mitgründer des BHE in Bayern und MdL, 1951-1953 Staatssekretär für das Flüchtlingswesen in Bayern, 1953-1961 und 1963-1965 MdB (bis 1955 GB/BHE, 1955 Gruppe Kraft/Oberländer, dann Gast der CDU/CSU-Fraktion, ab 1956 CDU), 1953-1960 Bundesminister für Vertriebene, Flüchtlinge und Kriegsgeschädigte, 1954-1955 Bundesvorsitzender des BHE.

Der Bundesminister für wirtschaftliche Zusammenarbeit

Franz Blücher siehe Der Stellvertreter des Bundeskanzlers

Der Bundesminister für Angelegenheiten des Bundesrates, seit Oktober 1957: Der Bundesminister für Angelegenheiten des Bundesrates und der Länder

Prof. Dr. Hans-Joachim von Merkatz (1905-1982)

1935-1938 Kaiser-Wilhelm-Institut für ausländisches öffentliches Recht und Völkerrecht, 1938-1945 Generalsekretär des Ibero-Amerikanischen-Instituts in Berlin, 1946 Rechtsberater des Direktoriums der DP, 1947 MdL Niedersachsen, 1948-1949 wissenschaftlicher Mitarbeiter der DP-Fraktion im Parlamentarischen Rat, 1949-1969 MdB (DP, seit 1960 CDU), dort 1953-1955 Vorsitzender der DP-Fraktion, 1951-1958 Mitglied der Beratenden Versammlung des Europarates und 1952-1958 der Gemeinsamen Versammlung der EGKS, 1952-1960 Mitglied des Direktoriums bzw. Parteivorstandes der DP, 1955-1962 Bundesminister für Angelegenheiten des Bundesrates, zugleich 1956-1957 Bundesminister der Justiz und 1960-1961 Bundesminister für Vertriebene, Flüchtlinge und Kriegsgeschädigte, 1964-1968 Mitglied des Exekutivrates der UNESCO, 1967-1979 Präsident der Paneuropa-Union Deutschlands.

Der Bundesminister für Atomfragen, seit Oktober 1957: Der Bundesminister für Atomkernenergie und Wasserwirtschaft

Prof. Dr.-Ing. Siegfried Balke siehe Der Bundesminister für das Post- und Fernmeldewesen

Der Bundesminister für Familienfragen, seit Oktober 1957: Der Bundesminister für Familien- und Jugendfragen

Dr. Franz-Josef Wuermeling (1900-1986)

1926-1931 Preußisches Ministerium des Innern, 1931-1939 Landrat und Finanzdezernent in Kassel, 1939 aus politischen Gründen entlassen, 1940-1947 Tätigkeit in der Industrie, 1945 Bürgermeister von Linz/Rhein, 1947-1951 MdL Rheinland-Pfalz (CDU), 1947-1949 Staatssekretär im Ministerium des Innern des Landes Rheinland-Pfalz, 1949-1969 MdB, 1953-1962 Bundesminister für Familienfragen bzw. (ab Oktober 1957) für Familien- und Jugendfragen.

Die Bundesminister für besondere Aufgaben

Waldemar Kraft (1898-1977)

1920-1939 polnische Staatsbürgerschaft, 1925 Direktor des deutschen landwirtschaftlichen Zentralverbandes in Polen, 1940-1945 Geschäftsführer der Reichsgesellschaft für Landbewirtschaftung, 1945-1948 Internierung, Mitbegründer des BHE in Schleswig-Holstein, 1950 Finanzminister und stellvertretender Ministerpräsident des Landes Schleswig-Holstein sowie 1951 zusätzlich Justizminister, 1952-1953 Vorsitzender des GB/BHE, 1953-1961 MdB (1953-1955 GB/BHE, 1955 fraktionslos, ab 1956 CDU), 1953-1956 Bundesminister für besondere Aufgaben.

Dr. Hermann Schäfer (1892-1966)

1920-1924 Redakteur und geschäftsführender Vorstand der Vereinigung der leitenden Angestellten, 1925-1933 Mitglied des Reichsvorstandes der DDP/DStP, 1941 Wehrdienst, 1946 stellvertretender Vorsitzender des FDP-Landesverbandes Hamburg, 1947 stellvertretender Zonenvorsitzender, 1948 Vizepräsident des Parlamentarischen Rates, 1950-1956 stellvertretender Vorsitzender der FDP, 1949-1957 MdB (FDP, 1956 FVP, 1957 DP/FVP), dort 1949-1953 Bundestagsvizepräsident, 1949-1951 Fraktionsvorsitzender, 1953-1956 Bundesminister für besondere Aufgaben, ab 1961 erneut Mitglied der FDP.

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