11.33 (z1960a): Kaul, Friedrich

Zum Text. Zu den Funktionen. Zum Navigationsmenü. Zum Navigationsbaum

 

Bandbilder:

Palais SchaumburgBandrücken der EditionÜberreichung des ersten Bandes an Bundeskanzler Helmut SchmidtDas Bundesarchiv, KoblenzKabinettssitzung 1956

Extras:

 

Text

Kaul, Friedrich

Dr. Friedrich Kaul (1906-1981)

1932 Mitglied der KPD, Tätigkeit im Rahmen der „Roten Hilfe", 1933 aus dem Justizdienst entlassen, 1935-1937 Inhaftierung in den Konzentrationslagern Lichtenburg und Dachau, 1937 Emigration nach Kolumbien, später nach Mittelamerika, 1941 Inhaftierung in Nicaragua und Auslieferung an die USA, dort bis 1945 Internierung, 1945 Rückkehr nach Deutschland, 1946 Eintritt in die SED, seit 1948 Rechtsanwalt in Ost- und West-Berlin, 1954-1956 Verteidiger im KPD-Prozess vor dem Bundesverfassungsgericht, mehrfach Verteidiger von KPD- und FDJ-Mitgliedern in Prozessen in der Bundesrepublik, 1960 Professor an der Humboldt-Universität, 1961 Ausschluss von allen Staatsschutzverfahren in der Bundesrepublik durch Entscheidung des Bundesgerichtshofes, 1967 wieder aufgehoben durch das Bundesverfassungsgericht, Nebenkläger in mehreren Prozessen in der Bundesrepublik wegen NS-Gewaltverbrechen, u. a. 1963-1965 im Frankfurter Auschwitz-Prozess, 1970 im Düsseldorfer Treblinka- und 1975-1981 im Düsseldorfer Majdanek-Prozess, 1962 Vizepräsident der Vereinigung Demokratischer Juristen, 1965 Direktor des neugegründeten Instituts für Zeitgenössische Rechtsgeschichte an der Humboldt-Universität, 1975 stellvertretender Vorsitzender der internationalen Chilekommission.

GND:104358491 {{ Kaul, Friedrich }}

Extras (Fußzeile):