2.34.2 (k1953k): 2. Russendenkmal in Berlin

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[2.] Russendenkmal in Berlin

Er macht sodann darauf aufmerksam, daß auf Weisung der westlichen Besatzungsmächte das sogenannte Russendenkmal 2 in Berlin in Stand gesetzt werden muß. Dieses Denkmal mit seiner aufreizenden Inschrift 3 werde von den Berlinern als Schmach empfunden und könnte Anlaß zu unüberlegten Handlungen geben. Staatssekretär Prof. Dr. Hallstein wird gebeten, sich über den Tatbestand berichten zu lassen und nach den Gründen für diese Maßnahmen der Alliierten anzufragen 4.

Fußnoten

2

Das vom Oberkommandierenden der Roten Armee unmittelbar nach Kriegsende nahe dem Brandenburger Tor errichtete Ehrenmal für die gefallenen Sowjetsoldaten befindet sich im britischen Sektor der Stadt.

3

Der in russischer Sprache eingemeißelte Text lautet: „Ewiger Ruhm den in den Kämpfen mit den deutsch-faschistischen Eindringlingen für die Freiheit und Unabhängigkeit gefallenen Helden 1941-1945".

4

Am 11. Juni 1953 hatten Ostberliner Bauarbeiter im Auftrag der sowjetischen Besatzungsbehörden und mit Genehmigung des amerikanischen Hochkommissars unter Aufsicht der Westberliner Polizei damit begonnen, das an der Potsdamer Chaussee im amerikanischen Sektor gelegene sowjetische Panzerdenkmal zu reparieren. Neben Protesten der Parteien hatte diese Aktion „Befremden" beim Ältestenrat und beim Senat von Berlin (West) hervorgerufen. (Vgl. Berlin S. 705-707). Die Arbeiten wurden am 20. Juni 1953 vorübergehend eingestellt (vgl. Berichte der Berliner Außenstelle des AA vom 16. und 20. Juni 1953 auf Weisung Hallsteins vom 16. Juni 1953 in AA II Bd. 6).

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