2.13.4 (k1957k): 4. Besetzung militärischer Führungsstellen, BMVtg

Zum Text. Zur Fußnote (erste von 5). Zu den Funktionen. Zum Navigationsmenü. Zum Navigationsbaum

 

Bandbilder:

Die Kabinettsprotokolle der Bundesregierung. Band 10. 1957Das 3. Kabinett Adenauer bei Bundespräsident Theodor HeussTelegramm des FDP-Bundesvorsitzenden Reinhold Maier an  AdenauerEs ist schon wieder fünf Minuten vor Zwölf!CDU-Wahlplakat 1957

Extras:

 

Text

Tagesordnungspunkt als RTF Download

4. Besetzung militärischer Führungsstellen, BMVtg

Der Bundesminister für Verteidigung trägt den Inhalt seiner Kabinettvorlage vom 11. März 1957 vor 13.

Das Kabinett erklärt sich damit einverstanden, daß Generalleutnant Matzky 14 und Generalmajor Pemsel 15 zu kommandierenden Generälen des 1. und 2. Korps in Münster bzw. Ulm ernannt werden. Außerdem erteilt das Kabinett die grundsätzliche Zustimmung, daß Generalleutnant Heusinger 16 als Generalinspekteur der Bundeswehr in Aussicht genommen wird. Ferner billigt das Kabinett, daß die Abteilung IV (Streitkräfte) des Bundesministeriums für Verteidigung in einen Bundeswehr-Führungsstab unter Leitung des Generalleutnants Heusinger umgewandelt wird und daß ihm die Abteilungen Heer, Luftwaffe, Marine, Territoriale Verteidigung und Gesundheitswesen unterstellt werden 17.

Fußnoten

13

Vorlage des BMVtg vom 11. März 1957 nicht ermittelt.

14

Gerhard Matzky (1894-1983). 1912-1945 Berufsoffizier, zuletzt 1944-1945 Kommandierender General des XVIII., später XXVI. Armeekorps, 1945-1948 Kriegsgefangenschaft, 1949 Verbindungsstab der deutschen Arbeitseinheiten bei den amerikanischen Besatzungsstreitkräften, 1951-1956 BMI, dort Leiter der Unterabteilung VI B, ab 1953 der Abteilung VI C (Ausbildung und Einsatz des Bundesgrenzschutzes und der Bereitschaftspolizeien der Länder), 1957-1960 Kommandierender General des I. Korps in Münster.

15

Max Pemsel (1897-1985). 1917-1945 Berufsoffizier, zuletzt 1944-1945 Kommandeur der 6. Gebirgs-Division und 1945 Chef des Generalstabs des Armeeoberkommandos Ligurien, 1945-1948 Kriegsgefangenschaft, 1950-1956 Bayerische Versicherungsbank AG, 1956-1961 Bundeswehr, dort 1956-1957 Befehlshaber im Wehrbereichskommando VI in München, 1957-1961 Kommandierender General des II. Korps in Ulm.

16

Adolf Heusinger (1897-1982). 1915-1945 Berufsoffizier, 1931-1934 Generalstab des Heeres, 1937-1944 Operationsabteilung des OKH (seit 1940 deren Chef), Juli-September 1944 Gestapo-Haft nach Verwundung beim Attentat auf Hitler am 20. Juli, 1944-1945 ohne Verwendung, 1945-1948 amerikanische Kriegsgefangenschaft, 1948-1950 Schriftsteller und Tätigkeit als Chef Auswertung bei der Organisation Gehlen, seit 1950 militärischer Berater Adenauers, 1950 Erarbeitung der „Himmeroder Denkschrift", 1950-1951 sachverständiger Berater der Bundesregierung für die „Petersberger Gespräche" mit den Westalliierten über einen deutschen Verteidigungsbeitrag, 1951 militärischer Sachverständiger der deutschen Delegationen bei den Beratungen über den Pleven-Plan und die EVG, 1951-1955 Dienststelle Blank, dort seit 1952 Leiter der Militärabteilung, 1955-1961 BMVtg, dort 1955-1957 Vorsitzender des Militärischen Führungsrates, 1957 Leiter der Abteilung Gesamtstreitkräfte, 1957-1961 Generalinspekteur der Bundeswehr, 1961-1964 Vorsitzender des Ständigen Militärausschusses der NATO in Washington. - Heusinger trat sein Amt als erster Generalinspekteur der Bundeswehr am 1. Juni 1957 an.

17

Mit Ministererlaß vom 20. Mai 1957 (BW 1/Org. 1/6, Bd. 3) wurde aus der bisherigen Abteilung IV (Gesamtstreitkräfte) der „Führungsstab der Bundeswehr" gebildet, dessen Leiter Heusinger mit Wirkung vom 1. Juni 1957 die Bezeichnung Generalinspekteur der Bundeswehr führte. Weiterhin wurden die militärischen Abteilungen V, VI und VII in Führungsstäbe des Heeres, der Luftwaffe und der Marine umgewandelt, die jeweils unter der Leitung eines Inspekteurs standen. Vgl. dazu Meyer, Heusinger, S. 296-315.

Extras (Fußzeile):