2.20.27 (k1950k): J. Ruhrbehörde

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Titelblatt: Die Kabinettsprotokolle der Bundesregierung 1950Portrait Walter StraußPortrait Hans LukaschekSchreiben Adenauers zur Entlassung von Heinemann.Portrait: Robert Lehr

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[J.] Ruhrbehörde

Der Bundesminister für den Marshallplan berichtet über die Personalverhältnisse bei der Ruhrbehörde 68. Es müßten nunmehr die beiden unmittelbar dem Generalsekretär unterstehenden Adviser, ein Wirtschaftsberater und ein juristischer Berater, vorgeschlagen werden. Ihre Ernennung erfolge durch den Generalsekretär. Als juristischer Berater sei Dr. Schneider 69 in Aussicht genommen; als Wirtschaftsberater sei ihm Dr. Krose 70 (Industriegewerkschaft Bergbau) empfohlen worden.

Gegen die Person der Genannten erhebt das Kabinett keinen Einspruch. Der Bundesminister für Arbeit weist darauf hin, daß vor der Benennung des Dr. Krose noch mit dem Leiter der Industriegewerkschaft Bergbau, Blank 71, gesprochen werden müsse 72.

Fußnoten

68

Vgl. 47. Sitzung am 21. Febr. 1950 TOP D. - Personalvorschläge für die Ernennung deutscher Mitglieder beim Sekretariat der Internationalen Ruhrbehörde in B 136/2471, B 146/ 222 und B 102/4773 und 3821.

69

Dr. Wolfgang Schneider (geb. 1906). Rechtsanwalt, MinRat im BMWi. Zur Bewerbung von Schneider vgl. B 136/2471 und B 146/222.

70

Vermutlich Dr. Franz Grosse (geb. 1903). Leiter der volkswirtschaftlichen Abteilung der IG Bergbau, ab August 1952 Mitglied des Beratenden Ausschusses der Montanunion; Stellvertretender Aufsichtsratsvorsitzender der Salzgitter-Werke. - Vgl. dazu Schreiben Lehrs an Erhard vom 1. April 1950 in NL Lehr/17.

71

Theodor Blank (1905-1972). Bis Nov. 1950 Mitglied des Vorstandes der IG Bergbau; MdB 1949-1972 (CDU); ab 1950 Beauftragter des Bundeskanzlers für die mit der Vermehrung der alliierten Truppen zusammenhängenden Fragen; 1955 Bundesminister für Verteidigung; 1957-1965 Bundesminister für Arbeit.

72

Der Bericht der Internationalen Ruhrbehörde vom 14. Febr. 1951 für die Zeit vom 20. Mai 1949 bis zum 31. Dez. 1950 führt an, daß der Generalsekretär das Personal des Sekretariats ernennt, der Rat sich jedoch die Bestätigung der Ernennung solcher Beamter aus Gruppe I vorbehält, die von den nationalen Regierungen vorgeschlagen werden. Die im August 1949 geschaffenen und von deutschen Vertretern zu besetzenden Stellen des Generalsekretariats blieben nach diesem Bericht jedoch unbesetzt, da dem Rat keine Kandidaten vorgeschlagen wurden (Jahresbericht der Internationalen Ruhrbehörde vom 14. Febr. 1951 in B 136/2471 - vgl. 142. Sitzung am 18. April 1951 TOP 10).

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