4.25 (k1950k): Dokument Nr. 25

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Titelblatt: Die Kabinettsprotokolle der Bundesregierung 1950Portrait Walter StraußPortrait Hans LukaschekSchreiben Adenauers zur Entlassung von Heinemann.Portrait: Robert Lehr

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Dokument Nr. 25

10. September 1950

Prof. Ulrich Noack (Würzburg) an den Bundesminister des Innern 1

Sehr verehrter Herr Bundesminister!

Darf ich Ihnen aus Anlaß Ihrer Auseinandersetzung mit dem Bundeskanzler das Protokoll 2 einer erweiterten Vorstandssitzung der CSU Würzburg überreichen, an der auch Dr. v. Prittwitz und Gaffron 3 teilnahm. Der Anlaß dieser Debatte war mein Brief an den Ministerpräsidenten Ehard gegen die Remilitarisierung und gegen die Bundespolizei, aber für Länderpolizeien. Dieser Brief wurde dann mit der Zustimmung der großen Mehrheit nach München abgesandt. Er befindet sich in dem Protokoll auf Seite 5/6.

Meine Auseinandersetzung mit der Politik des Bundeskanzlers befindet sich auf Seite 13/14. Besonders bedeutsam erscheint mir die außenpolitische Darlegung 4 von Herrn v. Prittwitz und Gaffron auf Seite 3.

Mit besonderer Verehrung

Ihr sehr ergebener

Ulrich Noack

Fußnoten

1

Druckvorlage: Unterschriebene Ausfertigung in NL Heinemann/31. Briefkopf: „Prof. Dr. Ulrich Noack".

2

„Protokoll über die erweiterte Vorstandssitzung der CSU Würzburg am 30. Aug. 1950", 18 Seiten, ebenda.

3

Friedrich Wilhelm von Prittwitz und Gaffron (1884-1955). 1908-1933 im auswärtigen Dienst, zuletzt Botschafter in den USA; 1946-1951 stellvertretender Vorsitzender der CSU-Landtagsfraktion.

4

Nach den auf Seite 8 des Protokolls wiedergegebenen Äußerungen hatte sich von Prittwitz und Gaffron ebenfalls gegen eine Wiederaufrüstung und für eine Verstärkung der Polizei auf Länderbasis ausgesprochen und u. a. erklärt: „Zu der außenpolitischen Frage habe ich immer die Meinung vertreten, die Westmächte hätten den Versuch machen müssen mit Rußland zu einer endgültigen Vereinbarung über Deutschland zu kommen. Sache auch der westdeutschen Politik hätte es sein müssen, den Weg offen zu halten, nicht aber die Situation zu erschweren, wie Bonn es dadurch tat, daß es einen möglichst ausgebildeten Teilstaat mit einer möglichst entwickelten Souveränität erstrebte. Das erste Ziel hätte statt dessen der Friedensschluß sein müssen." (ebenda). - Zur Antwort Heinemanns siehe Dokument Nr. 29.

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