4.3 (k1962k): Sonstige 1962 erwähnte Personen

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Die Kabinettsprotokolle der Bundesregierung. Band 15. 1962Fünftes Kabinett AdenauerEWG-BinnenzollsenkungStaatsbesuch de GaulleAktion Adler

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Sonstige 1962 erwähnte Personen

Ibrahim Abbud (auch: Abboud ) (1900-1983)

1918-1925 Militäringenieur in der ägyptischen Armee, seit 1925 in der neugebildeten sudanesischen Armee, dort 1954 Generalmajor, 1956 Oberkommandierender der Sudanesischen Armee, 1958-1964 Präsident der Republik Sudan.

Franz Amrehn (1912-1981)

1932-1939 Banklehre und Tätigkeit als Bankkaufmann, 1940-1945 Kriegsdienst, 1945-1955 Geschäftsführer der Eigenhausbauten für Stadt und Land GmbH, Berlin, 1952 Zulassung als Anwalt sowie 1964 als Notar, 1946-1948 Bezirksverordneter in Berlin-Steglitz, 1950-1969 Mitglied des Berliner Abgeordnetenhauses, dort 1952-1955 Vizepräsident und 1963-1969 Vorsitzender der CDU-Fraktion, 1955-1963 Bürgermeister und Mitglied des Bundesrates, 1961-1969 Landesvorsitzender der CDU, 1969-1981 MdB.

David Ben Gurion (1886-1973)

Israelischer Politiker, Mitbegründer und 1921-1934 Generalsekretär der Gewerkschaft Histadrut, 1930-1965 Vorsitzender der Arbeiterpartei Mapai, 1935-1948 Vorsitzender der Jewish Agency for Palestine, 1948-1953 und 1955-1963 israelischer Ministerpräsident, zugleich mehrfach Verteidigungsminister.

Fritz Berg (1901-1979)

Unternehmer, im Zweiten Weltkrieg Leiter der Abteilung Fahrrad- und Motorteile der Reichsgruppe Industrie, 1946 Vorsitzender des Wirtschaftsverbandes Eisen-, Blech- und Metallwaren, 1948 Präsident der Südwestfälischen Industrie- und Handelskammer in Hagen, 1949-1971 Präsident des Bundesverbandes der Deutschen Industrie (BDI).

Herbert Blankenhorn (1904-1991)

1929-1945 auswärtiger Dienst mit Stationen in Athen, Washington, Helsinki und Bern, 1946-1948 Deutsches Sekretariat des Zonenbeirates (der britischen Besatzungszone) in Hamburg, 1948-1949 Generalsekretär beim Zonenausschuss der CDU in der britischen Besatzungszone und persönlicher Referent des Präsidenten des Parlamentarischen Rates bzw. des Bundeskanzlers, 1949-1951 Leiter der Verbindungsstelle zur Alliierten Hohen Kommission im Bundeskanzleramt, 1951-1955 Leiter der Politischen Abteilung des AA, 1955-1958 Ständiger Vertreter bei der NATO in Paris, 1958-1963 Botschafter in Paris, 1963-1965 in Rom, 1965-1970 in London.

Abdel Latif Mahmoud El-Boghdadi (auch: Baghdadi) (1917-1999)

Bis 1953 Berufssoldat, Mitglied des ägyptischen „Komitees der freien Offiziere", 1953 Präsident des Revolutionsgerichtes, 1953-1954 Kriegsminister, 1954-1958 Präsident der ägyptischen Nationalversammlung und Minister für Gemeinwesen, 1958-1964 stellvertretender Staatspräsident und 1958-1960 gleichzeitig Zentralminister für Planung der Vereinigten Arabischen Republik.

Willy Brandt (1913-1992)

Mitglied der sozialistischen Jugendbewegung, 1931 Übertritt von der SPD zur SAP, 1933 Flucht über Dänemark nach Norwegen, 1940 nach Schweden, 1945 Korrespondent für skandinavische Zeitungen in Deutschland, 1947 Presseattaché an der norwegischen Vertretung (Militärmission) beim Alliierten Kontrollrat in Berlin, 1948 Vertretung des SPD-Vorstandes in Berlin und bei den alliierten Kontrollbehörden, Wiedereinbürgerung, 1949-1957, 1961 und 1969-1992 MdB (SPD), 1950-1969 Mitglied des Berliner Abgeordnetenhauses, 1955-1956 dessen Präsident, 1957-1966 Regierender Bürgermeister von Berlin, 1964-1987 Vorsitzender der SPD, 1966-1969 Bundesminister des Auswärtigen, 1969-1974 Bundeskanzler, 1976-1992 Vorsitzender der Sozialistischen Internationale.

Dr. Heinrich von Brentano (1904-1964)

1932-1943 Rechtsanwalt beim Oberlandesgericht Darmstadt, 1943-1945 Dienstverpflichtung als Staatsanwalt in Hanau, 1945 Rechtsanwalt und Notar in Darmstadt, Mitbegründer der CDU in Hessen, 1946-1949 MdL Hessen, dort 1947-1949 Fraktionsvorsitzender, 1948-1949 Mitglied des Parlamentarischen Rates, 1949-1964 MdB, dort 1949-1955 und 1961-1964 Vorsitzender der CDU/CSU-Fraktion, 1955-1961 Bundesminister des Auswärtigen.

Helmuth Burckhardt (1903-1984)

1928-1930 Bergassessor beim Bergwerksdirektor des Fürsten Pleß, Waldenburg/Schlesien, 1930-1933 Direktionsassistent der Mansfeld AG, Eisleben, seit 1933 beim Eschweiler Bergwerks-Verein, Kohlscheid, dort 1933 Betriebs- und 1935 Bergwerksdirektor, 1938 Vorstandsmitglied, 1944-1949 Kriegsdienst und Gefangenschaft, 1949 erneut Bergwerksdirektor des Eschweiler Bergwerks-Verein, dort 1951-1965 Vorstandsvorsitzender und 1965-1979 Vorsitzender des Aufsichtsrates, 1953-1955 Präsident, dann Vize-Präsident des Beratungsausschusses der Hohen Behörde der EGKS, ab 1957 Präsident des Studienausschusses des Westeuropäischen Kohlenbergbaus in Brüssel, 1958-1967 Vorstandsvorsitzender des Unternehmensverbandes Ruhrbergbau, Essen.

Dr. Hans Busch (1896-1972)

1925-1928 Landratsamt Moers, 1928-1932 Preußisches Ministerium für Volkswohlfahrt, 1932-1934 Preußisches Ministerium des Innern, 1934-1937 Reichsministerium des Innern, 1937-1945 Regierung in Düsseldorf, 1939-1945 Kriegsdienst, 1945-1946 Oberpräsidium der Nordrhein-Provinz, 1946-1950 Beigeordneter der Stadt Köln (Sozialverwaltung und Jugendpflege), 1951-1956 Kultusministerium des Landes Nordrhein-Westfalen, dort 1953 Staatssekretär, 1957 (März-Oktober) Staatssekretär im BMA, 1957-1961 Staatssekretär im BMBes, Mitglied in mehreren Aufsichtsräten, u. a. Vorsitzer des Aufsichtsrats der Volkswagenwerk AG sowie des Aufsichtsrats der Aktiengesellschaft für Berg- und Hüttenbetriebe (vormals Reichswerke), Salzgitter.

Lucius D. Clay (1897-1978)

1918-1945 nach Absolvierung der Militärakademie Westpoint Tätigkeit im Armee-Ingenieurkorps, 1945-1947 stellvertretender, 1947-1949 Militärgouverneur der amerikanischen Besatzungszone in Deutschland und Oberbefehlshaber der amerikanischen Streitkräfte in Europa, 1950-1962 Tätigkeiten in der Privatwirtschaft, 1961-1962 persönlicher Sonderbeauftragter von Präsident Kennedy für Berlin-Fragen, 1962 Ernennung zum Ehrenbürger von Berlin.

Edwin M. Cronk (geb. 1918)

1941-1942 und 1946-1947 Verwaltungsassistent im US-Department of Agriculture, 1942-1946 US-Luftwaffe, 1947-1949 Wirtschaftssachverständiger im Hauptquartier des Oberbefehlshabers der Alliierten Streitkräfte in Tokio, 1949-1951 im Department of the Army, seit 1951 im State Department, 1956-1960 an der US-Botschaft in Seoul, dort zuletzt Botschaftsrat und zuständig für Wirtschaftsangelegenheiten, 1960-1961 Fellow am Center for International Affairs in Harvard, 1961-1965 Gesandter an der US-Botschaft in Bonn, dort zuständig für Wirtschaftsangelegenheiten, 1965-1969 stellvertretender Missionschef an der Botschaft in Canberra, 1969-1972 Wirtschaftsabteilung des State Departments, dort zuständig für Internationale Handelspolitik, 1972-1975 US-Botschafter in Singapur.

Dr. Thomas Dehler (1897-1967)

Ab 1924 Rechtsanwalt in München und Bamberg, 1930-1933 Vorsitzender der DDP/DStP in Bamberg, 1938 vorübergehend in Schutzhaft, 1944 Zwangsarbeitslager bei Rositz in Thüringen, 1945 Landrat des Kreises Bamberg, 1946-1947 Generalstaatsanwalt am Oberlandesgericht Bamberg und Generalkläger am Kassationshof beim bayerischen Sonderminister für politische Befreiung, 1947-1949 Präsident des Oberlandesgerichtes Bamberg, 1946-1956 Vorsitzender der FDP in Bayern, 1946-1949 MdL Bayern, 1949 Mitglied des Parlamentarischen Rates, 1949-1967 MdB, 1949-1953 Bundesminister der Justiz, 1953-1957 Vorsitzender der FDP-Bundestagsfraktion, 1954-1957 Bundesvorsitzender der FDP, 1960-1967 Vizepräsident des Deutschen Bundestages.

Walter Dowling (1905-1977)

1925-1931 Tätigkeit als Bankkaufmann, 1931-1963 im Auswärtigen Dienst der USA mit Stationen 1932-1936 in Oslo, 1936-1938 Lissabon, 1938-1941 Rom, 1941-1944 Rio de Janeiro, 1945 erneut Rom, 1945-1949 in der Südeuropa-Abteilung des State Department, zuletzt deren Leiter, 1949-1953 in Wien, dort 1950-1953 stellvertretender Hoher Kommissar der USA für Österreich, 1953-1956 stellvertretender Hoher Kommissar für Deutschland (ab 1955 Stellvertreter des Botschafters), 1956-1959 Botschafter in Südkorea, 1959 (August-November) Assistant Secretary of State für europäische Angelegenheiten, 1959-1963 Botschafter in Bonn, zugleich Leiter der amerikanischen Militärmission in Berlin, 1963-1969 Generaldirektor des Atlantischen Instituts in Paris.

Dr. Walter Dudek (1890-1976)

Seit 1917 Mitglied der SPD, 1917-1919 stellvertretender Landrat des Landkreises Merseburg, 1919-1923 Bürgermeister von Fürstenwalde (Spree), anschließend Dezernent für das Wohlfahrtswesen in Dortmund, 1925 Oberbürgermeister und Finanzdezernent von Harburg-Wilhelmsburg, 1933 entlassen, bis 1945 Tätigkeit als Textilkaufmann, 1945 Kreisdirektor für Harburg-Wilhelmsburg, 1946-1953 Finanzsenator und Stadtkämmerer der Freien und Hansestadt Hamburg, ab 1953 Finanzberater des DGB.

John Foster Dulles (1888-1959)

1919 Mitglied der amerikanischen Friedensdelegation in Paris, 1946-1950 Delegierter der USA bei den Vereinten Nationen (1949 Delegationsleiter), 1950-1952 Berater von Außenminister Acheson, 1951 als Sonderbotschafter am Abschluss des Friedensvertrages mit Japan maßgeblich beteiligt, 1952-1959 Außenminister (Secretary of State) der USA.

Friedrich Ebert (1871-1925)

Sattler, 1889 Anschluss an die SPD, 1893 Redakteur der sozialdemokratischen „Bremer Bürgerzeitung", 1900-1905 Mitglied der Bremischen Bürgerschaft, dort Fraktionsvorsitzender, 1905-1913 Sekretär des zentralen Parteivorstandes der SPD, 1912-1918 MdR, dort seit 1916 mit Philipp Scheidemann Fraktionsvorsitzender, 1913-1919 (bis 1915 zusammen mit Hugo Haase) Parteivorsitzender der SPD, 1918 (9. Nov.) Reichskanzler, 1918 (10. Nov.) mit Haase Vorsitzender des Rates der Volksbeauftragten, 1919 (11. Febr.)-1925 Reichspräsident.

Dwight D. Eisenhower (1890-1969)

1942-1945 Oberbefehlshaber der US-Truppen, ab 1943 der alliierten Invasionsstreitkräfte (SHAEF) auf dem europäischen Kriegsschauplatz, 1945 (Mai bis November) US-Militärgouverneur in Deutschland, 1945-1947 Generalstabschef der US-Armee, 1950-1952 Oberbefehlshaber der NATO-Streitkräfte in Europa (SACEUR), 1952-1961 Präsident der USA.

Dr. Franz Etzel (1902-1970)

1930-1952 Rechtsanwalt und Notar in Duisburg, 1939-1945 Kriegsdienst, 1947-1949 Vorsitzender des Wirtschaftspolitischen Ausschusses der CDU in der britischen Zone, 1949-1953 und 1957-1965 MdB (CDU), dort 1949-1952 Vorsitzender des Ausschusses für Wirtschaftspolitik, 1952-1957 Vizepräsident der Hohen Behörde der EGKS, 1957-1961 Bundesminister der Finanzen.

Wolfgang Fränkel (geb. 1905)

1934-1936 Staatsanwalt in Kassel, 1936-1943 Hilfsarbeiter bei der Reichsanwaltschaft in Leipzig, 1939-1941 unter Belassung bei der Reichsanwaltschaft Staatsanwalt beim Landgericht Leipzig und 1941-1943 Landgerichtsdirektor, 1943-1946 Kriegsdienst und Gefangenschaft, 1947-1951 Hilfsrichter bzw. Amtsgerichtsrat beim Amtsgericht Rendsburg, 1951-1962 Bundesanwalt beim Bundesgerichtshof, 23. März 1962 Ernennung zum Generalbundesanwalt beim Bundesgerichtshof, 19. Juli 1962 Versetzung in den einstweiligen Ruhestand wegen der gegen ihn erhobenen Anschuldigungen aus der Zeit seiner Tätigkeit bei der Reichsanwaltschaft und Einleitung eines Disziplinarverfahrens, 1965 Freispruch durch das Dienstgericht des Bundes beim Bundesgerichtshof.

Charles de Gaulle (1890-1970)

Berufsoffizier, 1932-1936 Generalsekretär des Nationalen Verteidigungsrates, 1940 Chef des Nationalen Verteidigungskomitees und der Freien Französischen Streitkräfte, 1943 Chef der französischen Exilregierung, ab 1944 der Provisorischen Regierung der Französischen Republik, 1944-1946 und 1958 französischer Ministerpräsident, 1959-1969 Präsident der Republik.

Hans-Dietrich Genscher (geb. 1927)

1945 Kriegsdienst und Gefangenschaft, 1946 Eintritt in die Liberal-Demokratische Partei Deutschlands (LDPD), 1949 Referendar am Amtsgericht Halle a. d. S., 1952 nach Flucht in die Bundesrepublik Eintritt in die FDP, seit 1954 Tätigkeit als Rechtsanwalt in Bremen, 1956-1959 wissenschaftlicher Angestellter der FDP-Bundestagsfraktion, 1959-1965 deren Geschäftsführer, 1962-1964 Bundesgeschäftsführer der FDP, 1965-1998 MdB, dort 1965-1969 Parlamentarischer Fraktionsgeschäftsführer, 1969-1974 Bundesminister des Innern, 1974-1992 Bundesminister des Auswärtigen und Stellvertreter des Bundeskanzlers, 1968-1974 stellvertretender, 1974-1985 Bundesvorsitzender der FDP.

Dr. Wolfgang Goedecke (1912-1997)

1938-1945 Reichswirtschaftsministerium, 1946-1947 Universität Kiel, 1947-1948 Landeswirtschaftsamt Kiel, 1948-1950 Ministerium für Arbeit, Wirtschaft und Verkehr des Landes Schleswig-Holstein, 1950-1956 BMM bzw. BMZ, dort 1950-1953 Leiter des Referats II 3 (Investitionsprogrammierung für Westdeutschland und Westberlin, Verwendung der freigegebenen Gegenwertmittel, zusätzlich bis 1952: Kapitalverkehrsausschuss), 1953-1956 Leiter der Abteilung III (ERP-Sondervermögen, ab 1955: Verwaltung des ERP-Sondervermögens), 1956-1971 Vorstandsmitglied der Rheinischen Hypothekenbank AG, Mannheim, 1971-1979 Vorsitzender des Vorstandes.

Dr. Nahum Goldmann (1895-1982)

Seit 1918 Tätigkeit in der zionistischen Bewegung, Mitbegründer und Mitherausgeber der „Encyclopaedia Judaica", 1926-1933 Leiter der Zionistischen Vereinigung in Deutschland, 1933 Emigration, 1935-1940 Vertreter der Jewish Agency beim Völkerbund in Genf, seit 1940 als amerikanischer Staatsbürger zusammen mit Ben Gurion erfolgreicher Einsatz für die Gründung des Staates Israel, 1949-1978 Präsident des jüdischen Weltkongresses, 1952 maßgebliche Beteiligung an der Aushandlung des Wiedergutmachungsabkommens der Bundesrepublik mit Israel, 1956-1968 Präsident der Zionistischen Weltorganisation.

Carlo Graaff (1914-1975)

Diplom-Ingenieur, seit 1939 Betriebsleiter einer Waggonfabrik, 1950 Übernahme der väterlichen Waggonfabrik in Elze, 1955-1959 MdB (FDP), 1957-1968 Landesvorsitzender der FDP in Niedersachsen, 1959-1965 Niedersächsischer Minister für Wirtschaft und Verkehr, ab Juni 1963 zugleich Stellvertreter des Ministerpräsidenten, 1963 (Mai-Juni) MdL Niedersachsen, 1965-1975 erneut MdB, dort 1972 (Juni-September) Vorsitzender des Wirtschaftsausschusses.

Prof. Dr. Wilhelm Grewe (1911-2000)

1935-1942 Dozent u. a. an den Universitäten Hamburg (1936-1937) und Königsberg (1936-1937) sowie in Berlin (1937-1938 am Deutschen Institut für außenpolitische Forschung, 1938-1940 an der Hochschule für Politik, 1940-1942 an der Universität), 1942-1955 Professor an den Universitäten Berlin (1942-1945), Göttingen (1945-1947) und Freiburg i. Br. (1947-1955, seit 1949 ordentlicher Professor für öffentliches Recht), 1951-1955 Leiter der deutschen Delegation für die Ablösung des Besatzungsstatuts, 1953-1954 gleichzeitig kommissarischer Leiter der Rechtsabteilung des AA, 1953-1954 Sonderbevollmächtigter der Bundesregierung bei der Konferenz der vier Außenminister in Berlin, 1955 Übernahme in das AA, dort 1955-1958 Leiter der Politischen Abteilung, 1958-1962 Botschafter in Washington, 1962-1971 Leiter der ständigen Vertretung der Bundesrepublik Deutschland bei der NATO, 1971-1976 Botschafter in Tokio.

Horst Groepper (1909-2002)

1934-1938 Reichsjustizministerium, 1938 Landgericht München, 1938-1945 im auswärtigen Dienst mit Station u. a. in Moskau (1939-1941), 1944-1945 Kriegsdienst und Gefangenschaft, 1947-1953 Tätigkeit als Rechtsanwalt, 1953-1973 erneut im auswärtigen Dienst, dort nach Stationen u. a. in Genf (1953), Wien (1953-1956) und Moskau (1956-1960) im Auswärtigen Amt 1960-1961 in der Abteilung 2 (West 1) Leiter des Referates 22 (Konferenzsekretariat), 1962 stellvertretender Leiter der Abteilung 7 (Ostabteilung), 1962-1966 Botschafter in Moskau, 1966-1968 in Ankara, 1968-1972 im Auswärtigen Amt Leiter der Abteilung V (Rechtsabteilung), 1972-1973 Botschafter in Dublin.

Andrej Andrejewitsch Gromyko (1909-1989)

1936-1939 Professor am Moskauer Wirtschaftsinstitut, seit 1939 im diplomatischen Dienst der UdSSR, 1943-1946 Botschafter in den USA und Gesandter in Kuba, 1946-1948 ständiger sowjetischer Vertreter im Sicherheitsrat der UNO, 1949-1952 und 1953-1957 Erster Stellvertretender Außenminister, 1952-1953 Botschafter in Großbritannien, 1956 Mitglied des ZK der KPdSU, 1957-1985 sowjetischer Außenminister, 1973-1988 Mitglied des Politbüros der KPdSU, 1983-1985 auch Erster Stellvertretender Ministerpräsident, 1985-1988 Vorsitzender des Präsidiums des Obersten Sowjets (Staatspräsident).

Kai-Uwe von Hassel (1913-1997)

1951-1955 und 1964-1975 stellvertretender, 1955-1964 Landesvorsitzender der CDU in Schleswig-Holstein, 1950-1965 MdL Schleswig-Holstein, 1954-1963 Ministerpräsident von Schleswig-Holstein, 1953-1954 und 1965-1980 MdB, 1956-1969 stellvertretender Bundesvorsitzender der CDU, 1963-1966 Bundesminister der Verteidigung, 1966-1969 Bundesminister für Vertriebene, Flüchtlinge und Kriegsgeschädigte, 1969-1972 Präsident und 1972-1976 Vizepräsident des Deutschen Bundestages, 1977-1980 Präsident der Parlamentarischen Vertretung der WEU, 1979-1984 MdEP.

Sir Edward Heath (1916-2005)

1950-2001 Mitglied des britischen Unterhauses (Konservative Partei), 1959-1960 Arbeitsminister, 1960-1963 Lordsiegelbewahrer, 1961-1963 Unterhändler für Großbritanniens EWG-Beitritt, 1965-1975 Vorsitzender der Konservativen Partei, 1970-1974 Premierminister.

Adolf Heusinger (1897-1982)

1915-1945 Berufsoffizier, 1931-1934 Generalstab des Heeres, 1937-1944 Operationsabteilung des OKH (seit 1940 deren Chef), Juli-September 1944 Gestapo-Haft nach Verwundung beim Attentat auf Hitler am 20. Juli, 1944-1945 ohne Verwendung, 1945-1948 amerikanische Kriegsgefangenschaft, 1948-1950 Schriftsteller und Tätigkeit als Chef Auswertung bei der Organisation Gehlen, seit 1950 militärischer Berater Adenauers, 1950 Erarbeitung der „Himmeroder Denkschrift", 1950-1951 sachverständiger Berater der Bundesregierung für die „Petersberger Gespräche" mit den Westalliierten über einen deutschen Verteidigungsbeitrag, 1951 militärischer Sachverständiger der deutschen Delegationen bei den Beratungen über den Pleven-Plan und die EVG, 1951-1955 Dienststelle Blank, dort seit 1952 Leiter der Militärabteilung, 1955-1961 BMVtg, dort 1955-1957 Vorsitzender des Militärischen Führungsrates, 1957 Leiter der Abteilung Gesamtstreitkräfte, 1957-1961 Generalinspekteur der Bundeswehr, 1961-1964 Vorsitzender des Ständigen Militärausschusses der NATO in Washington.

Walter Hitzinger (1909-1975)

Dipl.-Ing., 1935-1945 bei der Steyr-Daimler-Puch AG und Saurer-Werke (Österreich), dort zuletzt Generaldirektor und Vorsitzender des Vorstandes, 1946 Gründer und geschäftsführender Gesellschafter der Firma Dipl.-Ing. Hitzinger & Co, Maschinenbau, -groß- u. -einzelhandel, Linz, 1952-1961 öffentlicher Verwalter und Generaldirektor (1959) der Vereinigten Österreichischen Eisen- und Stahlwerke AG, Linz, 1961-1966 Vorsitzender des Vorstandes der Daimler-Benz AG, Stuttgart.

Matthias Hoogen (1904-1985)

1932-1940 Rechtsanwalt, 1940-1945 Kriegsdienst, zuletzt 1945 Oberstabsrichter in Freiburg i. Br., 1948-1956 Bürgermeister von Kempen/Niederrhein, 1948-1949 Mitglied des Wirtschaftsrats des Vereinigten Wirtschaftsgebiets, 1949-1964 MdB (CDU), dort 1953-1964 Vorsitzender des Ausschusses für Rechtswesen und Verfassungsrecht bzw. ab 1957 des Rechtsausschusses, 1964-1970 Wehrbeauftragter des Deutschen Bundestages.

Gerhard Jahn (1927-1998)

1945-1946 Verwaltungsangestellter, nach Abitur und Studium der Rechts- und Staatswissenschaften ab 1957 Tätigkeit als Rechtsanwalt und ab 1966 als Notar, 1949 Eintritt in die SPD, 1950-1954 Sekretär des SPD-Unterbezirks Marburg-Frankenberg, 1957-1990 MdB (SPD), dort 1961-1963, 1965-1967 und 1974-1990 Parlamentarischer Fraktionsgeschäftsführer, 1967-1969 Parlamentarischer Staatssekretär im AA, 1969-1974 Bundesminister der Justiz, 1974-1975 Vorsitzender des Bundestagsausschusses für Wahlprüfung, Immunität und Geschäftsordnung, 1978-1990 Mitglied der Parlamentarischen Kontrollkommission, 1975-1977 und 1979-1982 als Vertreter der Bundesrepublik Deutschland Mitglied der Menschenrechtskommission der UNO, 1979-1995 Präsident des Deutschen Mieterbundes.

Johannes XXIII., zuvor Angelo Giuseppe Roncalli (1881-1963)

1904 Priesterweihe, 1921-1951 in der Kongregation De Propaganda Fide, 1925-1934 Titular-Erzbischof und Apostolischer Visitator in Bulgarien, 1934-1944 Apostolischer Delegat für die Türkei und Griechenland, 1944-1953 Apostolischer Nuntius in Paris, seit 1951 Ständiger Beobachter des Vatikans bei der UNESCO, 1953-1958 Kardinal und Patriarch von Venedig und Aquileja, 1958-1963 Papst.

John F. Kennedy (1917-1963)

1941-1945 Marineoffizier, 1947-1953 Abgeordneter der Demokratischen Partei im Repräsentantenhaus, 1953-1961 Senator für Massachusetts, 1961-1963 35. Präsident der USA, am 22. Nov. 1963 ermordet.

Kurt Georg Kiesinger (1904-1988)

Ab 1935 Rechtsanwalt beim Kammergericht Berlin, 1940-1945 Rundfunkpolitische Abteilung des AA, dort 1943 stellvertretender Abteilungsleiter, 1945-1946 amerikanisches Internierungslager Ludwigsburg, ab 1948 Rechtsanwalt in Tübingen, 1948-1951 Geschäftsführer des CDU-Landesverbands Württemberg-Hohenzollern, 1949-1959 und 1969-1980 MdB, dort 1954-1959 Vorsitzender des Ausschusses für auswärtige Angelegenheiten, 1958-1966 Ministerpräsident des Landes Baden-Württemberg, 1960-1966 MdL Baden-Württemberg, 1966-1969 Bundeskanzler, 1967-1971 Bundesvorsitzender der CDU.

Helmut Klein (1897-1967)

1920 Handelsvertreter für deutsche Exportfirmen in Mailand, 1921-1926 Angestellter beim Deutschen Generalkonsulat Mailand, zugleich 1922-1925 Geschäftsführer der Deutschen Handelskammer Mailand, 1926-1935 Mitglied der Geschäftsführung des Deutschen Industrie- und Handelstages, Berlin, 1935-1945 Reichswirtschaftsministerium, 1940-1953 Kriegsdienst und Kriegsgefangenschaft, 1953-1962 BMWi, dort 1953-1958 Leiter des Referats V A 2 (Multilaterale Organisation des Handelsverkehrs, ab 1958: Multilaterale außereuropäische außenwirtschaftliche Organisation), 1958-1962 Leiter der Unterabteilung E A (Koordinierung und europäische Grundsatzfragen).

Dr. Hans Kroll (1898-1967)

1920-1945 auswärtiger Dienst mit Stationen u. a. in Lissabon (1921-1922), Madrid (1922-1923), Moskau (1923), Odessa (1923-1925) und Chicago (1925-1929), in der Zentrale (1929-1936) sowie in Ankara (1936-1943) und Barcelona (1943-1945), dort Generalkonsul I. Klasse, 1947-1948 außenpolitischer Berater der Landesregierung Nordrhein-Westfalen, 1950-1953 BMWi, dort ständiger Delegierter der Bundesregierung für die Pariser Osthandels-Ausschüsse, 1951-1953 in der Abteilung V (Außenwirtschaft) Leiter der Gruppe West-Ost-Handel einschließlich Interzonenhandel, 1953-1955 Botschafter in Belgrad, 1955-1958 in Tokio und 1958-1962 in Moskau.

Dr. Kurt Leopold (1900-1973)

1923-1937 wissenschaftlicher Mitarbeiter bei der Industrie- und Handelskammer Berlin, 1937 Berufung zum Mitglied der Geschäftsführung der Reichswirtschaftskammer, dort zuletzt Leiter der Abteilung Außenwirtschaft, 1947-1949 stellvertretender Leiter der Berliner Vertretung der Verwaltung für Wirtschaft des Vereinigten Wirtschaftsgebietes, 1949 stellvertretender Leiter des Berliner Büros der Treuhandstelle für den Interzonenhandel, 1953-1965 Leiter der Treuhandstelle für den Interzonenhandel.

Dr. Lionello Levi Sandri (geb. 1910)

Nach langjähriger Tätigkeit in der italienischen Arbeitsverwaltung und im italienischen Arbeits- und Verkehrsministerium 1961-1970 Mitglied der Kommission der EWG bzw. seit 1967 der Kommission der Europäischen Gemeinschaften, seit 1964 einer der Vizepräsidenten, Vorsitzender der Gruppe „Soziale Angelegenheiten", Präsident des Europäischen Sozialfonds und Vertreter der Kommission im Verwaltungsrat des Statistischen Amtes der europäischen Gemeinschaften, seit 1967 zusätzlich zuständig für die internen Personal- und Verwaltungsangelegenheiten.

Dr. Wilhelm Loschelder (1900-1989)

1928-1945 Preußisches bzw. ab 1934 Reichsministerium des Innern, dort zuletzt in der Abteilung IV (Kommunalabteilung) Leiter der Unterabteilung I (Verfassung und Aufgaben der Gemeinden und Gemeindeverbände), 1946-1952 Erster Beigeordneter des Deutschen Städtetages, 1952-1962 Innenministerium des Landes Nordrhein-Westfalen, dort 1953-1962 Staatssekretär.

Sir Harold Macmillan, Earl of Stockton (1894-1986)

1924-1929 und 1931-1964 Mitglied des britischen Unterhauses (Konservative Partei), 1942 Parlamentarischer Unterstaatssekretär im Kolonialministerium, 1942-1945 Vertreter der britischen Regierung (Minister-Resident) im alliierten Hauptquartier in Nordwestafrika, gleichzeitig 1943-1944 britischer diplomatischer Vertreter beim Französischen Nationalkomitee de Gaulles in Algier, 1945 (Mai bis Juli) Luftfahrtminister, 1951-1954 Minister für Wohnungsbau, 1954-1955 Verteidigungsminister, 1955 Außenminister, 1955-1957 Schatzkanzler, 1957-1963 Premierminister und Vorsitzender der Konservativen Partei.

Dr. Kurt Magnus (1887-1962)

1914-1918 Kriegsdienst, 1919-1922 Rechtsanwalt und Syndikus verschiedener industrieller Betriebe, 1923 Mitbegründer der ersten deutschen Rundfunkgesellschaft, 1925-1933 Direktor der Reichsrundfunk GmbH, Berlin, 1933 Entlassung und Inhaftierung, 1935-1945 Tätigkeit in der Privatwirtschaft, 1945-1951 bei der Bezirksregierung Wiesbaden bzw. im Hessischen Ministerium für Arbeit, Landwirtschaft und Wirtschaft, dort als Ministerialdirektor Leiter der Hauptabteilung W (Wirtschaft), seit 1948 Vorsitzender des Rundfunkrats, seit 1951 Vorsitzender des Verwaltungsrats des Hessischen Rundfunks, seit 1952 Präsident des Goethe-Instituts zur Pflege deutscher Sprache und Kultur im Ausland.

Dr. Hans Karl von Mangoldt-Reiboldt (1896-1971)

1926-1945 Tätigkeit im Bankwesen und in der Industrie, 1946-1949 Generaltreuhänder der Bayerischen Motorenwerke, 1948 deutsches Mitglied der alliierten Delegation und 1949-1951 Leiter der deutschen Delegation bei der OEEC in Paris, seit 1950 deutscher Vertreter in der Europäischen Zahlungsunion (EZU), 1952-1958 Präsident des Direktoriums der EZU, 1952-1962 stellvertretender deutscher Gouverneur beim Internationalen Währungsfonds in Washington, 1958-1964 Vizepräsident und Vertreter der Bundesrepublik im Direktorium der Europäischen Investitionsbank in Brüssel.

Dr. Robert Marjolin (1911-1986)

1934-1939 Mitarbeiter im wissenschaftlichen Institut für wirtschaftliche und soziale Forschung in Paris, 1941 Emigration aus Frankreich nach Großbritannien, Berater de Gaulles in Wirtschaftsfragen, 1942-1945 Leiter der französischen Einkaufskommission in den USA, 1945 Leiter der Abteilung Außenhandel im französischen Wirtschaftsministerium, 1946-1948 Stellvertretender Generalkommissar im Modernisierungs- und Ausstattungsplan, 1948-1955 Generalsekretär der OEEC, seit 1955 Professor für Wirtschaftswissenschaft in Nancy, Vizepräsident der französischen Delegation beim Interimsausschuss für EWG und EURATOM in Brüssel, 1958-1967 Vizepräsident der Kommission der EWG.

Wolfgang Mersmann (1902-1973)

Seit 1930 in der Finanzverwaltung, 1948-1949 Verwaltung für Finanzen des Vereinigten Wirtschaftsgebietes, dort stellvertretender Leiter der Abteilung III (Zölle, Finanzmonopole, Verbrauch-, Besitz- und Verkehrsteuern), 1949-1962 BMF, dort 1950-1962 Leiter der Abteilung IV (Besitz- und Verkehrsteuern), 1962-1970 Präsident des Bundesfinanzhofs.

Horst Naaß

Postschaffner aus Bonn.

Walter G. Naumann (geb. 1931)

Student, November 1961 Verurteilung durch ein Moskauer Gericht zu zwölf Jahren Freiheitsentzug wegen Spionage im Auftrag des amerikanischen Geheimdienstes, 1969 Freilassung.

Jawaharlal (Pandit) Nehru (1889-1964)

Studium in Großbritannien, 1912 Anwalt, seit 1919 im Indischen Nationalkongress (1923-1925 und 1927-1929 Generalsekretär, 1929-1936 Präsident), 1946 im Auftrag der britischen Kolonialmacht Chef einer Interimsregierung, nach der Unabhängigkeit Indiens 1947-1964 Ministerpräsident.

August Neuburger (1902-1999)

1931 Rechtsanwalt in Rastatt, ab 1932 in Mannheim, 1939-1943 Kriegsdienst, 1943-1945 Wirtschafts- und Steuerjurist in der Industrie, 1946-1947 Ministerialrat bei der Regierung von Württemberg-Baden, 1947-1952 Verwalter der Südwestbank im Bereich Württemberg-Baden, seit 1952 erneut Rechtsanwalt und Steueranwalt in Mannheim, 1954-1970 Vorsitzender des Verwaltungsrates der Deutschen Bundespost, 1949-1961 MdB (CDU), dort 1949 Vorsitzender des Ausschusses für die Frage des Sitzes der Bundesorgane (Hauptstadtausschuss), 1957-1961 Vorsitzender des Finanzausschusses.

Dr. Paul Nevermann (1902-1977)

Maschinenbauer, 1920 Eintritt in die SPD, 1926-1930 Studium der Rechtswissenschaften und Promotion, 1933-1945 Tätigkeit als Rechtsanwalt, 1933 ehrenamtlicher Senator in Hamburg, 1933 Entlassung aus dem Staatsdienst, 1945 Direktor des Landesfürsorgeamtes Hamburg, 1945-1974 Mitglied der Hamburgischen Bürgerschaft, 1945 Senator für die Sozialbehörde, 1946-1953 und 1957-1960 Senator für die Baubehörde, 1950-1953 Zweiter und 1961-1965 Erster Bürgermeister und Präsident des Senats der Freien und Hansestadt Hamburg, 1966-1970 Landesvorsitzender der SPD in Hamburg, 1967-1977 Präsident des Deutschen Mieterbundes.

Heinrich Nordhoff (1899-1968)

1926-1930 Dipl.-Ing. bei der Bayrischen Motoren Werke-AG (BMW) in München, 1930-1946 bei der Adam Opel AG in Rüsselsheim, 1942 Leiter der Opel-Lastwagenwerke in Brandenburg/Havel, 1948-1968 Generaldirektor und Vorstandsvorsitzender der Volkswagenwerk GmbH bzw. AG in Wolfsburg.

Erich Ollenhauer (1901-1963)

1928-1933 Vorsitzender des Verbandes der Arbeiterjugend Deutschlands, 1933 Emigration, 1933-1945 Mitglied des (emigrierten) Parteivorstandes der SPD, 1946-1952 stellvertretender Vorsitzender der SPD, 1949-1963 MdB, dort 1949-1952 stellvertretender Fraktionsvorsitzender, 1952-1963 Fraktionsvorsitzender, 1952-1963 Vorsitzender der SPD.

Robert Pferdmenges (1880-1962)

1920-1929 im Vorstand des A. Schaffhausen'schen Bankvereins in Köln, Finanz- und Wirtschaftsberater Brünings, 1931-1953 Teilhaber des Bankhauses Salomon Oppenheim jr. & Cie (1938 umbenannt in Pferdmenges & Co), 1945 Mitbegründer der CDP (CDU) des Rheinlandes, 1945-1946 Präsident der Industrie- und Handelskammer zu Köln, 1947-1949 Mitglied des Wirtschaftsrats des Vereinigten Wirtschaftsgebiets (CDU), 1950 Vorsitzender im Bonner Ausschuss für Angelegenheiten des Schuman-Planes, 1950-1962 MdB.

Valentin Alexandrowitsch Pripolzew (Pripoltsev) (geb. 1918)

Diplom-Ingenieur aus Chrenowoje, Bezirk Woronesch, UdSSR, seit 1959 mit nicht-diplomatischem Status Angehöriger der Sowjetischen Handelsvertretung in Köln, nach Festnahme am 25. Aug. 1961 mit Urteil des 3. Strafsenats des Bundesgerichtshofes vom 10. Febr. 1962 wegen verräterischer Beziehungen und wegen versuchter Ausspähung zum Nachteil der Bundesrepublik Deutschland verurteilt zu einer Gesamtstrafe von vier Jahren Zuchthaus; nach Antritt der Strafe in der Haftanstalt Münster am 3. Juli 1962 Ausweisung über den Grenzübergang Helmstedt.

Edmund Rehwinkel (1899-1977)

Landwirt, 1939-1945 Kriegsdienst und Gefangenschaft, 1945 Kreislandwirt, dann Landrat des Kreises Celle, 1947-1971 Präsident des Verbandes des niedersächsischen Landvolkes, 1949-1964 Präsident der Landwirtschaftskammer Hannover, 1954-1959 Mitglied des geschäftsführenden Präsidiums des Deutschen Bauernverbandes, 1959-1969 dessen Präsident, 1958-1961 Mitglied des Wirtschafts- und Sozialausschusses der EWG, 1969-1971 Präsident des Verbandes der Deutschen Milchwirtschaft.

Prof. Dr. Otto Riese (1894-1977)

1925-1927 Reichsjustizministerium, 1927-1929 Richter in Frankfurt/Main; 1929-1932 erneut Reichsjustizministerium, dort Leiter des Referats Völkerrecht und internationales Recht, 1932-1951 Lehrbeauftragter und Professor (1933) für deutsches Recht an der Universität Lausanne, 1951-1952 Senatspräsident am Bundesgerichtshof, 1952-1962 Richter am Gerichtshof der Europäischen Gemeinschaft für Kohle und Stahl bzw. (ab 1958) der Europäischen Gemeinschaften, 1963-1966 Honorarprofessor und Leiter des Instituts für Rechtsvergleichung der Universität Lausanne.

Dr. Georg Ripken (1900-1962)

1924-1926 Generalsekretär der Deutschen Liga für Völkerbund, 1927-1945 im auswärtigen Dienst, zuletzt 1944 stellvertretender Leiter der Handelspolitischen Abteilung des AA, nach 1945 Wirtschaftsberater in Hamburg, 1951-1958 BMBR, dort Leitender Ministerialbeamter, 1954-1958 (März) Staatssekretär, 1958-1961 MdB (DP, 1960 CDU).

Alwin Johannes Rossig (1905-1990)

1931-1934 Regierungsbauführer bei der Sächsischen Hochbauverwaltung, 1934-1937 technischer Angestellter bei der Staatlichen Landesbrandversicherungsanstalt Sachsen, 1936-1938 Reichsbauamt Schwerin, 1939-1945 Vorsteher des Reichsbauamtes Passau, 1941-1945 Abordnung zum Reichskommissar für die besetzten norwegischen Gebiete, 1947-1949 Tätigkeit als Architekt, 1949-1951 Bundesbaudirektion, 1951-1958 BMF, dort 1952-1958 Leiter der Unterabteilung II D bzw. (ab 1957) VI C (Bundesbauangelegenheiten), zugleich 1952-1953 Leiter des Referats II D 1 (Allgemeine und grundsätzliche Angelegenheiten für Bundesbauaufgaben), 1956-1958 Vertreter des BMF im Beirat für die Vorbereitung der Weltausstellung in Brüssel 1958, 1958-1969 BMBes bzw. BMSchatz, dort Leiter der Abteilung III (Bau-Abteilung), 1969-1970 erneut BMF, dort Leiter der Abteilung VII (Bauwesen).

Dean Rusk (1909-1994)

1934-1940 Professor für Staatswissenschaften am Mills College in Oakland, Kalifornien, 1940-1946 Kriegsdienst, zuletzt stellvertretender Chef der Operationsabteilung im Generalstab des US-Verteidigungsministeriums, 1946-1952 Leiter der Fernost-Abteilung im US-Außenministerium (Department of State), 1952-1960 Präsident der Rockefeller-Foundation, 1961-1969 Außenminister (Secretary of State) der USA.

Albert Bruce Sabin (1906-1993)

Molekularbiologe, Immunologe, 1935-1939 Mitarbeiter des Rockefeller Institute for Medical Research, 1939-1943 Professor für pädriatische Forschung an der Universität Cincinnati, 1943-1946 Sanitätsoffizier, 1946-1969 erneut Universität Cincinnati, dort 1952-1954 Entwicklung eines Poliomyelitis-Impfstoffs aus abgeschwächten Lebenderregern, 1970-1973 Präsident des Weizmann-Instituts in Rehovot (Israel), 1973-1974 Berater beim nationalen Institut für Krebskrankheiten, 1974-1982 Professor für Biomedizin an der Medizinischen Universität von South Carolina, 1983 Professor an der Universität Georgetown, 1984-1986 Berater beim International Center for Advanced Studies in the Health Sciences of the National Institutes of Health.

Dr. Hans Schäfer (1910-1980)

1937-1939 und 1942-1945 Reichsjustizministerium, 1947-1955 Ministerium der Justiz des Landes Rheinland-Pfalz, 1955-1966 und 1969-1971 BMI, dort 1955-1962 Leiter der Abteilung I (Verfassung, Staatsrecht und Verwaltung), 1962-1966 und 1969-1971 Staatssekretär, 1971-1978 Präsident des Bundesrechnungshofes.

Dr. Dr. Sebastian Schröcker (geb. 1906)

1938 Reichsministerium für die kirchlichen Angelegenheiten, 1945-1949 freiberufliche Tätigkeit, 1949-1952 Rechtsanwalt, 1952 Richter am Landesverwaltungsgericht Braunschweig, 1953-1955 am Oberverwaltungsgericht Lüneburg, 1955-1974 Bundesrichter am Bundesverwaltungsgericht.

Hans Seigewasser (1905-1979)

Angestellter, 1921 Eintritt in die USPD, 1922 in die SPD, 1923 Parteiausschluss, 1931 Mitbegründer und Mitglied des Parteivorstandes der Sozialistischen Arbeiterpartei (SAP), 1932 nach Ausschluss Übertritt zur KPD, 1934-1945 nach Verurteilung zu fünf Jahren Zuchthaus wegen Vorbereitung zum Hochverrat Inhaftierung u. a. in den Konzentrationslagern Esterwegen (1937-1939), Sachsenhausen (1939-1944) und Mauthausen (1944-1945), 1945-1946 Mitarbeiter des Zentralkomitees der KPD, 1946-1950 des Parteivorstandes bzw. des Zentralkomitees der SED, 1947 des Ministeriums für Auswärtige Angelegenheiten der DDR, 1950-1979 Abgeordneter der Volkskammer, 1950-1953 Stellvertretender Vorsitzender, 1953-1970 Mitglied des Präsidiums und 1959-1960 Erster Vorsitzender des Nationalrats der Nationalen Front, 1953-1959 Vorsitzender des Büros des Präsidiums des Komitees der Antifaschistischen Widerstandskämpfer, 1960-1979 Staatssekretär für Kirchenfragen.

Dr. Günther Serres (1910-1981)

Wirtschaftsjurist, wissenschaftlicher Mitarbeiter in der Geschäftsführung von Wirtschaftsverbänden, 1943-1945 Kriegsdienst und Gefangenschaft, 1945 Mitglied der CDU, Vorsitzender des Kreisverbandes Krefeld, Wirtschaftsberater und Geschäftsführer mehrerer Organisationen, 1949-1969 MdB, dort 1953-1965 Vorsitzender des Beirates des Bundestages für handelspolitische Vereinbarungen, 1957-1965 Vorsitzender des Ausschusses für Außenhandelsfragen, 1968-1969 Vorsitzender des Europarat-Ausschusses für Wirtschaft und Entwicklung.

Dr. Felix Elieser Shinnar, früher Schneebalg (1905-1983)

Vor 1933 Geschäftsführer einer Treuhandgesellschaft, 1934 Emigration nach Palästina, 1939-1946 Vorsitzender der Discount Bank Israel, 1948-1949 Wirtschaftsberater der israelischen Gesandtschaft in London, 1949-1951 Leiter der Währungsabteilung im israelischen Außenministerium, 1952 stellvertretender Leiter der israelischen Delegation bei den Wiedergutmachungsverhandlungen, 1953-1966 Leiter der israelischen Vertretung in Köln im Rang eines Botschafters.

Andrej A. Smirnow (1905-1982)

Seit 1936 im sowjetischen diplomatischen Dienst, 1937-1941 Botschaftsrat in Berlin, 1941-1943 Botschafter in Teheran, als Experte für Fragen der Deutschland- und Osteuropapolitik u. a. Mitglied der sowjetischen Delegationen auf den alliierten Konferenzen von Teheran 1943, London 1947 und Paris 1949, 1949-1956 leitende Posten im sowjetischen Außenministerium, 1956 Botschafter in Wien, 1956-1966 in Bonn, 1966-1969 in Ankara, 1969-1973 einer der Stellvertretenden Außenminister.

Peter Gerhard Sonntag (geb. 1936)

Student, November 1961 Verurteilung durch ein Moskauer Gericht zu zwölf Jahren Freiheitsentzug wegen Spionage im Auftrag des amerikanischen Geheimdienstes, 1969 Freilassung.

Souvanna Phouma (1901-1984)

Laotischer Prinz, 1931-1950 Ingenieur in der Bauverwaltung Indochina, 1950-1951 Minister für öffentliche Arbeiten, 1951-1954, 1956-1958, 1960 (August-November), 1962 (Juni)-1975 Ministerpräsident des Königreichs Laos.

Dr. Paul-Henri Spaak (1899-1972)

1932-1956 und 1961-1966 Abgeordneter des belgischen Repräsentantenhauses (Belgische Sozialistische Partei), 1935 Minister für Post und Verkehr, 1936-1945 (1940-1945 in der Exilregierung in London), 1946-1949, 1954-1957, 1961-1966 Außenminister, 1938-1939, 1946 und 1947-1949 Ministerpräsident, 1945-1946 und 1961-1966 stellvertretender Ministerpräsident, 1949-1951 Präsident der Beratenden Versammlung des Europarates, 1950-1955 Leiter des Internationalen Rates der Europäischen Bewegung, 1952-1954 Präsident der Gemeinsamen Versammlung der EGKS, 1957-1961 Generalsekretär der NATO.

Dirk Pieter Spierenburg (1909-2001)

1935-1945 niederländisches Wirtschaftsministerium, dort 1940-1945 Leiter des Amtes für Metallverarbeitung und Metallproduktion, 1945-1947 Leiter des Amtes für Handelsverträge mit den Ländern Westeuropas, 1947 Leiter der niederländischen Delegation bei der OEEC in Paris, 1948 stellvertretender Generalsekretär für den Marshall-Plan und Staatssekretär für den Außenhandel, 1950-1951 Präsident des Rates der OEEC und Leiter der niederländischen Delegation bei den Verhandlungen über den Schuman-Plan, 1952-1963 Mitglied und (seit 1958) Vizepräsident der Hohen Behörde der EGKS, 1963-1971 ständiger Vertreter der Niederlande bei der EWG-Kommission und 1971-1974 bei der NATO.

Axel Cäsar Springer (1912-1986)

1937-1941 Chef vom Dienst und stellvertretender Chefredakteur der „Altonaer Nachrichten", nach 1945 Zeitungs-, Zeitschriften- und Buchverleger u. a. der „Hör zu" (1946), des „Hamburger Abendblatts" (1948), der „Bild"-Zeitung (1952), der „Welt" und der „Welt am Sonntag" (1953), der „BZ" und „Berliner Morgenpost" (1960) und der „Funk Uhr" (1967).

Dr. Otto Stalmann (1905-1972)

1924-1945 Preußisches Justizministerium und Reichsministerium für Ernährung und Landwirtschaft, 1946-1948 Zentralamt für Ernährung und Landwirtschaft in der britischen Zone, 1948-1950 Verwaltung für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten des Vereinigten Wirtschaftsgebietes, 1950-1970 BML, dort 1950-1953 Leiter des Referats III A 1 bzw. (ab 1952) VII 1 (Grundsatzfragen, ab 1952: Allgemeine Angelegenheiten des Außenhandels), 1953-1970 Leiter der Abteilung VII (Außenhandel).

Rupert Freiherr von Stein (geb. 1903)

1930-1945 Rechtsanwalt am Kammergericht und Landgericht Berlin, 1941-1942 Kriegsdienst, 1942-1943 Rechtsanwalt und Leiter der Treuhandabteilung der Zentral-Handelsgesellschaft Ost m.b.H., Berlin, 1943-1945 erneut Kriegsdienst und Gefangenschaft, 1946-1953 Rechtsanwalt und Notar in Fritzlar, 1953-1959 Richter am Hessischen Verwaltungsgerichtshof, Kassel, 1959-1962 Richter am Bundesverwaltungsgericht, 1962 (März)-1968 Präsident des Oberverwaltungsgerichts Berlin.

Josef Stingl (1919-2004)

Vor 1938 in der katholischen Jugendbewegung im Sudetenland, 1938-1945 Kriegsdienst und Gefangenschaft, 1947-1952 Angestellter bei einer Wohnungsbaugesellschaft, zugleich 1949-1951 Studium an der Deutschen Hochschule für Politik, seit 1952 Referent für Sozialpolitik der IHK Berlin, 1953-1968 MdB (CDU), 1964-1969 Vorsitzender des CDU-Landesverbandes Oder-Neiße, 1968-1984 Präsident der Bundesanstalt für Arbeit, seit 1974 in der CSU.

Llewellyn E. Thompson (1904-1972)

1946-1948 Leiter der Osteuropa-Abteilung im U.S.-State Department, 1948-1949 stellvertretender Direktor für europäische Fragen, 1949-1950 stellvertretender Unterstaatssekretär, 1950-1952 Botschaftsrat in Rom, 1952-1957 Hoher Kommissar bzw. ab 1955 Botschafter in Österreich, 1957-1962 (Juli) Botschafter in Moskau, 1962-1967 außenpolitischer Berater der Präsidenten Kennedy und Johnson, 1967-1969 erneut Botschafter in Moskau.

Dr. Rudolf Vogel (1906-1991)

1930-1933 Redakteur mehrerer Zentrumszeitungen, 1933-1940 freier Journalist, 1945-1946 u. a. Arbeitsamtsleiter in Aalen, Ulm und Ludwigsburg, 1947 Deutsches Büro für Friedensfragen, 1948-1949 Mitglied des Wirtschaftsrates des Vereinigten Wirtschaftsgebietes (CDU), 1949-1964 MdB, dort 1949-1953 Vorsitzender des Ausschusses für Fragen der Presse, des Rundfunks und des Films, ab 1953 Haushaltsobmann der CDU/CSU-Fraktion, 1953 Bundesbeauftragter für Filmfragen und Vorsitzender des Abwicklungsausschusses zur Entflechtung des ehemaligen reichseigenen Filmvermögens, 1960-1964 Vorsitzender des Kuratoriums der Deutschen Stiftung für Entwicklungsländer und Vorsitzender der Südosteuropa-Gesellschaft, 1964-1968 Botschafter und Leiter der deutschen Vertretung bei der OECD in Paris, 1968-1969 Staatssekretär im BMSchatz.

Ioann (Konstantin Nikolajewitsch) Wendland (1909-1989)

1930 am Bergbau-Institut Leningrad, anschließend mehrjährige Tätigkeit als Geologe im Ural und in Mittelasien, 1936 Mönchsweihe und Tätigkeit als Priestermönch der Russisch-Orthodoxen Kirche Moskauer Patriarchat, 1946-1953 Sekretär des Erzbischofs von Taschkent, 1953-1957 Vorsteher der Heilig-Geist-Kathedrale in Saratow, dort 1957-1958 Rektor des Geistlichen Seminars, 1958 Vertreter der Russischen Orthodoxen Kirche beim Patriarchat von Antiochien und dem Ganzen Osten in Damaskus, 1958-1950 Bischof von Podolsk, 1960-1962 Bischof bzw. seit 1961 Erzbischof von Berlin und Exarch von Mitteleuropa, 1962 (Juni)-1963 Erzbischof der Aleuten und von Nordamerika, 1963 Metropolit und Exarch von Nord- und Südamerika, 1967 Rückkehr in die UdSSR, Metropolit von Jaroslawil und Rostow.

Ehepaar Adolf und Hermine Werner (geb. 1910 bzw. 1916)

November 1961 Verurteilung durch ein sowjetisches Militärtribunal in Kiew zu 15 bzw. sieben Jahren Haft wegen Spionage im Auftrag des amerikanischen Geheimdienstes, Mai 1962 Freilassung und Rückkehr in die Bundesrepublik.

Dr. Hans Wilhelmi (1899-1970)

Seit 1924 Rechtsanwalt und Notar in Frankfurt/Main, 1934 Mitbegründer der Bekennenden Kirche in Hessen und Nassau, 1939-1945 Kriegsdienst, 1945 Mitbegründer der CDU, 1946-1970 Präses der Synode der Evangelischen Landeskirche in Hessen und Nassau, 1957-1969 MdB, dort 1964-1969 Vorsitzender des Rechtsausschusses, 1960-1961 Bundesminister für wirtschaftlichen Besitz des Bundes.

Dr. Joseph Wirth (1879-1956)

1913-1921 Mitglied des Badischen Landtags (Zentrum), 1914-1933 MdR, 1918-1920 Badischer Finanzminister, 1920-1921 Reichsminister der Finanzen, 1921-1922 Reichskanzler, zeitweise zugleich Reichsaußenminister, 1929-1930 Reichsminister für die besetzten Gebiete, 1930-1931 Reichsminister des Innern, 1933 Emigration (Österreich, Frankreich, Schweiz), 1948 Rückkehr nach Deutschland, 1953 zusammen mit Wilhelm Elfes Vorsitzender des Bundes der Deutschen für Einheit, Frieden und Freiheit, 1955 Verleihung des Stalin-Friedenspreises.

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