1.5 (z1961z): Mahler, Horst

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Palais SchaumburgBandrücken der EditionÜberreichung des ersten Bandes an Bundeskanzler Helmut SchmidtDas Bundesarchiv, KoblenzKabinettssitzung 1956

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Mahler, Horst

Horst Mahler (geb. 1936)

Während des Studiums der Rechtswissenschaften zeitweise Mitglied der SPD, Parteiausschluss wegen Mitgliedschaft im Sozialistischen Deutschen Studentenbund (SDS), nach Studienabschluss zunächst kurzzeitig Tätigkeit als angestellter Rechtsanwalt in Berlin, dann Eröffnung einer eigenen Kanzlei in Berlin zunächst mit dem Schwerpunkt Wirtschaftsrecht, dann mehr und mehr Übernahme von Mandaten aus der linken APO-Szene, 1966 Mitbegründer des ersten „Sozialistischen Anwaltskollektivs", Berlin, 1969 Übernahme der Mandate zur Verteidigung der Frankfurter Kaufhausbrandtifter Andreas Baader und Gudrun Ensslin, 1970 erste Verurteilung im Zusammenhang mit den Unruhen vor dem Verlagshaus Springer, Berlin, Flucht zusammen mit Ulrike Meinhof, Ensslin und dem aus dem Gefängnis befreiten Baader sowie weiteren RAF-Sympathisanten nach Jordanien zu palästinensischen Guerillas, nach der Rückkehr nach Berlin Verhaftung, 1973 Verurteilung zu zwölf Jahren Freiheitsentzug wegen Teilnahme an schweren Raubüberfällen sowie der Gründung einer kriminellen Vereinigung (RAF), 1974 Entzug der Anwaltszulassung, 1975 Distanzierung von seiner terroristischen Vergangenheit, 1980 vorzeitige Entlassung aus der Haft, Aussetzung der Reststrafe zur Bewährung, 1988 Wiederzulassung als Anwalt und Wiedereröffnung seiner Kanzlei in Berlin, 2000 Eintritt in die NPD und deren anwaltlicher Vertreter im Verbotsverfahren vor dem Bundesverfassungsgericht, 2003 Parteiaustritt nach Einstellung des Verfahrens, 2004 Verurteilung zu einer Haftstrafe von neun Monaten wegen Volksverhetzung, erneut Verlust der Anwaltszulassung, 2009 erneute Verurteilung zu einer langjährigen Haftstrafe wegen Volksverhetzung und Leugnung des Holocausts.

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